without remorse

Erbarmungslos beginnt die Hatz auf Schwarzkopierer, Raubkopierer oder wie man diese Leute sonst nennt, die da ihrem illegalen Vervielfältigungswahn nachgehen. Ein neues Spiel ist heraus und Ubisoft, inzwischen groß und mächtig ob zahlreicher Zukäufe, rasselt auch kräftig mit dem Säbel. Neben den üblichen Dingen wie das Spiel im Netz sei nicht komplett, absturzgefährdet etc., wird auch mit der Erfassung von IPs und der Ausschöpfung von Rechtsmitteln gedroht. Assassin’s Creed ist das Spiel um das es sich dreht. Also Leute den heutigen Spielschrott1 kopiert man nicht, man kauft ihn nicht — man ignoriert diesen schlicht!

golem

  1. okay wenn man recht jung ist kennt man halt noch nicht viel und alles ist irgendwie «neu» []

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16 Antworten zu “without remorse”

  1. Dr. Azrael Tod sagt:

    Ich wünschte ich hätte die Zeit dauernd irgendwas zu spielen.
    und noch unrealistischer: Ich wünschte ich hätte das Geld um mir dauernd solche Spiele zu kaufen.

    Blöderweise würde ich dann mit beidem wohl doch etwas anderes anfangen, aber was solls. *g*

  2. LeSpocky sagt:

    Wozu gibt’s FreeBSD, Debian und all die anderen freien Betriebssysteme? Bis man da alle Level durchgespielt hat, ist man alt und grau, da braucht man keine anderen Sachen mehr zocken. 😀

  3. 1nk sagt:

    Naja das RELOADED-rls (und PROCYON ist die selbe source) stuerzt ja wirklich andauernd ab (so ungefaehr jede Stunde).
    Ich spiels eh fruehstens in nem Jahr (wenn ueberhaupt). Dann sind naemlich n Paar patches raus und wHardwareaufruestung damits gut laeuft auch kostet kein Vermoegen mehr…

  4. Dr. Azrael Tod sagt:

    LeSpocky: Das Virtuelle Leben ist eh ein erstklassiges RPG. Schon an den Klassen Coder und Linux-Geek hab ich jahrelang gesessen um einigermaßen Sinnvolle Fähigkeiten zu erreichen. Aber es lohnt sich auch! Nichts hilft besser gegen Langeweile als ein Spruch ASM oder Prolog auf Leveln oberhalb 50. *G*

  5. Loui sagt:

    ach ihr fluechtet euch doch einfach nur vor dem einzig wahren rpg, weils das anstrengendste ist, save games gibts auch keine, was man verbockt hat hat man verbockt…

    man koennt auch sagen FreeB, Debian etc. sind nur ein subgame dazu 😉

  6. Dr. Azrael Tod sagt:

    Ich muss auch zugeben, dass grade einige RPGs und Genremixe auch noch weiter an Komplexität zugelegt haben (oder zumindest nicht grade schlechter geworden sind).

    Ich kann auch noch soweit gehen und verstehen dass man irgendwann auf Entwicklungskosten kommt, die so hoch sind dass man für ein Spiel 40–50€ verlangen muss.

    Was ich nicht verstehe, sind die Horden Kiddies, die unabhängig vom Inhalt jedes neue Spiel kaufen müssen.
    Ich persönlich habe mir noch nie ein Einzelnes Spiel gekauft, das teuerer war als 10€ (naja, vor der Euroeinführung warens halt 20DM).
    Klar sind billigere Spiele evtl. graphisch veraltet, aber das macht doch den Spielspaß keinesfalls geringer.
    Lieber kaufe ich mir alle 1–2 Jahre mal wieder ein RICHTIG gutes Spiel (das letzte war UT2004) und gebe dafür 10€ aus, als jeden Monat 40€ für Müll, der nur im CD-Regal liegt wegzuschmeißen.

  7. Marcel sagt:

    als ob es vor 10 jahren oder noch früher nicht auch sehr viel «spielschrott» gegeben hätte. und das mit dem «neu» ist so eine sache. wirklich neu ist nichts mehr, in keiner kunst/medienform :)

  8. Oliver sagt:

    >wirklich neu ist nichts mehr, in keiner kunst/medienform

    Deswegen ergeben sich auch heute mehr denn je viele Jugendliche dem Suff 😀

    >als ob es vor 10 jahren oder noch früher nicht auch sehr viel

    Behauptet ja auch keiner, ich erinnere mich z.B. gut an den Schrott vom Fließband einer Firma namens Ocean (der letzte Schrott vor der Pleite war glaube ich Terminator II), die jedes Filmrecht aufkaufte was nicht bei drei unterm Tisch war. Hat dennoch nichts mit der Sache zu tun. Jedes Jahrzehnt legt zu an Schrottwert, insbesondere zu beobachten bei Film, Musik und eben auch Computerspielen. Heute haben wir einen definitiven Punkt an Einfallslosigkeit erreicht, bei dem einige Genres z.B. wieder Rückschritte einlegen. Im Rollenspiel-Segment erkennt man beispielsweise zunehmend back to the roots, wir machens wie Bard’s Tale. Hack’n Slay in Reinkultur und ein Feuerwerk an Grafik. War damals cool, ist heute für 50–70€ einfach nur Banane. Gleiches im Segment «Strategie», heute nur mehr oder weniger «Deathmatch in Warcraft Manier» und früher 1a *Strategie in Form von Panzer/Fantasy-General oder auch noch dem letzten seiner Art, Demonworld.

    Das heute das Gros der Industrie jedoch dem Beispiel Ocean folgt, welche damals eine nervende Einzelerscheinung waren, das _ist_ neu. Man kann alte Ideen auch neu Umsetzen, besser kombinieren oder endlich mal die Rechenpower für Dinge nutzen, die damals einfach schlicht unmöglich waren. Z.B. echte KI und nicht nur Schrittmuster die ahnungslose Spielemagazine ihren Jüngern fortwährend immer noch als «KI» verkaufen.

    Nun ja genug des Rants, auf gut Deutsch ich kann Scheiße zu früheren Zeiten ausmachen und auch eventuell gute Dinge heute, aber heute watet man durch diese hindurch, während man damals eher noch mit Leichtigkeit ausweichen konnte :)

  9. Marcel sagt:

    ach ganz so pessimistisch möchte ich das nicht sehen. Damals war es ja nicht nur Ocean. Acclaim hat auch seinen Teil beigetragen 😉

    Also bei RPG fallen mir heute keine Hack&Slays ein (sind ja nun nicht wirklich RPG). Eher Mass Effect, Elder Scrolls. Es gibt schon nettes in dem Bereich. In Sachen Strategie ist Sin of a Solar Empire wohl ganz nett (nicht selber gespielt). Wobei rundenbasierte Spiele fast ausgestorben sind (auf den Konsolen gibt es ja immer noch die Japano-RPG-Strategiespiele).

    Den Vorwurf zur KI kann man machen, aber auch da tat und tut sich viel, nur wird es hier noch lange dauern, bis es zu wirklich befriedigenden Ergebnisses kommt. Das ist wohl der komplexeste Teil der Spieleentwicklung.

    Ich seh halt das es früher viel scheiss gab, und heute genauso viel scheiss. Wenn das eigene Interesse nur bestimmten Genres gilt, wird es natürlich schwierig. Wenn man (so wie ich) da sehr offen ist, gibt es immer noch genug sehr gutes, wo es sich auch lohnt, das Geld auszugeben. In den letzten 2–3 Jahren habe ich nur einen Kauf bedauert, und das war Halo 3.

  10. Oliver sagt:

    >Das ist wohl der komplexeste Teil der Spieleentwicklung.

    Fähige Leute sind da auch rar im prof. Umfeld, von daher dürfte die Suche im Spiele-Segment eher aussichtslos sein, auch gerade für die Zukunft.

    >Wenn man (so wie ich) da sehr offen ist, gibt es immer noch genug sehr gutes, wo es sich auch lohnt, das Geld auszugeben.

    Beispiele sind kein herausragendes Interesse, einem Egoshooter bin ich ebenso wenig abgeneigt und sonst auch falle ich nicht gerade auf durch einen eng umgrenzten Kontext. Als Historiker habe ich es mir da ohnehin zu eigen gemacht bestimmte Zeiten miteinander zu vergleichen, auch unabhängig meiner persönlichen Vorlieben. Bestimmte Dinge sind eben offenbar, so z.B. das es heute mehr hemmungslose Werbung gibt als in den 70ern und 80ern. Ebenso ist es auch kaum verwunderlich, das es bei der Begründung eines Genres, wie den Computerspielen, weitaus weniger Schrott gab als zu späteren Zeiten. Das es immer noch Perlen geben mag bezweifle ich gar nicht, entspricht aber ab einem gewissen Niveau der berühmten Suche nach der Nadel im Heufhaufen.

    Um beim Beispiel Elder Scrolls zu bleiben, Maßstab ist für mich da P&P, wie gesagt das unereichbare Ideal, Spiele die sich diesem annäherten eher Vertreter wie DSA Sternenschweif oder auch Baldurs Gate, vielleicht noch das etwas grenzwertige Gothic. Elder Scrolls, spielte ich auf der Xbox und hüpfte letztendlich recht unmotiviert hindurch, eben wie bei einem Hack’n Slay. Auch ein schlechter DM bei einem P&P RPG kann ein Rollenspiel zum Hack’n Slay verkommen lassen, letztendlich bleibt es immer noch ein Rollenspiel.

    Kurzum ich bilde mir derlei Meinungen weil ich diese Bereiche intensiv verfolge — auch heute. Las ich z.B. die Altmeister des Horrors, wie Lovecraft und Poe, kann ein King nur noch selten begeistern, er muß dann schon tief in die Kiste der Originalität greifen. Nur weil ich aber z.B. die Musik der 60er und 70er favorisiere, kommen Klassik, aber auch heutige Gruppen wie Meshuggah etc. nicht zu kurz. Eine ausdrucksstarke Meinung ist oft nur Resultat einer fortwährenden intensiven Beschäftigung 😉

    Und um den Bogen zu den Spielen zu spannen, gut finde ich heute Dinge wie Ego-Shooter und Rennspiele. Realisitischer, ausgefeilter — aber diese «Deathmatch«tisierung braucht man ja nicht in jedem Genre. Back to the roots, einige Programmierer die heute blenden müßten mal wieder mit dem Ursprung geeicht werden, z.B. richtige RPGs und Tabletops und vielleicht ein wenig Gotcha 😀

    Und last not least der finale Bogen zum eigentlichen Thema, wer sich seinen Urahnen des Mesolitikums nacheifert und alles was nicht niet– u. nagelfest ist einsammelt ist auch selbst dran schuld. Man muß nicht alles haben und meine Aussage oben bezog sich eben auf diesen Umstand, das ist heute viel weniger was es wirklich wert ist konsumiert zu werden. Insofern sollten auch die leicht vergrößerte Börse heutiger Jugendlicher ausreichen 😉

  11. Oliver sagt:

    @Dr. Azrael Tod,

    hochpreisige Spiele gab es zu jeder Zeit, früher gabs auch Spiele für knapp 120DM (mein DoomII auf dem Mac, aber auch Spiele wie Wing Commander III etc.). Nicht unbedingt eine Seltenheit, heute wird mit dem «Massenmark» argumentiert — trotz der gigantischen(?) Ausfälle durch Raubkopien?

    >und verstehen dass man irgendwann auf Entwicklungskosten kommt, die so hoch sind dass man für ein Spiel 40–50€ verlangen muss.

    Aber wenn die hochtrabenden Entwicklungskosten ob der angeblichen Entwicklungskosten als Maßstab angelegt werden, _dann_ müssen auch die Bewertungskriterien nachjustiert werden, was ich tue indem ich das Gros als Schrott oute. Denn hohe Preise ob gigantischem Aufwand einfordern und dann in der Regel mit «schlechter als früher isses auch nicht unbedingt» kontern, ist irgendwo keineswegs adäquat.

  12. Marcel sagt:

    gut, deinen geschmack einzuschränken war eine falsche annahme. :)

    aber, gerade wenn man es historisch betrachtet (also videospiele allgemein), dann kann ich kaum eine verschlechterung feststellen. wenn ich mir die anfänge bis zur ersten hochzeit mit atari 2600 & co, wo wirklich der großteil nur müll war (der markt ist da an sich selber erstickt), betrachte, dann sieht es heute noch okay aus. aber das war vor meiner zeit. als ich mit videospielen begonnen habe, also dem ersten gameboy und danach SNES, da war auch ein großer teil eher nicht so gut. heute ist es nur so, dass die marketing budgets so aufgeblasen sind, dass für die schlechteren titel erstaunlich viel werbung gemacht wird. unterm strich aber hält es sich imo die waage. ich muss sogar sagen, dass ich in den letzten 1–2 jahren mehr für spiele ausgegeben habe als jemals zuvor.

    was natürlich zugenommen hat ist die wiederholung von bereits bekannten konzepten. aber das muss nicht von vornherein schlecht sein, es kommt immer auf die umsetzung an. abgesehen von FIFAxx & co 😉

    Elder Scrolls war nur ein Beispiel. Ich spiele im moment Mass Effect (von Bioware) und das ist sehr gut, wobei es gemessen an P&P schon ein stückel weiter weg ist. am nächsten an P&P dran war imo Neverwinter Nights 2 mit der möglichkeit, eigene quests zu gestalten und online mit einem DM zu spielen.

    sicher hast du recht, dass man nicht alles haben muss. dem stimme ich vollkommen zu. aber pauschal zu sagen, dass es viel weniger qualität gäbe, dem kann aus meiner erfahrung heraus nicht zustimmen. und nein ich gehöre nicht zur generation-ads, die alles haben muss was blinkt und funkelt 😀 (aber ein neues syndicate wäre schon mal nett)

    «Aber wenn die hochtrabenden Entwicklungskosten ob der angeblichen Entwicklungskosten als Maßstab angelegt werden, _dann_ müssen auch die Bewertungskriterien nachjustiert werden, was ich tue indem ich das Gros als Schrott oute. Denn hohe Preise ob gigantischem Aufwand einfordern und dann in der Regel mit “schlechter als früher isses auch nicht unbedingt” kontern, ist irgendwo keineswegs adäquat.»

    naja, eine gute idee kostet weniger als die technische umsetzung. spiele entwicklung steigt (wenn man lizenzveranstaltungen wie FIFA ausnimmt) vor allem wegen der zugrunde liegenden technik. wir spielen schliesslich keine textadventures mehr. aus mehr technik kann man bestimmt keinen höheren qualitätsanspruch ableiten.

  13. Oliver sagt:

    >am nächsten an P&P dran war imo Neverwinter Nights 2

    Ja das vergaß ich dann auch schon, aber selbst Knights of the Old Republic war imho auch noch ein Kracher, selbst wenn er stark vom StarWars-Ambiente lebte. Aber wie nennt man diese Ausnahme? Bioware? 😀

    >vor allem wegen der zugrunde liegenden technik.

    Aber darum geht es auch, wenn ich dermaßen argumentiere kann ich auch letztendlich mehr erwarten.

    Und die zugrundeliegende Technik, jo mei da ist mehr definitiv, aber ist es hochqualitativ? Fraglich, die Game-Magazine vermengen da in der Regel Begrifflichkeiten aus anderen Bereichen mit möchtegern-Technik aus dem Spiele-Segment. Läßt sich auch recht einfach nachvollziehen, denn nirgendwo wird mehr getrickst, «gegaukelt» als in der Spiele-Industrie. Was die hochmundig angekündigte 3D-Engine ist, würde im prof. Umfeld allenfalls einen Lacher hervorrufen. Das vielbeschworene SMP wird z.B. überhaupt nur annähernd hochqualitativ im prof. Umfeld eingesetzt, kostete viele Jahre Entwicklung, Millionen an Geldern und dann kommt eine Spiele-Firma daher und behauptet dieses Knowhow innerhalb 1–2 Jahren wett gemacht zu haben. Schaut man sich Software wie Softimage XSI oder Maya an, so reiften diesen über viele, viele Jahre.
    Verkauft wird die Über-Technik, in der Regel erhält man jedoch nur Optik mit viel Pappmaché-Aufbauten. Und daran messe ich letztendlich Qualität oder auch beanspruchte Preise. Kurzum es fällt wohl leichter für tatsächliche Qualität zu bezahlen, als für optische Kulissen die im Hintergrund weitaus weniger Aufwand erzeugten als oft angegeben.

  14. Dr. Azrael Tod sagt:

    @Oliver
    Ich hab nicht gesagt, dass es früher keine teueren Spiele gab. Ich sagte nur, dass ich für ein Spiel persönlich nicht so viel Geld ausgeben würde. (Zugegeben, im Vergleich für z.b. Kinokarten und die Zeit die man sich damit unterhalten kann ist das etwas ungerechtfertigt meinerseits.)

    Was mir mal wieder grade auffällt: Ganz egal was man vom Inhalt der Spiele und von ihrem Umfang halten mag, die Programmiertechnische Qualität ist auf jeden Fall (evtl. dank der starken Verbreitung des Internets) stark gesunken. Ich kann mich nicht erinnern, bei Lemmings oder Magic Carpet jemals hätte einen Patch installieren müssen, um das Spiel überhaupt durchspielen zu können ohne dass es alle 5 Minuten abstürzt.

    Verdammte Banensoftware!

  15. Marcel sagt:

    naja du kannst wenn nur erwarten, dass es technisch besser ist. und das ist es wenn ich mal so von den ersten richtigen 3D shootern ausgehe. was der entwickler aber dann aus der engine macht ist ne andere geschichte.

    das da viel mehr schein als sein dabei ist, beweisst assassin’s creed (um aus thema zurueckzukommen :D) sehr deutlich. technisch hui, sonst ziemlich langweilig

  16. Oliver sagt:

    Ich denke wenns einen wirklich überzeugt, dann und nur dann wird man auch mal ausnahmsweise, wenn möglich, nachgeben. So geschehen bei mir zumindest z.B. bei Doom II. Quake I hatte ich damals schon einige Zeit bevor ich den passenden Rechner hatte *g*

    >bei Lemmings oder Magic Carpet jemals hätte einen Patch installieren müssen, um das Spiel überhaupt durchspielen zu können ohne dass es alle 5 Minuten abstürzt.

    Ursächlich kann sich da auch Microsoft mit Windows daneben stellen, DirectX ist eben nicht der Hammer — aber es läuft nun einmal nach dem Willen der Redmonder. Nichts zu vergessen die Hardwarehersteller die mit immer kürzeren Releasezyklen die Umwelt mit Schadstoffen beglücken 😉 und die Treiber halbgar erscheinen lassen.

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