Wie Jens Best mit Menschen umgeht


Bild: Echelon, Wikimedia Commons

Über Jens Best wurde hier schon geschrieben. Zugegeben, die Überschrift klingt, ohne den Artikel gelesen zu haben, polemisch – und doch habe ich mir Meinung durchaus durch das Lesen mehrerer Quellen gebildet. Vielleicht hätte ich mich anders ausdrücken sollen, doch der Text war mehr als sachlich gehalten, argumentativ, das beweist die überwiegend sachliche Diskussion, wir mussten nur wenige Kommentare löschen.1 Wie bereits erwähnt, gibt es ein Forum, indem sich diejenigen austauschen, die den Wunsch derer, die ihr Zuhause nicht bei Street View sehen wollen, nicht respektieren und akzeptieren wollen. In den Kommentaren zu meinem Artikel gibt es die eine oder andere Stilblüte aus dem benannten Forum. Im Forum hat sich nun auch eine Dame2 zu Wort gemeldet.

In einem sehr persönlichen Post begründet die Dame, warum sie nicht wünscht, dass ihr Haus von Google Street View erfasst wird. Dass sie mittlerweile dieses Post selbst gelöscht hat, unterstreicht die Authentizität und zeigt, wie mit Ihr von Jens Best und anderen Forenteilnehmern umgegangen wurde. In einer ersten Antwort schrieb Jens Best:

Da ich jedem, auch den anonymen Teilnehmern dieser Community unterstelle, dass sie die Wahrheit sagen, möchte ich mein Beileid ausdrücken für ihren Verlust.

Hier schwebt schon das «Aber» mit, man bekommt den Eindruck als wolle Jens Best ausdrücken, dass man der Dame nicht glauben kann. Doch selbst wenn die Dame die Wahrheit sagen würde, hat sie selbstverständlich nicht das Recht, ihr Haus verpixeln zu lassen — trotz eines persönlichen Verlustes. Zynisch folgende Worte von Jens Best zu nennen, wäre noch harmlos ausgedrückt:

Ich werde, bei irgendeinem Haus, das ich fotografieren werde, an sie denken und ihnen mein Mitgefühl so übermitteln.

Es folgt eine Antwort, die wohl jeder «normale» Mensch geben würde. Warum sollte man Jens Best vertrauen, wenn er den Menschen nicht einmal den Respekt erweist, den selbst Google erweist, nämlich die Wünsche der Menschen zu akzeptieren. Unterschwellig wird von Jens Best weiterhin behauptet, die Dame sage die Unwahrheit:

Ich erlaube mir mal weiterhin, zu glauben, dass sie hier die Wahrheit sagen, auch wenn sie doch sehr offensiv sind für jemanden mit sehr viel Angst.

Für Jens Best sind also Menschen, die mit ihren Schicksalsschlägen offensiv umgehen, unglaubwürdig. Die Dame stellt weiter klar, dass sie Jens Best aufgrund der Tatsache, dass er die Wünsche der Menschen nicht respektiert und akzeptiert, auf keinen Fall vertrauen würde. Daraufhin der Hausherr:

Ich sehe keinen Grund ihr «Anliegen» zu respektieren. Wo kommen wir denn da hin, wenn jeder im öffentlichen Raum x-beliebige «Anliegen» von jemand anderem respektieren muss. […] Und ehrlich gesagt, glaube ich kein Wort ihrer achso leidvollen Geschichte, die sie hier so problemlos ausbreiten […] Erbärmlichkeit

(Hervorhebung von mir)

Ja, wo kämen wir da hin, wenn die Menschen sich gegenseitig respektieren und ihre Wünsche akzeptieren würden. Das wäre wirklich eine Gesellschaft, die man nicht anstreben sollte. Hier zeigt sich das Gesellschaftsbild des Jens Best in aller Deutlichkeit. Die Dame antwortet entsprechend und meint, Jens Best sei ein narzisstischer und egoistischer Mensch.

An diesem Beispiel zeigt sich, was wirklich hinter Jens Best und seinen Kumpanen steckt. Ich komme zu dem Urteil, dass es mitnichten um die Panoramafreiheit geht oder virtuelle Straßenfahrten. Auf unfassbare Art und Weise wird mit Menschen umgegangen, die nicht wünschen, dass ihr Zuhause von Google Street View erfasst wird – und dies auch noch persönlich und sehr privat begründen. Mir ist übel.3

  1. Im Übrigen auch Beleidigungen gegen Jens Best. []
  2. Es ist nicht geklärt, ob wirklich eine Dame hinter dem Nick steckt, wer aber die Posts liest, wird zugeben müssen, dass ihre Ausführungen authentisch klingen – zumal sie ihr persönlichstes Post selbstständig gelöscht hat. []
  3. Kommentar hier geschlossen, nebenan ist genug Platz. []

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