Zitat des Tages: Helmut Kohl

Wir können noch so viel von der Gemeinsamkeit in Deutschland reden — glauben werden die Menschen das erst, wenn sie ganz einfach zum Hörer greifen und wählen können und den gewünschten Partner am Apparat haben.

–Helmut Kohl, 21.12.1989

Lassen wir mal Kohl und sein Wirken außen vor, so war genau das die Informationstechnologie im öffentlichen Bewußtsein, von der Merkel just sprach, um Bill Gates einen schönen Empfang in Berlin zu bereiten. Alles andere war zu jener Zeit im universitären Umfeld angesiedelt und selbst das Heer bzw. der Staat per se, waren noch weit von einer primären Nutzung, auch nur zur heutigen Zeit annähernd adäquater Informationstechnologien, entfernt. Aber wie immer your mileage may vary. Merkel konnte zu dieser Zeit noch gar nicht wissen was in diesen Bereichen vor sich geht, frisch als Ost-Import, insofern muß sie den Tadel nun an ihren Schreiberling weitergeben, der die Intelligenzrede verfaßte =)

5 Antworten zu “Zitat des Tages: Helmut Kohl”

  1. meinereiner sagt:

    also Ihr könnt ja alle Denken und Sagen was Ihr wollt, aber irgendwie hat mir die Politik unter dem alten Birnensack wesentlich besser gefallen, als dass was da so alles in den letzten Jahren unter Schröder und Merkelchen produziert worden ist und vor allen Dingen gerade im Augenblick am passieren ist!

    Das er Spenden angenommen hat ist EINE Sache, aber er konnte noch soetwas wie Politik machen: sein Wort hatte Gewicht und FAST jeder konnte sich noch ZUMINDEST HALBWEGS auf das Gesagte verlassen.
    Und auch wollte er Deutschland nie durch verfassungsfeindliche Verfassungsänderungen in einen Präventiv– und Polizeistaat verwandeln (so jedenfalls mein Eindruck!).

  2. Trac3R sagt:

    @meinereiner: Du meinst sowas wie die Politik des «Problem-Aussitzens» und Sätze a la «Die Renten sind sicher»?

    Zugegeben, den derzeitigen Sicherheitsfanatismus gab es damals nicht, aber das kam wohl daher, dass man moralisch über den totalitären Ostblockstaaten stehen und deshalb die Freiheit als kostbares Gut dagegen halten wollte.

  3. Oliver sagt:

    >Zugegeben, den derzeitigen Sicherheitsfanatismus gab es damals nicht

    Stichwort Sozialistengesetz und Bismark sah schon zuvor alles Linke als Gefahr an. Bespitzelung etc. waren zu dieser Zeit usus, alles zur Sicherheit des Reichs.

  4. paul sagt:

    nun ja, es war nicht nur das telefon. das westfernsehen sollte man in der rezeption bei den ddr-zuschauern nicht unterschätzen. vielen wurde dadurch das bild vermittelt, dass es sich im westen «besser» leben lässt, mit all dem bling-bling und gedöhns. insofern ist es nicht so falsch was frau merkel bzw. ihr redenschreiber verzapft hat, denn auch fernsehen ist ein kommunikationsmittel. in der begrüßungsrede für bill gates vielleicht nicht so passend, aber naja. die nehmen sich da ja beide nicht viel.

  5. Oliver sagt:

    Man spricht heute nicht umsonst von neuen Medien! Und dem Radio ist bei derlei Dingen ob der Reichweite weitaus mehr Bedeutung beizumessen. Aber das ist in dem Kontext auch nicht von Bedeutung. Das Telefon diente damals neben dem Brief der Kommunikation und Radio/Fernsehen gehören eben nicht zu denen im Kontext angeführten Informationstechnologien!

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