Wehret den Anfängen

Ein kleines Kind wurde sexuell missbraucht und umgebracht. Das ist einfach nur grausam. Und in der Folge dessen, in der Karikatur was wir mal früher Demokratie genannt haben, melden sich die sogenannten Volksvertreter zu Wort. Diese Menschen zeigen in dem Moment ihr wahres Gesicht, ihr gesamtes antidemokratisches Spektrum — und wenn sie könnten wie sie wollten, würden sie unseren Rechtsstaat abschaffen. Unnötig zu erwähnen, dass der Pöbel, die Stammtischbrüder in unserem Land, laut klatschen und jawoll schreien. Schlimm, ganz schlimm das.

Sven Petke ist stellvertretender Vorsitzender der brandenburgischen CDU und kommt mit wahnsinnigen Vorschlägen daher. Namen und Adressen von Triebtäter, ganz nach dem großen Vorbild USA, sollen im Internet verbreitet werden, Petke: Der Datenschutz muss deutlich reduziert werden, damit sich vorbestrafte Sexualstraftäter nicht mehr verstecken können. Petke verwies dabei auf die guten Erfahrungen in den USA — da hat er wohl recht, sind doch schon mehrere Sexualstraftäter dort vom Mob (aus Angst, ohne rückfällig geworden zu sein) umgebracht worden. Selbst Hardliner drüben geraten mittlerweile ins Nachdenken über diese Praxis. Aber, so kann man sich eines Menschen auch entledigen. Bravo Herr Petke!

Auch andere unterklassige Politiker nutzen das emotionale Thema um sich in die Schlagzeilen zu bringen, Grundtenor aller Äusserungen: Am liebsten lebenslang wegsperren das Gesocks, Petke bringt es auf dem Punkt: Triebtäter leben als tickende Zeitbomben unter uns.

Die nordrhein-westfälische Justizministerin Roswitha Müller-Piepenkötter (CDU) hat auch interessante Vorschläge zu machen, wie in unserem Land mit solchen Menschen umgegangen wird. Auch sie fordert die TerrorTriebtäterdatei — um sich nicht zu sehr aus dem Fenster zu lehnen, soll die Datei einem begrenzten Personenkreis zur Verfügung stehen, um dann die Katze aus dem Sack zu lassen: Entlassenen Sexualstraftätern soll jeglicher Kontakt zu Kindern verboten werden. Der Stammtisch wird es ihr danken. Ich würde meinem Kind jeglichen Kontakt zu unseren Politikern verbieten.

Die Würde des Menschen ist unantastbar — es sei denn, Politiker jeglicher Couleur können Schlagzeilen machen. Wenn der Mob zufriedengestellt wird, werden die elementarsten Grundsätze unseres Landes beiseite geschoben. Unser Rechtssystem ist auf Resozialisierung ausgelegt — ob es nun gefällt oder nicht. Auge um Auge, Zahn um Zahn, die Todesstrafe, das alles gibt es in unserem Land nicht mehr. Zuletzt wurden diese Dinge in dunklen Zeiten unserer Geschichte angewandt. Ich bin mir heute sicher, dass das deutsche Volk bewusst in diese Zeiten vor 70 Jahren gesteuert ist, waren es doch nur die Juden, die Rumtreiber, die Schwulen, die anderen. Wir haben doch von nichts gewusst — das ist die größte geschichtliche Lüge unseres Landes — und ist heute noch die einfachste Ausrede für den eigenen Rassismus, die eigene Dummheit.

Aber ich halte ja schon den Mund, geht es doch nur um Sexualstraftäter. Doch was folgt? Morgen der Raubkopierer, übermorgen der Blogger?

(via ZAF)

20 Antworten zu “Wehret den Anfängen”

  1. EuRo sagt:

    Gemach, junger Mann. Natürlich hast du recht, keine Frage. Nur hat sich gezeigt, dass es nicht zielführend ist, wenn man einer aufgebrachten Meute, die emotionsgeladen «lynchen!» schreit, ebenso emotionsgeladen «Neofaschos!» entgegen schreit.
    Das ist vielmehr ein Teufelskreis, in dem sich beide Parteien gegenseitig hochschaukeln. Das Schlimme dabei ist, dass wir es doch sind, die unsere Stimme erheben, um eben jenen Mob zu schützen, der uns Kollaboration mit dem «Gesocks» vorwirft. Was hab ich mir da nicht schon alles anhören müssen — dass es morgen sie selber sind, die als Opfer am Pranger landen, (womit denn? Ich bin doch anständig!); Steuerhinterziehung, zu schnelles Fahren, Besuch einer Domina…da gibt’s Möglichkeiten genug, «Bild Leser wissen mehr»… — auf die Idee kommt keiner von ihnen. Aber es ist die Mehrheit. Und die bestimmt in der Demokratie. WOHER sie ihre Meinung bezieht ist viel interessanter. Da müssen wir ansetzen. Nicht den dummen Pöbel beschimpfen, sondern letztendlich vor sich selbst schützen. Das ist eine verdammt schwere Aufgabe. Sie haben den Nährboden unglaublich geschickt aufbereitet, auf dem sowas wieder möglich ist. Wir sollten höllisch aufpassen, ihnen nicht auch noch zu helfen.

  2. Oliver sagt:

    sondern letztendlich vor sich selbst schützen.

    Das ist wohl eine explizite Gratwanderung, mit der es so mancher Politiker mehr als genau nimmt.

  3. Chris sagt:

    Natürlich hast du recht, keine Frage.

    Ich weiß, warum dann der lange Text danach? 😉

    benso emotionsgeladen ?Neofaschos!? entgegen schreit.

    Wo hab ich das geschrieben? *sucht*

    Das ist vielmehr ein Teufelskreis, in dem sich beide Parteien gegenseitig hochschaukeln.

    Und hier höre ich jetzt auf zu lesen, stellst Du mich auf eine Stufe mit den Leute da, relativierst so deren Handeln.

    Na danke and THX for the fish…

  4. Jan sagt:

    Dem kann ich hundertprozentig zustimmen, unter populistischen Deckmäntelchen wird viel zu oft viel zu leicht viel zu tief in die verschiedensten Grundrechte eingegriffen.

    Das Problem ist nur, dass dieser «Mob», dieser «Pöbel» und diese «Stammtischbrüder» oft genug die Mehrheit bilden, weswegen sich vor allem Vertreter selbsternannter «Volksparteien» gerne und gierig auf deren Parolen stürzen und sie für ihre eigene Haudrauf-Profilierung nutzen. Das Gemeine ist: Es funktioniert. Viel zu wenige Menschen denken nach bevor sie derart dumpfe, plumpe Hasstiraden nachplappern.

  5. maloXP sagt:

    Petke ist übrigens der Typ, der dadurch aufgefallen ist, dass er mit dem Postmaster der CDU Brandenburg rumgekungelt hat und sämtlichen E-Mailverkehr seines Landesverbands mitgelesen. Kein Wunder, dass der auf den Datenschutz, ähem, pfeift. Das Leben der Anderen Reloaded.

  6. Dr.Thodt sagt:

    Hm, schwieriges Thema. Schwierig deswegen, weil ich denke, dass einige Aussagen nicht so ganz falsch sind. Zum Beispiel die, dass Triebtäter tickende Zeitbomben sind. Um mal auf der sachlichen Ebene zu bleiben: die Rückfallquote bei Triebtätern ist erschreckend hoch. Es hat den Anschein, dass hier Resozialisierung (und/oder Therapie) nicht das Allheilmittel ist. Ich denke auch, dass einige Triebtäter lebenslang «weggesperrt» gehören. Allerdings sagen das auch einige Triebtäter von sich selbst. Und ich vertrete hier keineswegs «Schwanz-ab» Sprüche.
    Wie man nun das Problem in den Griff kriegt kann ich nicht sagen. Ein Vorgehen wie in den USA ist aus den genannten Gründen wohl kaum eine Lösung. Vielleicht stehe ich auch einfach auf der «falschen Seite» wenn ich meine, dass hier zwei Interessen aufeinander treffen zwischen denen man abwägen muss. Nämlich zum einen der Schutz der Gesellschaft vor Triebtätern und zum anderen das Recht auf den Schutz der Daten von Tätern.
    Mit Stammtischparolen lässt sich meiner Meinung nach aber keins der beiden Interessen wirklich wahren.
    Wie so oft wird bei dem Thema nicht ausreichend differenziert, Moral und Recht wird durcheinander geworfen und Stammtischparolen sind an der Tagesordnung. Darauf habe ich nun wirklich keine Lust.

    PS: Wer mich jetzt deswegen verdammen will soll das tun. Ich habe lange Zeit mit dem Thema zu tun gehabt, aber aus einer anderen Sichtweise.

  7. Chris sagt:

    Ich werde nie verstehen, wie man den Dreck von da oben im Artikel noch relativieren kann und von gegenseitigen Interessen sprechen kann. Muss ich ja auch nicht…

    Achja, die Aussage da von wegen der Rückfallquote ist hanebüchender Unsinn…

  8. phoibos sagt:

    moin moin,

    da ich mich grad mit christlicher freiheit beschäftige, hier mal ein, zwei zitate, die mir recht gut zu passen scheinen:

    «Man muß damit rechnen, daß die meisten Menschen nur durch Erfahrungen am eigenen Leibe klug werden. [?]
    Tatenloses Abwarten und stumpfes Zuschauen sind keine christlichen Haltungen. Den Christen rufen nicht erst die Erfahrungen am eigenen Leibe, sondern die Erfahrungen am Leibe der Brüder, um derentwillen Christus gelitten hat, zur Tat und zum Mitleiden.» (quelle: wikipedia.de

    ich finde, genau die fähigkeit, zu abstrahieren und auch menschen, die unmenschliches tun, menschenwürde zuzugestehen, macht eine zivilisierte gesellschaft aus.

    und noch ein link, diesmal von niemöller:
    martin-niemoeller-stiftung.de
    wir kennen den inhalt ja alle…

    diese salamitaktik der schleichenden entdemokratisierung, verbunden mit einer gleichschaltung der presse, macht mir viel angst. insbesondere weil ich der überzeugung bin, dass wir an den grenzen der moral und zivilisation erst unsere ethische reife beweisen können. und da sieht das häufig sehr, sehr düster aus…

    ciao
    phoibos

  9. Volker sagt:

    «die Aussage da von wegen der Rückfallquote ist hanebüchender Unsinn»

    Na ich weiß nicht, ich finde 20 Prozent Rückfallquote eher erschreckend hoch — auch wenn das der Wissenschaftler das selbst anders sieht. lichtblick.de

    Wenn wir Pädophilie als Krankheit sehen wollen und diese behandelt werden muss, dann sollte ein Rückfalltäter (wohlgemerkt nicht der Ersttäter) nach der Haftstrafe in Sicherheitsverwahrung kommen, denn er hat seine Chance auf Resozialisierung nicht genutzt. Und wie im aktuellen Fall auf das fünfte Delikt zu warten finde ich viel gefährlicher.

  10. Gelöscht sagt:

    Keine Todesstrafe mehr in Deutschland? Schöner Traum. Werf mal einen Blick in die hessische Verfassung. Da gibt es seit Jahren einen Artikel, der nur mit Volksbeschluss geändert werden kann. Und die Politiker haben Angst vor dem Ergebnis. Bei unserem Volk hätte ich das glaube ich auch. Bin mir nicht sicher, ob der rausgenommen worden wäre.

    hessen.de

  11. EuRo sagt:

    Ich habe eine Tochter. Und die musste für die «Stammtischbrüder» immer herhalten, wenn sie versuchten, mich auf ihre Seite zu ziehen:«Was machste denn, wenn sich einer an der vergeht? Sagst du dann, oh der Arme, der muss ja eine schwere Kindheit gehabt haben, der braucht dringend eine Therapie?«
    Natürlich nicht! Natürlich hätte ich in dem Fall geschrien:«Rübe ab.» Wenngleich ich rational weiß, dass das falsch ist.
    Heute ist diese Tochter knapp 20 und studiert Sozialwissenschaften. Und in dem Zusammenhang hat sie eine Vorlesungsreihe genau über das Thema gehabt. Da wir viel miteinander sprechen, habe ich auch viel davon mitbekommen. Ironischerweise hat genau dieses Wesen, an dem mir so viel liegt, den Blick für das Recht noch einmal geschärft. (Immerhin war ich in den Siebzigern selbst mal Polizeibeamter).
    Wichtig ist, was Dr. Thod schon sagte, die Differenzierung von Moral und Recht. Muss sich ja nicht ausschließen, wenn man ebenso zwischen Ratio und Emotio differenziert.
    Off Topic: Ich fühl mich hier sehr wohl, weil selbst bei solchen polarisierenden Themen überwiegend sachlich diskutiert wird. Muss an der Klientel von Fixmbr liegen.

  12. Chris sagt:

    @phoibos: Danke. :)

    Volker, auch mal wieder da. Naja…

    Der Artikel ist ist mal verdammt alt, die Quelle, naja, wenn allerdings die rechtspopulistische Springer-Hatz Welt.de von folgendem spricht:

    Bei dem Ruf nach härteren Strafen für Sexualstraftäter darf die Therapie nicht vernachlässigt werden. […] verwies bei den jährlich bis zu 6000 Sextätern in Deutschland auf eine Verringerung der Rückfallquote von 18 auf neun Prozent durch Therapien. […]

    Da würde ich mir echt Gedanken um meine Quellen machen…

    Der Rest über die Hatz der Medien, das Empfinden der Menschen darüber ist noch interessanter.

    Die Rückfallquote bei anderen Strafsachen ist um einiges höher als bei Sexualdelikten…

    @Hans: Der Paragraph ist Schwachsinn und wird immer wieder angeführt, wenn Leute irgendwie etwas beweisen wollen, was es nicht gibt, sei es aus Unfähigkeit, Recht habe wollen, whatever. Bundesrecht in den Fall vor Strafrecht da könnte noch was ganz anderes in den Paragraphen stehen, ich würde immer noch lachen.

    @Euro: Das freut mich, aber eine Differenzierung zwischen Moral und Recht indes wird es in unserem Land nie geben…

  13. kobalt sagt:

    «Namen und Adressen von Triebtäter, ganz nach dem großen Vorbild USA, sollen im Internet verbreitet werden,»

    Das wird sicher interessant zu sehen, wieviele Anwälte, Pfarrer, Ärzte, Richter, Polizisten dabei sind.

    Außerdem sollte man zentrale Datenbanken einführen um Menschen zu erfassen, die irgendwann mal psychische Probleme hatten oder einer Sucherkrankung anheim fielen, Steuern hinterzogen oder Punkte in Flensburg gesammelt haben. Denn das alles gefährdet meine Sicherheit. Ein trockener Alkoholiker als Busfahrer? Ein suizidgefährdeter Taxifahrer? Paranoide, traumatisierte Rollstuhlfahrer in der Politik? Sowas ist gefährlich!

  14. Grainger sagt:

    Ich habe keine zuverlässige und objektive Quelle bezüglich der Rückfallquote von Sexualstraftätern gefunden, je nach Interpretation der Daten und gewünschtem Ergebnis kommt da wohl mal eine höhere oder niedrigere Zahl zu Stande.

    Aber selbst die genannten 20% verblüffen mich, rein «aus dem Bauch» heraus hätte ich die Quote für (beträchtlich) höher gehalten.

    Das liegt natürlich daran, das man von den erfolgreich therapierten und resozialisierten Tätern nie mehr etwas hört, Schlagzeilen machen nur die (oft spektakulär) Gescheiterten.

    Wenn allerdings auch nur annähernd stimmt, was so durch die Medien geht, haben sich im jüngsten Fall alle Beteiligten schwerwiegende Pflichtverletzungen zu Schulden kommen lassen, bei einem fünfmal straffällig gewordener Sexualstraftäter (der angeblich auch nicht therapiewillig war) kann nun wirklich keiner behaupten er hätte von nichts gewußt.

    Unbestreitbar gibt es eben auch nicht therapierbare bzw. resozialisierbare Fälle und selbst wenn es sich bei diesen um eine relative Minderheit von 10–20% handeln sollte gibt es eine Grenze ab der Opferschutz (auch der zukünftiger potentieller Opfer) vor Täterschutz geht.

    Und die war im jüngsten Falle imho schon lange überschritten.

  15. Jan sagt:

    > dass hier zwei Interessen aufeinander treffen zwischen denen man abwägen muss. Nämlich zum einen der Schutz der Gesellschaft vor Triebtätern und zum anderen das Recht auf den Schutz der Daten von Tätern.

    Ich denke nicht, dass das der Kern der Sache ist. Das Problem das ich sehe besteht darin, dass mit der Begründung die Bevölkerung präventiv vor Gewalttätern, Terroristen und anderen Asozialen schützen zu müssen am laufenden Band neue Datenbanken, Datenschutzverletzungen und Eingriffe in die Privatsphäre gerechtfertigt werden.

    Dabei hilft die sogenannte «öffentliche Meinung» oft genug nach Kräften mit: Man stelle sich nur mal vor, dass in der eigenen Nachbarschaft ein Sexualverbrechen geschieht und zwecks Aufklärung zum DNS-Test aufgerufen würde. Natürlich freiwillig. Außer man weigert sich hinzugehen, dann ist man gleich erstmal verdächtig — nicht nur für die Polizei, auch für den vielzitieten «Mob».

  16. EuRo sagt:

    Die Differenzierung zwischen Moral und Recht findet gottseidank doch statt. Zum einen hier. Sonst führst du die ganze Intension des Beitrags ad absurdum. Ich halte Diskussionsforn im Internet allgemein für sehr wichtig für die Meinungsbildung; auch die der kommerziellen Anbieter.
    Spätestens aber findet sie statt in den Gerichtssälen dieses Landes. Dort funktioniert es überwiegend (noch). Das sieht man immer dann, wenn der Mob schreit:«Jetzt bekommt der auf unsere Kosten auch noch einen Fernseher — denen geht es doch viel zu gut, uswusf.«
    @kobalt: Manche sind á priori keinem Verdacht ausgesetzt («Ich bin anständig…»). Wer Gesetze macht, wird sie immer so machen, dass er auf der richtigen Seite zu stehen kommt. Das gilt immer und überall. Die Überwachungskamera gegenüber der Wohnung von Frau Merkel wurde auch so eingestellt, dass sie überall hingucken konnte, außer …

  17. Chris sagt:

    Jan hat das Kernproblem erfasst.

    Ich denke nicht, dass das der Kern der Sache ist. Das Problem das ich sehe besteht darin, dass mit der Begründung die Bevölkerung präventiv vor Gewalttätern, Terroristen und anderen Asozialen schützen zu müssen am laufenden Band neue Datenbanken, Datenschutzverletzungen und Eingriffe in die Privatsphäre gerechtfertigt werden.

    1993 gab es 38 Tötungsdelikte mit Sexual-Hintergrund. Ist die Zahl seitdem angestiegen oder gefallen?

    Sie ist um 1/3 gefallen, wieviele davon nun noch Rückfalltäter waren, steht nicht im obigen Welt-Artikel.

    Unser System funktioniert — ganz einfach.

    Nur der mediale Overkill mit den Rechtspopulisten…

    Allerdings habe sich die Häufigkeit der Berichte über Sexualstraftaten seit 1996 um das vier– bis sechsfache erhöht. «Kriminalität ist eine ausgezeichnete Ware geworden, die sich bestens verkauft», kritisierte der Kriminologe.

    Ich zitere mich selbst aus meinem Artikel:

    Doch was folgt? Morgen der Raubkopierer, übermorgen der Blogger?

  18. Jan sagt:

    Umso schlimmer ist, dass sich immer wieder ganze Heerscharen solcher «Verschlimmbesserer» darauf stürzen uns noch mehr «Sicherheit» zu geben.

  19. kobalt sagt:

    Man denke an Belgien, an den Fall Dutroix (ich hoffe, ich schreib das richtig).
    Organisierte Kinderschänder arbeiten wie Wirtschaftsbetriebe, da gibt es Anwälte, Richter und Ärzte im Hintergrund. Deshalb erwischt man sie nicht mit Methoden, die allenfalls bei unbedarften Triebtätern greifen.

    Der Kinderficker, der in der BILD steht, ist Futter für die Gaffer und wird von Politikern benutzt, um deren Existenzberechtigung nachzuweisen.

  20. […] und hier ist noch jemand der meint ein verdächtiges virus wegen seiner kritik an sven petke, von eben diesem, sich eingefangen zu haben. naja.datenschutz muss eben deutlich reduziert werden. mehr vom daten-petke hab ich hier gefunden? […]

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