Zak McKracken

Zak McKrackenWas hatten wir damals lange gewarten. Bis, ja bis endlich der Nachfolger des grandiosen Manic Mansion in den Läden zu kaufen gab. Die Spannung wurde geschickt aufgebaut, erste Meldungen in den C64-Zeitschriften — und dann war es soweit: Zak McKracken war da. Point & click, die Steuerung war altbekannt, Grafik und Sound waren im Gegensatz zum Vorgänger ein wenig aufgepeppt, und selbstverständlich kamen auch die Cut-Scenes zum Einsatz. Ganz grandios, ein weiterer Meilenstein im Computerspielgenre.

Die Story war diesmal noch verrückter als beim Vorgänger. Aliens wollten die Menschheit durch Verdummungssignale im Telefonnetz versklaven. Zak, einem ehemaliger Zeitungsreporter, der dies zufällig herausgefunden hat, glaubte jedoch niemand, hatte er doch zu viele Enten produziert. Der Spielwitz war auch diesmal unschlagbar — wer erinnert sich nicht an das zweiköpfige Eichhörnchen, killte man es, bekam man natürlich negative Schlagzeilen in der Presse. 😀

Die Rätsel waren diesmal schwieriger zu lösen. Zak McKracken durchzuspielen bedeutete ein weitaus größerer Zeitaufwand, als den Vorgänger Maniac Mansion. Wie schon in der Villa von Dr. Fred bekam der Protagonist Hilfe von Freunden, die allerdings diesmal später im Spiel dazukamen, und zwischen denen man wieder hin– und herschalten musste, jeder hatte seine Rätsel zu lösen.

Schon damals bedeutete oftmals ein zweiter Teil ein Abklatsch vom Original. Bei Zak McKracken war dies nicht der Fall. Im Gegenteil, es war innovativer, der Spielwitz war größer — auch wenn Maniac Mansion als *das* Kultspiel in Erinnerung bleiben wird. Die Spielführung der beiden Spiele findet heute noch in unzähligen Adventures seine Anwendung, ebenso wie die Spielszenen, die Cut-Scenes. Heutige bessere Grafik kann den Charme der beiden Spiele von damals aber lange nicht schlagen.

Wertung:

Grafik:
80 von 100 Punkten

Sound:
80 von 100 Punkten

Spielspass:
90 von 100 Punkten

Heutiger Kultfaktor:
85 von 100 Punkten

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5 Antworten zu “Zak McKracken”

  1. Fraaanz sagt:

    Jo, kamen schon einige Hammerspiele in der Zeit raus. Monkey Island, Leisure Larry, Zak, die Indy Serie. Solche witzigen Innovationen vermisse ich heute.

  2. Gelöscht sagt:

    Selbst ich, Jahrgang 1988, bin mit dem ganzen Zeug aufgewachsen (weils es z.T. schon unsere Väter gespielt haben und pädagogisch wertvoll fanden).

    Der große Vorteil der LucasArts Spiele war ihre Story, nicht die Grafik. Die war zwar in Relation gesetzt damals umwerfend, aber was für Denkleistung dahinter steckt ist beachtlich. Bekommen heutzutage nur noch wenige hin, auch wenn der Vergleich hinkt, dass einzige was mir dazu einfällt ist Half Life 2 und Call Of Cthulhu: Dark Corners Of Earth.

    Es gibt inzwischen auch schöne «Fanventures»-Projekte, die selbst Point’n’Click Adventures frei auf den Markt bringen.

  3. Chris sagt:

    So jung möchte ich auch nochmal sein… 😀

  4. phoibos sagt:

    och ich mag auch adventures wie runaway, clever&smart, the westerner und ähnliches. da steckt zum teil liebevolle arbeit hinter und sie sind unter umständen mit einem sehr tiefgründigen humor versehen…

    ciao
    phoibos

  5. […] des Releases berichtete ich schon zuvor und wer das Original selbst nicht kennt kann sich in diesem Artikel zumindest schon einmal einstimmen Ein Video zu diesem Game findet man auf der Homepage des […]

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