Zitat des Tages: die Armut steigt

Was sie1 im Sozialen spart, gibt sie am Ende für mehr Polizei, Justiz und Gefängnisse aus

So Wissenschaftler Butterwegge auf Tagesschau.de Zeitgleich feilschen die Berliner Krämerseelen, um probate Programme für den Wahlkampf. Allen voran von der Leyen, die eine Art Kopfgeld ausschreiben möchte: je mehr Kinder, desto höher die Beiträge. Eine Familie mit nur einem Kind kann ebenso am Existenzminimum leben.

  1. die Gesellschaft []

8 Antworten zu “Zitat des Tages: die Armut steigt”

  1. Martina sagt:

    EuRo war schneller.. dammich! 😉

    Aber ich reiche noch das Band dazu… für das Eiserne Mutterkreuz am Bande!

    In der DDR hieß es doch «abkindern», oder nicht? Wäre das nicht eine Idee, die Privatinsolvenzen zu beseitigen? Und Frauen, die stillen, kommen wenigstens nicht auf dumme Gedanken.

    (wer von Euch den Sarkasmus zwischen den Zeilen findet, darf ihn gerne behalten)

  2. Malte sagt:

    Eine Erhöhung des Kindergeldes, egal ob bei einem oder vielen Kinder, ist quatsch. Von dem Geld soll man lieber Schulbücher, usw.direkt bezahlen als es den Eltern der Kinder in den Rachen zu schmeißen (denn dort kann man nicht kontrollieren was mit dem Geld geschieht und ob es auch wirklich bei den Kindern ankommt).

  3. Oliver sagt:

    Das mit den Schulbüchern existiert in vielen Bundesländern beispielsweise und da Bildung Ländersache ist, macht auch jeder was er möchte.

    Mir widerstrebt es auch generell anzunehmen, weil Presse und Politik im Moment von der Schlechtigkeit *aller* Eltern allgemein fabulieren, diesen crap als Grundlage für das weitere vorgehen anzusehen. Weitere Schutzmechanismen sind sicherlich von Nöten, man sollte jedoch nicht übertreiben. Wer schon mal Kinderheim sah, weiß von was ich rede, wer das Vorgehen bzw. Versagen von Jugendämtern kennt, weiß auch das diese Dinge nie eine Einbahnstraße sind.

  4. Falk sagt:

    denn dort kann man nicht kontrollieren was mit dem Geld geschieht

    Das ist das typische Demagogengefasel: Es werden Einzelbeispiele als typische Erscheinung verkauft. Langsam hab ich das Gefühl, mich hierzulande entschuldigen zu müssen, überhaupt Kinder großzuziehen. Mach ich ja bestimmt nur wegen der Kohle (haha), die wir vom Staat (wtf?) bekommen. Ganz großes Tennis…

  5. SwA sagt:

    @ Malte

    Du bist n Scherzkeks.
    In vielen Bundesländern hat man die Lernmittelfreiheit gerade abgeschafft und da forderst, das Geld mehr in Schulbücher zu stecken als bedürftigen Familien.

    Klar, die versaufen das ja alles. Schließ nicht immer von dir auf andere.

    Sry, musste mal raus -.-

  6. XiongShui sagt:

    Man sollte sich vor Verallgemeinerungen hüten, die durch das schiefe Bild entstehen, das die Medien zeichnen. Über die überwiegende Mehrheit der Eltern, die ihre Kinder mit Freude und Geschick großziehen, gibt es keine Meldungen, da derartige Berichte nicht schlagzeilenträchtig sind.
    Tatsächlich gibt es eine verschwindende Minderheit, die damit überfordert sind, Kinder zu erziehen und zu lebenstüchtigen, gesunden Erwachsenen heranzubilden.
    Das hat nicht nur mit dem wirtschaftlichen, sondern auch mit dem Bildungsniveau zu tun. Da wären schon mal zwei Ansatzpunkte: Diese Familien brauchen Unterstützung in der Form, daß ihnen Zusammenhänge (z.B. zwischen Überforderung und Gewalt) vermittelt werden. Wer auf eine breitere Wissensbasis zurückgreifen kann, findet auch leichter adäquate Lösungen für Probleme.
    Ausserdem brauchen sie oft eine Beratung, wie sie ihre finanziellen Mittel vernünftiger einsetzen, statt mehr Mittel. Ohne das Wissen um wirtschaftliche Zusammenhänge verpuffen nämlich Zuwendungen finanzieller Art.
    Ähnlich den Verkehrsaufklärungssendungen «Der siebte Sinn», ließe sich so etwas auch in Fernsehspots anbieten: Über das Fernsehen sind die meisten der Betroffenen zu erreichen und andererseits können sie weiter in ihrer Anonymität verharren, denn für viele von ihnen ist es auch die Scham, die verhindert, daß sie rechtzeitig Hilfe suchen.

  7. Oliver sagt:

    Das oft angeführte Bildungsniveau wird auch gerne von jenen mittels «Studien» postuliert, die ihre dominante Stellungen wahren möchten. Das Desaster im Land, das diverse Führungen zu verantworten haben, wird und wurde immer von der sogenannten Bildungselite initiiert.

    >Wer auf eine breitere Wissensbasis zurückgreifen kann, findet auch leichter adäquate Lösungen für Probleme.
    Ausserdem brauchen sie oft eine Beratung, wie sie ihre finanziellen Mittel vernünftiger einsetzen, statt mehr Mittel.

    Das Gros der massiv hoch verschuldeten Haushalte setzt sich nicht nur in puncto Bildung Unbeleckten zusammen, das Gegenteil ist gar der Fall, es zieht sich durch alle gesellschaftlichen Schichten bis hin zum Professor. Denn wo das tatsächliche Unwissen des einen aufhört, beginnt das eingebildete Wissen des Bildungsbürgers.

    Die Problematik ist heutzutage weitaus vielschichtiger als man dieses zu umschreiben vermag mit altbackenen Theorien des «Klassenkampfs». Es sind eine vielzahl Parameter die da wirken. Bildung kann helfen, kann aber auch von anderen Parametern in der Gesellschaft torpediert werden, was tatsächlich auch Praxis ist.

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