world domination: Google ChromeOS

via Google

Google gab heute erst einmal den Quellcode frei zu ihrem auf dem Linux-Kernel basierenden Betriebssystem. 1Bis dieses letztendlich erscheint wird noch eine Weile ins Land gehen, die FOSS-Community, sowie Firmen und andere sind aufgerufen sich aktiv an der Entwicklung zu beteiligen. Gemäß Google ist dies noch die Rohform, das endgültige Konzept wird gemeinsam mit der Community entwickelt. Primäres Ziel: Geschwindigkeit, höchstmögliche Parallelität, aber auch die Sicherheit solch nicht zu kurz kommen, d.h. das System verifiziert nach jedem Start seine Integrität.

Kurzum wir schauen eine Betriebssystemskizze. Googles Kurs indess dürfte jedoch klar sein: eine dominante Suchmaschine, wolkige Applikationen, ein eigener Browser, ein Betriebssystem für Smartphones, eine eigene Programmiersprache entwickelt u.a. von UNIX-Urgestein Ken Thompson und nun ein eigenes Betriebssystem, welches die Verquickung mit dem Netz zementiert. Grund zur Besorgnis? Maybe, auch Microsoft begann mal recht klein, erreichte jedoch nie diese Dominanz.

We will see

  1. mehr Infos bzw. Videos diesbezüglich findet man dort []

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9 Antworten zu “world domination: Google ChromeOS”

  1. Anonymous sagt:

    ich mach mir da keine sorgen das dass chromeos wirklich populär wird
    wir haben schon windows und linux
    windows wird genutz weils so viele tolle spiele dafür gibt und natürlich die programme
    das mit den programmen kann google nicht alles allein entwickeln und bei den spielen haben sie sowieso keine chance
    das es eine wirkliche konkurenz zu linux wird kann ich mir auch nicht vorstellen

    wenn ich jetzt überlege für wenn dieses chromeos nützlich wäre fällt mir niemand ein

  2. Oliver sagt:

    >wenn ich jetzt überlege für wenn dieses chromeos nützlich wäre fällt mir niemand ein

    Für alle jene Webbies, die heute schon zum Gros nur Web-Applikationen nutzen und das sind recht viele (Google Apps, diverse SocialMedia Dienste, Amazon s3 etc. pp.). Google kann zudem auf eigene Zahlen zurückgreifen, um Rückschlüsse zu ziehen.

    >wir haben schon windows und linux

    Windows ist eine andere Zielgruppe, jedenfalls zum Teil. Aber Microsoft nächstes System zielt auch mehr und mehr auf die Cloud ab, die Google hier bedienen möchte. Linux hat schlicht keinerlei Bedeutung außerhalb der Server-Gefilde. Auf dem weltweiten Desktop-Markt herrscht unangefochten Microsoft und eine Nische wird besetzt von Apple und selbst an diese Nische kann Linux auf dem Desktop nicht einmal einen Bruchteil für sich beanspruchen. Genau das ist die harte Realität.

    Kurzum wem wird Googles OS nutzen? Vielen. Und vielen anderen wird Google dies auch schmackhaft machen? Wie? Nun mittels PR auf den eigenen Plattformen und da dominiert Google ganz klar, im Web stößt man in jeder Ecke auf Google.

  3. @Oliver

    Sicher — für die paar Leute, die fast nur das Netz nutzen, mag dies zutreffen. Aber mal Hand aufs Herz — wer soll das sein? Mit meinem Netbook dauert der Startvorgang ebenfalls nur zwei Sekunden, da ich das Ding eigentlich nie herunterfahre, sondern stets im Suspend-Modus halte, was auch kaum Strom verbraucht und für Nutzer, die ihr Netbook fast täglich nutzen keine Nachteile aber dafür viele Vorteile bietet.

    Dafür kommt mit Windows7 aber ein volles OS mit — inklusiver aller Möglichkeiten. Das ist es nun einmal, was ein Note– oder Netbook von einem Handy unterscheidet. Warum sollte jemand freiwillig sein Netbook gegen ein Handy austauschen, mit dem man noch nicht einmal telefonieren kann?

  4. Oliver sagt:

    Ich gehe schlicht davon aus, daß Google diverse Nutzer «umzuerziehen» vermag. Google Docs beispielsweise, was soll das sein? Etwas besonderes? Oder Google Mail etc. pp. Nicht neues und dennoch gelang es Google eben jene Dienste dominant zu etablieren und viele Leute nutzen diese heute auch mehrheitlich inkl. diverser Firmen.

    Google Docs ist selbst unter Studenten inzwischen gefragt, Kommilitionen meiner Schwester nutzen diese schon ausgiebig, sie gilt da mit Word schon fast als Außenseiter. Zu meiner Zeit war es etwas besonderes, das Internet überhaupt in seiner damalig halgaren Form zu nutzen und email mußte ich beinahe jedem erklären — von der durchdringenden Akzeptanz des Computers als Arbeitsmittel ganz zu schweigen. Und heute? Oder schauen wir zurück auf anno 2001, alles veränderte sich rapide seitdem. Der Computer als lokale Entität schwindet mehr und mehr, keine Dekade ist mehr von Nöten, man kann dies anhand einzelner Jahre beobachten.

    Die gehypte Cloud, um jene dreht es sich. Und hier werden nun die Claims abgesteckt, die Sun seinerseits, Microsoft, Amazon, Adobe, Google et. al. auf ihre Weise umzusetzen und zu verteidigen suchen. Goldgräberstimmung, dot.com-bubble v2.0, was-auch-immer, der Nährboden ist meiner Meinung nach vorhanden derlei Crap in puncto Qualität und Sicherheit der Anwendung in großer Breite umzusetzen.

  5. Heckenpenner sagt:

    Der Nutzen der «Cloud» erschliesst sich mir nur fuer so Sachen wie Amazon EC2. Nur bei meine Daten lohnt sich das imho nicht. Die Technik ist weit genug, dass sich jeder fuer wenig Geld seine eigene Cloud basteln kann.
    Atom motherboard mit nem 500GB RAID, FreeBSD, ZFS und VPN; und fertig is der Lack. Kommt auf’s selbe raus und ich weisz noch wo meine Daten abbleiben. Aber vielleicht bin ich als Informatiker schon zu weit weg vom normalen User…

  6. Oliver sagt:

    Keine Ahnung, einigen — und auch nur diesen — wird vielleicht ein Licht aufgehen, wenn es denn zu spät ist. Ich mag die Unabhängigkeit vom Netz, letzters ist schön aber es muß auch ohne gehen, ob diverser Gründe.

  7. Andre sagt:

    Ich denke mit Chrome OS wird ein Meilenstein geschrieben, ob man nun Google mag oder nicht. Ich persöhnlich denke es werden alle Leute mit Ahnung den Source zerlegen und genau prüfen ob da irgendwas an Google geht was nicht für sie bestimmt ist. Und wisst ihr was? Sie werden nichts finden…

    Alle Userdaten werden dank Cloud Computing an Google übertragen, sagt der nette Inder in seiner Präsentation sogar selbst. Da alle «Programme» im Endeffekt nur Websiten sind und sich in den nächsten Jahren alles (auch das Spielen denke ich) ins Web verlagern wird um überall mit allen Geräten alles nutzen zu können ist das Chrome OS Windows meilenweit vorraus.

    Wenn ich kein Misstrauen gegen Google hätte wurde ich Chrome OS und alle damit verbundenen Programme wie Google Docs, Books, Mail, Calender etc. wirklich gern nutzen aber ich bin einfach nicht gern ein gläserner User, denn wer sagt mir denn das Google auf den Servern nicht an meine Daten kommt?

    In diesem Sinne, wieder mal neuer Wind im Datenjungel, ich finds gut =)

  8. Oliver sagt:

    >Sie werden nichts finden…

    Weil Google auch im Web arbeitet und ein Menge willfähriger User ihre Daten bereitwillig freigibt. Warum sollen sie als etwas «geheim» senden? Daß die Leute ein Webbrowser, Webapps und einen Linux-Kernel spannend finden und als Innovation feiern, fand ich erst erschreckend, dann aber auch irgendwie fazinierend. Ich dachte nicht, daß Google ähnlich wie Apple eine Jüngerschaft aufbauen könnte.

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