Warum noch Originale kaufen?

starforce

Als zahlender Kunde wird man von der Contentindustrie seit Jahren als Schwerverbrecher behandelt. Kopierschutze hebeln ganze Systeme aus, bringen sie zum Absturz und öffnen im schlimmsten Fall die Türen für etwaige Sicherheitslöcher. Die Musik– und Spieleindustrie hat seit Jahren die Zeichen der Zeit verschlafen, das eigene Unvermögen wird auf dem Rücken der Kunden ausgetragen. Ich habe heute mal wieder ein mein Regal gegriffen und wollte DTM Race Driver 2 auf meinem Laptop installieren. Ein kleines Spiel für zwischendurch – warum nicht. Früher musste für solche Spiele fast ein neuer PC her, heute laufen die Spiele flüssig auf dem Notebook. Doch nach der Installation kam das große Erwachen.

Auch wenn das Spiel schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat, so erwarte ich doch, dass es auf Windows 7 läuft. Das war dann wieder einmal ein typischer Fall von denkste. Nach der Installation versuchte ich, das Spiel zu starten und ich wurde aufgefordert, den Rechner neu zu starten: Starten Sie den Rechner erneut, um die Installation der Kopierschutztreiber für RACEDRIVER2 abzuschließen. Das ist man von Windows gewohnt, und so führte ich selbstverständlich den Neustart durch. Danach jedoch das gleiche Bild, es erschien die gleiche Meldung. Ich fühlte mich wie Bill Murray in Und täglich grüßt das Murmeltier.

Eine Google-Suche ergab gleich Ernüchterung, schon unter Windows Vista läuft DTM Race Driver 2 nicht. Die lapidare Antwort von Codemasters: Das Spiel DTM Race Driver 2 läuft unter Windows Vista leider nicht. Es ist nur mit den Betriebssystemen, die hinten auf der Hülle aufgelistet wurden, kompatibel und zur Zeit ist leider kein Kompatibilitätspatch vorgesehen. Auch StarForce selbst, das Unternehmen, welches sich für die Kopierschutz verantwortlich zeichnet, konnte nicht helfen: Weder ein Update des Treibers (!!!) noch ein Entfernen desselbigen führte zum gewünschten Erfolg.

10 Jahre Erfolg feiert StarForce gerade. Was für ein Erfolg? Sobald ein Spiel veröffentlicht wurde, mit welchem Kopierschutz auch immer, findet man es auf den einschlägigen Seiten zum Download. Die zahlenden  Kunden sind fast immer die Dummen. Wenn ich mir das Spiel auf einem anderen Weg besorgen würde, hätte ich wahrscheinlich keine Probleme und konnte ein paar Runden drehen. So aber sitze ich hier vor meinem Laptop und schüttle einfach nur mit dem Kopf. Ich fühle mich nicht als Kunde, sondern als Schwerverbrecher, der wegen dem Kopierschutz das gekaufte und bezahlte Spiel nicht spielen kann. Die Vorratsdatenspeicherung stellt alle Bürgerinnen und Bürger unter Generalverdacht. Die Musik– und Spieleindustrie verfährt seit Jahren mit ihren zahlenden Kunden nach dem gleichen Verfahren.

Möge die Contentindustrie endlich zugrunde gehen.
Zum Wohle der Menschen und zahlenden Kunden.

Nachtrag: Oliver mit einem immer noch aktuellen Artikel – eine etwas andere Sicht, die ich auch sofort unterschreiben würde.

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30 Antworten zu “Warum noch Originale kaufen?”

  1. RIO sagt:

    so ist das leider… habe mich in den letzten tagen auch der faulheit ergeben und zocke ein paar amiga-spielchen unter winUAE. die disketten für den A500 kamen bei mir damals schon sämtlich als kopien, alles war gecrackt. und die versionen mit genau denselben cracks kann man jetzt unbehelligt runterladen. nostalgie!

    die kopierschutzmaßnahmen der heutigen content-industrie nerven einfach extrem und sind in der tat nur zum nachteil der zahlenden und zahlungswilligen kundschaft. ob es nun MS ist, die selbst ihre freeware (media player, internet exploder, unlöschbare zwangsupdates und konsorten) nur nach «autentizitätsprüfung» installieren lassen, oder die installation dubioser «treiber»… man erinnere sich der audio-CDs von sony BMG, die auf windows-rechnern seinerzeit sogar ein schönes (und unlöschbares) backdoor installierten (im MBR bzw. MFT!!). einfach unglaublich.

    heutzutage gibt es dazu noch online-zwang bei den meisten spielen, selbst dann, wenn für die eigentliche funktionalität gar keine netzverbindung erforderlich wäre… ich bin zwar auch ein gegener der open-source-hippies (ich halte die FSF für ein ähnlich mafiöses organ wie die global player der content-industrie), aber auf dauer glaube ich doch, dass die sich allesamt ihr eigenes grab schaufeln, ob es nun die C-industrie ist oder die alternativen verbünde mit ihren zwangslizenzen (FSF mit GNU-GPL).

    im übrigen verfährt auch der iTunes-store von apple mit zweifelhaften methoden. zwar ist die musik dort nicht mehr DRM-geschützt, aber man wird nach standort und nationalität beurteilt und davon abhängig ist dann die «erlaubnis», bei ihnen einkaufen zu dürfen. toll, nicht wahr?

    wer meinem link folgt, möge bei den updates besonders punkt 2 beachten. soviel zum thema kundenrechte und überwachung. schon heftig. kann mir nicht vorstellen, dass das legal ist (in deutschland). aber andererseits, was wundert es mich?

    erinnert sich übrigens noch jemand an das bestreben der musikindustrie, den handel mit gebrauchten CDs (im netz) zu unterbinden? es gab da ja diesen anwalt, der irgendwo eine gebrauchte maiden-cd erstanden hat, um dann im auftrag des labels (oder gar der band?) den anbieter zu verklagen. daraufhin hat der typ seine ganze sammlung vernichtet und sie dem anwalt geschickt…
    😀

    die schaufeln alle ganz kräftig am eigenen grab, glaub’s mir…

  2. Nimue sagt:

    Ebooks sind auch so ein Thema:
    Seit Monaten irre ich durch das Netz auf der Suche nach einem Onlineshop bei dem ich englische Ebooks kaufen kann.… Bei Amazon kann ich das nicht und in x+1 Shops auch nicht. Immer die gleiche Antwort: Nach D wird nicht verkauft. Die Printausgaben darf ich kaufen. Der einzige Shop, der mich als Kunde akzeptiert, zwingt mich zu Adobe. Das Programm akzeptiert aber meinen Reader nicht (pocketbook 360°).

    Als User in D ist man der Arsch. Was nutzen einem die tollsten Gadgets, wenn man die nur per Raubkopie nutzen kann?

  3. olhe sagt:

    >die alternativen verbünde mit ihren zwangslizenzen (FSF mit GNU-GPL).

    Ich halte zwar die GPL für nicht derart freiheitlich wie die BSDL oder ähnlich liberale Lizenzen, aber davon abgesehen kann es dem Gros der User egal sein. Was es dem Gros der Kritiker dieser «opensource-Hippies» (die GPL ist free software, kleines aber wichtiges Detail) fehlt, ist der Respekt. Der Respekt für die Arbeit anderer. Heute hält jeder die Hand auf, möchte am besten nicht einmal die Quelle nennen, sich bei einem anderen bedanken etc. pp. und Eigenleistung die man für lau darreicht ist ohnehin Mangelware. Man schaut dieses Verhalten auf Weblogs, im Web per se, bei Spielen, überall. «Raubkopien» mögen nicht den Schaden anrichten, den die Industrie diesen zuschreibt, aber sie richten einen Schaden an und verschärfen die Situation.

    Um auf die «Zwangslizenzen» zurückzukommen, deine Eigenleistung bei diesen ist gleich Null, du zahlst nichts und kannst im Prinzip machen was du damit willst. Einzig ein wenig Respekt verlangt man von dir — wie man sieht ist ja freiwillig nicht viel zu erwarten. Ich verlange bei Dingen die ich anbiete nur die Nennung der Quelle, aber wer die Quelle nicht nennt, soll nicht meinen, daß ich dann noch ein Auge zudrücke.

    Den Amiga beispielsweise machten die nimmersatten Raubkopierer kaputt, nicht einzig die Fehlentscheidungen Commodores. Wolfchild beispielsweise war ein Spiel, welches ohne Kopierschutz erschien. Die Firma ging pleite, sie vertraute den Usern — das Spiel führte die Charts an, wurde jedoch kaum verkauft. Turrican II beispielsweise wäre beinahe nicht erschienen, es rentierte sich schlichtweg nicht mehr. Übrigens, nur zu deiner Information, viele der Amiga-Spiele unterliegen immer noch einem Copyright, welches auch noch aktuell verwertet wird. Abandonware hat keine rechtliche Bedeutung.

    Dies alles ändert natürlich nichts an der ärgerlichen Situation die Chris oben beschrieb, aber von nichts kommt eben nichts. Geschäftsleute haben seit jeher wenig Vertrauen, die Schärfe jedoch mit der heute vorgegangen wird ist vor allem den Raubkopien geschuldet. Der ehrliche Käufer war immer der Dumme, heute mehr als damals. Und warum? Damals gab es noch mehr ehrliche Käufer.

    Hier schrieb ich übrigens schon einmal, was ich von diesem Gesindel hat, welches sich gerne die Kritik ehrlicher Käufer zu eigen macht, um weiter ihrem respektlosen Treiben zu frönen.

  4. Maxim sagt:

    «Wenn ich mir das Spiel auf einem anderen Weg besorgen würde, hätte ich wahrscheinlich keine Probleme und konnte ein paar Runden drehen.»

    Dass DTM Race Driver 2 nicht unter Vista funktioniert, ist ja nicht die Schuld des Kopierschutzes, sondern Codemasters hält es einfach nicht für nötig, das Spiel entsprechend kompatibel zu machen. Eine Raubkopie würde unter Vista sicherlich nicht viel besser laufen.
    Abgesehen davon stimme ich dem Artikel zu. Letztendlich läuft die Entwicklung auf eine zunehmende Gängelung und Entmündigung des Kunden hinaus. Bestes Beispiel ist etwa der neue Kopierschutz von Ubisoft, der während des Spielens eine konstante Internetverbindung erfordert und bei der kleinsten Störung fliegt man aus dem Spiel. Natürlich hat ein Hersteller das Recht, sein Produkt vor Raubkopien zu schützen, aber mit derartigen Methoden ist für mich eine Grenze überschritten.

  5. RIO sagt:

    @olhe: ich wusste doch, dass mein beitrag auf gegenwind stößt…
    😉

    ich muss dir natürlich recht geben. ich nutze auch open-source-software, unter windows zwar, aber ich nutze sie viel und gerne. ich mag das open-source-konzept, und bin mir bewusst, welchen aufwands es bedarf, eine SW zu programmieren und ich habe den allergrößten respekt davor, dass die leute es dann noch «umsonst und draussen» fortgeben. lizenztechnisch halte ich es mit dingen, die ich veröffentliche (mein blog z.b.) übrigens ähnlich wie du. namensnennung, evtl. noch no-commerce, und gut.

    mir ist schon klar, dass die knebel-GPL mich als anwender von OSS nicht betrifft, wohl aber die entwickler, eben gerade die leute, denen du (vollkommen zurecht) respekt entgegengebracht wissen willst. und auch zum thema amiga gebe ich dir recht: um eine firma in den ruin zu treiben, bedarf es mehr, als allein verfehlungen in management und marketing.

    nichtsdestoweniger ist der punkt, den chris anspricht, nach wie vor unangreifbar gültig. wenn du’s kaufst, bist du der dumme, (sorry, ist wirklich nur redensartlich gemeint), dank DRM und «kopierschutz». ich hab im blog eine reihe von beiträgen zu dem thema gepostet, will aber f!xmbr nicht wie ein spammer zur promotion meiner beiträge nutzen (was auch eine form von respektbekundung an euch ist 😉 ) aber wenn du schauen magst, gib im suchformular «kopierschutz» ein, und du wirst einiges finden.

    von den restriktiven geschäftsmodellen der C-industrie profitiert (zumindest im software-bereich) ja gerade die OS-gemeinde. die sache ist ja sehr komplex und wahrscheinlich ein mehr als zweischneidiges schwert.

    musik:
    ich persönlich sehe es erstmal so: ich kaufe (wieder) musik, und ich gebe das geld dafür gerne aus. das tue ich gerade deswegen, weil mein musikgeschmack nicht gerade standard ist und ich die künstler, die mich persönlich mit ihrer präsenz und ihrer kreativität wirklich berühren, auch unterstützen will. und deswegen leake ich nichts in irgendwelche tauschbörsen oder auf in irgendwelche linksharing.foren, sondern sage den leuten, wenn ich es promoten will: «guck mal, den künstler finde ich super, hör dir mal dies und das an», dann verteile ich ein paar songs, und wenn’s den leuten gefällt, sollen sie es gerne kaufen.

    software:
    ich nutze seit dem umstieg von amiga auf PC immer windows. habe alle versionen, die je im einsatz waren, entweder gekauft (sowohl updates wie auf vollversionen) oder sie mit hardware beiliegend erhalten. die letzte version war windows xp pro,en-US mit MUI-CDs für 140 EUR von nem hamburger software-retailer aus der e-Bucht. darunter habe ich größtenteils veraltete kommerz-software (wegen der performance, und weil ich ne menge der neuesten features einfach nicht brauche), freeware oder open-source am laufen. ich bin von einiger kommerz-software (z.b. windows, trotz aller kritik) einfach überzeugt und sehe auch einen mehrwert darin, dafür geld auszugeben.

    wenn ich aber bestimmte, von MS als freeware deklarierte software ausprobieren will und im vorfeld erstmal zum gefühlten 250-tausendsten mal beweisen muss, dass mein windows auch wirklich echt ist… dann nervt dass. aber gleichzeitig weiss ich, dass wir diesen unschönen umstand den FCKGW-idioten aus dem kindernet zu verdanken haben.

    du siehst also, ich bemühe mich durchaus, die dinge objektiv zu betrachten.

    lg an einem schönen warmen sommertag in .fi!
    :)

  6. ebertus sagt:

    Bin kein Spiele-Fan, hatte mich aber — soweit die Erinnerung reicht — vor einigen Wochen/Monaten??? ebenfalls mit einem Kommentar hier beteiligt — damals, als Chris das «neue» W7 ausdrücklich lobte.

    Alles OK und mit Kopierschutz, DRM und ähnlichen Gängeleien habe ich absolut nichts am Hut, verweigere mich auch konsequent Blue-Ray Dingen oder gar kastrierten, zensierten (Apple)Systemen, iPads oder Kindles etc.

    Aber…außer auf einer Testpartition einer Maschine läuft auf allen von mir betreuten, beratenen Systemen im Familien– und Freundeskreis ausschließlich XP-pro. Und da ist bislang noch keiner meiner «Kunden» gekommen und hat W7 (vorher Vista) verlangt, weil irgend eine Anwendung dies unbedingt benötigte.

    In sofern, stay tuned, in zwei oder drei Jahren werd ich,wird man mal schauen; vorher — wie gesagt — lediglich auf einer (MultiBoot)Partition etwas testen.

  7. eman sagt:

    @maxim: Doch es hat sehr wohl etwas mit dem Kopierschutz zu tun. Meistens ist die Verzahnung von Schutz und Spiele-Executable sehr eng und da Windows Vista und 7 andere Sicherheitspolicies haben als noch XP kann sich das DRM-Programm nicht in den Kernel einklinken und seine Routinen ausführen. Daher funktioniert es nicht.

    Nun ja und es gibt andere Möglichkeiten. Diese andere Sache ist rechtlich genauso fragwürdig, aber moralisch ist es weniger fragwürdig, wenn ich als zahlender Kunde einen C****k herunterlade um das Programm zum laufen zu bekommen. (Auch wenn ich immer im Hinterkopf habe, woher der wiederum stammt! Nämlich von der gesamten Raubkopie) Das oben genannte Beispiel ist nicht das einzige, ich habe schon ein halbes dutzend Mal vor dem gleichen Problem gestanden!

    Das ist auch der Grund warum ich so gut wie überhaupt keine Vollpreisspiele mehr kaufe, sondern warte bis sie weit unter 5€ gefallen sind. Und Alternativen gibt es auch sehr viele, die wesentlich mehr Spass machen als manches Spiel mit einem 100 Millionen Budget. Das beste Beispiel waren die Spiele aus dem Humble Pack von letzter Woche.

  8. derlinzer sagt:

    Das ist DER Grund, warum ich vor Jahren aufgehört habe, Spiele am PC zu spielen und fast ausschließlich auf Konsolen zocke. Wenn es doch mal was für zwischendurch am Laptop sein soll, dann Sachen von Telltale Games oder Indie Games wie zuletzt im Humble Bundle.

  9. Kronkorken sagt:

    Also ich hab nach langer Zeit Command and Conquer 3 (Tiberium Wars) rausgekramt und wollte es mit nem Freund spielen.

    Erst nach langer Zeit konnte ich mich überhaupt irgendwie dort einloggen, weil ich vor Ewigkeiten mal ein Konto eingerichtet hatte an das nun mein CD-Key gebunden war…

    Bei ihm hat es gar nicht geklappt.
    Ende vom Lied: Hamachi installiert und ein paar Runden gespielt.
    Es ist so zum kotzen!!!

  10. hooot sagt:

    Eine interessante Alternative scheint Good Old Games zu sein — die werben mit DRM-freien Spielen (und das sind sie offenbar wirklich) und haben viele Klassiker im Programm, von Duke Nukem 3D über Master of Orion I+II bis hin zu Postal2 (wer immer das mag). Und das zu äußerst akzeptablen Preisen und regelmäßigen Promo-Rabattaktionen.
    Da geht kaufen schneller als kopieren …

  11. Anonymous sagt:

    Kleine Anmerkung: Sind die Kommentare für das Piratenthema geschlossen?

    Vielleicht, was ich absolut verstehen würde, weil sich hier zu Hauf unqualifizierte Bemerkungen türmen (würden).
    Wollte nur sagen: Das ist kein Kindergarten, denn in einem Kindergarten finden, da Kinder «unversaut sind», schöne Kontakte ohne ansehen des «Gender» statt. Das, was bei den Piraten — wie von Chris beschrieben — stattfand, ist schlicht unterirdisch!

  12. Chris sagt:

    Ich lasse den Kommentar ausnahmsweise mal stehen. Wenn in einem Artikel geschlossen, dann geschlossen.

  13. Anonymous sagt:

    @Chris verstehe ich, dann aber vielleicht klar sagen, dass man die Kommentare geschlossen hat. Also irgendwo einen Hinweis. Danke!

  14. Chris sagt:

    Ähm, wenn zu dann zu. Das ist dann klar ersichtlich.

  15. Gunther sagt:

    Kann dem Artikel in vielen Punkten zustimmen. Nur finde ich die Ansicht, dass ein altes Spiel auch gefälligst unter Win7 zu laufen hat schon etwas fordernd, gerade wenn die Spiele Kopierschutzfunktionen nutzen, die sich tief in das System eingraben. Wenn ich ein altes Spiel raukrame dann stelle ich mich von anfang an auf ein wenig gefrickel ein, denn in vielen Fällen ist halt ein Jahrzehnt seit Veröffentlichung vergangen und die OS Welt ist da nicht stehen geblieben. Und das gilt gerade bei Win7/Vista, deren Sicherheitsrichtlinien deutlich schärfer sind, als früher (siehe Kommentar eman).

    Aber vielleicht kriegst du das Spiel trotzdem zu laufen. Hast du es schon einmal mit dem Kompatibilitätsmodus versucht? Wichtig ist hier, die .exe in diesen Modus zu versetzen (nicht die Verknüpfung). Am besten vergibst du noch im gleichen Tab die Administratorrechte.
    Und wenn das nicht klappt, dann ist die Nutzung eines Cracks wahrscheinlich der letzte Weg. Theoretisch müsste das Spiel dann aber funzen.

  16. Henry sagt:

    Es wird ab jetzt immer schlimmer. Wie oben schon geschrieben wurde, entwickeln jetzt immer mehr Anbieter einen Kopierschutz, der eine ständige Onlineverbindung voraussetzt. Man stelle sich das gleiche Prinzip einfach mal mit einer Musik-CD oder einem Film vor. Sobald man keine Verbindung zum Internet mehr hat, stoppt der Film einfach und man kann nicht mehr weitergucken. Bei Spielen ist das sogar noch schlimmer, weil diese nicht linear verlaufen. Was passiert also, wenn man nicht speichern kann? Man darf alles noch einmal spielen.

    Auch denke ich nicht einmal, dass die illegale Kopie so sehr im Vordergrund steht. Es ist vielmehr der Weiterverkauf der zum Erliegen gebracht werden soll. Andrew Oliver, Gründer von Blitz Games, ist der Überzeugung, dass Spielehersteller nur ein Viertel von dem einnehmen, was möglich wäre, gäbe es keinen Gebrauchtmarkt. (Quelle: Gebrauchte Spiele — »…größeres Problem als Raubkopien.«) Ich finde es unglaublich, dass Hersteller denken, dass ein Produkt immer noch ihnen gehört, wenn sie es verkaufen. Wenn ich ein Auto kaufen würde, dieses dann tunen und letztendlich weiterverkaufen würde, kann doch der Hersteller auch nicht einfach ankommen und mir den Schlüssel wegnehmen.

  17. olhe sagt:

    >Auch denke ich nicht einmal, dass die illegale Kopie so sehr im Vordergrund steht.

    Natürlich ist es Kontrolle, die illegale Kopie jedoch liefert die Argumente. Und das Gros der User liefert diese frei Haus und versteckt sich hinter einem «kulturellen Aspekt».

    >Man stelle sich das gleiche Prinzip einfach mal mit einer Musik-CD oder einem Film vor.

    Wir können es uns sogar alles live anschauen, Bluray macht es vor und der Trend geht zum geschützten Download.

    Ein ausufernder «Kulturbegriff» lieferte jedoch die Argumente für eine ausufernde Knebelung der wenigen, ehrlichen Konsumenten. Ich weiß, im Netz gilt man stante pede als Nestbeschmutzer, wenn man den «Konsumenten» mal eben den Spiegel vorhält. Jammern um des Jammerns willen zieht da eher und vor allem die Kulturheuchelei. Es hat schon einen guten Grund warum wir diese Thematik selten anschneiden: einerseits wissen wir um das Treiben der Content-Mafia, andererseits wissen wir aber auch um die Legionen von Idioten auf der anderen Seite. Es fällt schwer, sehr schwer, da noch von legitimer Kritik im Angesicht einer «Likedeeler-Kultur» zu sprechen, ohne sich selbst dabei lächerlich zu machen.

    P.S. «Lamestar» hat BILD-Niveau, so wie der Rest der infantilen Game-Magazine.

  18. Henry sagt:

    Hm. Wenn ich mir eine BluRay kaufe, dann kann ich sie auch ohne Internet in meinem BluRay-Player abspielen. Jedenfalls ist mir noch keine Technik bekannt, wo für eine BluRay ein zusätzlicher Internetanschluss Voraussetzung gewesen wäre.

    Ich jammere auch nicht, um des Jammerns willen oder weil ich eine bestimmte Kopier-Kultur verteidigen möchte. Ich bemerke nur, dass die Schutzmechanismen in Computerspielen immer aggressiver werden, während sie sich bei anderen Medien nur wenig verändern, beziehungsweise bei der Musik sogar rückläufig sind.

    GameStar ist sicherlich nicht in allen Punkten gut, aber sie geben sich Mühe, wenn es um Berichte aus oder über die Computerspielebranche geht. Im Gegensatz zu vielen außenstehenden IT-lern sind sie schließlich auch diejenigen, die sich beruflich mit der Analyse von Computerspielen beschäftigen.

  19. olhe sagt:

    >Jedenfalls ist mir noch keine Technik bekannt, wo für eine BluRay ein zusätzlicher Internetanschluss Voraussetzung gewesen wäre.

    Bluray hat beinahe schon alles onboard, was einer zünftigen Knebelung gereicht. BD-Live ist heute optionale Interaktivität, «morgen» Vorraussetzung zum Abspielen, abschaltbare Optionalitäten an der Hardware sind auch mit von der Partie, andere Einschränkungen sind ebenso möglich und werden teils schon eingesetzt, wenn auch noch nicht annähernd flächendeckend. Bluray ist Knebelung des Kunden in Reinkultur.

    Die Nutzung und somit der Support von Bluray führt den Anspruch eines mündigen Bürgers also schon einmal ad absurdum. Zeitgleich kritisiert man die ach so «üble Spielebranche», während man willfährig die Content-Mafia hofiert — lächerlich!

    >Im Gegensatz zu vielen außenstehenden IT-lern sind sie schließlich auch diejenigen, die sich beruflich mit der Analyse von Computerspielen beschäftigen.

    Ja, ein Wunder für was Print noch alles Geld über hat. Die Game-Magazine in Deutschland bzw. weltweit genießen schon seit über einer Dekade den Ruf von bunten Werbemagazinen. Sorry, aber Spielanalyse und Redakteure die des Schreibens mächtig sind, die starben mit dem Niedergang diverser hochkarätiger Magazine Anfang der 90er spätestens aus. Aber das tangiert mich auch recht wenig, wer meint sich mit derlei Schmarrn bilden zu müssen, der hat auch mindestens ein «Starforce V10» verdient.

    Ja Leute was erwartet ihr? Auf welches Niveau sollen wir die Diskussionen noch herabsenken? «Sorry, aber ich las da in $Blatt eine tolle Sache …» tangiert uns nicht im mindesten.

    Addendum: Blu-Ray Sucks

  20. Henry sagt:

    Natürlich existieren auf der BluRay verhärtete Kopierschutzmechanismen, aber das, was du ansprichst, ist ziemlich spekulativ. Ich denke nicht, dass in naher Zukunft, Anstrengungen unternommen werden, BluRay als reines Internetformat zu etablieren.

    >Die Nutzung und somit der Support von Bluray führt den Anspruch eines mündigen Bürgers also schon einmal ad absurdum.

    Nun, was schlägst du vor, soll man machen, wenn man den Film/das Spiel genießen möchte, ohne die Content-Mafia zu hofieren? Die Zeit wird kommen, dann werden die großen Studios auch die DVD verbannen.

    >Aber das tangiert mich auch recht wenig, wer meint sich mit derlei Schmarrn bilden zu müssen, der hat auch mindestens ein “Starforce V10? verdient.

    Für mich funktioniert GameStar als Auffangbecken für Nachrichten aus der Spielebranche sehr gut. Wenn du eine Alternative anzubieten hast, würde ich mir die gerne einmal anschauen.

    >Addendum: Blu-Ray Sucks

    Leider ist die Seite schon extrem veraltet und beschreibt nicht mehr die neusten Entwicklungen.

  21. olhe sagt:

    > Ich denke nicht, dass in naher Zukunft, Anstrengungen unternommen werden, BluRay als reines Internetformat zu etablieren.

    Beiß dich doch nicht so am Internet fest, wen die Gängelung tatsächlich tangiert, der nutzt auch kein Bluray. Ansonsten ist dies nämlich auch nur bei den Spielen vorgeschoben — würden diese ohne Mühe funktionieren, wäre die negative Ressonanz der Spielergemeinde vergleichsweise gering.

    > Ich denke nicht, dass in naher Zukunft, Anstrengungen unternommen werden, BluRay als reines Internetformat zu etablieren.

    Ignorieren und gut ist. Und die DVD wird noch sehr lange existieren, ganz einfach weil diese eine gigantische Durchsetzung besitzt und der qualitative Sprung weitaus geringer ausfällt als von VHS zu DVD. Und bis Bluray auch nur annähernd die Breitenwirkung einer DVD erlangt, hat das Online-Format dieses schon ad absurdum geführt. Momentum hat Bluray noch keineswegs erlangt, selbst heute besitzen viele — insbesondere jene der älteren Generation — gerade erst einmal die notwendigen Vorraussetzungen um DVD per se abspielen zu können.

    >Leider ist die Seite schon extrem veraltet und beschreibt nicht mehr die neusten Entwicklungen.

    Ja, denn die aktuellen Bestrebungen und Umsetzungen sind noch weitaus haarsträubender als zuvor angenommen. Z.B. die extreme «Verkrüppelung» jeglicher Hardware im PC-Bereich (inkl. der Betriebssysteme Vista und Windows 7), nur damit einem Kopierschutz genüge getan wird. Ich frequentiere z.B. seit Jahren Doom9 (das US-Original) und bin da durchaus auf dem Laufenden und das nicht nur in puncto Neusprech-Nonsense der PR-Abteilungen der jeweiligen Firmen.

    >Wenn du eine Alternative anzubieten hast, würde ich mir die gerne einmal anschauen.

    Ja tonnenweise, ich nutze diverse Quellen: Adventure Gamers News, Fanboy, Gamasutra, Gnome’s Lair, Greywulf’s Lair, Grumpy Gamer, Rock — Paper — Shotgun, Heinrich Lenhardt, Spieleveteranen, Gamersglobal usw. Dazu folge ich diversen Game-Designern via Twitter und greife auch Infos bei entsprechenden Industriemagazinen ab, wo unsere deutschen Helden ihre News mehr schlecht als recht abschreiben. D.h. ich benötige keinen schlechten Katalysator, ich bediene mich größtenteils der Quellen.

  22. Flying Circus sagt:

    @RIO:

    «knebel-GPL mich als anwender von OSS nicht betrifft, wohl aber die entwickler»

    «Knebel-GPL»? Nimm es mir nicht übel, aber das ist eine Freibier-Mentalität. Die GPL erlaubt anderen Entwicklern, den Quellcode nach Belieben (!) zu modifzieren. Die einzige relevante Einschränkung ist die, daß das Resultat wieder frei zugänglich sein muß, gemäß der GPL.
    Und jetzt meine Frage an Dich: welches Recht, ich betone, welches RECHT haben andere Entwickler darauf, sich die Arbeit eines Entwicklers unter den Nagel zu reißen und das Ergebnis dann unter eine Lizenz zu stellen, diesem ersten Entwickler nicht gefällt? In meinen Augen: keines. Überhaupt keines.

    @Henry: «Nun, was schlägst du vor, soll man machen, wenn man den Film/das Spiel genießen möchte, ohne die Content-Mafia zu hofieren?»

    Ganz einfach: verzichten. «Wasch mir den Pelz, aber mach mich nicht nass» — das funktioniert einfach nicht.
    Und mal Hand aufs Herz: bei wie vielen ist es wirklich die Haltung, «Ich möchte der Content-Mafia kein Geld in den Rachen werfen»? Und bei wie vielen einfach «GEIL!! GRATIS!!!!!»?
    Übrigens, es gibt auch hier schlicht kein RECHT darauf, die Produkte zu genießen. Wenn Du’s willst, halt Dich an die Spielregeln der Hersteller und bezahle.

    Was MICH stört: als zahlender (!) Kunde werde ich gegängelt. DVDs kann ich unter GNU/Linux noch abspielen. Aber BluRay? Vergiß es! Und wem verdanke ich das? Doch effektiv den Leuten, die einerseits hehre Motive vor sich hertragen («Content muß frei sein!!!») und andererseits dann fröhlich, ohne zu bezahlen, selbigen Content genießen.

    IRGENDWOHER muß die Kohle kommen, mit der die Filmindustrie die Filme herstellt.

    Du hast in meinen Augen exakt zwei Alternativen:

    1) Bezahl
    2) Verzichte

    Aktuell wähle ich Tür Nummer 2, weil ich mich mit BluRay auf dem Rechner nicht anfreunden kann und mir ehrlich gesagt die Preise pro Scheibe noch zu hoch sind. Eine Stand-Alone-Lösung nebst passendem Fernseher, darüber denke ich (langsam) nach. Aber sei Dir gewiß: auch dann wird mein «Content» zu 100% legal erworbener sein.

  23. Henry sagt:

    @olhe: Vielen Dank für die Links. Ein Großteil ist mir zwar schon bekannt, aber das geht schon klar. Vielleicht sympathisiere ich ja nur mit der GameStar, weil ich mich damit abgefunden habe und bisher auch nicht wirklich enttäuscht wurde. Mir ist natürlich bewusst, dass ich keine speziellen Einblicke in die Gedanken der Game-Designer bekommen werde und die meisten Informationen über die Spiele-Branche natürlich von anderen zusammengetragen wurden, aber ich fühle mich in dieser Hinsicht auch nicht unterinformiert.

    Was den Internetzwang betrifft, halte ich das für die radikalste Einschränkung, die man machen kann. Wenn ein Hersteller den Konsumenten dazu zwingt, das Produkt nicht mehr unabhängig von ihm benutzen zu können, dann kann man meiner Meinung nach auch nicht einmal mehr von einem Verkauf sprechen. Deshalb habe ich das so in den Vordergrund gestellt.

    >Ignorieren und gut ist.

    Ich ignoriere das Problem nicht, aber ich bin auch kein Pessimist, der eine generelle Umorientierung ausschließt. DVDs sind übrigens nicht wirklich besser, was Kopierschutz und Regionalcode anbelangt. Spiele scheinst du da auch bereits aufgegeben zu haben. Ich selbst besitze übrigens keine BluRays und denke auch nicht, dass ich mir welche zulegen werde.

    @Flying Circus: Nein, man hat keine zwei Alternativen. Man hat nur den Verzicht als Auswahlmöglichkeit, ansonsten würdest du ja die «Content-Mafia hofieren». Und genau vor diesem Verzicht sträube ich mich. Ich argumentiere gerne gegen Kopierschutz und Verkrüppelung der eigenen Systeme, aber was nützen mir Systeme, mit denen ich das, was mir etwas bedeutet, nicht wiedergeben kann?

  24. olhe sagt:

    Die mächtigste Waffe des Konsumenten, wenn nicht die Waffe überhaupt, gegenüber Gängelung der Content-Mafia ist eben der Verzicht. Solange ich nur herumzetere, aber dennoch weiterhin konsumiere — wobei ich sicherlich kleinere Kompromisse eingehe wie bei der DVD oder einer «kaputtgeschützten» Audio-CD — solange supporte ich auch diese Industrie.

  25. Flying Circus sagt:

    @Henry:

    Du schränkst den Alternativenraum ein. Dann bleibt Dir exakt eine Alternative: Verzicht.

    «Ich argumentiere gerne gegen Kopierschutz und Verkrüppelung der eigenen Systeme, aber was nützen mir Systeme, mit denen ich das, was mir etwas bedeutet, nicht wiedergeben kann?»

    Der Satz ergibt für mich keinen Sinn. Was hat der erste Teil, vor dem aber, mit dem zweiten Teil, nach dem aber, zu tun?

    Diese ganzen Kopierschützereien gibt es doch wohl nicht, weil dier Hersteller Spaß daran haben, ihre zahlenden Kunden zu ärgern, sondern, weil sie sich, respektive ihre Gewinne, bedroht wähnen. Kopierschützereien kosten Geld. Viel Geld. Das könnte auch Gewinn sein …

    Übrigens, genau diese Kopierschützereien, die gehen mir auf den Sack. Solange ich, z.B. bei der DVD, damit leben kann — unter GNU/Linux kann man mittlerweile einfach und problemlos DVDs genießen — kein Thema, ich zahle.
    Aber wenn das in Quälerei ausartet, weil unter Vista und Win7 bei der HD-Wiedergabe intern Verschlüsselungsaufwand vom Feinsten betrieben wird, damit man bloß nicht irgendwo «Content» abgreifen kann, dann reichts mir. Mal davon abgesehen, daß aus genau diesem Grunde auch kein BluRay-Genuß unter GNU/Linux möglich ist.

    Und weißt Du, wer daran in meinen Augen Schuld hat? Genau die Leute, die meinen, «ich will der Content-Mafia nicht hofieren», und das als Begründung dafür nehmen, daß sie sich die Inhalte für lau holen.

    Nochmal die Frage: wovon sollen die «Content»-Anbieter denn leben? Wenn jeder saugt und keiner zahlt, gibt es irgendwann eben keine professionell gemachten Filme mehr. Schauspieler kosten ebenso Geld wie die Ausrüstung etc. pp.

    Ich bleibe bei meiner Meinung: Du hast zwei legale (!) Alternativen: zahle oder verzichte. Wenn Du meinst, eine davon ist für Dich inakzeptabel (zahle), dann leb mit der anderen. Ansonsten verstößt Du gegen geltendes Recht, darfst damit rechnen, daß das empfindliche Konsequenzen nach sich zieht — und mein Mitleid hast Du in dem Falle ganz sicher nicht.

  26. Henry sagt:

    @olhe: Genau das ist es, was ich meine. Ich mache so oder so einen Fehler. Entweder unterstütze ich einen Kopierschutz oder ich verzichte auf etwas, das mir etwas bedeutet. Weshalb sollte ich mich aber überhaupt für irgendwas einsetzen, wenn nicht für die Dinge, die mir etwas bedeuten?

    @Flying Circus:

    >Der Satz ergibt für mich keinen Sinn. Was hat der erste Teil, vor dem aber, mit dem zweiten Teil, nach dem aber, zu tun?

    Es bedeutet, dass ich mich gegen Kopierschutz ausspreche, aber letztendlich mich dem ergebe, weil ich ansonsten das, was ich mag, nicht anschauen könnte. Beispielsweise: Ich argumentiere gerne gegen Windows, aber was nützt mir Linux, wenn ich darauf nicht das wiedergeben kann, was ich möchte.

    Du scheinst mir auch Vorwürfe machen zu wollen, wo keine angebracht sind. Ich habe niemals gesagt, dass ich eine illegale Alternative in Betracht ziehe. Ich habe versucht meine Möglichkeiten aufzulisten und diese sind, wie du bereits mehrfach erkannt hast, recht eingeschränkt. Das Problem lässt sich dabei recht einfach zusammenfassen: Lohnt es sich, auf etwas zu verzichten, auch wenn man weiß, dass man dadurch wahrscheinlich nur sich selbst einschränkt? Letztendlich kann man jemanden, der sich zum Kauf entschließt und damit die großen Firmen unterstützt, Vorwürfe machen, ja, aber in der heutigen Zeit ist es fast ausgeschlossen, dass man das nicht selbst irgendwo in seinem Leben auch tut.

  27. olhe sagt:

    >Entweder unterstütze ich einen Kopierschutz oder ich verzichte auf etwas, das mir etwas bedeutet.

    Nun ich verzichte auch auf Dinge die mir etwas bedeuten. Ich war mal early adopter der Audio-CD und auch der DVD. Bei der Audio-CD existiert per Defi überhaupt kein Kopierschutz, nur Fehler abseits der Spezifikation und bei der DVD war der Makel gering — damals. Bei Bluray änderte sich dies jedoch dramatisch, plötzliche wurde eine komplette Kette an Kopierschutz-Mechanismen ersonnen, beginnend beim Medium bis hin zur Optik. Und warum dies alles? Für ein wenig mehr Auflösung — ich kenne auch die optischen Stärken von Bluray. Aber dies alles kompensiert nicht diese Kette an Einschränkungen, die mir von der Industrie auferlegt wird.

    Bei Spielen schaut es ähnlich aus, wer da mit Schwachsinn kommt, wird von mir mit Ignoranz gestraft — was mir aber auch ehrlich gesagt bei der Oberflächlichkeit heutiger Spiele relativ leicht fällt. Hingucker sicherlich, aber Tiefe ist fehl am Platz. Als notorischer Spieler seit den frühen 80ern bzw. der seinen Einstand Ende der 70er mit einer Atari-Konsole feierte, lege ich da inzwischen etwas andere Maßstäbe an.

    Ändern wird sich nichts mehr, die Lage wird sich in allen Bereichen nur massiv verschärfen. Letztendlich wächst also nur meine blacklist extremer bis krimineller Angriffe auf den Konsumenten seitens dieser Industrie.

  28. Henry sagt:

    Das ist traurig, aber wahrscheinlich wahr.

  29. NewsShit! sagt:

    Die große Frage bleibt: Wem haben wir eigentlich diese ganzen Kopierschutzmaßnahmen zu verdanken? Die Hersteller haben sich bestimmt nicht gedacht «Los, wir überlegen uns was, wie wir unsere Kunden schön in die Pfanne hauen». Nein, das Problem liegt ganz woanders und daran sind nicht die Hersteller Schuld…

    Denen wird zwar immer vorgehalten, sie hätten die Zeichen der Zeit verschlafen und nicht die richtigen Vertriebswege und Bezahlmethoden entwickelt. Aber ist das wirklich so?

    Software, Musik oder Filme sind Produkte, die man einfach kopieren und verbreiten kann. Sollte man den Herstellern nun diese «Laune der Natur» ankreiden? Ist es deren Schuld?

    Sein wir doch mal ehrlich: Könnte man die Produkte jeder anderen Branche (z.B. Autos, Nahrung, Immobilien oder Geld) ebenso einfach kopieren, würden die genauso auf die Barrikaden gehen und Schutzmechanismen einbauen.

    Schuld sind diejenigen, die nicht respektieren wollen, dass jemand für ein Produkt Geld haben möchte. Sie drücken ihm die Meinung auf, auch er hätte es kostenlos anzubieten. Und das soll fair sein…

  30. RIO sagt:

    @Flying Circus:
    «Nimm es mir nicht übel, aber das ist eine Freibier-Mentalität.«
    ~ kann ich nur zurückgeben.

    «welches RECHT haben andere Entwickler darauf, sich die Arbeit eines Entwicklers unter den Nagel zu reißen und das Ergebnis dann unter eine Lizenz zu stellen, diesem ersten Entwickler nicht gefällt?»

    ~ einfach nochmal in die grundschule und lesen lernen, ansonsten geh spielen. zitiere aus meinem beitrag doch bitte den passus, an dem genau ich von «unter dem nagel reissen» und «RECHT» gesprochen haben soll, dann können wir gerne weiter plaudern.

    ich bitte darum, zukünftig davon abzusehen, mir behauptungen in den mund zu legen, die ich in der form nie aufgestellt habe. ANSCHREIEN brauchst du mich im übrigen auch nicht, ich bin weder analphabet, noch taub und würde sogar behaupten, der deutschen zunge in wort und schrift mächtig zu sein.

    guten tag.

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