Wo sind sie hin, die 132,- Euro?

Die sogenannte Studie der sogenannten Wissenschaftler der TU Chemnitz ist vom Server der Universität verschwunden — Pressemeldung, Studie im PDF-Format inklusive. Wie kommt das bloß? Naja, lassen wir die naheliegenden geschichtlichen Vergleiche heute mal sein. Jetzt sollte die TU Chemnitz aber noch überlegen, ob es tragbar ist, solche sogenannten Wissenschaftlern aus öffentlichen Mitteln zu bezahlen. Der Schaden ist allerdings angerichtet — und gesellschaftlich nicht wieder gut zu machen. Auf den NachDenkSeiten wird dokumentiert, wie die sogenannte Studie demnächst eingesetzt wird werden kann (PDF — 48 KB):

Ziel der Studie, so scheint es, ist es nicht, Argumente zu liefern, den Hartz-IV-Regelsatz zu kürzen, zu grotesk scheint die Vorstellung, dies wirklich durchzuführen. Hintergrund dürfte es vielmehr sein, den Sozialgerichten in Zukunft „wissenschaftliche“ Schützenhilfe zu leisten bei der Ablehnung von Verfahren, bei denen es um die Höhe von Sozialleistungen geht. Diese Vermutung findet man in der Einführung der Studie bestätigt.

Das alles soll Zufall sein? Es wird vorsichtig darüber diskutiert, ob die Regelsätze angehoben werden. Die Studie wird veröffentlicht. Die Betroffenen dürfen in der Folge dankbar sein, wenn die Regelsätze nun nicht runtergesetzt werden. (via Christian)

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6 Antworten zu “Wo sind sie hin, die 132,- Euro?”

  1. phoibos sagt:

    gibt es mirror für die studie? ich hab via google nix gefunden :-(

    ciao
    phoibos

  2. phoibos sagt:

    vielen dank chris!

  3. Chris sagt:

    Lese ich da eine Distanzierung heraus — oder dient es nur, die Gemüter zu beruhigen?

    P.S. Danke.

  4. Leser sagt:

    Ich habe dem Dekan und allen Beteiligten eine bitterböse aber nicht unhöffliche E-Mail geschickt. Ich denke und hoffe das haben auch viele andere getan. Deshalb denke ich, dass der Dekan sich eifrig davon distanzieren möchte. Dem Dekan sollte der Ruf seiner Einrichtung auch was wert sein. Hoffe ich jedenfalls …

    PS: Ich würde es begrüssen, wenn im Wiederholungsfall gleich zum E-Mail-Protest aufgerufen wird. Ich hatte das in diesem Zusammenhang auf Spreeblick in den Kommentaren versucht…

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