Zitat des Tages: Heiner Geissler

Man darf auch fragen, ob ein Berliner Regierungsmitglied mit „Geiz ist geil“-Parolen arme Leute folgenlos verhöhnen darf. Nach Angaben des Deutschen Landkreistages sind 7,4 Millionen Menschen von Hartz IV betroffen. Wenn Massenarmut in Wut und Aggression umschlägt, tragen auch politische Provokateure wie Sarrazin dafür die Verantwortung.

tagesspiegel

Ich glaube da muß man nichts hinzufügen.

7 Antworten zu “Zitat des Tages: Heiner Geissler”

  1. Mensch, der Geissler, warum gründet der eigentlich keine Partei? Glaubwürdiger als Die Linke, weil es halt der Geissler ist. Und sozialer als die CDU, weil es halt die CDU ist.

  2. Oliver sagt:

    Ich glaube er kanns nur solange er alleine ist, ansonsten muß man Kompromisse eingehen bis zur Selbstaufgabe.

  3. picard sagt:

    Als Hatz4 betroffener (aufstockendes Hartz4) muss ich sagen Geiz ist nicht geil, aber was sollen wir denn machen?

    Soll ich meinem Kind auf den weg geben, das leben kost nichts, die Bank regelt das schon?

    Soll ich meinem Kind sagen, gar kein problem kaufen wir dir, und die Zinsen, ja da mache ich mir später gedanken drum.

    Geiz beginnt bei uns beim Aufstehen und endet nie!

    Somit habe ich wenigstens keine Schulden 😉

  4. kobalt sagt:

    «Wenn Massenarmut in Wut und Aggression umschlägt,»

    Das wird in Deutschland niemals in nennenswertem Ausmaß geschehen.

  5. Oliver sagt:

    Mmh ja, die letzte große Zeit mit Massenarmut etc. hatten wir in den «goldenen» Zwanzigern und zu was das führte wissen wir ja. Da kann man letztendlich viel von anderen Faktoren fabulieren, im Grunde genommen zählte für die Masse nur eines «Futter auf den Tisch» (neben anderen Belanglosigkeiten wie «darf ich auch leben»). War jetzt keine Revolution, aber es lief auch auf ein Extrem hinaus.

  6. SwA sagt:

    @1 Naja, ob der Herr Geißler unbedingt glaubwürdig ist, wage ich zu bezweifeln. Als er verantwortlicher Politiker war, war er auch einer der Kritiker des Sozialstaats. Nun, da zu den «Politpensionären» gehört, also nicht mehr allzuviel zu melden, ist es relativ leicht solche Sprüche zu klopfen.

    Ich stimme ihm ja voll und ganz zu, aber ich weiß nicht ob er wirklich glaubwürdig ist.

  7. Oliver sagt:

    >Als er verantwortlicher Politiker war, war er auch einer der Kritiker des Sozialstaats.

    Mit Verlaub, das ist Blödsinn. Jedenfalls zu einem gewissen Grad. Denn dieser Prozeß setzte schon sehr viel früher ein, wenn man sich ein wenig politisch/historisch befleißigt und nachhakt. Zuerst war er der Kronprinz Kohls und quasi der Nachfolger schlechthin, er fiel jedoch recht schnell in Ungnade (ab etwa Mitte/Ende der 80er (und da existieren schon von ihm Veröffentlichungen diesbezüglich) ob seiner oft gegenteiligen und doch auch vernünftigen Meinung) und gehörte da noch lange nicht zum Alteisen, ganz im Gegenteil. Die Wandlung vollzog sich natürlich in Schritten oder die Einsicht, egal wie man es auch nennen mag. Wenn du natürlich auf seine Kritik an den Linken in den 70ern anspielst, nun ja irren ist menschlich — zumindest tat er in seiner zweiten Lebenshälfte das genaue Gegenteil.

    Noch ein Tipp: Gauweiler bei der CSU, nicht unbedingt überall der Vorzeigedemokrat doch der ist schon zu sozial für die CSU und teils sozialer als viele in der SPD. Das macht der ebenso während seiner Amtszeit, muß man beobachten, denn die Presse läßt ihn mehr oder weniger außen vor. Sonst heißt es später auch wieder, hmm ist der glaubwürdig?

    Jede Partei hat ihre «Linken», sprich Leute die sozial denken, der Unterschied ist nur wieviele davon jeweils existieren. Und da eben schauts bei FDP, CSU und CDU recht schlecht aus, aber unmöglich ist es nicht.

    Aber es ist interessant mit anzusehen, wie viele den Linken hinterhereilen und diese beherbegen Leute, die in ihrer bisherigen im Vergleich zu Geissler kurzen Lebenszeit öfters Wetterfähnchen spielten. Eine Wandlung mit knapp 47 Jahren, die man dann dazu beibehält für ein paar Jahrzehnte, sollte man wohl jedem zutrauen können.

RSS-Feed abonnieren