Zitat des Tages — die Piraten, die Wählbarkeit und die Medienkompetenz (Update)

PiratenIst die Wikipedia einmal offline, hat die Piratenpartei das Wissen von 5 Tage altem Brot. Ich habe ehrlich gesagt trotz allem mit dem Gedanken gespielt, meine Zweitstimme bei der Bundestagswahl der Piratenpartei zu geben. Wenn ich mir so engagierte und glaubwürdige Menschen wie Markus anschaue, dann hätte ich dabei kein schlechtes Gewissen gehabt. Nur geht es hier um die Zukunft unseres Landes. Neben der Netzpolitik gibt es noch viel wichtigere Themen — so zum Beispiel die soziale Gerechtigkeit, die bei den Piraten keine Erwähnung findet, andere Stichwörter sind Afghanistan und die Atomkraft. Ein Zwiespalt, mit dem ich in den letzten Tagen gekämpft habe.

Nun hat der Vize-Bundesvorsitzende, Andreas Popp, der Rechtspostille Junge Freiheit ein Interview gegeben. Dieses Interview, bei dem Popp das Feigenblatt für das Gedankengut der Jungen Freiheit gibt, und insbesondere die nachfolgende Erklärung beweisen, dass offensichtlich null Medienkompetenz vorhanden ist. Es ist für mich als politisch interessierten und sozial engagierten Menschen unmöglich, eine Partei zu wählen, bei der der Vize-Bundesvorsitzende nach einem, um es diplomatisch auszudrücken, naiven Fehler zugibt, es musste erst einmal die Wikipedia zu Rate ziehen — vom Wahlprogramm light ganz zu schweigen. Die Piratenpartei braucht mindestens noch 4 Jahre — bei dieser Wahl meine Stimme der Piratenpartei zu geben, wäre unverantwortlich. Vielleicht nehme ich einen Würfen mit in die Wahlkabine und knoble einfach — doch wahrscheinlich wecke ich damit den Herrn in der Nachbarkabine… :D

Nachtrag: Ich gebe zu, ich mag Dieter Nuhr nicht. Ich habe noch beim keinem seiner Auftritte gelacht. Er ist in meinen Augen einer der Comedians, die in der Michael-Mittermeier-Welle, der im Übrigen grandios ist, nach oben geschwommen sind. Hier aber, nicht bei allen Piraten, aber bei enorm vielen, insbesondere den Sympathisanten, trifft er den Nagel auf den Kopf:

nuhr_piraten

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56 Antworten zu “Zitat des Tages — die Piraten, die Wählbarkeit und die Medienkompetenz (Update)”

  1. Chris sagt:

    Und der Würfel wäre nicht unverantwortlich?

    [ ] Du hast den Witz verstanden… ;-)

  2. christian sagt:

    naja, er befindet sich mit einigen granden der bisherigen deutschen politik und auch der schreibenden zunft in guter gesellschaft. vermutlich hätte er es wissen müssen. mir haben sich auch die haare im nacken dezent gekräuselt.

    aber wer die wählbarkeit einer partei am vorsitzenden festmacht, bekommt zum üblichen problem noch ein zweites hinzu… oder?

  3. Chris sagt:

    [ ] Du hast die Anmerkungen zum Wahlprogramm gelesen und die Links verfolgt. ;-)

  4. Michelle sagt:

    Auch ringe da etwas mit mir. Ist das ein Zeichen, dass die Piraten noch «reifen» müssen, oder doch nur ein Fettnapf ohne große Aussage?

    Ein Argument lässt mich zZ noch eher zu den Piraten schwanken: Ich glaube, da hat mein Kreuz ein größeres Gewicht als bei den Grünen (oder was deine Alternative wäre) — also so in Hinblick auf die Gesamtwirkung.

    Ich fürchte fast, es wird wieder eine Entscheidung in der Kabine :-(

  5. conquy sagt:

    Die Piratenpartei hat aber das Potential, dass sie in ein paar Jahren ein vollständiges und von mir akzeptables Wahlprogramm hat, welches sie auch versucht durchzusetzen. Bei den anderen Parteien endet das immer wieder im gleichen Mist.
    Ich finde es zwar auch sehr unschön, dass das jetzige Wahlprogramm so sehr auf wenige Themen beschränkt ist und das einige Leute in der Partei immernoch der Meinung sind, dass mehr Themen nicht nötig seien. Bevor ich aber eine Partei wähle, deren Wahlprogramm mir nicht gefällt oder von der ich weiß, dass sie in einer Koalition sowieso nicht das tun, was sie eigentlich in ihrem Wahlprogramm stehen haben, wähle ich lieber eine Partei, mit der ich momentan noch unzufrieden bin, aber deren Wahlprogramm mir trotzdem zusagt. Denn jede Stimme für die Piraten lässt mich hoffen, dass sie in der Zukunft etwas bewegen wird.

  6. […] richtig würdigen können sagen schon viel aus. Chris, einer der beiden Blogger von FIXMBR bringts passend auf den Punkt, dem ist nichts weiter hinzuzufügen: Es ist für mich als politisch […]

  7. Oliver sagt:

    Ich weiß nicht, die Spitzen gegen die Piraten waren auch mal unterhaltsamer. Die Grünen mit Ihrer Kriegstreiberei und Ihrem Pseudodatenschutzblabla sind im Gegensatz zu den Piraten ja sooooo überzeugend. Wir wissen es!

    Ich glaub, ich hab die letzten paar Tage zu viel Sprechblasenpolitik im TV gesehen. *gähn*

  8. ADoernor sagt:

    Jungs, ich will nie wieder was von Medienkompetenz oder so nem Brat hören. Man kann nicht alle Käseblätter dieses Landes kennen. Er wusste es wirklich nicht, sonst hätte er sich nicht drauf eingelassen. Für Interessierte:

    Zum Interview mit der „Jungen Freiheit“

    War ein Tritt ins Fettnäpfchen, doch war es eben kein Wahlkampfmanöver.

  9. Chris sagt:

    @ADoernor: Wie war das noch mit der Medienkompetenz. Achja, Piraten, richtig. Der Text von Andreas Popp ist im Ursprungsartikel mit entsprechenden Kommentar verlinkt… ;-)

    @Oliver: Immerhin alles unterhaltsamer als so Sprechblasenkommentare… ;-)

  10. allesklar sagt:

    Die Wahl ist doch eigentlich gegessen: wahlweise Tigerentenkolation oder weiter so wie bisher. Alles andere ist doch höchst unwahrscheinlich.

    Unwahrscheinlich auch, dass die Piraten überhaupt ins Parlament kommen. Noch unwahrscheinlicher, dass sie — falls doch — irgendwo als Mehrheitsbeschaffer mitspielen dürfen.

    Trotzdem wünschenswert, dass sie möglichst viele Prozentpunkte bekommen. Damit die Piraten vll. bei den nächtsten Wahlen nicht mehr unter «Sonstige» laufen. Damit die Piraten-Themen mehr Beachtung finden. Damit ein paar Euros Wahlkampfkostenerstattung fliessen und man sich in 4 Jahren Partei– und vll. sogar Parlamentsarbeit die nötigen programmatischen Gedanken für die Piraten 1.0 machen kann. Momentan ist ja eher öffentlicher Beta-Test.

    Deshalb weiter rumnörgeln und trotzdem Pi’s wählen. ;)

  11. Oliver sagt:

    @Chris: Nicht wirklich! :-P

  12. memyselfandi sagt:

    Bei uns kann übrigens jeder vorbeikommen und in den Versammlungen das Wort ergreifen, niemand wird nach einem Parteiausweis gefragt. Jeder Input ist willkommen und jede Kritik wird mindestens zur Kenntnis genommen. Auch intern wird heftig darüber diskutiert, inwieweit unsere Kernthemen ausreichen. Die einen meinen, dass allein diese Kernthemen schon eine gewaltige Auswirkung auch auf alle anderen Politikbereiche haben, andere meinen, wir müssten unsere Kompetenzen so schnell wie möglich ausbauen. Allein durch die stark wachsende Mitgliederzahl, wird dies aber ohnehin passieren. Es gibt bereits zu fast allen Themengebieten Arbeitsgruppen, die sich mit den entsprechenden Inhalten auseinandersetzen.
    Dennoch ist es sicher allemal besser, ein relativ kompaktes Programm zu haben, welches dann aber auch verfolgt wird, als ein zich Seiten starkes Parteiprogramm, was man in ähnlicher Form schon seit Jahren nutzlos mit sich herumschleppt.
    Zu dem Interview, ja die Junge Freiheit ist schon sehr weit rechts, es ist sicher nicht geschickt gewesen, hier ein Interview zu geben, ohne sich vorher zu informieren. Auf der anderen Seite fragt sich, warum man jemandem Antworten verweigern soll, nur weil einem dessen Meinung nicht passt.
    Auch wenn ich das Interview nicht begrüße, bleibe ich dabei, eine echte Demokratie muss auch vertragen, wenn einige Leute eine «Scheißmeinung» vertreten, dieser muss man dann mit guten Argumenten begegnen. Durch einfaches Ignorieren, Verbieten oder ähnlichem erweist man der Demokratie einen Bärendienst.

  13. ADoernor sagt:

    srry, da hab ich ganz offensichtlich geschlampt. Die Konsequenzen hat er ja gezogen: alles nur noch über die Pressestelle und nach einer Überprüfung.

  14. Pic sagt:

    Hallo!
    Ich kann aus den (lobenswert) gezielt verteilten Daten von Andi Popp leider nicht ersehen, ob er eine Fachausbildung zum Politiker mitsamt Sonderschein Medienkompetenz gemacht hat. Doch die Piratenpartei hat keine JU, keine Jusos oder Julis, die schon in dem Ausmaß im Geschäft ist.
    Ein Fehler ist ein Fehler — da gebe ich dir Recht. Aber an dem Verhalten einer Person die ganze Wahlentscheidung abhängig zu machen bzw. damit die ganze Partei zu diskreditieren? Das geht dann in die gleiche Schiene wie die Dienstwagenaffäre der Frau Schmidt. Das hat nichts mit dem politischen Ziel der Partei oder der Person zu tun, sondern vielmehr mit dessen Verhalten. Das kann man ganz sachlich kritisieren — und gut ist.
    Die Kritik an der Benutzung von Wikipedia halte ich für überzogen. Was ist der Fehler, sich einen ersten Eindruck über ein solches Portal zu machen? Ändert sich das so sehr, wenn man stattdessen den Brockhaus.… nein, da steht sowas nämlich nicht drin! Wie informiert man sich möglichst schnell über ein Thema, von dem man keine allzu detailierte Information braucht? Soll man schnell einen Brief an ein Medienforschungsinstitut schreiben (das sich NICHT nur mit elektronischen Medien beschäftigt)? Wie würdest du in einer solchen Situation handeln? Was wäre dein erster Griff nach dem Entdecken des Fettnäpfchens?

    Unverantwortlich nennst du eine Wahl für die Piraten nun? Ich bin mir nicht sicher, ob ich dich da richtig verstanden habe. Du möchtest nicht dafür verantwortlich sein, wenn die Piraten gewählt sind, weil die Bundesspitze (noch) keine Medienkompetenz hat und ihre Meinung auch in einem rechtsausgerichteten Blatt kundtut? Du stellst Markus Andi gegenüber mit den Worten «engagiert und glaubwürdig». Sprich: Andi ist weder das eine, noch das andere. Mir fällt KEIN Politiker anderer Parteien ein, der in diese Schiene passen würde. Ich glaube jedoch, dass man nur das glaubt, was man glauben will (was denn auch sonst) und so der Glaubwürdigkeitsfaktor nicht nur auf der Politikerseite, sondern auch auf der meinigen liegt.
    Die Probleme, die du hast mit der Behandlung von Soz.Gerechtigkeit, Afghanistan und anderen Themen — meinst du nicht, dass diese Themen durch die anderen Parteien nicht schon genug Aufmerksamkeit haben? Diese beschäftigen sich mMn nämlich ausschließlich mit diesen Themen (Krise hinzugenommen). Oder suchst du insgeheim immer noch nach deiner Traumpartei, die alle (deine) Probleme mit den für dich richtigen Wegen löst — und bist von der Piratenpartei in diesem Punkt (auch) enttäuscht worden?
    Im Übrigen die Piratenpartei ist nicht die erste Partei, die zuerst mit wenigen Themen gewählt wurde.

    Schlussendlich habe ich für mich versucht, Dieter Nuhr zu verstehen. Meinungshoheit — was bedeutet das eigentlich? Ich habe leider weder in meinen Büchern, noch im Internet «auf die Schnelle» eine Definition gefunden. Also herleiten! Hoheit: Erhabenheit, Würde, oberste Staatsgewalt. Weil die ersteren nicht mit meinem Gefühl zusammenpassen also «Gewalt über die Meinung». Wenn die Kritik also so lautet, verstehe ich sie noch weniger. Denn versuchen die Piraten «mehr» oder «schlimmer» als «etablierte Parteien» ihre Meinung durchzusetzen? Nein! Denn dass die eigene Meinung zu bei einem Thema die richtige ist und die andere die falsche — das liegt in der Natur der Sache! Darauf gründen sich Diskussionen und Meinungsstreitigkeiten — deren Vorraussetzung letztlich eben die Meinungsfreiheit ist! Für eine gelungene Diskussion kommt natürlich noch die Bereitschaft hinzu, von seiner Meinung (leicht) abzuweichen und sich (teilweise) überzeugen zu lassen…

    Um ehrlich zu sein, halte ich es in dem Zusammenhang für schwierig, zum einen davon zu reden, dass die Piraten «so böse sind» und um Meinungshoheit (im genannten Sinn) kämpfen — und auf der anderen Seite selbst offensichtlich in derartige Wicklungen verstrickt zu sein. Lieber Chris: BItte kehre doch erst vor deiner eigenen Türe (bzw: Lass den Herrn Nuhr vor der seinen kehren), bevor eine solche Aussage anscheinend unreflektiert als «Nagel auf den Kopf» bezeichnet wird. Denn das ist diese Aussage, wie ich hoffentlich schlüssig dargelegt habe, eben nicht! Nein, ich gehe sogar soweit und sage, dass eine angestrebte (!!!) Meinungshoheit nicht abschreckend sein DARF! Denn genau dann wird es weder Befürworter noch Gegner irgendeiner Meinung geben.

    So. Das ist einmal wieder ein viel zu langer Kommentar. Ich bitte um Entschuldigung.
    VIele Grüße dennoch,
    Pic

  15. NetReaper sagt:

    Wah, Piraten-Bashing at it’s best.
    Ich habe noch niemanden sagen hören, man könne nicht CDU oder SPD wählen, weil prominente Mitglieder der JF ein Interview gegeben haben. Mich wundert ein wenig, dass Andi Popp noch nichts von der JF gehört haben will, was aber letztendlich nur aussagt, wie weit entfernt er von der «Rechts von uns ist nur die Wand»-Fraktion ist.

    Und was dieses mehr als fragwürdige Statement von Dieter Nuhr angeht: Meinungsfreiheit und Meinungshoheit sind kein Widerspruch. Im Gegenteil: Wenn Meinungsfreiheit zur Meinungshoheit wird, dann hat die Piratenpartei das Ziel erreicht.

    Das Parteiprogramm der Piratenpartei ist richtig so wie es ist. Es unnötigerweise aufzublähen, das wäre unverantwortlich. Jetzt ist es an der Zeit Piraten zu wählen, denn jetzt muss sich etwas ändern und nicht nach noch mindestens 4 Jahren Wartezeit. So zu handeln wäre Selbstbetrug.

  16. Jackie_Brown sagt:

    Mir ergeht es da ähnlich. Ich schwanke zwischen dem Entschluß ungültig zu wählen (weil nichts Wählbares vorhanden ist,… wie traurig ist das) und eben den Piraten meine Stimme zu geben.
    Gegenwärtig werde ich wohl die Piraten wählen. Aber der Grund dafür ist sicherlich nicht, dass ihre Vertreter mit herausstechender Kompetenz glänzen.
    Ich sehe das eher so, daß sie sowieso nicht die Regierung stellen werden, weder bei der diesjährigen, noch der nächsten Bundestagswahl. Daß sie überhaupt die 5% Hürde knacken ist ungewiß.
    Man muss halt sehen, wie sie sich in vier weiteren Jahren entwickeln werden.

    Zum Parteiprogramm der Piraten wäre noch zu erwähnen, daß ich es persönlich gar nicht so tragisch finde, daß dieses quasi nur ein politisches Themengebiet abdeckt.
    Ich denke, die Zeiten der Alleinherrschaften sind vorbei und daß man in einer Demokratie mit einer mindestens 3er Konstellation im Bundestag besser fährt.

    Ein größeres Meinungsspektrum muss nicht Stagnation/Verzögerung bei wichtigen Entscheidungen bedeuten, sondern kann bei entsprechender Zusammenarbeit der Parteien sogar zu besseren Entscheidungen führen, da Probleme aus vielen Blickwinkeln betrachtet werden könnten und überhaupt Probleme, die möglicherweise übersehen werden, erkannt werden würden.

    Ein Tunnelblick (bei Alleinregierungen, aber auch Schwarz-Rot, möglich Schwarz-Gelb, aufgrund mangelnder Unterscheidbarkeit) könnte so ausgeschlossen werden.

    Von daher ist das eindimensionale Parteiprogramm der Piraten kein Kritikpunkt m.E. .

    Was den Rest betrifft, muss man mal schauen. Die Partei steckt in Kinderschuhen.

    Grüße

  17. Gaston sagt:

    @ memyselfandi
    Bei uns kann übrigens jeder vorbeikommen und in den Versammlungen das Wort ergreifen, niemand wird nach einem Parteiausweis gefragt. Jeder Input ist willkommen und jede Kritik wird mindestens zur Kenntnis genommen. Auch intern wird heftig darüber diskutiert, inwieweit unsere Kernthemen ausreichen. Die einen meinen, dass allein diese Kernthemen schon eine gewaltige Auswirkung auch auf alle anderen Politikbereiche haben, andere meinen, wir müssten unsere Kompetenzen so schnell wie möglich ausbauen. Allein durch die stark wachsende Mitgliederzahl, wird dies aber ohnehin passieren. Es gibt bereits zu fast allen Themengebieten Arbeitsgruppen, die sich mit den entsprechenden Inhalten auseinandersetzen.

    Dies hat es am Anfang der Grünen auch gegeben. Und dort wurde das (wie ich es als aktiver Mitmischer damals aus persönlicher Erfahrung weiß) auch praktiziert. So konnte jeder ein mal in der Woche zu der Fraktion der Grünen kommen und bei dem Meinungsbild über Tagesordnungspunkte des Rates mit Abstimmen. Vergessen wir nicht, dass die Mitglieder von Parlamenten (etc.) nur Ihrem Gewissen und Ihren Wählern gegenüber verantwortlich sind, auch wenn dies manche Fraktionen anders sehen.
    Auch Diskussionen innerhalb der Partei waren immer öffentlich und jeder konnte seine Meinung äußern. Ausgenommen reine Parteisitzungen, was auch in Ordnung ist. Und was ist aus denen geworden?
    Aber wenn man, wie die Piraten Leute einläd, wie Du es z.B. hier machst, dann diese im Forum, wenn Sie sich kritische Bemerkungen erlauben aufs übelste und in niedrigster Stammtischmentalität nieder gemacht werden, dann halte ich solche Einladungen für Zynisch. Oder kennst Du Euer eigenes Forum nicht!
    Wenn man auf der Parteiseite Kommentare für die Artikel zulässt und diese Kommentare (sicherheitshalber?) alle mit dem Vermerk «(kein Pirat)» Kennzeichnet, dann stimmt da was nicht. Ich empfinde solche Taten, wie diese «Brandmarkung» für gesellschaftlich eine Sauerei und da man ja selbst, wenn man Pirat (=Parteimitglied) ist, gar keine Chance hat, diesen Eintrag zu entfernen, für eine verlogene Sache.
    Wenn man dann noch feststellt, dass der Vorstand (Warum? Aus politischen Kalkül?) die Presse und somit die Bürger/Wähler belügt (ich sage nur das Interview, wo behauptet wird, dass Bodo Thiesen kein Amt inne hätte, dass diesem dann später lt. Presse Mitteilung entzogen wurde), dann weiß ich nicht, wo da der Unterschied zu den Anderen Parteien besteht, außer in dem Wunsch, Urheberdiebstahl auf Kosten der Urheber zu legalisieren?
    Das was ich nur sehe ist, Die SPD hat ein paar Generationen gebraucht, Die Grünen ein paar Jahrzehnte und die Piraten ein paar Jahre, um von einer Bewegung der Basis zu einer beliebigen Partei zu werden. Da helfen weder Turnschuhe im Bundestag oder eine ach so progressive Piratenflagge.

    @ Chris
    Menno, jetzt muss ich meinen angefangenen Beitrag zu diesem Thema bearbeiten. ;-)

  18. PZK sagt:

    Obwohl micht der Komplex Bodo eigentlich auch extrem abschreckte, bin ich Mitglied der Piraten geworden um helfen zu können. Dieses Thema läßt sich schon wieder zweifeln. Aber ich bleibe dabei, gewählt wird Piraten, WEIL, es eben nicht darum geht an die Regierung zu kommen sondern um weitere Denkanstöße herbeizuführen und es gibt nicht viele Protestparteien für linke Netzaffine. Eine Protestpartei sind die Piraten im Moment leider nun mal! Ich gehe mit dir konform, dass die nächsten 4 Jahre interessanter werden!
    Kritik an die Medienkompetenz der Piraten? Ist vielleicht auch eine gewisse Kritik an FIXMBR angebracht? Ja die Themen der Piraten betreffen vordergründig die Netzpolitik, aber Datenschutz, Unschuldsvermutung, Urheber– und Patentrecht für die Zukunft der Gesellschaft, statt für «Patenttrolle und Geldhaie» etc sind Dinge, die manifestieren sich auch im «echten Leben». Euer ständiges Beschränken darauf ist imho nicht angebracht und würde die Bestreben die Ihr im «echten Leben» unternehmt und die z.B. der Oli oft hervorhebt auch mindern!

  19. […] Piraten: Dumm ohne Ebay…FIXMBR […]

  20. DrWatson sagt:

    Ich bin auch ein Grübler, und letzten Endes bleibt die Erkenntnis, dass (für mich) der vorrangige Grund, die Piraten als Wahlmöglichkeit in Erwägung zu ziehen, die Schwäche der bzw. mein sinkendes Vertrauen in die Grünen ist (heute hü, morgen hott).

    Und diese Erkenntnis ist nun weder für die Grünen noch für die Piraten positiv und für mich ebenso wenig hilfreich :/

  21. ollyy sagt:

    Auf solche «Einladungen» sind schon ganz andere reingefallen. Die Partei ist jung, die Leute arbeiten ehrenamtlich. Solche Sachen müssen erst noch gelernt werden. Learning-by-Doing. Man kann sich ja nicht erst 4 Jahre ausbilden lassen, um Missstände anzugehen, die jetzt aktuell bekämpft werden müssen.

  22. Mahtias sagt:

    Also ganz ehrlich: die Argumentation, dass die Piraten nicht wählbar sind, weil sie ein Nischenprogramm haben, kann ich nicht nachvollziehen. Wir haben jetzt einige Jahre mit Parteien hinter uns, die eben keine Nischenpartei waren, sondern das volle Programm abgedeckt haben. Die Kompromisse, die dadurch entstanden sind, sind an Murks kaum zu überbieten.

    Mir wäre es ehrlich gesagt lieber, wenn wir mehr von diesen Nischenparteien hätten. Die «Vollprogramm-Parteien» haben mir gezeigt, dass sie es nicht können. Mal schauen, wie es bei Nischenparteien aussieht! Verspreche mir viel mehr davon.

  23. felix sagt:

    Replik auf Dieter Nuhr «Wahlkampf» :)
    Der Dieter Nuhr ( auch die youtube infobox lesen )

  24. Tom sagt:

    Wo ist das Problem, wenn das Wahlprogramm nicht allumfassend ist? Die Piraten kommen doch nicht an die Macht. Sie werden Deutschland nicht regieren. Es wird also kein Loch entstehen. Trotzdem würde ich sie gern im Bundestag sehen, allein schon weil sie dann real sichtbar sind, nicht nur virtuell irgendwo im Internet.

  25. […] sie nur vorgeben Politik zu machen, sich aber bei den wichtigsten Grundlagen vornehm zurückhalten. Oder, um es mit FIXMBR zu sagen: Ist die Wikipedia einmal offline, hat die Piratenpartei das Wissen von 5 Tage altem […]

  26. mutombo sagt:

    der vorteil an den piraten ist doch, das man da nicht viel falsch machen kann.
    Einen echten einfluss auf die Politik werden sie nicht haben, weder positiv noch negativ.
    das wird noch einige zeit dauern, wenn überhaupt.
    Die Stimme den Linken oder Grünen zu geben, kann aber im gegensatz schnell nach hinten losgehen.
    Die sind groß und organisiert genug um einfluss zu nehmen und ruckzuck hat man da den teufel mit dem belzebub ausgetrieben.

    aber wie hier bei TP so schön geschrieben:
    Die Republik ist 60 — Von Konrad Adenauer bis Angela Merkel
    wir haben jetzt eh erstmal 40 jahre Merkel ;)

  27. Teilzeitpostler sagt:

    Das Einzige, was für die Piratenpartei momentan erreichbar ist: mit 5% in den Bundestag gewählt zu werden.

    Die Piraten jetzt in den Bundestag zu wählen würde bedeuten, endlich eine breitere und vor allem *sachlichere* öffentliche Diskussion über Themen Datenschutz, Urheberrecht, Bürgerfreiheit zu bekommen. Diese Themen sind in den nächsten Jahren enorm wichtig, und ich kann mir von den bisher im BT vertretenen Parteien keine sachliche, kompetente und vor allem unverlogene Debatte darüber mehr vorstellen. Leute wie Schäuble, Zypries und von der Lügen brauchen lauten Widerspruch *im Parlament*, weils von da aus auch wieder in den Medien wiedergegben wird. Allein das ist hinreichend Grund, jetzt die Piraten und nichts anderes zu wählen.

    Sie werden auf absehbare Zeit keine Regierungsverantwortung bekommen und deshalb besteht auch kaum Gefahr, dass sie an Themen, bei denen sie noch kein festes Profil und keinen Standpunkt entwickelt haben, herumdilettieren könnten… ^^ …das ist also kein Grund, sie nicht zu wählen.

    (Im übrigen sollte man eh von keiner Partei die Herbeiführung des Goldenen Zeitalters mehr erwarten…)

    Und der Spruch von Nuhr … ist extrem schwach. Als ob nicht alle anderen Parteien ebenfalls um Meinungshoheit kämpfen würden… das ausgerechnet den Piraten vorzuwerfen ist schon sehr… naja…

  28. Carlos sagt:

    Was mich wirklich nervt in letzter Zeit sind diese ständigen «wir sind ja noch jung», «wir müssen ja noch lernen», «blah, blah, blah» — Entschuldigungen diverser Piraten. Die Piraten bestehen doch zum überwiegenden Teil aus «mit dem Internet aufgewachsenen», die sich irgendwie für Politik interessieren und aktiv mitmischen wollen. Nun, ich interessiere mich auch für Politik und kenne durchaus den Unterschied zwischen Junge Welt und Junge Freiheit — etwas, was ich von Politikern, die mit einer neuen Partei den Bundestag «entern» wollen, einfach auch _erwarte_.

    @Mahtias: Das «Nischenprogramm», von dem du sprichst, habe ich mir angeschaut. Als Hartz4-Empfänger, der das Glück hat, einen Internet Anschluss zu haben (hat weis Gott nicht jeder), finde ich da Null Komma nichts, was mir persönlich und anderen Arbeitslosen helfen würde. Und da habe ich ganz klar («Erst kommt das Fressen, dann die Moral») andere Prioritäten, auch wenn ich durchaus mit den Zielen der Piraten Sympathisieren kann und sie sogar schon mal gewählt habe.

  29. Dennis sagt:

    Der Beitrag trifft’s ziemlich genau. Ich erwarte das Ergebnis mit Spannung. Wenn es um Netzpolitik geht, bieten die Grünen ebenfalls ein wählbares Programm, wie Robert Zion in einem Interview mit mir versichterte.

    Piraten, Krieg und analoge Weltgesellschaft

  30. gucadee sagt:

    naja, ich finde die argumentation hier auch nicht wirklich tragfähig…

    1. wegen eines fehlers eines piraten die unwählbarkeit auszurufen ist doch wirklich unsinnig
    2. von «null medienkompetenz» zu sprechen ist auch ein bißchen viel, denn wer kennt denn bitte schon jedes blatt, dass irgendwo erhältlich ist. ok, ich hätte vielleicht auch vorher mal geschaut, was die so machen, aber ich habe sicher auch mehr zeit für so eine recherche als andi.
    3. die piraten wegen des kurzen wahlrogramms nicht zu wählen ist genau DAS FALSCHE — man muss die piraten alleine schon dehalb wählen, damit die etablierten parteien mitkriegen, dass eine signifikate menge von menschen gerne das deutschland wieder hätte, dass im Grundgesetz beschrieben wird und von dem man in der schule so viel gehört hat.
    4. in der wahlkabine würfeln liefert ist natürlich eine fundierte wahlentscheidung… dann lieber gezielt ungültig wählen.
    5. auch nuhr hat schlechte tage. les es dir nochmal durch, das ist geschwurbel, bei dem leider nicht mehr erkenntlich ist, was er eigentlich sagen wollte.

  31. Angry sagt:

    Ich hab aber auch das selbe Problem wie du. Prinzipiell finde ich die Piraten gut, bemängel allerdings das einseitige Programm.
    Dennoch werde ich die Piraten wählen, da die 5 «großen» Parteien für mich derzeit unwählbar sind und zudem hoffe ich das die Piraten durch einen Wahlerfolg auf die unsere Situation aufmerksam machen. Einen Anteil von vllt. 2–3% könnten die etablierten Parteien dann nicht mehr ignorieren.

    P.S.: Nuhr macht im Gegensatz zu Mittermeier intelligente Comedy, was ich sehr gut finde.

  32. Anonymous sagt:

    Unabhängig von der restlichen Argumentation: Wenn du dein ZWEITSTIMME (Parteistimme) (eigentlich, ursprünglich) den Piraten geben wolltest, frage ich mich gerade nur, wem wolltest du denn dann deine ERSTSTIMME (Direktkandidat) geben. Weil Sinn macht die Erststimme ja eigentlich nur bei SPD oder CDU/CSU, die anderen Parteien haben ja in den allermeisten Fällen gar keine Chance, ein Direktmandat zu gewinnen. SPD und CDU haben aber ja nun gerade die Politik gemacht, die zur Entstehung der Piratenpartei führte.
    Fällt mir nur so ein, da ich auch gerade über Erst/Zweitstimmenvergabe meditiere und bisher nur sicher weiß, dassdie SPCDU KEINE Stimme von mir kriegt.
    Und ich, tut mir leid liebe Piraten, momentan euch eher die (für euch sinnlose, aber als Ermunterung für die Zukunft gedachte) ERSTSTIMME geben würde, für die ich anderweitig wohl keine Verwendung habe. Ist jetzt aber keine Wahlempfehlung oder so, nur mein Spleen.

  33. Anonymous sagt:

    Nachtrag: Junge-Freiheit-Interview ist allerdings ein Griff ins Klo, wenn man sichs näher überlegt. Wer bei rechten Stimmen fischen will, kriegt evtl. nicht mal meine Erststimme. Da sind ja die Grünen weiter. Und nein, das ist nicht «unideologisch», sowas zu machen. Wenn die piraten die eigenen Ziele ernstnehmen, sind sie natürlich — irgendwie — links/liberal, was die JF ganz sicher nicht ist. Die JF bedient das Spektrum zwischen NPD und rechtem CDU-Flügel…

  34. Toreon sagt:

    Oh bitte. Also, was sind das denn hier teilweise für Kindergartenargumente?

    Oh, die Mitglieder des Vorstands verhalten sich gar nicht wie professionelle Politiker. Die kann man nicht wählen. Was soll das? Erst sucht ihr eine Partei, die sich nicht vollständig den gängigen politischen Konventionen unterwirft, und dann kritisiert ihr, wenn ein gewisses Maß an Naivität dabei herauskommt. Man kann es euch wirklich nicht recht machen.

    Warum die Kennzeichnung «kein Pirat» ein Problem für manchen hier ist, kann ich auch nicht verstehen. Mensch hast Du Probleme. Der Grund ist so trivial wie offensichtlich. Es soll klarstellen, dass diejenigen die bestimmte Meinungen vertreten, weder die Partei vertreten noch Mitglied sind. Was ist daran nun schlimm? Das ist doch klar. Und trotzdem sieht man tolle Auseinandersetzungen mit Fragestellungen von «Nichtpiraten» im forum. Vielleicht musst du dir nur mal die Mühe machen sie zu lesen…

    Ja, erst das Fressen, dann die Moral. vollkommen legitim. Nur sollte die Frage gerechtfertigt sein, wer denn tatsächlich von den Etablierten Parteien, sich im Sinne der Bürger verhält? Also ich konnte in den letzten Jahren keine Partei erkennen… Nein, definitiv auch nicht die Linke. Denn da fehlt mit in den Argumenten etwas, was die Piraten sich schon von Anfang an auf die Fahnen geschrieben haben: Gesunder Menschenverstand. Blinde Parolen ohne Inhalt. «Wohlstand für alle» fasst es zusammen. Super. Wollen wir alle und … ach ja, wir haben das WIE vergessen.

    Die offenen Diskussionen sind bei den Piraten jedenfalls keine Eintragsfliege. Die gesamte Parteistruktur basiert auf diesen Grundsätzen und die werden sich nicht ändern, nur weil man in einer Regierung sitzen sollte, dafür ist alles zu basisdemokratisch strukturiert.

  35. Chris sagt:

    @Toreon: Der ganze Blödsinn wurde gelesen, von der angeblichen Klimalüge, bis zur Holocaust-Leugnung und was noch nicht alles. Nebenan wird es auf den Punkt gebracht:

    Die Piraten haben kein Werte und keine Vorstellung von Politik.

    Und ich ergänze: Mit den ganzen Geschwafel von Pragmatismus, weder links noch rechts, nicht den blassen Schimmer vom Sozialstaat und der Aufgabe des Staates allgemein.

  36. Blaumeise sagt:

    Jaja, bei jedem Fauxpas wird «Unwählbar» gegröhlt. Und das mit dem kleinen Programm ist nun auch ein alter Hut.

    Schon mal bei der CDU reingeguckt? Die haben mal original gar kein Programm. Der einzige konkrete Punkt ist «kriminelle Ausländer schneller abschieben».

    Seid ihr sicher, dass ihr eine Partei wolltet, die innerhalb von drei Jahren eine Organisation aus dem Boden stampft, die aalglatt und unangreifbar professionell ist?

    Was ist eure Alternative? Würfeln und dann CDU wählen???
    Die Kritikpunkte sind sicher alle berechtigt, die Schlußfolgerung halte ich für Quark. Auch für Polit-Perfektionisten ist die Piratenpartei ganz sicher das geringste Übel in der Parteienlandschaft und es ist enorm wichtig, den Grundrechten im Bundestag wieder eine laute Stimme zu geben.

    Und zum Nuhr: wenn man keine Ahnung hat…
    Ganz ehrlich: in Zeiten, wo die Meinungshoheit der Mainstreammedien die Lügen von Schäuble, v.d. Leyen & Co. unhinterfragt verbreiten, wäre ich heilfroh, wenn die Piraten tatsächlich die «Meinungshoheit» erlangen würden.

    Oder anders: wer nicht widerspricht, muss sich nicht wundern, wenn er von Dummheit und Lügen regiert wird.

  37. Anonymous sagt:

    Naja, also die Grünen haben in ihren Anfangszeiten auch allerlei schräge Vögel angezogen (und bis vor kurzem war sogar noch Oswald Metzger bei denen). Und trotzdem kam die überwiegende Mehrheit aus den post-68er-sozialen Bewegungen, und dementsprechend sahen auch Programm und Forderungen insgesamt dann aus. Wenn die Piraten so basisdemokratisch-offen sind (begrüßenswert), ist ja klar, dass da ebenso Spinner auftauchen und abstruse rechte und irre Thesen verbreiten wollen — wie auch in vielen Foren. Blogkommentaren und auf VT-Websites. Normalerweise gleich gelöscht, bei den Piraten erst mal zugelassen, dann mehrheitlich abgelehnt — solange das so läuft, sehe ich noch keine Katastrophe.

    Für mich zählt letztlich das, worauf man sich hinterher als Partei/Bewegung offiziell einigen kann, was «offiziell» öffentlich wird, und da haben die Piraten bisher ganz gute Forderungen (in ihrem Biotop). Für meine Erststimme reicht das — evtl.- schon wie gesagt, und wenn manchen das so wichtig ist, dass sie ihre Zweitstimme dafür geben, find ich das auch ok. Besser als politisches Desinteresse und Nichtwahl allemal. Ich würde aber trotzdem als PP «benachbarte» vernachlässigte Politikfelder nach und nach auch langsam besetzen — wäre die PP zb die Partei von digitalen Bürgerrechten, analogen Bürgerrechten, UND die des BGE, würde sich meine Begeisterung evtl. weiter steigern. Jeder hat halt so seine Prioritäten. Und viele SPD/CDU-Wähler haben doch auch überhaupt keinen Plan, für was die Parteien konkret stehen, die sie gewohnheitsmässig wählen, sonst wäre z.B. Schröder mit seiner Agenda nie gewählt worden. Gut informiert ist leider wohl immer nur eine Minderheit, und das hat auch mit der Zeit und Interesse zu tun, die man da, oder eben anderweitig, investiert. Überwiegend wird diffus nach dem Motto «find ich irgendwie gut» gewählt, was ja dem «Würfel» tw. ziemlich nahe kommt. Lange Rede, kurzer Sinn: Die PP kritisch zu begleiten und zu kommentieren (wie hier), ist richtig und auch notwendig, das Positive muss man aber auch sehen. Gutes entsteht wohl immer aus einem Urschleim des Chaos, und findet erst nach und nach seine Struktur. So– Genug gelabert.

  38. Berlingonaut sagt:

    Ich habe mich auch dazu entschlossen, mit der Piratenwahl mindestens noch eine Legislaturperiode zu warten. Ich brauche mehr an Programm, als sie momentan noch bieten können. Ich denke, darum kann es nicht schaden, die Piraten in Europa noch ein wenig praktische Politik üben zu lassen.
    Dies gilt insbesondere, weil es gerade bei dieser Bundestagswahl eine gute Chance gibt, einen Politikwechsel zu erreichen. Die Piraten werden aber meiner Meinung nach die 5%- Hürde nicht schaffen; damit wäre meine Stimme für sie eine verlorene Stimme für den Politikwechsel.

  39. DerKritiker sagt:

    Ich finde einige der deutschen Blogger sind ganz schön hochtrabend und selbstgefällig (Ähnlicher Artikel auf Spreeblick: Piraten auf Kurssuche) wenn es um die Piraten und deren tritte ins Fettnäpfchen geht. Bei jedem kleinen Fehler der den Piraten wird mit geschwollener Brust und stolz erhobenem Haupt mit dem Finger in deren Richtung gezeigt und man denkt in einem Anspruch anscheinend selber unfehlbar zu sein und die einzig korrekte Meinung im Netz zu haben hochtrabend die Partei in der Luft zu zerreissen zu können.

    Es ist eine unglaubliche Doppelmoral sondergleichen wenn wegen Ereignissen wie diesem oder der Angelegenheit mit Bodo Thiesen Wörter wie «unwählbar», «unverantwortlich» und «wie kann man nur» fallen. Und sämtliche Dinge die die etablierten Parteien –und dahin wird das Kreuzchen ja dann wandern, wenn die Piraten nicht gewählt haben– weitaus schlimmeres bereits in der Politik gemacht haben. Mit Konsequenzen und Einfluss aufs echte Leben. A la Zugangserschwernisgesetz, Vorratsdatenüberwachung, etc. Egal, wer es nun eingebracht hat, Zustimmung und Enthaltung sind ebenso Schuld am Status quo. Und erinnern wir uns alle mal: Vor einigen Jahren gab es beispielsweise noch die Forderung aus allen Parteien Steinmeier aus der SPD zu werfen, wegen dem was er da mit den Guantanamogefangenen verbockt hat. Und heute ist er Kanzlerkandidat. Wieso höre ich im weiten Netz niemanden «unwählbar» deswegen schreien?

    Was der deutschen Bloglandschaft mal gut tun würde wäre eine gute kalte Dusche. Vielleicht erwacht man dann endlich in der Realität, wo das Wort blog zwar in den Medien recht geläufig ist, aber nur ein Bruchteil der online-Nutzer überhaupt Blogs liest. Geschweige denn regelmäßig. Und nur weil man eine eigene Meinung hat und meint es mit den etablierten Medien aufnehmen zu können, einen das noch nicht gleich zu einer gottgleichen unfehlbaren Existenz macht, die sich dazu berufen fühlt über alles und jeden mit fadenscheinigen Argumenten und –man kriegt den Eindruck– je nach Tageslaune zu richten.

    Und nur um das klarzurücken: Ich bin weder Piratenmitglied, noch in deren Forum angemeldet, noch im Wiki, etc. pp.

  40. Chris sagt:

    @DerKritiker: Ich habe lange überlegt, ob ich Deinen Kommentar freischalte. Deppenkommentare überleben hier nicht lange. Vielleicht suchst Du (oben rechts) einfach mal nach SPD, Steinmeier, was auch immer — in ungefähr 2 Wochen wirst Du mit der Lektüre durch sein.

    Mir persönlich wird mittlerweile angst und bange, wenn ich diese soziale Kälte und Inkompetenz der Piratenpartei sehe, wenn es zum Beispiel um den Sozialstaat geht. Wenn ich insbesondere in den Kommentaren von Andreas Popp dieses Geschwafel um, wir sind weder rechts noch links, wir sind pragmatisch anschaue, dann ist klar, dass die Piratenpartei nicht eine Spur von Ahnung hat von der Aufgabe eines Staates und seiner Verantwortung.

    Und hier lesen wir dann auch einmal:

    Um nicht falsch verstanden zu werden: Die Position der Piraten, möglichst fundierte Entscheidungen zu treffen, ist nur zu begrüßen und wäre gerade in der zensursula-Diskussion den Regierungsparteien gut zu Gesicht gestanden. (Hervorragend argumentierende Positionen zur piratigen Methode finden sich bei Bernd Eckenfels und Alexander Bock.) Ein Plädoyer für ein Wertebewußtsein ist auch keine Aufforderung zum Obskurantismus: Natürlich lassen sich Werte analysieren, strukturieren, Argumente dafür finden, Inkonsistenzen in Wertesystemen aufzeigen – nur eine objektive Entscheidung, welcher Wert richtig ist, ist nicht möglich.

    Welches sind die Werte der Piraten?
    Wo stehen sie im Parteienspektrum?

    Ich kaufe nicht die Katze im Sack — wenn ich sehe, wo sie fischen, fühle ich mich an andere Kräfte erinnert…

  41. Anonymous sagt:

    Schon amüsant zu sehen wie eine aufkommende Minderheit an Datenschützer und Bürgerrechtlern versucht wird das Wasser abzugraben. Schön das nach einem Fehler des Vorsitzenden gleich mal das ganze Wahlprogramm herhalten muss um sich daran noch mal aufzugeilen und die offensichtliche Kürze, die Piraten nennen es Prägnanz, zu bemängeln. Ist ja gerade so als hätten alle Anderen ein vollfunktionierendes wissenschaftlich und philosophisch realetisch durchdachtes Konzept im Programm stehen. Aber das spielt ja keine Rolle. Viel wichtiger ist ja Dieter Nuhrs Kommentar der die von sich überzeugten Bürgerrechtler und Datenschützer zu einer gleichgeschalteten Masse verkommen lässt, die die Diskussion nicht sucht, sondern Ignoranz in voller Blüte propagiert. Dabei wird dann einfach mal ignoriert das Überzeugung die faktisch, das heisst logisch belegbar ist, keine Doktrin einer Partei ist, sondern ein politischer Kurs ist, der sicherlich nicht der Meinungsmache dienen soll, wohl aber überzeugen soll, sich selbst zu informieren und zur inhaltlichen Diskussion etwas sinnvolles beizutragen.

  42. […] wurde schon einiges gesagt, egal ob bei Spreeblick, f!xmbr oder von Andie […]

  43. mutombo sagt:

    Lieber Chris,

    ich bin ja zu großen teilen mit dir einer Meinung was die Piraten angeht und das die noch ne Menge graderücken müssen bevor darauß ne Partei wird.
    Alleine der Name ist ja schon irgendwie merkbefreit, mit Piraten bringt niemand mehrheitlich positives in verbindung.

    Aber so langsam fände ich eine etwas objektivere herangehensweise doch angebracht.

    Wo zur Hölle liegt das Problem wenn man einer rechtspopulistischen Zeitschrift ein Interview gibt?
    die sind nicht verboten oder?
    ich kann in dem artikel auch nichts finden, das irgendwie rechtsextremistisch anmutet.
    Wem darf man denn Interviews geben?
    linkspopulistische Zeitschriften fallen dann ja wohl auch weg.
    was ist mit neoliberalen Magazinen wie dem Spiegel?

    klar ist das prinzip der Piraten sich nicht links oder rechts positionieren zu wollen fragwürdig, bisher hat das keine partei gut hinbekommen.
    aber lasst es sie doch mal versuchen, ihnen grundsätzlich jede Ahnung vom Prinzip unseres Staates abzusprechen ist reine polemik ohne grundlage.

    Überhaupt finde ich, sind die Piraten momentan einfach ein viel zu billiges Opfer zum dauernd drauf einzuschlagen. Die liegen doch schon röchelnd am Boden.

    und für dieter nuhr bedeutet Meinungsfreiheit schließlich auch nur, das er uns mit seinem Mist nerven kann, deshalb halte ich ihn bei dem thema für keine echte Koryphäe.

    so ein bischen hab ich schon das gefühl, das du schwer angekotzt bist, das die piraten nicht die alternative sind, die du gerne wolltest und jetzt wird wahllos draufgehauen ;)

    schönen gruß

  44. Willi Westerwald sagt:

    Vielleicht sitzen für die Piraten dann eines Tages mal Abgeordnete im Bundestag. Abgeordnete die kein Parteiprogramm brauchen, das sowieso ohne Relevanz ist, sondern tatsächlich nach eigener Meinung abstimmen. Heute würde es ja in 99% aller Abstimmungen reichen, wenn die Fraktionsvorsitzenden die Stimmen ihrer Fraktion gesammelt abgeben. Piraten, die gemäß ihrem derzeitigen Programm, eine gemeinsame Linie vertreten, ansonsten aber ihren Verstand zur Entscheidungsfindung benutzen, das wär’s. So stelle ich mir Demokratie vor, und nicht das was jetzt im Bundestag abgeht. Das jetzige System käme auch mit 70 Abgeordneten aus, ohne das man eine Unterschied bemerken würde. Und ja, ich werde am 27. Piraten wählen. Auf das sich was ändert.

  45. Oliver sagt:

    >So stelle ich mir Demokratie vor, und nicht das was jetzt im Bundestag abgeht.

    Das Problem ist aber auch oftmals das gleiche wie jenes der sesselbewehrten «Sportler» — man könnte zwar alles besser machen, ist aber aus diesen oder jenen Gründen gehindert. Das Volk der Untertanen deligierte und delegiert noch und zetert ob des mangelnden Einflusses. Klar direkte Demokratie haben wir per Definition nicht wirklich, das Gros jener Untertanen fabuliert ob Unwissen jedoch lieber von der Ausichtslosigkeit, als es denn je zu versuchen. Und falls doch, dann muß der erste Versuch glücken — weil im Alltag da klappt ja auch alles beim ersten mal. Jedes Volk bekommt die Regierung, die es sich redlich verdient hat.

  46. Anonymous sagt:

    Woher kommt eigentlich die Annahme jede Partei müsse zwangsläufig jedes politische Thema abarbeiten? Dafür haben wir doch ein Mehrparteiensystem oder seh ich das falsch? Zumindest hatten wir mal eins. Ein Konservatives, ein Sozialdemokratisches ein Wirtschaftsliberales, ein Ökologisches «Lager» — inzwischen scheint mir das mehr zum «Branding» verkommen denn unterschiedliche Politik sehe ich da schon lange nicht mehr…nur unterschiedliche Slogans. Im Endeffekt rennen doch alle den selben Lobbyisten hinterher. Warum nicht eine Flut von «Einthemenparteien» ? Wir sind ja immernoch eine REPUBLIK. Wie sagte ein amerikanisches Sprichwort so schön: «Demokratie ist wenn 51% beschließen 49% zu unterwerfen — In einer Republik hingegen sollen die Interessen jeder noch so kleinen Minderheit bewahrt werden.» Oder noch schöner: «Demokratie ist wenn 2 Wölfe und ein Lamm darüber abstimmen was es zum Essen gibt.«
    ;)

  47. Pic sagt:

    Hallo Chris!
    Der ganze Blödsinn wurde gelesen, von der angeblichen Klimalüge, bis zur Holocaust-Leugnung und was noch nicht alles.
    Ich habe in den von dir freigeschaltenen Kommentaren nichts dergleichen finden können. Entweder lässt du vieles nicht zu (was ich inzwischen selbst mehrfach feststellen durfte) oder du interpretierst die Aussagen anderer diametral zu mir.
    Nun gut: Es ist euer Blog, eure Seite. Ihr könnt hier tun und lassen was ihr wollt. Aber hier auf «schlechte» Kommentare zu referieren die nicht zu lesen sind und zudem alles «Blödsinn» und «Deppenkommentar» zu nennen ohne sachlich auf mehrfach genannte Kritik zu antworten oder konkret auf den dir missfallenden Teil des Kommentars hinzuweisen — ich bin etwas enttäuscht. Da habe ich mehr erwartet. Vor allem, wenn du vorgibst, alle gelesen zu haben.

    Ich klinke mich hier aus. Auch halte ich es nicht mehr für sinnvoll, hier einen Kommentar abzugeben, wenn in einer derartigen Form darauf reagiert wird. Konkret: Meine sehr ernstgemeinte Meinung unbegründet als Blödsinn zu bezeichnen. Ich bin anderes gewöhnt und reagiere da wohl etwas empfindlich. Wenn das hier Usus ist, bin ich hier falsch.
    Viele Grüße,
    Pic.

  48. Chris sagt:

    Das war eine Antwort auf Toreon, der sprach dieses Forum da bei den Piraten an, wo man nun wirklich alles findet. Ich hatte das @Toreon vergessen, jetzt nachgetragen. Reisende soll man nicht aufhalten. Tschüss. :)

  49. JimRaynor sagt:

    Nichts für ungut Chris, du solltest dich aber mal langsam entscheiden was dir lieber ist. Aalglatte Berufspolitiker, die ihre Antworten auswendig lernen und keine Fehler begehen und wenn doch, wissen sie plötzlich nichts mehr davon oder es war irgendein Bauernopfer dran schuld und nichts aus der Sache lernen. Oder ständig ihr Fähnchen nach dem Wind drehen und den Leuten das erzählen, was sie hören wollen.

    Oder

    Keine Berufspolitiker, die sagen was sie denken, manchmal auch Fehler machen, die sie offen zugeben, um daraus ihre Lehren ziehen, diese offen kommunizieren und auch mal anecken, weil sie dir eben nicht nur das erzählen, was du hören willst.

    Und was die Forensache angeht, eigentlich solltest du wissen, das Foren und Kommentarfunktionen immer die komischsten Gestalten anziehen, die eine Plattform für ihre kruden Ideen suchen. Es ist nun mal Sinn und Zweck eines Forums über alle möglichen Themen zu diskutieren, egal wie sinnfrei sie sind. Und hätten andere Parteien ähnliche Foren, würden die entweder so stark moderiert, dass alles gelöscht wird, was eventuell negative Wirkung entfalten könnte oder sie hätten die gleichen dämlichen Diskussionen.

    Just my 2 cents…

  50. […] bei FIXMBR gibts einen Kommentar zum Argument, die Partei sei ja noch jung und so: Was mich wirklich nervt in letzter Zeit sind […]

  51. Christian Spließ sagt:

    Enstation Rechts berichtet, dass die Junge Freiheit und Herr Popp wohl einen intensiven Mailkontakt führten — bei 12 Mails gehe ich eindeutig davon aus, dass man sich intensivst auseinandergesetzt hat. Was dem Ganzen noch einen Hauch Pikanterie mehr verleiht als ohnehin schon.

    Zum Argument, man müsse mit den Rechten ja auch reden können: Nein. Muss man nicht. Ebensowenig wie mit BILD oder Springer oder Linksradikalen. Es kann zwar durchaus sein dass man den Ein oder Anderen von seinen Ansichten überzeugt, aber im Grunde genommen sind die Köpfe bei den Radikalen derart festgefahren dass sich kaum eine Argumentation lohnt. Vor allem wohl kaum bei der Jungen Freiheit. Von jemanden, der Politiker als Beruf ergreifen möchte kann ich durchaus erwarten, dass er sich über Dinge informiert — oder dass er Dinge an die Pressestelle delegieren kann.

    Übrigens findet man bis heute noch im Piratenwiki die Stellungnahme von Thiesen obwohl der längst nicht mehr in der Partei ist. Und wenn man das plus Interview dazurechnet, dann ist das alles längst kein peinlicher Ausrutscher mehr — dann scheint das irgendwie Methode zu haben. Und wer noch nicht mal ansatzweise über den Sozialstaat diskutiert in dem er lebt, der ist eh für mich unwählbar — an gewissen Themen kommen auch junge Parteien nicht einfach so vorbei.
    Ad Astra

  52. Claudia sagt:

    Ich finde den Lapsus mit dem Interview nicht so dramatisch, schlussendlich ist dieses Medium nicht verboten und das Interview an sich hat ja nicht den Schimmer von irgendwas Rechtsradikalem.

    Was die «Verantwortung» angeht: worum gehts denn tatsächlich? Es ist nicht mal sehr wahrscheinlich, dass die Piraten die 5% schaffen — aber der Text hier tut so, als werde morgen das Schicksal unseres Landes in die Hände der Piratenpartei gelegt! Nö, es geht darum, ein «Stachel im Fleisch» der etablierten Parteien zu sein, und zwar rund um die Internet– und Bürgerrechtsfragen, die von jenen vernachlässigt werden. Und es geht darum, mittels möglichst vieler Stimmen eine ordentliche Wahlkampfkostenerstattung an Land zu ziehen, die es ermöglicht, in den nächsten vier Jahren die Strukturen und Aktivitäten der Piraten hin zu größerer Breite und Wirkung zu entwickeln.

    Dass es bei den Piraten noch kein «Gesamtprogramm» quer über alle Themen gibt, finde ich gerade gut! Da kann man nämlich noch an Diskussionsprozessen zum jeweiligen Thema teilnehmen — und ich fände es sogar gut, wenn das so bliebe und nicht versucht würde, alles für alle Zeiten fest zu klopfen. Aber leider drängt die Öffentlichkeit die Piraten schon jetzt dazu, genauso zu werden wie alle anderen. Dabei kann man die ganzen Programme der Parteien doch in der Pfeife rauchen: das sind Texte mit so allgemeinen Statements, dass eine Entscheidung zum konkreten Gesetzesvorhaben immer gut drunter passt. Und bindend sind sie ja eh nicht.

    Unwissenheit ist eine recht KLEINE Sünde, denn sie ist leicht behebbar!

  53. Luca sagt:

    Ich wäre für ein imperatives Mandat. Aber für so eine gravierende Änderung des Wahlgesetzes müssten die Piraten erst mal in den Bundestag kommen. [X] PIRATEN.

    Ich halte Zensur und Euphemismus auch nicht für sinnvolle Mittel für den Alltag einer Partei.

  54. John Dean sagt:

    Jaja, ausgerechnet der Westerwelle bewundernde Neoliberale mit den Namen Nuhr trifft den Nagel auf den Kopf. Nuhr sagt nur kluge politische Sachen. Und die Erde ist eine Scheibe. Okay, es gehört nicht übermäßig viel dazu, um bei der Piratenpartei Probleme festzustellen, Probleme der Programmatik oder auch einen problematisch naiven Vizevorsitzenden usw. usf. Gleichzeitig sind in dieser Partei irre engagierte Leute, die durch und durch Demokraten sind, welche sich für Bürgerrechte einsetzen. Mit solchen Pauschalsprüchen wie Nuhr: Geht es doch auch nur um die vom Comedien beklagte «Meinungshoheit»„,

    Zu Nuhr fällt mir nur ein: Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal die Fresse halten.

  55. Oliver sagt:

    In puncto Beißreflex und «ich habe F!XMBR nun aus meinem Reader entfernt» habt ihr hier noch mit Chris einen Mann der Deppen zu Wort kommen läßt. Mir stehlen diese Leute nur die Zeit und wer das tut ist Geschichte.

  56. Chris sagt:

    Piraten haben uns nimmer lieb? Mist, jetzt schmeiß ich mich hintern Zug und schieß mich auf…


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