Web 2.0: was bei drei nicht versteckt ist

… wird wohl über kurz oder lang von einem der Großen geschluckt, in puncto Internet oder genauer gesagt Web 2.0 endet wohl letztendlich alles in den Mägen von Google oder auch Microsoft. Wenn auch letztere im Moment eher die Resteverwerter mimen, kann sich das natürlich auf lange Sicht gesehen noch ändern. Nun ist es wieder einmal soweit, die Gerüchteküche köchelt vor sich hin und so verwundert es auch kaum, daß jemand Interesse an Skype zeigt. Skype hat Erfolg und bietet eben jene Qualität der IP-Telefonie, die die Konkurrenz noch allzu gerne erreichen möchte — auch wenn die Lage doch relativ aussichtslos erscheint. Das dachte sich auch wohl Google und bekundet gemäß der zuvor erwähnten Gerüchteküche Interesse an Skype, dieses würde wohl das Produkt-Portfolio gekonnt abrunden. Hinzu kommt, daß Ebay sich wohl mit Skype überhoben hat und eventuell an einer Art Schadensbegrenzung interessiert ist. Das Bombengeschäft war es also nicht, was aber auch kein Hindernis für Google darstellt sich eben dieses Web2.0-Freiwild wohlmöglich unter den Nagel zu reißen.

futurezone.orf

5 Antworten zu “Web 2.0: was bei drei nicht versteckt ist”

  1. Dr. Azrael Tod sagt:

    Wobei Skype schon grundsätzlich nett ist… aber dass das Protokoll der krasse Gegensatz zu offen ist und man wirklich UNBEDINGT die original Skype-Software verwenden muss (nichtmal AOL/ICQ würde ich als so eingeschränkt ansehen), schreckt mich genug ab um Skype zu meiden wie die Pest.
    Auf MEIN Linux kommt mir das jedenfalls nicht!

  2. Oliver sagt:

    Mal abgesehen vom Punkt ich mags halt Opensource und basta schließe ich mich da in der Sache Skype heutzutage eher dieser Meinung hier an und wenn man die Sache genau verfolgt, insbesondere mit diesem wannabe-Standard der Konkurrenz, dann kommt man wohl zu einem ähnlichen Schluß. Opensource unterscheidet sich für mich nicht nur ob des offenen Zustandes, sondern auch ob der höheren Qualität. Letzteres hinkt bei SIP immer noch gewaltig.

    Von der Unfähigkeit, Skype zu verstehen auf Isotopp.

    Die Sicherheit ist natürlich ein gewichtiger Punkt und das Credo security by obscurity als Malus anzusehen. Aber ich toleriere auch Windows, sofern dort essentielle Werkzeuge existieren, die Opensource leider nicht einmal in einigen Jahren auch nur ansatzweise bieten kann. Glücklicherweise kann ich den meisten Dingen ausweichen, andere wiederum nutzen Flash überall und dieses hat sich erwiesenermaßen als Sicherheits-GAU in der letzten Zeit geoutet. Zu ICQ und Co existiert seit Jahren ein probates Gegenstück in Form von Jabber, das sogar weitaus mehr zu bieten hat — da ist es dann schon wirklich so, das die Bequemlichkeit siegt bei einigen. Bei Skype, nun wenn man telefonieren möchte ist es (leider) noch die beste Option. Wenn Opensource auch hier ein Gegenstück zu bieten mag in der Zukunft, dann ist wohl alles in Butter, aber bis dahin ‚… Nun ich bin SIP User, bis jetzt noch.

  3. Rubén sagt:

    Naja, Google halte ich noch für vertrauenswürdiger als Skype. Von daher — warum nicht.
    Außerdem könnte ich mir bei Google als Besitzer eher vorstellen, dass das Protokoll irgendwann etwas geöffnet wird…

  4. Oliver sagt:

    >dass das Protokoll irgendwann etwas geöffnet wird

    Ja schon möglich das es ein wenig Futter für Opensource gibt, bei einem Unternehmen mit mehr als nur einem Geschäftsmodell, wie bei Skype, durchaus vorstellbar :) Und du nutzt das vertrauenswürdige Windows oder Mac OS X? 😀

    Und das Plus an Vertrauenswürdigkeit beruht jetzt wohl auf Googles Aussage we are not evil? Oder stehst du unter NDA und weißt eventuell mehr? 😉

  5. Dr. Azrael Tod sagt:

    evtl. stützt er sich auch auf die Tatsache, dass sich auch Google wenigstens nicht extrem offensichtlich bei Sachen erwischen lassen will, die dem eigenen Ruf schaden.
    Das ist keine Garantie, dass Google gute Absichten hat, aber wenigstens ein Faktor dass sie es so aussehen lassen wollen, als wäre es so.

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