Zitat des Tages: Jutta Ditfurth

Dem Adel besondere Fähigkeiten zuzuschreiben «ist untertänig, kleinbürgerlich und passt zu den entsolidarisierten, sich ihrer selbst nicht mehr bewussten Arbeitern, die bei Schaeffler und Porsche ihren Kapitaleignern schluchzend um den Hals fallen, anstatt sie zum Teufel zu jagen», schreibt die Soziologin, die das «von» bereits in jungen Jahren aus ihrem Namen gestrichen hatte.


Jutta Ditfurth
in der taz taz als Reaktion auf des Deutschen Michels wiederentdeckte Liebe zum Adel in Führungsposition.

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Eine Antwort zu “Zitat des Tages: Jutta Ditfurth”

  1. Grainger sagt:

    Es gibt in Deutschland mehrere tausend «verwaiste» Adelstitel.

    Wer unbedingt einen Titel will und bereit ist, Zeit und Geld in etwas Ahnenforschung zu investieren, hat ganz gute Chance, in seiner Familie auf irgendeinen fern verwandten Urahn zu stoßen, dessen Adelsgeschlecht inzwischen ausgestorben ist.

    Und dann kann man ohne weiteres Anspruch auf den verwaisten Titel erheben und ist vielleicht ein Freiherr, Graf oder Baron, usw.

    Die Wahrscheinlichkeit, das man irgendeinen (vielleicht zu damaliger Zeit illegitimen) adeligen Vorfahren hat, ist erstaunlich hoch.

    Wenn ich genug Zeit und Langeweile hätte (und mir ein möglicher Adelstitel nicht schnurzpiepegal wäre), würde ich mich vielleicht mal auf die Suche machen.

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