Wikipedia doch nicht so «gut» …

Klar das Konzept, sprich die Idee die hinter Wikipedia steckt ist nicht von schlechten Eltern. Sie krankt jedoch an einem gewichtigen Faktor, dem Faktor Mensch. Die sogn. Selbstkorrektur, der selbstreinigende Charakter ist in der Praxis eher sinnfrei da, wie schon an anderer Stelle[1] bemerkt, hier die Meinung mit dem größten Durchhaltevermögen i.d.R. entscheidet.

Im Dezember letzten Jahres ging es heiß her, überall lauschte man dem Vergleich des renommierten Magazins Nature … die bekannte Encyclopedia Britannica schneidet gegen Wikipedia eher mäßig ab. Tja irgendwann kommt immer die Wahrheit ans Tageslicht, so auch hier, viel heiße Luft und ein nicht wieder gutzumachender Schaden für Nature und selbstredend für das Wikipedia-Projekt.

Was Nature geritten hat, Äpfel mit Birnen zu vergleichen, sprich z.B. Inhaltsfehler (Wikipedia) quasi mit teils rein formellen Fehlern (Britannica) zu vergleichen, wird wohl nur das Magazin selbst wissen. Darüber hinaus gab es noch andere Unstimmigkeiten in der Auswahl des Materials …

Last not least war das zu erwarten, Fehler können überall auftauchen — aber wie groß ist wohl die Wahrscheinlichkeit bei einem prof. Werk, andem viele bekannte Wissenschaftler mitarbeiten diesbezüglich bzw. dem gegenüber der Bereich der anonymen Masse in Wikipedia, bei der Hinz & Kunz an teils sehr guten Artikeln herumfuschen können?

Als junk science würde ich Wikipedia keineswegs bezeichnen — wie es z.B. theregister macht, nur sollte man sich dort über geordnetere Strukturen Gedanken machen, sowie die Verwerfung der anonymen Mitarbeit. Sicherlich ist mir bewußt, warum die Anonymität auch Vorteile mit sich bringt — in freiheitlicher Hinsicht — dennoch überwiegt der Mißbrauch. Letzteres macht eine Wissensquelle unbrauchbar …

Eine Antwort zu “Wikipedia doch nicht so «gut» …”

  1. Chris sagt:

    Die Wikipedia wird sich nun Gednken machen müssen, wie die Zukunft ausschaut, sonst zerplatzt alles wie eine Seifenblase.

RSS-Feed abonnieren