Zitat des Tages

Ich werde meinen Enkeln auf die Frage, die ich meinen Großeltern stellte antworten, ich habe versucht mit einem Blog aufzuklären. Mehr war nicht drin. Damals. Als es mal wieder anfing.

Macht irgendwie nachdenklich, auch wenn wir ähnlich hier ticken…

4 Antworten zu “Zitat des Tages”

  1. kobalt sagt:

    Das macht mir Gänsehaut.Ich glaube aber, daß Blogs tatsächlich etwas bewegen können.

  2. Oli sagt:

    In den 80ern waren mehr Leute tatsächlich informiert und besorgt bezüglich des Datenschutzes bei einer anonymen Volkszählung und formierten sich massenhaft dagegen. Nutzen … Null. Ende der 60er, Anfang der 70er ging eine massive Welle durchs Land … Nutzen Null. Zumindest wurden Errungenschaften im Promillebereich in der Regel fortwährend torpediert bzw. negiert.
    Gemeinsamer Tenor, ein im Vergleich zu heute gigantischer Aufwand bei der Mobilisierung der Leute gegenüber verhältnismäßig kleineren Dingen.
    Wasserstand heute: ein Maximum an Problemen, ein absolut minimalistischer Gegenpol in Form einzelner Stimmen, von denen das Gros mehr oder weniger eh nicht voll dabei ist.
    Klar das bewegt, da ist Kleinbloggershausen ganz entrüstet und viele da draußen in der richtigen Welt rätzeln immer noch, ob dieses Kleinbloggershausen überhaupt existiert.

    ich habe versucht mit einem Blog aufzuklären. Mehr war nicht drin.

    Sagt alles, der Rest ist romantische Träumerei. Der Trugschluß beginnt an dem Punkt, an dem man vermeint etwas bewegen zu können. Die einen wissen nichts und ignorieren die Probleme, die anderen kratzen an der Oberfläche und erahnen die Probleme — gemeinsames Problem, fehlendes Wissen. q.e.d.

  3. JumpingJakk sagt:

    … und die die etwas wissen und darüber schreiben etc. werden als geeks oder dergleichen abgetan …

  4. spiefelwuetz sagt:

    …und viele da draußen in der richtigen Welt rätzeln immer noch, ob dieses Kleinbloggershausen überhaupt existiert…

    …Sagt alles, der Rest ist romantische Träumerei. Der Trugschluß beginnt an dem Punkt, an dem man vermeint etwas bewegen zu können. Die einen wissen nichts und ignorieren die Probleme, die anderen kratzen an der Oberfläche und erahnen die Probleme — gemeinsames Problem, fehlendes Wissen. q.e.d.

    Oft sitze ich vor diesem Blog hier mit offenem Maul staunend über die Eloquenz von Oli und Chris bei IT im Allgemeinen und bei OS & Co. im Besonderen. Für mich ganz interessant, aber nur am Rande, weil dieses Terrain Mittel zum Zweck und ich nicht vom Fach bin.
    Aber was Oli über die richtige Welt draußen schreibt, nachdem diese aus zwei Kategorien von Menschen besteht, nämlich denen, die nichts wissen und die Probleme ignorieren und denen, die an der Oberfläche kratzen und die Probleme erahnen kann ich so nicht nachvollziehen.
    Es gibt sehr wohl eine (zugegeben, viel zu geringe) Menge Menschen, die ihren Arsch bewegen und nicht nur kratzen, sondern versuchen, zu den Ursachen dessen vorzudringen, was gemeinhin in dieser Gesellschaft als shayze bezeichnet wird.
    Mir macht es z.B. Spaß (sic!), in einer Arbeitsloseninitiative mitzumachen, obwohl ich persönlich keine Hoffnung habe, jemals noch etwas davon zu haben.
    Vielleicht ist etwas weniger Defätismus manchmal mehr.
    q.e.d.

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