Wie die Union das Amt des Bundespräsidenten nachhaltig schädigt

Ich bin nicht der größte Freund von Horst Köhler, das ist bekannt, doch darum und um ihn selbst soll es hier nicht gehen. Was zur Zeit jedoch mit dem Amt, nicht mit Horst Köhler selbst, des Bundespräsidenten geschieht, ist nicht mehr hinzunehmen. Der Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland wird von Unions-Leuten erpresst, eine Begnadigung des RAF-Terroristen Christian Klar abzulehnen. Man könne sich eine Wiederwahl Köhlers nicht vorstellen, wenn dieser Klar begnadigen würde, so die Aussagen aus den Reihen der Parteien, die das C spazieren tragen — unnötig zu erwähnen, dass 18%-Kanzlerkandidat Westerwelle ebenso Front gegen die Klar-Begnadigung macht.

Das Problem wäre nicht, dass Köhler nicht wiedergewählt wird, ich würde jubeln, das Problem ist, dass der Bundespräsident erpresst wird, unabhängig von der Person. Kauder, Söder und noch so einer, den niemand kennt, drohen offen damit, Köhler nicht wiederzuwählen, begnadigt dieser Klar.

Meine Oma — Gott sei ihrer Seele gnädig — würde sagen: Sowas ist unredlich. Und diese Kritik hat sie äusserst selten angewandt. Es ist einfach skandalös, zutiefst antidemokratisch, nicht die Kritk an einer evtl. Begnadigung, sondern die Erpressung ansich. Die Parteien mit dem C im Namen — Westerwelle, geschenkt — zeigen mal wieder ihre wahre Fratze.

Stern.de — Die CSU verdient keine Gnade

Nachtrag: Köhler zieht  den Schwanz ein — feige…

3 Antworten zu “Wie die Union das Amt des Bundespräsidenten nachhaltig schädigt”

  1. joki sagt:

    Wenn das einzige Ziel des Bundespräsidenten die Wiederwahl ist, haben wir wohl generell ein anderes Problem ^^

    Und da die Halbwertszeit eines C(D/S)U Schnösels glücklicherweise weitaus geringer ist als die eines amtierenden Bundespräsidenten geh ich davon aus, dass das eh nur leeres Geschwätz aus dem Pausenraum ist 😛

  2. Oliver sagt:

    Aber eigentlich schädigte man das Amt schon, als man dieses Zugeständnis an die Wirtschaft machte. Nenne ich vom Regen in die Traufe, früher mal Staat/Kirche, heute Staat/Wirtschaft.

  3. Jan sagt:

    Ich finde, dass Markus Söder (mit dem Rest der politischen Erpresserbande) ein sehr schönes Argument geliefert hat, warum unser Staatsoberhaupt vielleicht doch besser direkt vom Volk gewählt werden sollte: Damit das Amt nicht durch Parteipolitik verschlissen werden kann und unwürdige Erpressungsversuche wie diese nicht mehr stattfinden können.

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