Wenn man nicht haargenau wie die CDU denkt fliegt man glatt aus der SPD.

Zitat: Wolfgang Neuss, 1965

13 Antworten zu “Wenn man nicht haargenau wie die CDU denkt fliegt man glatt aus der SPD.”

  1. BlackVivi sagt:

    Oh… mein… Gott… Ich find’ das auf Abgeordnetenwatch so extrem unglaublich.

    Sie können gerne anderer Auffassung sein. Ich handele im Parlament freilich nach meinen, nicht nach Ihren Überzeugungen.

    Ich dachte ich wähle, damit Menschen meine Interessen repräsentieren. Hab’ mich wohl geirrt. Es wird immer heftiger… Bitte, Chris und Oliver… Was soll ich tun? Ich halt’s nich mehr aus oO»

  2. Grainger sagt:

    Die Antworten, die der Herr Wiefelspütz so von sich gibt, sind natürlich gar keine. Bestenfalls handelt es sich um leere Worthülsen bzw. das übliche Politikergeschwätz (in seinem Fall noch mit einer Prise Überheblichkeit gewürzt).

    Falls er die Absicht hätte, ernsthaft zu argumentieren, so müsste er ja zumindest mal seinen Standpunkt erläutern.

    Aber nein, er gibt halt einfach ein Statement wie

    Ich wäre für die Vorratsdatenspeicherung auch dann, wenn es überhaupt keinen Terrorismus gäbe.

    zum Besten, ohne näher darauf einzugehen. Vermutlich fühlt er sich anschließend trotzdem irgendwie gaaanz doll bürgernah, schließlich hat er ja mit dem Plebs kommuniziert.

    Für mich kommt das aber bestenfalls wie ein

    Hund, da ist ein Knochen, friß oder stirb. Und hör endlich mit dem Bellen auf!

    rüber.

    Und die 26 Sozialdemokraten, die

    trotz schwerwiegender politischer und verfassungsrechtlicher Bedenken

    der Vorratsdatenspeicherung zugestimmt haben, weisen imho ein sehr seltsames Demokratieverständnis (und eine noch bedenklichere Arbeitsmoral) auf.

    Jemanden, der wider besseres Wissen falsch entscheidet und das anschließend offen zugibt, der handelt schließlich vorsätzlich falsch.

    Schade, das so etwas offensichtlich ohne Konsequenzen bleibt. Der Abgeordnete meines Wahlkreises hat auch mit JA gestimmt und darf sich sicher sein, das er (bzw. seine Partei) meine Stimme nicht mehr bekommt (OK, die hätte er so oder so nicht gekriegt 😀 ).

  3. Es gibt Tage, an denen…

    ich besser nie aufgestanden wäre.

    Drei Unfälle sah ich heute, alle drei im selben Bereich, alle um die B507.

    Der erste heute früh auf dem Weg zur Arbeit, ein kleiner Auffahrunfall an einer abbiegenden Vorfahrtsstraße, der zweite Unfall heute …

  4. Oliver sagt:

    @grainger

    Und was nützt es? Man erkennt das Spiel dieser wanna be Genossen seit Jahrzehnten und dennoch schaffen sie es immer wieder die nächste Generation mit den gleichen dümmlichen Sprüchen rumzureißen. Die SPD heuchelte immer Freiheit, Demokratie, Unterstützung für den kleinen Mann etc. halt das volle Programm, tatsächlich aber tat sie meist exakt das Gegenteil. Nicht erst heute, nein auch gestern und vorgestern!

  5. Falk sagt:

    Parteibücherverbrennung vorm Reichstag fänd ich ein tolles Zeichen der Genossen. Aber die Basis hat ja fast noch weniger Arsch in der Hose, als ihre Kollegen da in Berlin. Seit 2,5 Jahren mimt hier in NRW nun schon ein CDUler den Volksgenossen, weils die SPD nicht gebacken bekam. Da brauchts so offensichtliche Dinge wie VDS und Heuchelei von 26 [Schimpfwort der Wahl einsetzen] doch gar nicht mehr…Und ich dachte bis vor paar Jahren echt, daß ich mich selbst noch am Besten verarschen kann. Scheinbar hab ich mich da überschätzt.

  6. Grainger sagt:

    Und was nützt es?

    Mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nichts, denn wenn ich nicht der jetzigen Pfeife meine Stimme gebe (und genug andere das auch nicht tun) kommt eben die nächste Flitzpiepe ins Parlament.

    Ich sehe da leider keine echte Möglichkeit der Verbesserung.

    Die oft genannte Alternative selbst in die Politik zu gehen ist natürlich auch keine, mir fehlt die Zeit, das Geld, die Beziehungen und die Geduld für die nötige Ochsentour durch die Parteien. Falls man es irgendwann dann doch schafft ist man auf dem Weg dorthin vermutlich inzwischen so angepasst, das man zu dem geworden ist, was man ursprünglich bekämpfen wollte.

  7. Oliver sagt:

    >Die oft genannte Alternative selbst in die Politik zu gehen ist natürlich auch keine

    Du wirst auch eher als Außenseiter gehandelt und verhagelst dir den Aufstieg — so oder so wird also die Änderung in der Spitze immer verhindert.

    @Parteibücherverbrennung vorm Reichstag fänd ich ein tolles Zeichen der Genossen.

    @Falk, nein das wäre imho ein Ausdruck von Dummheit, ähnlich Zensur und auch der historischen Bücherverbrennung in Deutschland. Man muß crap auch als solchen erkennen können.

  8. Falk sagt:

    Überles mal bitte die nicht die (bittere) Ironie in diesen Worten…

  9. Oliver sagt:

    In einem Satz gibt es nicht viel zu überlesen, da braucht man wohl keine Tags im Web, aber doch ein paar gewählte Worte mehr. Zudem wundert heute nichts mehr, egal wo. Ich kenne sogar Genossen im privaten Umfeld, von früheren gemeinsamen Zeiten, oder auch kommentierende Genossen die hier bei uns tatsächlich zustimmen und teils aktiv bei diesen Antidemokraten mitwirken. Paradox ist da z.B. noch das höflichste was mir in den Sinn kommt. Von daher, wenns Ironie sein soll — ist zur Kenntnis genommen, betrachte dann die Aussage für deine Person als Gegenstandslos.

  10. Falk sagt:

    Ich schriebs ja letztens schonmal hier, daß es mich verwundert, das immer noch soviele an ihrer Mitgliedschaft in der SPD festhalten. Denn von Scharen an Austritten ist sie bisher noch verschont geblieben. Trotz oder eben wegen ihrer seltsamen Politik. Allerdings mag ich da auch niemandem einen Vorwurf drauss bauen — diesen Effekt kenn ich zur Genüge. Die Basis meint eben durchaus noch, auch bundespolitisch noch Effekte erzielen zu können. Dabei (und deswegen der Bezug auf die Landespolitik hier in NRW) liegt doch selbst da ‘ne Menge im Argen. Und das eben schon seit Jahren. Ich erinnere mich ungern daran — aber mein erster Satz nach der Bundestagswahl 2005 war: «Scheiße, das ist das schlimmste, was uns passieren konnte» — und es kam noch schlimmer.

  11. Oliver sagt:

    >Die Basis meint eben durchaus noch, auch bundespolitisch noch Effekte erzielen zu können.

    Weil sie jeweils nur im Jetzt leben und den geschönten Dingen glauben, insbesondere jenen parteihistorischer Natur. Für viele würde eine Welt zusammenbrechen, eine Welt des sozialen Glücks, die so mühsam von den Genossen konstruiert wurde über Jahrzehnte.

  12. Grainger sagt:

    Denn von Scharen an Austritten ist sie bisher noch verschont geblieben.

    Kann man so nicht sagen, laut Tagesschau vom 16.10.2006 hat die SPD von 1990 bis 2006 immerhin 40% ihrer Mitglieder verloren.

    Die CDU ist keineswegs sehr viel besser dran, sie hat im gleichen Zeitraum rund 25% ihrer Mitglieder eingebüßt.

    Die SPD hatte am 30.09.2007 laut Wikipedia genau 545.223 Mitglieder, für eine große Volkspartei ist es eigentlich lächerlich wenn nur 0,66% der Gesamtbevölkerung Mitglied sind.

    Einzig die Tatsache, das alle anderen Parteien noch weniger Mitglieder haben vermag das ein ganz kleines bißchen zu relativieren.

    Der Mitgliederschwund (und somit auch der Abbau der Basis) scheint die beiden großen selbsternannten Volksparteien aber wenig zu stören, so lange sie noch genug Mitglieder zu Besetzung aller Partei– und Politämter haben wird es sie vermutlich auch weiterhin nicht jucken.

  13. Falk sagt:

    @Grainger: Stimmt schon — allerdings meinte ich dann eher Austrittswellen und nicht den leisen Schwund, der auch nur die Politikverdrossenheit wiederspiegelt, die seit etlichen Jahren zu sehen ist. Wobei vielleicht interessant zu wissen wäre, wieviel der 40% dann woanders politisch gelandet sind. Es gibt ja durchaus Alternativen zu den Volksverrätern.

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