Zitat des Tages: Gerechtigkeit für die SPD!

Es is so ein beruhjendes Jefiehl. Man tut wat for de Revolutzjon, aber man weeß janz jenau: mit diese Pachtei kommt se nich.

Kurt Tucholsky

Das Land, das sich anschickt, die Genossen in die Marginalisierung zu entlassen, ist nach elf Jahren sozialdemokratischer Regierung ökologischer, liberaler, moderner, ökonomisch stabiler und entspannter als vor ihrem Machtantritt im Jahre 1998. Die Republik hat der SPD einiges zu verdanken.

Die Zeit

Die Antwort auf diese Realsatire der Zeit: Das Ende der SPD.

Bild: satirische Verfremdung, F!XMBR ; Quelle: Wikimedia Commons

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14 Antworten zu “Zitat des Tages: Gerechtigkeit für die SPD!”

  1. Muriel sagt:

    Dass man jang jenau weeß, dass se mit diese Pachtei nich kommt, ist für mich ein ganz entscheidender Satz. Zum Verrat gehört doch, dass vorher Vertrauen bestand. Und wer der SPD vertraut hat, naja. Aber lustig find ich sie irgendwie schon.

  2. Oliver sagt:

    Vertrauen bestand bei mir zuvor, sonst wäre ich nicht Mitglied bei diesen gewesen — andererseits beurteile ich dies heute viele Jahre später eher als Naivität ob mangelnden Wissens. Darüber hinaus pflege ich heute noch Kontakte mit vielen vernünftigen Genossen — mit diesen kann man im Gegensatz zu diesen Netz-Likedeelern gar vernünftig reden — ich glaube nur nicht mehr an eine Wende innerhalb der SPD. Die Situation ist zu verfahren, zu verfestigt über die Jahrzehnte.

  3. phoibos sagt:

    >Die Situation ist zu verfahren, zu verfestigt über die Jahrzehnte.

    die situation, moralisches feigenblättchen der eliten zu sein, besteht seit weit über hundert jahren. nur jetzt lässt die spd die letzten deckmäntelchen fallen. wie heisst es noch in des teufels general? wer grand sagt, muss auch mit die buben kommen…

  4. […] weitere Verstöße gegen unser Grundgesetz lauthals an die Öffentlichkeit treten. Die ZEIT (danke Oliver für den Hinweis!) hat heute einen recht guten Artikel online gestellt, der mir irgendwie wie ein […]

  5. Christian S. sagt:

    Auch wenn dieses «Verraten»-Sprüchlein der Kommunisten, die gemeinsam mit den Nazis die Weimarer Republik in den Untergang getrieben haben, noch so oft wiederholt wird: richtiger wird’s nicht.

  6. Oliver sagt:

    >Auch wenn dieses “Verraten”-Sprüchlein der Kommunisten, die gemeinsam mit den Nazis die Weimarer Republik in den Untergang getrieben haben

    Ach die Mär von den Unschuldlämmern, nun richtiger wird dies ebens wenig auch wenn man es stoisch wiederholt. Ist das nicht diese Art Geschichtsklitterung, welche die Genossen in vorwaerts üben und in ihren anderen vielfältigen Publikationen? Klar wissen wir Historiker, auch der Herr Phoibos dort oben, woher der Wind weht — auch wissen wir aber wer schon einmal einem Krieg zustimmte. Die Irrungen und Wirrungen der Genossen decken ein breites Spektrum ab: die situation, moralisches feigenblättchen der eliten zu sein, besteht seit weit über hundert jahren.

    Die USPD war wahrscheinlich auch nur eine Gruppe Verwirrter die den Demagogen der Gegenseite anheim fielen. Und selbst über diesen fauxpas der Genossen könnte man gar hinwegsehen, war es doch quasi ihre Feuertaufe und stand unter Zugzwang. Aber derlei Dinge wiederholen sich doch in der Geschichte, die erste große Koaltion war ebenso kein rühmliches Beispiel sozialdemokratischer Politik. Logisch, natürlich war da auch nur die CDU schuld — die Genossen kämpften, wie auch heute, für Freiheit etc. pp.

    Ehrlich gesagt ich sehe über einiges hinweg, Fehler passieren nun einmal und man kann aus diesen lernen. Die Genossen jedoch sind lernresistent, stattdessen belügen sie weiterhin das Volk und geben sich Wortklaubereien hin. Aufrechte Helden existieren derer viele bei den Genossen, die wenigsten jedoch halten dem Urteil der Geschichte stand. Bitte verrichten sie ihren Wahlkampf an anderer Stelle, wir stellen Werbung jedweder Natur in Rechnung.

  7. Christian S. sagt:

    Heißt also: wir dulden hier nur uns genehme Kommentare. Nichts anderes habe ich erwartet.

  8. Oliver sagt:

    >Heißt also: wir dulden hier nur uns genehme Kommentare.

    Klar, deshalb antworte ich auch noch und schalte frei. Dies ist die gleiche Merkbefreitheit, die auch bei den Genossen an der Spitze(?) zur Tagesordnung gehört. Diese Publikation ist voller genehmer Kommentare, selbst gewisse Beschimpfungen empfinden wir als genehm. Aber Spaß beiseite, einfach große Diskussionen aufschlagen, nachlesen und drüber nachdenken über das gesagte.

  9. Robin sagt:

    Gab es nicht die Kooperation zwischen NSDAP und KPD in Berlin? Denke darauf wollte Christian hinaus. Erinnere mich das irgendwann mal im Studium gehört zu haben…

  10. Oliver sagt:

    Wenn man auf den sogenannten Sozialfaschismus anspielt, sprich die Beeinflussung seitens der Sowjetunion eher rechte Bündnisse im Kampf zu suchen, ja. Aber dann muß man dies auch näher spezifizieren, bin schließlich kein wandelndes Nachschlagewerk. Aber die Fehlungen der SPD sind Legion und auch mittels diverse Relativierungen nicht korrigierbar. Und bevor noch jemand wegen dem Bild per se aufhebens macht, ja ich mißbrauchte jenes Plakat zur Gleichstellung der Frauen für meine obige Verfremdung. Mea culpa, mea maxima culpa.

    Andere Frage, gibts auch etwas zu entgegnen zu diesem Pamphlet gegenüber dem Volk seitens der Zeit? Oder wird dies als Balsam für die geschundene Wahlkampfseele billigend in Kauf genommen? Sprich das Volk ist nur zu dumm die sozialdemokratischen Helden entsprechend zu würdigen?

  11. phoibos sagt:

    nun ja, das sind die gleichen spacken, die glauben, die spd wäre zeit ihres lebens eine partei gewesen, die den frieden wollte…

  12. two sagt:

    @Christian S. (von Rot steht uns gut):
    “Die Autorinnen und Autoren von “Rot steht uns gut” sind der SPD nahestehende Personen oder SPD-Mitglieder, die gemeinsam gegen die grüne und liberale Blog-Vorherrschaft ankämpfen wollen.”

    Schon schade, wenn man nichts hat, womit man FÜR etwas sein kann. #fail

  13. Gerechtigkeit für die SPD?…

    Die Zeit versucht sich an einer — nunja — positiven Darstellung der SPD unter dem oben genannten Titel. Die Öffentlichkeit, sprich der Wähler, würde die Leistungen der Partei nach 11 Jahren Regierung nicht gebührend wertschätzen — so die These. Das gra…

  14. Chris sagt:

    Wie sie sich selbst entblößen… 😀

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