Warum ich (wahrscheinlich) wieder Piraten wähle

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Bild: Agenda 2013

Zugegeben, die Piraten machen es einem oft nicht einfach. Ich kritisiere sie gerne und heftig — immer in der Hoffnung, dass sich Dinge bessern. Seit ich vor über 10 Jahren das letzte Mal SPD gewählt habe, war es bei mir immer die Wahl zwischen den Grünen und den Piraten. Die Grünen fallen als Alternative aus. Jeder Wähler sollte sich zur Bundestagswahl bewusst machen:

Wer Grün wählt, bekommt Schwarz-Grün.

Bleiben die Piraten als Alternative — und nach den letzten Wochen möchte ich nicht einmal vom kleineren Übel sprechen. Was die Berliner Piraten beim Thema Refugee Camp für das soziale Profil der Piraten getan haben, ist großartig und mehr als lobenswert.

Früher ist man gemeinsam mit der SPD gegen soziale Ungerechtigkeit, für die Schwachen der Gesellschaft auf die Straße gegangen. Heute verantworten SPD-Regierungen menschenunwürdige Bedingungen. Die Agenda 2010 war kein Ausrutscher, sondern wie bei den Grünen ein gewollter und von der Basis unterstützter Rechtsruck. Genauso wenig wie die Grünen heute für eine alternative Politik stehen, steht die SPD heute für soziale Gerechtigkeit.

Wie sich die Piraten in Berlin für die Flüchtlinge einsetzen, ist aller Ehren wert. Während Grünen-Politiker mit Presse kurz vorbeischauen, ihre Headlines produzieren, setzen sich die Piraten unermüdlich für die Flüchtlinge ein — und versuchen das Thema zudem auf die Agenda des Berliner Abgeordnetenhauses zu setzen.

Die Piratenpartei kan Oliver Höfinghoff und seinen Mitstreitern wie Mareike @Carridwen Peter ode Stephan Urbach nicht genug danken. Während mancher BuVo sich selbst inszeniert, PR-Kampagnen für ein Buch gegen die Wand fährt, wird in Berlin geholfen. Die Arbeit der Berliner Piraten, die man an der einen oder anderen Stelle durchaus kritisieren muss, kann man an dieser Stelle nicht genügend hervorheben.

Wer das soziale Profil der Piraten sucht, sollte nach Berlin schauen. Die Piratenpartei hat nun ein klares soziales Profil — im Gegensatz zur CDU, der SPD, den Grünen und der FDP. Chapeau.

Wollen wir nur hoffen, dass es so bleibt.

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