Wunschlisten und andere Huldigungen …

Nette Sache an für sich, wenn mal jemand drüber schauen möchte etc. Aber manchmal frage ich mich auch und ich frage es mich nur, warum verlinkt man so etwas auf einem Blog meist noch mit dem Hinweis bitte unterstützte mich oder bedank dich bei mir. Als Dank für das Blafasel? Welches Ego müßte ich hier inne haben, um jemanden derartiges aufzudrücken? Ich tippsel hier meine Gedanken, Meinungen, vielleicht auch mal News die mich interessieren und der Dank ist für mich das entgegengebrachte Interesse … mi kasa es su kasa. Wtf — community? Nicht wirklich … open society wohl nur in den Köpfen einiger wohlstandsgestärkter möchtgern-Revoluzzer, in jungen Jahren ein wenig freiheitlich spinnen und später auch mal ein wenig die guten Seiten genießen … gibt auch Leute die Tanzen auf beiden Hochzeiten und vermeinen noch das sie irgendwer da draußen ernst nimmt.

4 Antworten zu “Wunschlisten und andere Huldigungen …”

  1. Marnem sagt:

    Wunschlisten sind im Endeffekt Social Networks und Werbung für Anfänger:
    Ich zeige dir, was ich lesen/sehen/hören würde und vielleicht findest Du mich dann sympatischer?
    Üblicherweise liest man nur Blogs, die einem sympathisch sind bzw deren Autor einem sympatisch ist. Somit sollen Wunschlisten in Zusammenarbeit mit den Artikeln einen Zufallsleser zu einem Stammleser machen. Und wenn man ganz viel Glück hat, liest jemand die Wunschliste und schenkt einem eines der Bücher/DVDs/CDs. Somit sind Wunschlisten nebenbei der Ausdruck dafür, dass man für seine Schreiberei entlohnt werden will.

    Imho machen sich die meisten Menschen im RL wie im Web null Gedanken, über das was sie sagen und wer nutzen davon hat. Amazon bekommt durch jede Wunschliste zig Links die den GoogleRank steigern, was Amazon natürlich riesig freut. Der Autor der Wunschliste hat davon vermutlich Null Ahnung und selbst wenn er sie hätte, sähe er darin vermutlich kein Problem. Genauso wie im RL auch nur die wenigsten ein Problem damit haben, mit Merchandising Produkten Werbung für fremde Produkte zu machen, ich sage nur Schlüsselanhänger, Basecaps und T-Shirts mit Werbeaufdrucken…

    Ergo: Wunschlisten sind Litfaßsäulen auf privatem Grund, die mangels eigenem Content mit geschenkten Plakaten der Industrie vollgekleistert werden.

  2. gnokii sagt:

    naja, sowas hab ich bisher auch mit sehr sehr kritischen Augen gesehen. Naja da gabs ja auch mal ein Seitenhieb auf eine A-Bloggerin http://karl-tux-stadt.de/.….xs/?p=19 😀 Hätt schon nen kleinen Wunsch, der Dank eines gewissen Herrn aus München nun in noch weitere Ferne gerückt ist, naja bei mir muss es auch kein dicker fetter Bruce sein, ein gebrauchtes Thinkpad wär schon mal was, ich ringe echt schon seit Wochen mit mir auch so nen Bettelbutton anzubringen.

  3. Oliver sagt:

    Ich hab ja nichts gegen die Entlohnung oder wenn ich da nem Opensourcler z.B. der da irgendwie heftigst developt eine Finanzspritze herüberreiche — das gehört sich auch irgendwo ab und an. Aber das muß auch alles sein Verhältnis haben, wenn ich in nem Bistro herumlungere und hochgeistige Gespräche halte stell ich auch nicht nen Schild daneben bitte füttere mich.
    Aber machen kanns jeder wie er lustig ist, ist nur meine Meinung 😀

  4. Björn sagt:

    Ich halt’s da mit der Encyclopedia Dramatica. Auch weil ich bisher nur in den Blogs von nett bis gut aussehenden Frauen davon gelesen habe, dass ihnen ein unbekannter Leser etwas von ihrer Wishlist geschenkt habe. Aber ich bin vielleicht auch einfach nur neidisch, weil mir noch keiner die komplette Far-Side–Collection gekauft hat…

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