Was die SPD mit dem Junkie vom Hamburger Hauptbahnhof gemein hat

SPD-FahnenHier hatte ich bereits die Wochenzeitschrift Freitag vorgestellt. Traditionell links versteht sie sich ebenso als Gegenöffentlichkeit, wie die NachDenkSeiten. Beide Publikationen zählen seit geraumer Zeit zur meinen täglichen Lektüre. Die Freitag hat sehr oft auch Gastautoren, so haben Protagonisten der Linken dort die Möglichkeit Artikel zu veröffentlichen, aber auch höhere SPD-Mitglieder sind dort gerne gesehen. Diese Möglichkeit nutzte auch der Leiter der Abteilung Planung und Kommunikation des SPD-Parteivorstandes, Benjamin Mikfeld. Sein Artikel Die Auferstehung der Zombielinken ist eine Zusammenstellung aus persönlicher Anfeindungen und Stellungnahmen der INSM — wie schon seine direkte Vorgängerin in der Position der Bundesvorsitzenden der Jungsozialisten, gilt Mikfeld in der Öffentlichkeit als Parteilinker. Der Artikel entblößt die SPD als das, was sie ist — der verlängerte Arm der neoliberalen INSM, sie ist schlicht und ergreifend nur noch die Schwesterpartei der beiden Unionsparteien sowie der FDP.

Links des politischen Spektrums lässt sich besonders gut streiten — ich weiß gar nicht, wer das mal gesagt hat. Wenn aber Menschen wie Albrecht Müller und Oskar Lafontaine als Zombies gebrandmarkt werden, dann hat das nicht viel mit linker Streitkultur zu tun. Es zeigt, dass der Autor der betreffenden Zeilen, wie der gesamte SPD-Vorstand, hilflos und argumentativlos ist. Persönliche Diskreditierung tritt anstelle vom politischen Diskurs — dieses Verhalten kennt man eigentlich nur von der anderen Seite des politischen Spektrums. Soweit ist es mittlerweile mit der SPD gekommen. Fehlt eigentlich nur die Ansage, die Menschen sind zu blöd, das grandiose Wirken der SPD zu erkennen und zu schätzen. Eine Pauschalverurteilung der Bevölkerung. Hatten wir zwar schon des öfteren — wäre aber doch mal wieder fein, liebe SPD.

Ich möchte aber gar nicht viel über den netten Herrn Mikfeld schreiben, das kann Albrecht Müller viel besser. Die Freitag hat nun seine Replik veröffentlicht. Das Versagen der SPD-Linken ist eine Abrechnung mit sogenannten Linken der SPD, die schon lange gar keine mehr sind — wer zum Beispiel nicht laut loslacht, wenn davon die Rede ist, dass Andrea Nahles *die* SPD-Vorzeigelinke ist, dem ist auch nicht mehr zu helfen. Albrecht Müllers Artikel ist wie immer grandios.

Mikfeld meint, die Linke dürfe «sich nicht allein auf Verteilungsfragen beschränken, sondern müsse die Entfaltung der Produktivkräfte zum Thema machen». Das ist die gängige neoliberale und konservative Sprachregelung: Die Linke wolle nur verteilen, es gebe aber nichts mehr zu verteilen.

Dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus der Replik Müllers. Wenn sich schon Mikfeld nicht mit seinem Artikel selbst entblößt hätte, so enttarnt Müller die SPD-Vorderen als das, was sie sind. Sprachrohr der INSM — ohne eigene Ideen. Es wird in Papageienstil jeglicher UnSinn nachgeplappert ohne Sachen zu hinterfragen oder gar gescheiterte Reformen eben als genau da zu betrachten und zu erkennen. Die SPD ist fertig — wie der Junkie, der abends hier in Hamburg vom Bahnhof vertrieben wird. Fehlt eigentlich nur noch der goldene Schuß — im Gegensatz zum Junkie wäre es nicht schade um diese Partei. Im Gegenteil — die Beerdigung der SPD wäre mittlerweile eine nicht kleine Party in unserem Land.

Benjamin Mikfeld — Die Auferstehung der Zombielinken auf freitag.de

Albrecht Müller — Das Versagen der SPD-Linken auf freitag.de

Der Untergang der SPD auf F!XMBR:

Die SPD ohne Vorsitzenden

SPD — Der tiefe Fall hält weiter unvermittelt an

Die SPD auf dem Standstreifen, die Linke auf der Überholspur

Die SPD kurz vor dem Projekt 18

Die SPD taktiert und lügt offensichtlich die Bevölkerung an

Kurt Beck hat ein Problem: Kurt Beck

Die SPD, der Selbstbetrug und die eigene Inkonsequenz

Die Verkommenheit der SPD

Die SPD und die Trennung von der großen Liebe des Lebens

SPD — die Bedeutungslosigkeit

Die SPD am Ende

Die SPD und Kurt Beck — nur noch ein Trauerspiel

SPD — lasst uns das Grab zuschütten

Die ASozialdemokraten vor dem Aus

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Eine Antwort zu “Was die SPD mit dem Junkie vom Hamburger Hauptbahnhof gemein hat”

  1. […] Was die SPD mit dem Junkie vom Hamburger Hauptbahnhof gemein hat […]

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