Warum mir die derzeitigen Abmahnfälle schnuppe sind

Mal wieder wurde Stefan Niggemeier abgemahnt. Nicht wirklich das erste Mal — mehr Abmahnungen sind mir jetzt nicht bekannt, bei dieser Häufung innerhalb kürzester Zeit wird man mir aber zustimmen, wenn ich schreibe, wahrscheinlich. Interessiert mich das? Eigentlich nicht — aber wenn ich mittlerweile 3 Mails im Postkasten habe, die mir mitteilen wollen, dass da wieder ein Blogger abgemahnt wurde, wir doch was dagegen tun müssen, dann doch ein paar Zeilen: Stefan Niggemeier ist meiner Meinung nach — in erster Linie — kein Blogger. Er ist Profi. Er publiziert und verdient damit seinen Lebensunterhalt. Er verdient mit seinen veröffentlichten Texte und den Kommentaren auf seiner Homepage (und dem BILDblog) Geld (zur Zeit scheint adical allerdings nicht zu laufen, was ist da eigentlich los — der Letzte macht das Licht aus?). Seine Homepage ist seine Visitenkarte, er bekommt dadurch wohl auch Aufträge vermittelt — dementsprechend ist die ganze Sache ein ganz anderer Schnack, als wenn da ein kleiner Privatblogger abgemahnt werden würde. Ich bin mittlerweile zu der Überzeugung gelangt, dass man da trennen muss, zwischen gewinnorientiertem und privatem Publizieren.

Und mal ganz im Ernst: Stefan Niggemeier lernt es zur Zeit genauso, wie der Heise Zeitschriften Verlag: auf die ganz harte Tour. Art. 5 GG besteht nicht nur aus Absatz 1, nein, da gibt es auch noch Absatz 2. Wenn ich so die Argumentationen bei Herrn Niggemeier lese, habe ich ein Déjà-vu. Das gleiche hat schon der Heise Zeitschriftenverlag mehrfach durch. Manchen Prozess haben sie — Gott sei Dank — gewonnen. Manchen haben sie aber auch gegen die eine oder andere zwielichtige Gestalt verloren. Das Heise-Forum wurde früher u. a. als Trollhochburg bezeichnet — und das ist nun ein sehr diplomatisch gewählter Begriff von denen, die mir bekannt sind. Auch der Heise Zeitschriftenverlag musste lernen, dass sie ab einem gewissen Zeitpunkt verantwortlich für die (rechtswidrigen) Kommentare der User im Forum sind.

Zumindest ab Kenntnisnahme — es wurde aber auch schon vor Gericht entschieden, dass man bei kontroversen Themen und Artikeln mit entsprechenden Reaktionen (Kommentaren) rechnen muss — und somit mit Veröffentlichung eines Beitrages voll und ganz haftbar für einen folgenden fremden Beitrag ist, unabhängig von der positiven Kenntnisnahme. Ob sich genau auf dieses Urteil berufen wird, ist unklar. Stefan Niggemeier macht das, was viele Blogger tun — er stellt sich offensichtlich als Opfer dar und wenn er verliert, ist die Meinungsfreiheit im Internet gefährdet. Das hatte er schon zwischen den Zeilen bei der letzten Callactive-Abmahnung geschrieben — zumindest habe ich es so verstanden. Ich habe mich zu dem Zeitpunkt gefragt, wie man sich so eine Blöße geben kann. Mindestens 10 Artikel standen zu dem Zeitpunkt über Call-In-TV auf seiner Webseite mit knapp 550 Kommentaren.1

Stefan Niggemeier selbst im Übrigen scheint im Moment zu lernen — er moderiert — sehr gut sogar — seine Kommentare. Meiner Meinung nach genau im Gegensatz zu früher. Da habe ich oft genug nur mit dem Kopf geschüttelt. Ich denke, es war diese falsch verstandene Meinungsfreiheit. Wir haben hier schon mal den Tipp gegeben: Nicht nur einzelne _halbe_ Artikel des Grundgesetzes lesen, kpl. wäre wichtig, vielleicht sogar mit Erläuterungen. Dann klappt das auch mit dem Verständnis, dass Beleidigungen, geschäftsschädigende Äusserungen nichts mit Meinungsfreiheit zu tun haben. Das jetzt allgemein gesagt und nicht auf den vorliegenden Fall bezogen.

Und ich bin verdammt froh, dass dem so ist. Ich bin froh in einem Land zu leben, um Godwin mal zu bemühen, indem die Holocaustleugnung eine Straftat ist. Ich bin froh, dass mich niemand Arschloch nennen kann, ohne dass ich dagegen vorgehen kann, dass solche Sachen nicht unter einem Deckmantel der Meinungsfreiheit stehen. Vieles ist in unserem (Online-) Recht unverzüglich zu ändern, auch das Abmahnwesen. Das steht außer Frage. Ich bin der Meinung, dass die erste Abmahnung kostenfrei gestellt werden muss. Aber — und da kommen wir wieder zum Ausgangspunkt — erstmal bei dem kleinen Privatblogger. Wenn sich zwei Unternehmen juristische Kämpfe liefern, kann mir das erstmal egal sein. Nein, es muss hier erstmal um den Schutz der Privatpersonen gehen. Wenn auch noch Unternehmen mit in die Diskussion genommen werden, wird es nie zu einer Lösung kommen. Step by Step — was Unternehmen und gewinnorientierte Webeiten in dem Punkt machen, ist mir völlig egal — erstmal müssen andere Leute vor diesem Wahnsinn geschützt werden.

Kommen wir zu einem weiteren Punkt: Laut Rolf in den Kommentaren vom Parteibuch wird Stefan Niggemeier vertreten durch die Kanzlei Dr. Schertz. Diese Kanzlei war mir entfernt ein Begriff. Und als ich heute beim Don gelesen habe, fiel es mir sofort wieder ein. Die Kanzlei Dr. Schertz hat sich dadurch in mein Gedächtnis gebrannt, dass sie offensichtlich — natürlich im Auftrag des Mandanten — mehrfach Marcel abgemahnt hat. Und auch Rolf scheint — im Auftrag eines Mandanten — Post von der Kanzlei bekommen haben. Ich denke mal, Stefan Niggemeier braucht keinen Zuspruch von mir uns kleinen Privatbloggern — er hat Profis engagiert, Anwälte die sich im Abmahnrecht sehr gut auskennen. Das wird schon, lieber Stefan. Allerdings sei hier mal die Frage in den Raum geworfen, auf welcher Seite der Macht Stefan Niggemeier steht? Was denkt Ihr darüber? Würdet Ihr, wenn es nötig wäre, zum Beispiel rechtlichen Beistand in München suchen? Ich denke da an einen Freiherrn oder einen Anwalt, der im FTP Welt-Fall in den Medien vertreten war. Aber wahrscheinlich sehe ich das nur durch eine meine rosarote Brille mit ganz engem Tunnelblick. Natürlich würdet Ihr Alle die Profis engagieren — um mal einen (hinkenden) Vergleich zu bemühen: Genauso wie Alice Schwarzer nun Werbung für BILD macht.

Kurz zusammengefasst: Die Abmahnungen Stefan Niggemeiers — und im Übrigen auch die von Spreeblick oder MC Winkel — sind simple Geschäftsvorfälle im Hause der Beteiligten. Es ist ein ganz anderer Schnack, als wenn ein kleiner Privatblogger abgemahnt werden würde. Die (RA-) Kosten können im Haus der Beteiligten sogar noch steuerlich abgesetzt werden — sollte ich mich nicht irren. Warum also die Aufregung. Unzählige Urteile (in Hamburg) haben die Meinungsfreiheit *manchmal* in Gefahr gebracht — doch ob nun F!XMBR, Stefan Niggemeier, Spreeblick oder auch MC Winkel und unzählige andere Webseiten: Sie alle tippseln noch ihre Texte ins Netz. Gerade die Themen, die — salopp gesagt — Ärger bringen können, stehen hoch im Kurs. Bei der Artikel-Quote über Call-In-TV eines Stefan Niggemeier zum Beispiel von einer Gefährdung der Meinungsfreiheit zu reden, ist meiner Meinung nach lächerlich. Die aktuelle Abmahnung, darüber kann man wenig sagen, weil Stefan Niggemeier nicht viel drüber schreibt — nur Vermutungen können angestellt werden. Das Abendland untergehen sehen, das ist auch mir früher oft passiert. Heute aber nicht mehr. Nichts ist so heiß, wie es gekocht wird — zumal wir immer nur die Infos aus einer Hand bekommen.2 Lasst uns dafür kämpfen, dass Abmahnungen gegen Privatpersonen zumindest gedeckelt werden, ich wäre für eine kpl. Kostenfreistellung. Und die, die Geld mit dem Publizieren verdienden, die wissen sich schon zu helfen — und sei es bei der Wahl einer Kanzlei, die sich im Abmahnwesen gegen Blogger sehr gut auskennt.

  1. Hatte ich gerade noch im Kopf, weil ich damals schon fragen wollte, wie man trotz dass das eigene Blog Gegenteiliges aussagt, so etwas schreiben kann. []
  2. Bei Supernature erfuhr ich auch erst während des Prozesses, dass er wohl vom betreffenden Thread Kenntnis hatte. []

84 Antworten zu “Warum mir die derzeitigen Abmahnfälle schnuppe sind”

  1. gnokii sagt:

    redet ihr etwa von dem uns gemeinsam bekannten Freiherrn, der gern als Troll in oben genannten Forum unterwegs war und derzeit versucht wieder per Abmahnung und drohen mit rechtlichen Konsequenzen gewisse Briefe die er einst unter Angabe eines falschen weiblichen 16jährigen Absenders verfasste? Man schaue auf die Diskussionsseite bei Wikipedia. Ansonsten stimmen wir mal wieder vollauf in der Meinung überein dem bliebe hinzu zufügen, dass die entsprechende Kanzlei garantiert nicht für Rechtskostenbeihilfe arbeitet.

  2. Chris sagt:

    Ach gnokii…

    «ihr» ist erstmal ungleich Chris, das vorweg.

    Und was soll ich Dir jetzt auf Deinen Blödsinn antworten? Der ganze Artikel geht um was völlig anderes, die Kanzlei, die den Herrn Niggemeier vertritt, ist namentlich genannt. Das andere war ein Beispiel, eine Frage, um meine Meinung zu verdeutlichen. Die Vergangenheit der Person kennt jeder, die muss hier nicht nochmal ausgebreitet werden. Schreibe ich so undeutlich? Ich glaube nicht.

    Ich möchte Dich für die Zukunft bitten, die Texte zweimal zu lesen und vielleicht, wenn welche folgen, erst ein paar Kommentare zu lesen. Vielleicht wird dann mancher Text deutlicher für Dich. :)

  3. Chris sagt:

    Der Eindruck drängt sich auf und man beobachtet (wenn man einschläge Blogs und Foren, insbesondere Troll-Blogs und –Foren lange genug anzusehen erträgt), dass bei diesem Thema verwirrte Kommentatoren häufig auftauchen… 😉

    Zumindest die IP 217.232.14.xxx wurde nicht verschleiert und wird von mir morgen an die entsprechenden Stellen weitergeleitet — ein Gruß in unsere Hauptstadt… :)

    P.S. Und es reicht, wenn genau eine Person diesen Kommentar versteht — die, dessen rechtlich relevanten Kommentar ich gerade gelöscht habe.

  4. Dr.Thodt sagt:

    Was «wir» gegen Abmahnungen machen können lässt sich schnell erläutern: nichts! Weil, es gibt kein «wir». Bei Abmahnungen steht jeder ziemlich alleine da.
    Welche Kanzlei nun Herr Niggemeier in seiner Sache beauftragt hat ist mir auch relativ Wurscht, aber interssant zu lesen, wofür die zum Beispiel auch schon mal bekannt ist.
    Klar ist auch, dass die Meinungsfreiheit Grenzen hat. Ich hab auch ab und an das Gefühl, dass die Meinungsfreiheit mit der Narrenfreiheit verwechselt wird. Andererseits kann ich kaum noch an eine Meinungsfreiheit glauben, wenn jede (noch so banale) negative Äußerung zu einer Abmahnung führt.

    Lasst uns dafür kämpfen, dass Abmahnungen gegen Privatpersonen zumindest gedeckelt werden, ich wäre für eine kpl. Kostenfreistellung.

    Dazu wäre es erstmal nötig, dass der Begriff «Privatperson» oder «privat» in die Gesetze Einzug hält. Bisher gibt es da keine wirklichen Unterschiede. Mitgliedschaften in Foren sind per se «Verträge» und die Regeln dort sind «AGB». Alles ist eben «geschäftsmäßig». Genauso wie dieses Blog oder meins oder egal was. Unterschiede werden da höchstens noch vor Gericht gemacht (wenn überhaupt), aber dann isses meist eh schon zu spät — für die «Privatperson».

  5. […] hat einen Artikel über Abmahnung von gewerblichen Bloggern verfasst. Wobei es ihm da wohl weniger um die Abmahnung selbst geht als […]

  6. G sagt:

    Irgendwie kann ich die Unterscheidung zwischen privaten und «gewerblichen» Bloggern nicht ganz nachvollziehen.

    Außerdem scheint mir, dass du das Abmahnprinzip, das bei Stefan Niggemeier angewendet wurde, nicht ganz verstanden hast. Sicher ist es toll, dass man Beleidigungen, Diffamierungen etc. nicht einfach so ins Internet rotzen kann, aber wie soll jemand etwas löschen, von dem er noch keine Kenntniss erlangt hat? Darum geht es doch gerade.

  7. vanpipe sagt:

    Und wo willst du die Grenze zwischen Privatblogger und Kommerzblogger ziehen? Das ist doch einfach Unsinn. Leute, die gut sind, ziehen Traffic an und können vielleicht irgendwann von ihrem Bloggen leben. Leute, die nicht so gut sind oder zumindest nicht erfolgreich, schreiben halt ewig für ihre 50 Besucher pro Tag.
    Du plädierst quasi dafür, die Erfolgreichen aus dem Kreis der «wahren Blogger» auszuschließen. Das ist typisch deutsch: Bestraf die Erfolgreichen und Guten und erklär das Mittelmaß zum einzig Wahren.
    Ist das vielleicht einfach nur Neid auf jemanden wie Stefan Niggemeier, der es als Blogger geschafft hat, ein Agendasetter zu werden?

  8. kohli2703 sagt:

    Was soll denn bitte der Mummpitz von «privaten» und «nicht-privaten» Blogs? Natürlich ist Stefan Niggemeier hauptberuflich Medienjounalist und natürlich in gewisser Art und Weise Profi. Aber warum soll man ihm deshalb das Recht absprechen, einen privaten Blog zu führen für den er sicher kein Geld bekommt und den er als Visitenkarte sicher auch nicht mehr braucht.

    *****

    Ihr Blogger seid echt ein komischer Haufen. Beschwert euch auf der einen Seite, dass euch die Printmedien für nicht relevant genug halten und auf der anderen Seite werden hier «Kollegen» gedisst, die angeblich schon zu professionell und deshalb nicht bemitleidenswert sind.

  9. Weltenweiser sagt:

    Ich kann die Position nicht ganz teilen. Die Abmahnerei wird mittlerweile oft genug nicht mehr zum Schutz der Persönlichkeitsrechte (die ich sehr hoch schätze) sondern zur Bereicherung eingesetzt. Zu unterscheiden, wie liquide und abgesichert der einzelne Blogger ist sollte nicht die Lösung sein. Letztenendes würde die einzige Lösung sein, daß jeder Kommentar vorher freigeschaltet werden muss. Denn man kann im obigen Fall von Niggemeier nicht erwarten, um drei Uhr nachts gleich den Kommentar zu löschen. Das mag ein Kompromiss sein, gut finde ich ihn nicht.
    Er würde eine kommunikation der Leser utnereinander bei Abwesenheit komplett verhindern.
    Deshalb habe ich auch vor kurzem dazu aufgerufen, kreativ gegen die Abmahnwelle vorzugehen und einen Karikaturenwettbewerb gestartet. Damit gewinnt man keinen Kampf, hat aber wenigstens Spaß.

  10. Maik sagt:

    Hm, soweit ich mitbekommen habe wird doch gerade darüber diskutiert das eine (erste) Abmahnung nur noch max. 50€ kosten soll für Privatpersonen. Aber genau dort fangen die Probleme in meinen Augen an. Denn sobald man Werbung auf seinen Seiten hat ist man kommerziell unterwegs und soll wohl nicht mehr als Privatperson gelten. Und dabei soll es wohl keine Rolle spielen ob die Person vllt gerade einmal 2 Euro im Monat mit verdient. Also in meinen Augen ist das alles noch nicht so richtig durchdacht. Dabei könnten wir uns von anderen EU-Ländern inspirieren lassen. Denn wir sind ja nicht das einzigste Land wo es Internet und Webmaster gibt :)

  11. […] Schön, wenn Stefan Niggemeier nun in den Ring steigen will, um sich gegen die Abmahnung zur Wehr zu setzen. Mein Parteibuch ist neugierig, ob Stefan Niggemeier, falls es zu einem erneuten Prozess mit Callactive kommen sollte, wieder die Promi-Kanzlei Schertz-Bergmann mit seiner Vertretung beauftragen wird. Die Kanzlei Schertz-Bergmann ist ja nicht nur wegen ihrer Vorgehensweise gegen Parteibuch und Buskeismus bekannt. […]

  12. Callactive sagt:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    wie sind hiegegen vorgegangen: “…Sieg Heil Money-Express TV …”.Leider erwähnt dies Herr Niggemeier nicht bzw. läßt es bewußt weg. Gegen grundsätzliche Meinungsäußerungen von Herrn Niggemeier und Kommentatoren zu unseren Produktionen in seinem Blog gehen wir juristisch nicht vor und haben dies auch noch nie getan.

    MfG
    Callactive

  13. Chris sagt:

    Mitgliedschaften in Foren sind per se “Verträge” und die Regeln dort sind “AGB”. Alles ist eben “geschäftsmäßig”.

    Blödsinn, das war in Deinem Fall eine Einzelfallentscheidung, weil Du mit Deinen Nutzungsbedingungen scheiße gebaut hast. 😉 Hier liegt sowas zum Beispiel nicht vor. Aber ich muss da spekulieren, weil da wenig veröffentlicht wurde. Ich würde Dich also bitten, alles zu veröffentlichen oder Deine Sache hier nicht zum Vergleich einzubringen. 😉

    @G: Da der gute Herr Niggemeier so viel und umfassend über seine Abmahnung geschrieben hat, lässt sich zum Teil auch nur spekulieren. Du solltest nochmal den Text hier lesen und verstehen.

    @vanpipe: Wenn man nichts zu sagen hat, kommt das Neid-Argument. Geh woanders spielen. Bei manchen Zahlen ist hier auf F!XMBR nicht viel weniger los. Und mache Dich damit vertraut, wie wir zu Werbung und Co. stehen, dann kannst weiter mitreden ansonsten ist für Dich Feierabend hier.

    einen privaten Blog zu führen für den er sicher kein Geld bekommt

    Blödsinn. Bis vor kurzer Zeit lief adical-Werbung. Warum das im Moment nicht der Fall ist, keine Ahnung. Er hat damit richtig viel Geld eingenommen. Wenn man davon ausgeht, dass unsere Blogger im Schnitt bei 2.000 Seitenaufrufen pro Tag liegen, können sie auf niedrige vierstellige Beträge im Monat kommen. Der gute Herr Niggemeier hat das 2– bis 3-fache verdient. Das ist alles, nur keine Privatveranstaltung mehr.

    Beschwert euch auf der einen Seite, dass euch die Printmedien für nicht relevant genug halten

    Blödsinn, hat _hier_ niemand getan. Ich persönlich halte Blogs auch für sowas von irrelevant, das glaubst Du gar nicht. Sie sind nur ein ganz kleiner Teil des großen Internets, welches zur Zeit gesellschaftlich immer mehr an Relevanz zunimmt. Das ist der Knackpunkt. Das Problem ist, die meisten Blogger halten sich, Blogs per se für das Internet.

    @Weltenweiser: Nochmal meinen Artikel lesen und verstehen. Die Umstände sind unklar.

    @Maik: Richtig, sobald auch nur Werbung geschaltet wird, das fängt beim läppischen Cent an, ist sie gewinnorientiert, aus dem Cent soll ja mal mehr werden — erst sind es die ach so hohen und uns alle fast ruinierenden Hostingkosten, dann wird es immer mehr…

    Generell: _Ich_ ziehe eine Grenze zwischen Kommerzgedudel und privat — wer das nicht will, bitte sehr. Aber auch vor Gericht wird explizit dieser Umstand angesprochen. Ich erinnere an das letzte Urteil gegen die Massenabmahner, denen dort empfindlich in die Eier getreten wurde, weil die betreffenden Personen eben nicht gewinnorientiert gehandelt haben. Richtig so.

    Was interessieren mich also zwei Unternehmen, die mit Anwalt aufeinander losgehen. Rein gar nichts.

    Und ich sage noch mal zum Abschluß: Wenn Unterehmen jetzt auch noch fordern, in die Kostendeckelung mit aufgenommen zu werden (da geht es ja z. B. auch nur um Urheberrechtsverletzungen, ein Umstand, den auch viele vergessen — sprich: beim Großteil der Abmhnungen trifft die geplante Regelung nicht), dann wird das nie was. Darum: Privatblogger müssen eine (Rechts-) Sicherheit bekommen — über alles andere kann man später reden.

  14. […] dem Namen “Callactive” bei mir in der Moderation der unter anderem auf den Artikel von fixmbr.de verweist, den speziellen Grund für die Abmahnung nennt, Niggemeier vorwirft diesen nicht zu […]

  15. Chris sagt:

    Liebes Callactive,

    nehmt meine Meinung zum Abmahnwahn in Deutschland doch nicht als Euren Leumund. Würde ich meine Meinung zu Euch zu Papier bringen, wäre ich der nächste auf der Anklagebank. Dass das Abmahnwesen in unserem Land pervertiert wird, okay — aber Call-In-TV, darüber müssen wir uns ja wohl nicht unterhalten, oder?

    Also spart Euch Eure Links auf meinen Artikel. Generell bin ich beim Thema Call-In der Meinung Stefan Niggemeiers. Nur würde ich niemals den Dreck bei mir einschalten.

  16. Chris sagt:

    Ach ja, und einen Nachtrag habe ich noch für Euch liebes Callactive: Solltet Ihr tatsächlich gegen einen bereits gelöschten Kommentar vorgegangen sein, steht das nicht nur im Gegensatz zum BGH, dann steht Ihr meiner Meinung nach neben unserer Verfassung. Hab ich mich klar ausgedrückt?

    Das sind aber alles Sachen, um die es hier nicht geht. Geht also woanders spielen uns sucht Euch Euren Leumund an anderer Stelle.

  17. moschus sagt:

    @blogator

    Es wird zwischen natürlichen und juristischen Personen unterschieden.

    Und diese beiden werden wiederum in §13 und §14 ganz klar definiert in Verbraucher und Unternehmer. Bekanntmachung des neuen Bürgerlichen Gesetzbuches (PDF, 1,3 MB)

    Ansonsten finde ich es schade, das Chris die Abmahnwelle schnuppe ist.

  18. Chris sagt:

    Ansonsten finde ich es schade, das Chris die Abmahnwelle schnuppe ist.

    Das ist wieder mal ein typisches Beispiel von Headline gelesen, Text aber nicht, indem ja nun einiges differenziert und erklärt wird.

  19. Chris sagt:

    @Innenstich: Verschwörungstheorien haben hier keinen Platz. Zu Callactive haben ich 3 Beiträge über diesem hier klar Stellung bezogen — da muss man nicht irgendwelche Konstrukte herstellen.

  20. Oliver sagt:

    Lassen wir mal eines Revue passieren in Anbetracht einiger Kommentare da oben: studierter Journalist, Mitarbeit bei diversen großen Blättern, verdient sein Geld als .… na? Richtig, Journalist. Manch einer bezeichnet das als Profi.

    Ein Journalist kann natürlich bloggen, aber ein regulärer Blogger wird nicht zum Journalisten nur weil er bloggt, dazu müßte er u.a. die Majorität seines Einkommens mit eben dieser Journalistik bestreiten.

    Ergo: Blogger != Blogger

    Er kann mehr tun als reguläre Blogger, ein Presseausweis öffnet dabei viele Türen und garantiert auch ein paar Rechte die Otto-Normal-Bürger der bloggt nicht besitzt, er hat jedoch auch ein Plus an Pflichten. Pflichten die man dem regulären Wald– u. Wiesenblogger, der das alles just-for-fun tut, eben nicht abverlangen kann.

    Und nochmal: Blogger != Blogger u. Forum != Forum.

    Diejenigen unter den Profis, die eben dies postulieren, tun dies wohlwissend, um ihrerseits relativiert zu werden und quasi Narrenfreiheit zu genießen. Gleichermaßen wird jedoch der 08/15 Home-Blogger, das 08/15 Forum in den Dunstkreis der kommerziell-prof. orientierten Angebote gedrängt. Nachteil: während der Profi in der Tat ein Plus an Rechten inne hat, besitzt der nicht-Profi derlei Dinge nicht und ist doppelt angeschmiert.

    Hat da jemand der Anwesenden, die das Anliegen von Chris ach so scheiße finden, auch nur ein einziges Mal dadrüber nachgedacht oder war nicht wieder einmal der an Debilität grenzende Solidaritätswahn der Blogger das Maß aller Dinge?

    Wißt ihr was? Die Blogger werden nie eine Gegengesellschaft, eine digitale Boheme etc., allenfalls eine nervige Randerscheinung des Internets. Manchmal nervend wie SPAM, jedoch nicht so leicht blockbar.

    Nachtrag: Ich wollte damit natürlich nicht behaupten, dass Stefan Niggemeier einen Presseausweis besitzt, die Diskussion darüber ist selbstverständlich allgemein gehalten.

  21. moschus sagt:

    @Chris
    Find ich schade, dass du mir unterstellst, den Beitrag nicht gelesen zu haben. So wie du Stefan auseinandernimmst «differenzierst», schreib ich ganz abstrakt, schade Chris.

    Was differenzierst du:

    - Du grenzt Stefan Niggemeier als Profi mit Profit von den normalen Bloggern ab.

    - Dann schreibst du, bezogen auf gewinnorientierten/nicht gewinnorientierten Bloggern. Das Stefan es auf die ganz Harte Tour lernt. Seltsam der Gedankensprung. Was genau lernt er da, deiner Meinung nach? (Bitte bezieh dich nur auf deinen schon geschriebenen Text, bei einer Antwort)

    - Dann gehst du darauf ein, dass wenn man mit Verstößen in den Kommentaren rechnen muss, diese laut einem Urteil im Vorfeld die Beiträge prüfen muss.

    - Du schreibst die Meinungsfreiheit ist laut Stefan gefährdet, empfindest du als Blöße seinerseits.

    - Dann der Einschub, dass du Meinugsfreiheit nur solange toll findest bis dich jemand Arschloch nennt und das du froh bist, dass es in Deutschland ein Abmahnwesen gibt, bis auf den Punkt das man wenigsten einmal jemanden kostenlos Arschloch nennen darf.

    - Dann die Enttäuschung, dass Stefan sich bei einem Anwalt Hilfe holt, der schon Blogger abgemahnt hat. Und die Frage auf welcher Seite der Macht Stefan steht.

    - Zum Schluss noch ein schwungvoller Aufruf, dass alle Privatpersonen vor der ersten Abmahnungen geschützt werden sollte.

    ___

    Du stellst dich ungewollt auf die Seite von Callactive, und du versuchst dich zu distanzieren. Anscheinend siehst du Stefan als Unternehmer mit dickem Geldbeutel. Ich sehe Stefan als beherzten Blogger der Kontroversen aufwirft, wo andere Angst vor haben.

  22. kobalt sagt:

    «dass man da trennen muss, zwischen gewinnorientiertem und privatem Publizieren»

    Genau.

  23. tom sagt:

    @Callactive

    Das hätten sie wohl gerne… Niggemeier soll das von ihnen abgemahnt Zitat aus einem Kommentar gleich noch mal bringt…

  24. Chris sagt:

    - Du grenzt Stefan Niggemeier als Profi mit Profit von den normalen Bloggern ab.

    Richtig.

    - Dann schreibst du, bezogen auf gewinnorientierten/nicht gewinnorientierten Bloggern. Das Stefan es auf die ganz Harte Tour lernt. Seltsam der Gedankensprung. Was genau lernt er da, deiner Meinung nach?

    Er moderiert jetzt seine Kommentare und löscht rechtlich problematische Inhalte. Ich hatte früher das Gefühl, dem war nicht immer so. Aber ich bin kein Anwalt, es ist nur ein Gefühl — steht aber auch bereits lang und breit erklärt oben im Text.

    - Dann gehst du darauf ein, dass wenn man mit Verstößen in den Kommentaren rechnen muss, diese laut einem Urteil im Vorfeld die Beiträge prüfen muss.

    Richtig, Zitat:

    Denn wer Betriebsmittel bereit hält, die es ihm erlauben, über ein redaktionell gestaltetes Angebot in riesenhafter Anzahl Äußerungen zu verbreiten, unterhält damit eine Gefahrenquelle, indem er einer unbestimmten Vielzahl von Nutzern gerade damit die Möglichkeit eröffnet, in großer Zahl Äußerungen zu verbreiten, die geeignet sind, Rechte Dritter zu verletzen.

    […]

    Wenn die Antragsgegnerin ein Unternehmen betreibt — und das Bereithalten von lntemetforen stellt eine solche Form untemehmerischen Betriebs dar -, das in großer Zahl Einträge über solche Foren verbreitet, muss sie ihr Unternehmen daher so einrichten, dass sie mit ihren sachlichen und personellen Ressourcen auch in der Lage ist, diesen Geschäftsbetrieb zu beherrschen.

    Heise feiert die Berufung als Erfolg, aber:

    Nach den Ausführungen des Senats in der mündlichen Verhandlung muss der Verlag ein Artikelforum nur dann überwachen, wenn er konkret auf dort bereits stattgefundene Rechtsverstöße hingewiesen wurde. Im Unterschied dazu hatte das Landgericht Hamburg de facto die Vorabüberwachung aller heise-online-Foren verlangt.

    Heißt für mich — ich bin kein Anwalt, also pure Meinung: Wenn bereits auf ein Verstoß hingewiesen wurde, muss kontrolliert werden. Wurde so vom OLG bestätigt. Ob es der BGH auch bestätigen würde, ein an anderer Schnack, keine Ahnung.

    Weißt, ich tippsel über Abmahnungen & Co. nicht erst seit gestern. Da ich schon im Internet publiziert habe, um mal eine Marke zu nennen: schon vor dem BILDblog, habe ich schon mehrere Texte zu dem Thema verfasst. Anfang 2000 habe ich zum Beispiel einen langen Text an mein damaliges Team geschickt, wie man sich zu verhalten hat. Viel geändert hat sich seitdem nicht. Im Gegenteil — in manchen Dingen hat die Rechtssprechung sich präzisiert.

    - Du schreibst die Meinungsfreiheit ist laut Stefan gefährdet, empfindest du als Blöße seinerseits.

    Japp, bei unzähligen Artikeln und Kommentaren zu dem Thema wirkt das ganze lächerlich.

    - Dann der Einschub, dass du Meinugsfreiheit nur solange toll findest bis dich jemand Arschloch nennt und das du froh bist, dass es in Deutschland ein Abmahnwesen gibt

    Meinungsfreiheit bedeutet nicht den Freifahrtsschein zu Beleidigungen und Verletzungen meiner, von wem auch immer Persönlichkeitsrechte. Verstehen, lernen und selbst froh drüber sein. Wenn nicht — auswandern. In aller Deutlichkeit:

    Meinungsfreiheit hat NICHTS mit Beleidigungen zu tun, NICHTS mit geschäftsschädigenden Äusserungen. Unsere Verfassung [sic!!!] stellt Absatz 2 des Grundgesetzes höher.

    Wer aufgrund dieser falsch interpretierten Meinungsfreiheit meint, den Troll mimen zu müssen, soll das auf der eigenen Domain tun oder auswandern. Viel Spaß.

    Ich bin froh und glücklich darüber, dass mich nicht jede Hanswurst da draßen Arschloch nennen kann. Das sollte im Übrigen jeder sein.

    - Dann die Enttäuschung, dass Stefan sich bei einem Anwalt Hilfe holt, der schon Blogger abgemahnt hat. Und die Frage auf welcher Seite der Macht Stefan steht.

    Und? Für mich gibt es im Leben — Stichwort Moral und Integrität — noch absolute No-Go’s — dazu zählt auch die Wahl der Anwaltskanzlei. Dazu aber nicht mehr. Ich habe nicht wirklich Lust auf Post aus Berlin.

    - Zum Schluss noch ein schwungvoller Aufruf, dass alle Privatpersonen vor der ersten Abmahnungen geschützt werden sollte.

    Die Meinung habe ich immer vertreten, mal weiter gefasst, heute differenzierter, schon als die meisten Kommentierer hier noch nichtmal wussten, was das Internet ist. Wo ist also das Problem?

    Du stellst dich ungewollt auf die Seite von Callactive, und du versuchst dich zu distanzieren.

    Nochmal so ein hanebüchender Schwachsinn und Du hast hier das letzte Mal kommentiert. Was ist das denn für eine Denkweise. Er ist nicht für Stefan, für uns, also ist er für Callactive. Du solltest mal einen Realitätscheck bei Dir durchführen. 😉

    Anscheinend siehst du Stefan als Unternehmer mit dickem Geldbeutel.

    Richtig, Zahlen habe ich oben verlinkt. Hinzu kommt das BILDblog, welches natürlich noch andere Leute unterhält. Hinzu FAS und sonstiges. Da willst Du mir doch nichts anderes erzählen, oder? Oh doch:

    Ich sehe Stefan als beherzten Blogger der Kontroversen aufwirft, wo andere Angst vor haben.

    Wer das BILDblog braucht um zu wissen, was die BILD für die Menschen in unserem Land bedeutet, wer Stefan Niggemeier braucht, um zu wissen, was Call–In-TV bedeutet, der ist eh auf F!XMBR verkehrt. Mehr ist dazu dann auch nicht zu sagen — ich brauche niemanden, der täglich auf nen Haufen Mist steigt und ruft, hier stinkts. Das weiß _ich_ auch so.

    @tom: Als Zitat, als Bericht, was gelöscht wurde, gegen was vorgegangen wurde — daran sollte nichts auszusetzen sein. Aber auch hier gilt: Pure Meinung, kein juristischer Rat.

  25. Oliver sagt:

    >Ich sehe Stefan als beherzten Blogger der Kontroversen aufwirft, wo andere Angst vor haben.

    *ROFL* mmmh .…? Okay nochmal *ROFL* 😀

  26. moschus sagt:

    Hey ich hab nur Stichpunktartig deinen Text wiedergegeben , WEIL du mir unsterstellt hast deinen Text nicht zu lesen.

    Ok vielleicht war es nicht eindeutig von mir. Diesmal aber hab ich Stichpunkte die ich mit dir Diskutieren will:

    - Wenn du schreibst: «Mal ganz im Ernst, Stefan lernt es auf die Harte Tour» kann man BIS DAHIN keinen Zusammenhang im Text erkennen.

    - Das mit dem Anwalt scheint eine große Motivation gewesen zu sein den Text zu schreiben. Obwohl du nichts genaueres weißt, warum genau Stefan sich für den Anwalt entschieden hat.

    - Der Aufruf für die 1.kostenlose Abmahnung, hört sich nicht schlecht an. Vielleicht solltest du in die Politik gehen. Oder wirklich eine Aktion starten, anstatt auf den Misthaufen zu klettern.

    - Jetzt der interessanteste Punkt, aus meiner Sicht.
    Callaktiv ist offenbar höchst erzückt über deinen Beitrag und schreibt das in viele Blogs. Und du du drohst mir(«Nochmal[…]und Du hast hier das letzte Mal kommentiert»), obwohl sich Callaktiv offensichtlich mit dir schmückt? Ich hab im gleichen Satz geschrieben das du dich distanzierst. Du teilst hart aus, kannst aber wenig einstecken.

  27. Chris sagt:

    Zu den Punkten steht alles oben. Mehrfach — in den Kommentaren sowie im initialen Artikel.

  28. Oliver sagt:

    >Du teilst hart aus, kannst aber wenig einstecken.

    Hängt vom Niveau ab, wir setzen da beim Schreiben doch einiges vorraus.

    Und weil wir eben KEINE PROFIS sind und damit auch KEIN GELD VERDIENEN, müssen wir es NICHT JEDEM RECHT MACHEN und KÖNNEN AUCH LESER VERPRELLEN, indem wir DIE SPREU VOM WEIZEN TRENNEN. Last not least BESITZEN WIR GESUNDEN MENSCHENVERSTAND und ÜBEN UNS GERNE IN SELBSTZENSUR. Selbstzensur jedoch nur, WENN KOMMENTARE VERLEUMDERISCH SIND oder JEGLICHE KINDERSTUBE VERMISSEN LASSEN.

    Auch sehe ich es nicht als Problem an Kommentatoren die im Eifer einer falsch verstandenen Meinungsfreiheit ihrer Debilität freien Lauf lassen einen Schuß vor den Bug zu verpassen. Die Klage ob des eigenen Blogs könnte man somit direkt an die richtigen weiterleiten. Ich sehe keinen Grund darin Idioten zu schützen, die ihrerseits anonym den Betreiber in die Scheiße ritten.

  29. knorke sagt:

    Ich kann den Standpunkt den Sie da vertreten gut nachvollziehen. Man muss sich ja schließlich auch als Privatperson nicht ans Bein pissen lassen. Als Callactive dann wohl auch nicht — ob’s einem passt oder nicht.

    Andererseits klingeln einem schon die Glocken und man meint ungewollt und unwillkürlich, dass die deftigen Kommentare jetzt alle unter Abmahngefahr schweben…

    Im konkreten Falle kann ich’s nicht beurteilen, weil ich den abgemahnten Kommentar nicht kenne, und nur den Halbsatz, den (mutmaßlich) Callactive selbst zitiert nur mal wo gelesen habe. Aber ein bisschen flau wird mir schon, wenn ich befürchten muss, dass jetzt vielleicht auch beißende Satire auf der Liste der heiklen Themen steht. Muss ich jetzt das Maul halten, wenn mir eine Ader schwillt? Oder muss ich alles in Ironie-tags setzen und bin auf der sicheren Seite? Oder anders gefragt: Wo ist eigentlich die Grenze zu ziehen zwischen Beleidigung und Satire … und sollte man nicht schon verwundert sein, wenn gerade Callactive diese Grenze zieht?

    Immerhin scheint ein Kommentar, der ein paar Stunden Lebenszeit hat, bevor er gelöscht wird, Anlass genug zu sein, den Herrn Niggermeier abzumahnen. Vielleicht tröstet ihn ja, dass Callactive in ihm eine derartig große publizistische Gefahr sieht, dass auch Nachts oder Sonntags jemand ihn im Auge behalten muss.

  30. Oliver sagt:

    >Muss ich jetzt das Maul halten, wenn mir eine Ader schwillt?

    Tja geh mal auf die Straße und sage jemandem Arschloch ins Gesicht, der Finger im Straßenverkehr beispielsweise kann schon üble Folgen haben. Hirn war aus, irgendetwas geschwollen und danach war es eben die Kleinigkeit, der Spaß. Mach das gleiche, ohne Netz, bei einer Firma, verteile Flugblätte und kläre über einen Verkäufer auf der dich beispielsweise schlecht behandelte … viel Glück, mit dem Pochen auf Meinungsfreiheit wirst du nicht weit kommen.

    Und falls du glaubst, aber das sind große Firmen, gegen kleine Leute, nun ja dann schau dir mal die Gerichte in Deutschland an. Dort ist alles überfüllt und gelähmt ob der Bürger, nicht Firmen, die sich da wegen Kleinigkeit fortwährend an den Kragen gehen. Das Internet ist letztendlich nicht anders, hier tauscht man nur Hirn gegen Solidaritätsdogma.

  31. Chris sagt:

    Immerhin scheint ein Kommentar, der ein paar Stunden Lebenszeit hat, bevor er gelöscht wird, Anlass genug zu sein, den Herrn Niggermeier abzumahnen.

    Das wird nichtmal in Hamburg Bestand haben — es sei denn, ja, es sei denn Stefan verschweigt uns was. Das glaube ich aber eher weniger.

    Das Problem wird die Heise-Entscheidung sein, ob der Fall ähnlich gelagert ist. Wie eigentlich immer: Eine Einzelfallentscheidung. Aber auch hier gilt: Pure Meinung, keine juristische Brwertung.

    Ansonsten halt anwaltlichen Rat einholen…

  32. Oliver sagt:

    Je mehr jedoch diese Wischi-Waschi Politik betrieben wird, ob Solidaritätgefasels und Privatmenschen mit Profis gleichermaßen vor den Kadi gezerrt werden, umso schneller wird die Meinungsfreiheit schwinden. Denn dann wird der Privatblogger gleichgesetzt mit dem Profi, der Profi hingegen genießt mehr Recht und kann auch weitaus mehr Ungemach abfangen. Der kleine Mann da draußen muß jedoch gänzlich schweigen und aufgeben — diesen Umstand verdankt er jedoch jenen Profis die fortwährend Blogs journalistische Qualität oder gar gleiche Bedeutung unterstellen möchten in der Öffentlichkeit.

    Mal eine andere Frage an einige Kommentatoren, Blogger oder nur heldenhafte, anonyme Schwätzer?

  33. moschus sagt:

    Ja super danke Oliver, lach mich aus, sag mir ein schlechtes Nivau nach, behaupte ich Verleumde und ich lasse die gute Kinderstube vermissen um dann zu guter letzt allen zu unterstellen, sie seien heldenhafte anonyme Schwätzer, falls sie keinen Blog nachweisen können.

    Wenn du mich damit ärgern willst, hast du es geschafft.

    Und ich finde es weiterhin Schade, dass es Chris schnuppe ist dass derzeit abgemahnt wird.

  34. G sagt:

    Toll, dass hier so schön zensiert wird.

    @Oliver
    Falls du meinen Kommentar nicht verstanden hast: Mit dem Presseausweis hat man keine supertollen Vorteile.

    Edit by Chris: Herr Niggemeier besitzt keinen Presseausweis.

  35. Oliver sagt:

    Mit dem Presseausweis hat man keine supertollen Vorteile.

    Natürlich nicht Herr «G», wenn man diese nicht kennt oder dem Dorfanzeiger angehört.

    Nachtrag: Ich wollte damit natürlich nicht behaupten, dass Stefan Niggemeier einen Presseausweis besitzt, die Diskussion darüber ist selbstverständlich allgemein gehalten.

  36. Chris sagt:

    Und den selten dämlichen Zensur-Vorwurf kannst Dir sonstwo hinstecken. Ich hatte Deinen Kommentar gelöscht, weil er so viel Gehalt hatte, wie der Müll, den ich gleich noch rausbringen muss. 😉

  37. knorke sagt:

    @ Oliver:
    (wie zitiert man eigentlich?)
    «sage jemandem Arschloch ins Gesicht, der Finger im Straßenverkehr beispielsweise kann schon üble Folgen haben. Hirn war aus, irgendetwas geschwollen und danach war es eben die Kleinigkeit, der Spaß.»

    Genau darum gehts ja. Wo ist da die Grenze? Ich will doch als Kommentator nicht den Seitenbetreiber in die Pfanne hauen. Aber wenn die Alternative nur darin besteht, dass jeder Kommentar vorher abgesegnet werden muss, dann ist doch jeder Blogger gut beraten, seine Kommentare vorher auf das «Arschloch» hin zu untersuchen. Wenn ich dann da säße und entscheiden müsste, dann wäre ich da im Zweifel lieber zu strikt. Was bleibt ist dann eine (immerhin weitgefasste) Form von political corectness in den Kommentaren.

    Die meisten, die sich vor Gericht an die Gurgel gehen, sind über Stinkefinger und Arschloch längst hinaus.

    Die die deswegen Anwälte in Gang setzen, die machen das ja wohl in der Regel entweder
    a) einfach nur, weil sie es können oder
    b) weil sie wissen, dass es dem anderen im Zweifel mehr weh tut als ihnen selbst.

    Wie gesagt, Callactive muss sich genause wenig ans Bein pinkeln lassen wie du und ich. Die Motive aber, die sind für mich fragwürdig, und die Konsequenzen für mich sind eben, dass ich so manches lieber gar nicht thematisiere, bevor ich jemandem damit Ärger anhänge.

    P.S. Warum kommt beim Spamschutz-Berechnen bei mir schon wieder 7 raus?

  38. Oliver sagt:

    @moschus,

    >Ja super danke Oliver, lach mich aus, sag mir ein schlechtes Nivau nach, behaupte ich Verleumde

    Indirekt unterstützt du die Aussage obwohl ich mit dem Teil der Verleumdung gar allgemein sprach, wo soll den dieser Teil beispielsweise hier vorkommen?
    Aber bitte,

    Auch sehe ich es nicht als Problem an Kommentatoren die im Eifer einer falsch verstandenen Meinungsfreiheit ihrer Debilität freien Lauf lassen einen Schuß vor den Bug zu verpassen. Die Klage ob des eigenen Blogs könnte man somit direkt an die richtigen weiterleiten. Ich sehe keinen Grund darin Idioten zu schützen, die ihrerseits anonym den Betreiber in die Scheiße ritten.

    Was das mit dir zu tun hat, erschließt sich mir wirklich nicht. Oder hast du dort kommentiert und ich hab hier zufällig den richtigen getroffen? Das mußt du mir dann schon erläutern, denn ich lese diese Blogs nicht.

    Mit dem Niveau hast du natürlich recht, das war aber auch auf unseren Schreibstil bezogen. Q.e.d. kommt mir hier jetzt in den Sinn, obwohl nicht beabsichtigt. Deswegen auch nochmals der Hinweis, den Chris schon gebetsmühlenartig wiederholt, erst Lesen, dann drüber Nachdenken und dann Schreiben. Dann muß auch keiner Krokodilstränen verschütten …

  39. Detlef Borchers sagt:

    @Chris: man steht nicht neben dem Grundgesetz, wenn man gegen bereits gelöschte Kommentare vorgeht. So etwas gibt es bei Abmahnungen durchaus. Man konstruiert einfach eine Wiederholungsgefahr und kann Texte abmahnen, die längst gelöscht sind und nicht mehr existieren. Ist mir auch schon passiert.

  40. G sagt:

    Aha, stimmen Sie mir also zu? Es ist also ein Unterschied ob man für die Bild arbeitet oder für den Dorfanzeiger (da ist der Presseausweis mal völlig egal). Eine ordnungsgemäße Akkreditierung öffnet einem übriegens ebenfalls einige Türen mehr, als es ein normaler Presseausweis je könnte.

    Edit by Chris: Herr Niggemeier besitzt keinen Presseausweis.

  41. Chris sagt:

    @Detlef: Danke für den Hinweis — aber: Es ist keine Feststellung gewesen, sondern meine persönliche Meinung, wie ich ein gewisses Verhalten beurteile (eben auch mit Blick auf das BGH-Urteil). 😉

    Nur meine Meinung — kein juristischer Rat oder Empfehlung, whatever. 😉

  42. Chris sagt:

    @G: Das war Dein letzter Kommentar hier. Ich muss mich hier nicht so dumm über Presseausweise unterhalten, der einem _natürlich_ mehr Türen öffnet als es einem profanen Privatblogger jemals passiert. Erst recht wenn der Inhaber, sagen wir, für die FAS schreibt. 😉

    Und damit verabschiede ich mich von Ihnen. :)

    Nachtrag: Ich wollte damit natürlich nicht behaupten, dass Stefan Niggemeier einen Presseausweis besitzt, die Diskussion darüber ist selbstverständlich allgemein gehalten.

  43. Oliver sagt:

    kann Texte abmahnen, die längst gelöscht sind und nicht mehr existieren.

    Andererseits muß man auch die andere Seite der Medallie betrachten, ganz allgemein, das Internet vergißt nichts, lokal gelöscht ist es schon x-fach gecachet.

    @G, *gacker* na klar, aber ich würde mir mal die Vita des Herrn anschauen und wo er sonst publiziert 😀

    Und davon abgesehen öffnet ein Presseausweis _immer_ Türen, die ein Normalmensch erst gar nicht zu Gesicht bekommt und ja da könnte ich auch einen bekannten «Dorf-Journalisten» fragen.

    Nachtrag: Ich wollte damit natürlich nicht behaupten, dass Stefan Niggemeier einen Presseausweis besitzt, die Diskussion darüber ist selbstverständlich allgemein gehalten.

  44. Oliver sagt:

    @G, bringt nichts — versuchs mal ohne Wiki und frage mal echte Journalisten 😉 Die Wiki macht oft soviel Sinn, wie so mancher Kommentar, nämlich gar keinen.

  45. Sebastian sagt:

    Mir gefällt dieser Kommentar hier ehrlich gesagt überhaupt nicht.

    Ich kann die Argumentation verstehen — das Internet ist kein rechtsfreier Raum.

    Aber: wenn schon ein ach so professioneller Autor wie Stefan Niggemeier für Dinge abgemahnt wird, die er selbst nicht für abmahnwürdig hält (das war die andere Abmahnung) wie soll denn dann bitte Otto-Normal-Blogger bitte überhaupt Kommentare zulassen?

    Mehr noch: durch die hier indirekt veranlasste, redaktionelle Begutachtung aller Kommentare vor der Veröffentlichung (sprich: Kommentare müsste Niggemeier erst lesen, dann freigeben) macht er sich jedwede Aussage der Forenmitglieder zu Eigen. Hierdurch wird er für all das, was veröffentlicht wird, haftbar.

    Wie soll denn bitte in der derzeitigen Abmahn-Wut überhaupt irgendwer im Internet noch irgendwas sagen können, ohne selbst Anwalt zu sein, wenn es auch nur zum Zwecke sei, sich gegen andere Anwälte mit passenden Mitteln zu wehren (sprich bin ich selber Anwalt dann weiß ich wenigstens, wie ich mit meinem Gegner umzuspringen habe und habe evtl. eine bessere Kenntnis über die Dinge, die gesagt werden dürfen oder nicht).

    Klar: das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Aber: ich bin Immer noch der Ansicht, dass hier nicht der Herr Niggemeier abgemahnt gehört, sondern die Person, die den Nazi-Vergleich gemacht hat.

    Klar darf ich auf der Straße keinen Stinkefinger zeigen mit dem Glauben, dass ich einfach so davon komme. Aber um das Beispiel einmal zu übertragen: hier wäre es so, dass jemand bei Niggemeier im Garten jemand anderem einen Stinkefinger zeigt, Niggemeier die Person des Gartens verweist und die Person, die betroffen war (der der Finger gezeigt wurde) verklagt nunmehr den Besitzer des Gartens, weil so viele Nachbarn einen direkten Blick auf «die Party» hatten und er ein Forum geboten hat — es könnte ja sein, dass der Störer zurück kommt und den Finger nochmal zeigt.

    Was ist denn das für ein Rechtsstaat?

    Muss ich hier jetzt nur subtil genug irgendwen beleidigen in der Hoffnung, dass es nicht gemerkt wird, damit ich mich darüber freuen kann, dass es eventuell ein Antwalt bemerkt und dieses Blog hier abmahnt?

    Das ist doch krank. Jeder ist im Internet verfolgbar. Man soll sich doch bitte um die Idioten kümmern und nicht um Personen, die es versuchen richtig zu machen. Auf diese Art wird das Medium Internet mit seiner Interaktivität kaputtgemacht. Internet ist nicht Zeitung, klar, aber eine Kommentarfunktion ist auch kein Leserbrief. Auf diese Art wird das Internet in die Zeit des Buchdrucks zurück geworfen und jeder Autor braucht eine Rechtsschutzversicherung.

    Dies kann nicht im Interesse der Gerichte liegen.

    Nun gut — ich finde die Häme irgendwo noch nachvollziehbar — sie ist aber kontraproduktiv. Callactive freut sich wahrscheinlich ein Loch in den Bauch, dass man so leicht einen Keil zwischen die Blogger treiben kann, da hilft auch diese zwei Zeilen Distanzierung wenig.

    Ich hätte mir gewünscht, dass solch ein Posting nicht auftaucht. Manchmal muss man einfach mal den Mund halten, sprich abwarten. Ehrlich. Es ist sicherlich nicht alles schwarz und weiß, aber man muss doch nicht in das eigene Nest sche**en um zu zeigen, dass man der Sache irgendwo kritisch gegenbersteht.

  46. Oliver sagt:

    >Aber um das Beispiel einmal zu übertragen: hier wäre es so, dass jemand bei Niggemeier im Garten jemand anderem einen Stinkefinger zeigt, Niggemeier die Person des Gartens verweist und die Person, die betroffen war (der der Finger gezeigt wurde) verklagt nunmehr den Besitzer des Gartens

    Oder aber den Garten für eben diese «Meinungsfreiheit» zu Verfügung stellt.

    >Ich hätte mir gewünscht, dass solch ein Posting nicht auftaucht.

    Ich wünschte mir viele solcher Texte diverser Natur, die sich mal den Solidaritätstrollen kritisch mit Verstand gegenüberstellen.

  47. Chris sagt:

    Liebe Freiheitskämpfer — kämpft auf Eurer eigenen Domain, ja? Danke. :)

  48. Sebastian sagt:

    Trau ich mich nicht — hab kein Geld für’n Anwalt 😉

  49. Chris sagt:

    Klar: das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Aber: ich bin Immer noch der Ansicht, dass hier nicht der Herr Niggemeier abgemahnt gehört, sondern die Person, die den Nazi-Vergleich gemacht hat.

    Das kann er jeder Zeit, wo ist das Problem? Nur als der, der veröffentlicht, ist er erstmal als Mitstörer, als erster Ansprechpartner, wie jeder andere Blogger auch «dran». Natürlich kann er sich dann auch an den Störer wenden und seinerseits klagen.

    Muss ich hier jetzt nur subtil genug irgendwen beleidigen in der Hoffnung, dass es nicht gemerkt wird, damit ich mich darüber freuen kann, dass es eventuell ein Antwalt bemerkt und dieses Blog hier abmahnt?

    Das ist hier schon mit Berliner IP versucht worden, siehe 3. Kommentar. Ja, so wird in unserer Hauptstadt gearbeitet. Und nebenbei schlagen wieder zig Leute per Google auf, die nach meinem vollen Namen suchen. Aber gut, wir kennen es nicht anders. Und ich würde jederzeit mich an den urpsrünglichen Störer halten (siehe 3. Kommentar, manch einer wird in Berlin schwitzen).

    Was ist denn das für ein Rechtsstaat?

    Ich denke, das Wetter ist zur Zeit ziemlich scheiße. Nichts anderes sagt erstmal die Abmahnung von Callactive aus. Es liegt kein rechtskräftiges URteil vor, es wird in diesem Fall wahrscheinlich auf eine Einzelfallentscheidung hinauslaufen. Das hat im Moment NICHTS mit Rechtsstaat zu tun, also heult und jammert nicht rum. Im Moment tauschen Anwälte Argumente aus. Ne, das Wetter zur Zeit ist fein.

    Wie soll denn bitte in der derzeitigen Abmahn-Wut überhaupt irgendwer im Internet noch irgendwas sagen können, ohne selbst Anwalt zu sein, wenn es auch nur zum Zwecke sei, sich gegen andere Anwälte mit passenden Mitteln zu wehren

    Blogcensus zählt zur Zeit über 100.000 aktive Blogs — diese Argumentation, wir dürfen nichts mehr sagen, ist lächerlich. In China werden Blogger 10 Jahre in den Knast gesperrt — dort hat man ein Problem, sich zu wehren.

    Mehr noch: durch die hier indirekt veranlasste, redaktionelle Begutachtung aller Kommentare vor der Veröffentlichung (sprich: Kommentare müsste Niggemeier erst lesen, dann freigeben) macht er sich jedwede Aussage der Forenmitglieder zu Eigen. Hierdurch wird er für all das, was veröffentlicht wird, haftbar.

    Richtig, so hat das OLG Hamburg in einem Fall entschieden. Gefällt mir auch absolut nicht. Wir können uns aber auch alle irgendwo mal treffen und gemeinsam heulen — es nützt nichts, z. B. Stolpe-Urteil, wem das nichts sagt — googeln. Wir können aber auch weiter gegen diesen Abmahnwahn gegen Privatleute kämpfen — und wie schon erwähnt, lasst mich aber mit irgendwelchen Unternehmen in Ruhe. Dann kommt da nie was bei rum.

    Mal direkt all die gefragt, die sich hier so herzzerreißend in den Kommentare gemeldet haben: Was habt Ihr bis jetzt so richtig im RL, in Eurem bisherigen Online-Leben getan, gegen diesen Wahnsinn vorzugehen. Könnt Ihr nur die Angreifen, die schon mehrfach so richtig im realen Leben gekämpft haben und sich, dadurch, dass sie sich in der Thematik sehr gut auskennen, eine differenzierte Meinung gebildet haben? Habt Ihr einfach nur ne dicke Fresse oder habt Ihr auch abseits der Tastatur etwas auf dem Kasten?

  50. Oliver sagt:

    >Muss ich hier jetzt nur subtil genug irgendwen beleidigen in der Hoffnung, dass es nicht gemerkt wird

    Das Killerargument schlechthin und doch leicht entkräftet, schaut man sich denn das Gros der Problemfälle an. Wären sie denn derart subtil, hätte man wohl weitaus weniger Probleme.

  51. Sebastian sagt:

    Das Killerargument schlechthin und doch leicht entkräftet, schaut man sich denn das Gros der Problemfälle an. Wären sie denn derart subtil, hätte man wohl weitaus weniger Probleme.

    Kann ich nachvollziehen aber ich meinte hier gerade den Bericht über den von mir angesprochenen Fall des Bloggers der über eine chinesische Firma berichtete.

    Ein Kommentar der Sorte «Ich habe in (link) gelesen, dass dieser (Name der Firma) chinesische Autobauer ein böses Unternehmen ist — was sagt ihr dazu?»

    Und dann würd das Blog abgemahnt, in dem der Kommentar erscheint. So im übertragenen Sinne.

    Ich halte generell die Kostenfreiheit einer ersten Mahnung für sinnvoll, nur wirst Du das genausowenig hinbekommen wie die Kostenfreiheit der IHK-Mitgliedschaft. Anwählte haben eine zu große Lobby und Abmahnungen sind deren Brot und Butter. Es wird immer einfacher sein, etwas an der Rechtsauffassung zu ändern. Aber ein Versuch ist es ja eventuell wert.

  52. […] Manchmal, wenn man den Tag Revue passieren lässt, die Menschheit in einem nicht enden wollenden schwarzen Moloch wähnt, erscheint ein Licht […]

  53. Chris sagt:

    Mir ist dieses Beispiel entfernt ein Begriff. Was ist daraus geworden? Nichts, er muss damit rechnen, in China Probleme zu bekommen. Siehst, da hat man Probleme, nicht hier. Da ich aber den Fall nicht genau kenne, mich bitte nicht auf diese Aussage festnageln. Der Vergleich hinkt eh, interessiert mich also eher weniger.

  54. Oliver sagt:

    >Nichts, er muss damit rechnen, in China Probleme zu bekommen.

    Wenn er Franzose ist schon, denn die liefern nach China aus 😀

  55. Sebastian sagt:

    Warum ich das Beispiel gebracht habe?

    In China werden Blogger 10 Jahre in den Knast gesperrt

    Tja — und was erwartet den deutschen Blogger?

    Damals wurde sofort mitgeteilt, dass wenn er verurteilt wird, ihn die Schadensersatzforderungen bis nach Deutschland verfolgen können — in diesem Bezug gäbe es Abkommen zwischen Deutschland und China.

    Sagen wir es doch einfach direkter: jeder Blogger braucht eine Rechtsschutzversicherung. Denn ob er jetzt verurteilt wurde oder nicht, der Blogger braucht einen Anwalt, der auf die Chinesen antwortet. Also kann man auch wieder sagen: das Gesetz gehört abgeschafft.

    Na wie dem auch sei: es ist alles etwas komplexer und dieser Beitrag zum ganzen war auch sicherlich wichtig trägt er doch zum Diskurs bei.

    Es nervt trotzdem. Alles was man im Internet macht ist immer unter einem Damoklesschwert. Der Übersetzer meines geliebten E-Mail-Programms Becky Internet Mail hat die Arbeit deshalb shcon mehrfach eingestellt gehabt (Softwarepatente), es gibt die nette Geschichte des WDR, der für den Rechteinhaber des «Kleinen Maulwurf» diverse Fanseiten dicht gemacht hat… mir geht das Internet bisweilen ziemlich auf den Pinsel.

    Die Wikipedia wird ja auch von Abmahnungen bedroht (und lacht sich ins Fäustchen, weil die Server nicht in Deutschland stehen).

    Sprich: entweder Rechtsschutzversicherung oder Server im Ausland oder wie jetzt?

  56. Chris sagt:

    Mit der Rechtschutzversicherung, das kannst Du getrost vergessen. Und jetzt wirds hier auch zu mühsam, nun werden da auch noch Urheberrechte mit reingemischt. Ein Rat Sebastian: Mach die Kiste aus und bleib dem Internet fern. 😉

  57. Oliver sagt:

    Wenn du es nur noch ein wenig weiter spinnst und gehörig relativierst haben wir bald den Held der Republik, gegen den echte Helden nur noch schattenhaft wirken.
    Ich denke mal man sollte beim hier und jetzt bleiben -> Profi.
    Bei wirklich brisanten Fällen, bei der selbst ein Bericht über eine Abmahnung gefährlich wäre, verkriecht sich das Gros der Heldenblogger ohnehin ins letzte Loch und scheißt gehörig auf die Solidarität.

    Ich sag nur eines, man sollte sich gehörig von diese Blogsuppe distanzieren. Intelligenz kann man eben nicht durch maßlose Relativierungen ersetzen.

  58. […] Erkennt wer trotzdem den Unterschied. Ja? Fein, dann habt Ihr zwar nichts gewonnen, könnt aber diversen Top-Bloggern unseres Landes ein Stück Hirn abgeben […]

  59. Martina sagt:

    Chris, in deinem letzten Blogeintrag «Unterschiede» bringst du einen wichtigen Punkt auf das Parkett: den Mob, der losgeschickt wird.

    Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie heftig diese Meute wirken kann. Undifferenziert und nur auf eine eigene Profilierung abgezielt, folgen diese Speichellecker der Spur ihres Herren, von dessen Brotsamen sie hoffen, zu profitieren.

    Das Gehirn wird schon in einem sehr frühen Stadium abgeschaltet, es wird in die Fäkalienkiste gegriffen und dann losmarschiert.

    Dabei ist es für die Akteure irrelevant, ob der oder die Kritikerin vielleicht recht haben mag, ob irgendwelche Persönlichkeitsrechte verletzt sein könnten.

    Um auf Euer Ausgangsthema zurückzukommen: Mein Standpunkt zu dieser Angelegenheit mag sicherlich schon hinreichend bekannt sein.

  60. Chris sagt:

    Martina, ich habe gerade vor 2 Minuten mit Oliver genau über Deinen Kommentar bei Dir gesprochen. Kann ich den Kommentar mal hier in die Kommentare rüberholen oder wollst das vielleicht sogar selber machen?

    Die Erfahrung zeigt, diesem Link folgen wenig Leute. 😉

  61. Martina sagt:

    Klar, ich sehe darin überhaupt kein Problem! 😉 Hole ihn rüber!! 😉

  62. Chris sagt:

    Hier also mal für alle ein kleiner Bericht, wenn die ach so tolle Blogosphäre losgelassen:

    ——

    Ich hatte hier in Klein-Bloggersdorf auch schon mal jemanden abgemahnt und durfte die geballte Häme der unbeteiligten Blogger spüren. Es wurde der eine oder andere Mülleimer über mir ausgekippt, von Menschen, die absolut nicht um die Hintergründe wussten. Mir wurde damals vorgehalten, dass ich doch alles hätte erklären können. Bin ich denn bescheuert? Nicht ich hatte die Abmahnung publik gemacht, sondern mein Gegner! Und er war diesbezüglich, ebenso wie seine «Freunde» nicht gerade zimperlich, was auch nur ansatzweise meine persönlichen Daten anbelangte.

    Was sollte ich machen? Nochmal klagen? Und dann gegen Nicks? Kannst du dir vorstellen, wie ich mich gefühlt hatte, als auf einmal Personen unter meinen Nick irgendwelche Postings absetzten, als meine damalige Adresse (ich war zu dem Zeitpunkt noch anonym im Web unterwegs!) publiziert wurde? Warum meinst du wohl, führe ich diesen Blog hier unter meinem Realnamen? Ja, weil mich diese Person dazu zwang, um halbwegs meinen Internet-Ruf zu schützen!

    Also erzähl mir bitte nicht, wie schlimm alle Abmahner per se sind! Ich weiß aus eigener Erfahrung, wie wunderbar «verständnisvoll» und «einsichtig» die Bloggerkollegen sind! Viele von ihnen sind schlimmer als Lepra!

  63. Martina sagt:

    Wusste ich doch, dass du genau diese Passage zitieren wirst. 😉 Kannst du mich mal bitte anmailen?

    Zu meiner Erfahrung: Ich gehörte (oder war es sogar!) die erste Bloggerin in Klein-Bloggersdorf, die einen Kollegen abgemahnt hatte. Sein Irrtum höchstwahrscheinlich die Annahme, dass ich mit der anderen Martina Kausch, die als Journalistin bei DIE WELT arbeitet, identisch bin. Dumm, dass es mindestens 5 Frauen mit dem selben Namen gibt.

    Ich unterstelle ihm noch heute, dass er seine Strategie genau auf diesen Punkt ausgerichtet hatte.

    Schlimm an der damaligen Geschichte war, dass keiner seiner hirnlosen Gefolgsleute sich auch nur im Ansatz die Mühe machte, einmal bei mir im Hintergrund nachzufragen, was Sache ist. Selbst die Sog. A-Blogger sprangen auf seine Schippe und bashten mich. EIner der Blogger ist sogar ein bekannter Strafverteidiger, der einen immensen Zulauf hatte.

    Ich war gebrannt, nein verbrannt — und ich konnte mich drehen wie ich wollte, mein Persönlichkeitsrecht wurde von ihm (meinem Gegner) schon allein dadurch ausgehebelt, dass er das Schreiben meines damaligen RA als PDF mit meiner damaligen Realadresse in seinem Weblog publizierte. Keiner seiner Kommentatoren störte sich an dieser offensichtichen Verletzung meiner Persönlichkeit — nein, ich wurde zum Hohn! Erst ICH musste ihn durch meine n Einspruch dazu bewegen, meine damalige Adresse zu schwärzen! Aber längst hatten seine Gefolgsleute massig Kommentare dazu abgesetzt und sich über mich lustig gemacht.

    Faszinierend war parallel zu beobachten, wie er sich an mich hängte, achtete er doch auf die Google-Suchergebnisse. Schien er wieder mal nach «unten» zu driften, dann verlinkte er wieder den Beitrag, um damit im Ranking oben zu erscheinen.

    Was ich damit sagen will: Jede/r, der oder die sich nun gegen irgendwelche Abmahnungen echauffiert, sollte sich genauestens überlegen, wie er oder sie sich in einer solchen Situation verhalten würde. Meine Vermutung ist aber, dass die Intelligenz von rund 80% der Komemntatoren nicht bis dahin reicht.

  64. enterhaken sagt:

    oehm, um was geht es hier den ueberhaupt?
    Und: Wo is das Popcorn? 😀

  65. […] Warum mir die derzeitigen Abmahnfälle schnuppe sind (tags: blogging) […]

  66. […] zähle ich 17 ausführliche Callactive-Artikel auf Stefan Niggemeiers Blog. Das will ich eine gesunde Portion Verbissenheit […]

  67. Stephan sagt:

    Ich kann die Argumentation im «Unterschiede» Thread nicht nachvollziehen. Schließlich wird hier niemand wegen einer von IHM behaupteten Aussage abgemahnt, sondern wegen einer Aussage, die BEI IHM zu lesen war. Wenn der jenige, der nicht möchte, dass diese Aussage gelesen wird nun dagegen vorgeht, halte auch ich es für shizophren, sie dann selbst in andere Blogs zu kleistern.

  68. Chris sagt:

    Leute, Ihr solltet Euch so langsam mal bewusst machen, dass ein Blogger für ALLES verantwortlich ist, was er veröffentlicht — dazu zählen natürlich auch die Kommentare der Gäste. Die Frage ist, ab welchen Zeitpunkt er haftet. Da hat der BGH ganz klar entschieden. Es gibt aber auch da nicht nur scharz und weiß — positive und negative Kenntnisnahme.

    Die Gerichte schauen auch da auf die näheren Umstände, wie gewinnorientiert oder nicht, gibt es eine Vorgeschiche oder nicht.

    Nur weil es Person XYZ geschrieben hat, kann sich da niemand mit rausreden, und das ist ja auch nicht nur bei Bloggern so. Der, der veröffentlichtlicht, sei es F!XMBR, Stefan Niggemeier oder die SZ — auch für die Kommentare unserer Leser sind wir verantwortlich. Wir können uns im Ernstfall auch «nur» am ursprünglichen Störer schadlos halten, sprich unserseits rechtliche Mittel in Anspruch nehmen.

    Ob das gefällt oder nicht, steht auf einem anderen Blatt Papier, haben wir aber auch schon mehrfach drüber gesprochen — siehe oben.

  69. Stephan sagt:

    Ich möchte auch hier überhaupt keine Position beziehen, bislang sehe ich es wie einige andere als «juritisches Geplänkel» bei dem auch zunächst das Ergebnis abzuwarten bleibt. Das dein Vergleich allerdings hinkt sehe ich immernoch so. Um mal wieder zum Gartenbeispiel zurückzukommen. Wenn ich mich von dem Stinkefinger im fremden Garten angegriffen fühle renn ich doch nicht 2 Tage später durch die ganze Stadt, mit nem Foto vom Finger in Postergröße und schreie «schaut mal deswegen hab ich ihn angeklagt und der *** traut sich ja noch nichtmal mir den nochmal zu zeigen». Find ich zum einen juristisch unklug (aus meiner laienhaften Sicht bewertet), zum andern kann ich nicht damit agumentieren, dass ein brauner vergleich ja 7 oder 8 stunden zu lesen war und ihn dann selbst überall verbreiten.

  70. RA-Blog sagt:

    […] MfG Callactive (Quellen für den Kommentar: Nerdcore, Fixmbr, Timo Heuer, Frederic Scheider; und zensiert bei: Betalog, Mein Parteibuch) Valentin Tomaschek […]

  71. Chris sagt:

    Ach ne Stefan. Schau mal auf den aktuellen Artikel «Unterschiede» bitte. Mit dieser Argumentation kommst hier nicht weit, auch nicht mit irgendwelchen Vergleichen. Die Abmahnung per se wird IMHO keinen Bestand haben — siehe BGH. Und wenn doch, ist es wieder eine den Umständen entsprechende Einzelfallentscheidung sein, die es genau zu analysieren gilt, siehe oben Entscheidung des OLG Hamburg.

  72. Oliver sagt:

    >ja 7 oder 8 stunden zu lesen war und ihn dann selbst überall verbreiten.

    Was die Stunden damit zu tun haben erschließt sich mir eh nicht, aber zu dem überall selbst verbreiten: ganz typisch Blogger wird man, falls das Problem nicht beim Namen genannt wird, verschwörungstheoretisch irgendetwas hineininterpretieren. Es ist also völlig schnuppe wie man dabei vorgeht, wird erst einmal die Sau durch Kleinbloggersdorf getrieben ist der Schaden da und das nur wenige drüber nachdenken, sondern lieber willig den Lynchmob mimen, kann an vielerlei Stellen nachgewiesen werden.

  73. *****

    Diese Kanzlei vertritt auch die BZ als abgemahnte Zeitung, und verliert. *****

    Was die Abmahnungen von Stefan Niggemeier betrifft, so wird die Wahl dieser Kanlei weit reichende Folgen haben.

    Es gibt andere Kanzleien, welche eine andere Rechtsauffassung haben, diese durchzusetzen versuchen, und es gibt Richter, welche anders entscheiden als Buske in Hamburg und Mauck in Berlin.

  74. […] Parteibuch hatte gestern schon ein paar Worte zu den Abmahnungen des Journalisten Stefan Niggemeier durch die Call-in-TV Firma Callactive GmbH veröffentlicht. Damit könnte Mein Parteibuch […]

  75. […] den Abmahngrund (Zitat: “Sieg Heil Money Express TV”) hier und auf vielen anderen Blogs veröffentlicht hat kann man doch eigentlich gemütlich einen Kaffee trinken gehen und die […]

  76. […] Im Fixmbr-Blog sieht man Anwaltkosten wegen einer Abmahnung nicht so dramatisch, wenn es um — ich sag’ mal — Profi-Blogger geht: Die Abmahnungen Stefan Niggemeiers — und im Übrigen auch die von Spreeblick oder MC Winkel — si… […]

  77. truetigger sagt:

    Merci für Deine bissige, aber gut dargestellte Gegenmeinung zum ersten «Huch, einer von uns wurde abgemahnt! Meinungsfreiheit!», Chris.

    Ich geb zu, dass mein erster Gedanke dabei tatsächlich «Uff, schon wieder wird auf das Heise-Forenurteil Bezug genommen!» war. Auch wenn ich Deine Einteilung in Hobby– und Profi-Blogger nicht ganz teilen kann (hier ist es klar, nur wo genau zieht man Grenzen?), ein kritischer Blick auf das *Gesamte* ist oft sehr viel gescheiter als eine Reflex-Reaktion.

  78. Oliver sagt:

    >hier ist es klar, nur wo genau zieht man Grenzen?

    Am Einkommen, z.B. wenn es wesentlicher Bestandteil des monatlichen Einkommens ist. Usus auch als Trigger in anderen Bereichen.

  79. Chris sagt:

    @truetrigger: Mir persönlich sind Amazon– oder auch Googlewerbung schnuppe. Proxomitron sei Dank. Allerdings ist da anzumerken, dass diese ganze werbeverseuchte Scheiße mich dazu animiert hat, geschützt zu surfen, mich immer aktuell zu halten, wie ich das und das blocken kann. Da sind eben diese ganzen Werbefuzzis für verantwortlich. Sex in einer festen Partnerschaft ohne Kondon ist auch ein ganz anderes Erlebnis, als ein One-Night-Stand mit Lümmeltüte. Die Interpretation beim Gesetzgeber sieht da schon anders aus — sobald da regelmäßige Einnahmen sind, ist es eine gewinnorientierte Webseite — und wenn es nur ein Euro pro Monat ist. Und bei den Einnahmen von adical und Co. muss man sowieso nicht diskutieren. Da wird sogar dann mit dem Publizieren im Internet ein großer Teil des eigenen Lebensunterhaltes verdient. Zahlen habe ich oben verlinkt.

    Aus großer Kraft folgt große Verantwortung.

    Und genau das ist der Knackpunkt, auch gerade wieder beim Comiczeichner da in der eBay-Sache zu sehen. Mal will in diversen Kreisen die Macht, das Geld, den Einfluß — auf die Verantwortung wird aber geschissen — im Gegenteil, kleinere Blogger werden ob der falschen Vorbilder in den Sog mit hineingezogen. Und wenn ich genau dieses Gefühl habe, dann entstehen hier Artikel, die manchen kitzeln. 😉

  80. […] Lieber Stefan, ich danke Dir für die eindrucksvolle Bestätigung dieser Worte. […]

  81. […] überlässt — eine Leserschaft im Übrigen, wo manche Kommentare in der Vergangenheit, gerade wenn es um Call-in-TV ging, an die WELT erinnerten. Heute gibt man sich moderator, gebilderter, und beginnt Kommentare mit: […]

  82. […] Warum mir die derzeitigen Abmahnfälle schnuppe sind Nichts Neues im Fall Niggemeier (siehe Absatz 3)… […]

  83. […] sich wie von einem Mob verfolgt fühlt. Dieses Problem habe ich hier auch schon dargelegt. Nicht umsonst hat das LG Hamburg so geurteilt, wie es geurteilt hat. Stefan Niggemeier nimmt seine Verantwortung allein durch seine provokante […]

  84. […] hat. Oft genug sprach man, auch der Autor dieser Zeilen, von einem Skandalurteil — nur wenige nachvollziehbare Urteile wurden in Hamburg gesprochen. Jahrelang war der Aufschrei groß — aber nur auf Foren und auf […]


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