Wiefelspütz’sche Egozentrik

Ich bin aber auch Sicherheitsexperte und Rechtswissenschaftler und arbeite zur Zeit an einem Buch über die Online-Durchsuchung von Festplatten. Wichtige Entscheidungen lasse ich mir nicht von Experten abnehmen. Unser Land ist keine Experten-Demokratie. Das Parlament ist der Gesetzgeber. Die an der Gesetzgebung beteiligten Abgeordneten sind freilich gut beraten, wenn sie sich mit externem Sachverstand auseinandersetzen. Das tue ich sehr intensiv.

Ich übernehme mal einfach das bei fefe stehende Zitat, da es an Einmaligkeit kaum zu überbieten ist und durchaus die Problematik der deutschen Politik anschaulich erklärt. Man kann sich in gewisse Gebiete einlesen und auch mitreden, dann wiederum aber erkennt man auch recht schnell, daß gewisse Bereiche der verarbeiteten Thematik nur von tatsächlichen Experten bewerkstelligt werden können, welche sich tagtäglich professionell mit dieser Materie intensiv auseinandersetzen. Natürlich kann sich auch ein Laie professionell weiterbilden, aber einem Politiker fehlt schlicht die Zeit dazu und somit sind derlei Aussagen nicht etwa mit Vorsicht zu genießen, sondern völlig absurd in Anbetracht des breitgefächerten Spektrum, welches politische Experten abzudecken glauben.

3 Antworten zu “Wiefelspütz’sche Egozentrik”

  1. Max sagt:

    Vielleicht wird Wiefelspütz’ IT-Sicherheitskompetenz ja nur verkannt, und wir haben bald die Wiefelspütz Facts. Allein die wichtige Differenzierung, das es nicht um die Online-Durchsuchung von Computern, sondern nur um die Online-Durchsuchung von Festplatten geht, zeigt doch, das hier jemand vom Fach ist, der die Innereinen einen Computers aus dem FF kennt.
    Außerdem zeigt die Online-Durchsuchung von Festplatten, dass Dr. Wiefelspütz ein subversiver Freiheitskämpfer in der Verkleidung eines inkompetenten Law&Order-Politiker ist. Wenn dann nämlich die Online-Durchsuchung von Festplatten gemäs Wiefelspütz’schen expertenignorendem Expertenwissens beschlossen ist, stellt sich dann heraus das Festplatten meist garnicht direkt ans Interweb angeschlossen sind und auch recht Trojaner resistent sind, aber das Gesetz nicht die Durchsuchung von Computern mit Festplatten deckt.

    Allerdings finde ich solche Aussagen könnten durch aus durch die Medien überprüft werden. Beispielsweise von den für knallharten-investigativ Journalismus bekannten ZDF-Kinderreportern.

  2. Santi sagt:

    letzter Eintrag…
    27 Interessierte warten auf diese Antwort
    der Experte rhymet wohl noch
    Möchte an dieser Stelle auch noch auf mal auf die Wiki-Definitionen des Dunning-Kruger-Effekts und des Peter-Prinzips hinweisen. Zwar ist es Genugtuung diesen ganzen vermeintlichen Experten wie Wiefelspütz gegenzufeuern, doch sie werden nicht aufhören zu argumentieren, solange ihr eingeschränktes Sichtfeld die eigene Inkompetenz verdeckt. Was den verlinkten Threat angeht, wird er (Dr.DW) noch nachdenken, wie er diesen armen unwissenden schützenswerten Bundesbürgern, die sich auch gern in die Diskussion einbinden wollen indem sie seine Aussagen etwas angreifen, beibringen kann, das nur die Online-Durchsuchung von Festplatten (^^) uns vor den ganzen bösen Verbrechern schützen wird.

  3. Santi sagt:

    Hatte ich vergessen: Gerade der erste Eintrag auf dieser Seite stellt die ganze Problematik gut dar. Aber «2 Interessierte warten auf diese Antwort»

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