Warum ich keinen Firefox nutze

Wie ich gerade bei golem.de lesen konnte, wächst — insbesondere in Deutschland — der Marktanteil für den Firefox Browser weiter an. Während der Browser weltweit bei einem Marktanteil von 12,93% liegt, soll er laut OneStat.com in Deutschland bei sagenhaften 39,02% liegen. Das ist nicht wirklich ein Wunder, sag dem Deutschen, was er zu tun hat, und er wird es tun, und mit Firefox-Werbung wurden wir ja nun die letzten Jahre erschlagen — aber das ist dann doch ein anderes Thema. Auf F!XMBR im Übrigen sieht dieser Trend ähnlich aus, Auswertungszeitraum die letzten 3 Tage, geringe Schwankungen gibt es immer, aber im Grunde ist der Trend immer der gleiche. Der Firefox liegt bei uns tatsächlich auf Platz 1 mit 37,74%. Es folgt der Internet Explorer mit nur 19,44%, auf dem dritten Treppchen steht Opera mit 6,58%. Warum ich jedoch gegen den Trend keinen Firefox nutze, möchte ich im Folgenden erklären.

Wenn ich mir den Firefox (in der deutschen Version) downloade, kommt er für meine Begriffe ziemlich nackt daher. So ziemlich das einzige, was er kann, ist surfen — gut, das soll er auch tun, doch fehlen mir als Powersurfer mehrere Features, die das Onlineleben angenehmer machen. Und so muss z. B. ein (ganz bestimmtes) Theme her, sowie mehrere Extensions. Versteht mich nicht falsch. Für meine Familie z. B., die nur ab und zu mal ins Netz schaut, würde ich jederzeit den Firefox empfehlen und auch installieren, für ihre Ansprüche ist er vollends ausreichend, jedoch eben nicht für mich.

Als erstes installiere ich (immer) das Theme Charamel — edel geht die Welt zugrunde, ein ganz feines Theme, aber leider nicht erhältlich für Opera — da gibt es nichtmal ansatzweise ein ähnliches Theme.

Kommen wir nun zu den Extensions, ohne die ich nicht kann. Derjenige, der vor Jahren mal das Tabbed Browsing erfunden hat, dem gehört nachträglich ein Orden verliehen. Um dieses Feature perfekt im Firefox nutzen zu können — yes, nur noch ein Fenster — installiere ich die Tabbed Browser Extensions, ganz grandios. Ebenso grandios sind für mein Surfverhalten Mausgesten, ein neues Fenster, ich ziehe die Maus kurz nach unten — das Fenster schließen, kurz nach unten und nach rechts. Schneller ist niemand per Keyboard oder mit Maus, darum müssen die All-in-One Gestures her, I love it. Ein Feature, welches ich unter Opera lieben gelernt habe, ist unter Firefox die Extension Paste And Go. Eine URL, die in der Zwischenablage liegt, lässt sich per rechtem Mausklick in die Adresszeile einfügen und gleichzeitig aufrufen, paste and go halt — warum das nicht per Standard eingefügt wurde, ich weiß es nicht wirklich.

Als nächstes wird Super Drag & Drop installiert. Eine URL angeklickt, gedrückt halten und kurz irgendwo hingezogen, und schon wird die URL in einem neuen Tab geöffnet — es entfallen irgendwelche Tastenklicks beim Mausklick, klasse Sache. Ihr kennt sicherlich das Problem, Ihr kopiert einen Text aus dem Internet, fügt ihn in Eure Textverarbeitung ein, und die ganze Formatierung wird übernommen, im schlimmsten Fall will die Textverarbeitung sich mit dem Internet verbinden. Copy Plain Text verhindert dies — diese Extension kopiert jeden Text ohne jegliche Formatierung. Manchmal werden auf Internet-Seiten Links nicht klickbar gemacht, sei es in Internet-Foren um den Referer zu verhindern oder sei es auch einen mailto-Link nicht klickbar zu machen. Die Erweiterung Linkification macht aus diesen Links klickbare Links, für Besucher des CSB’s zum Beispiel eine feine Sache. Firefox–JüngerUser fluchen, wenn sie das Windows Update nutzen wollen, müssen — was auch immer. Arbeitet dies doch augenscheinlich nur mit dem Internet Explorer zusammen. Die Extension WindowsUpdate löst auch dieses Problem, so kann das System auch mit dem Firefox geupdated werden.

Manche Internet-Seiten verbieten einen Rechtsklick — sehr nervig, wenn man mal eben, kurz einen Text kopieren will. Doch auch hier gibt es Abhilfe: Die Extension Allow Right-Click umgeht diese Einschränkung. Vielen Usern gefällt der Downloadmanager des Firefox nicht. Wird er bei einem Download gestartet, wird er oft schnell wieder geschlossen. Doch dann verliert man aus den Augen, wie weit der Download fortgeschritten ist, wie lange der Download noch ungefähr dauert. Die Extension Download Statusbar fügt dem Firefox eine Statusbar zu, in der man seine Downloads zukünftig auch ohne das Firefox-interne Downloadfenster im Blick hat. Wie sehr liebe ich es, wenn ich ein Programm minimiere, es sich in den Tray verpieselt, und nicht in der Taskleiste liegen bleibt. Was ist das nervig, wenn dort ein Programm liegt, während ich es gerade nicht brauche. Die Extension MinimizeToTray minimiert (nicht nur) den Firefox in den Tray, super.

Dann gibt es noch kleinere Spielereien, die ich zur Zeit installiert habe. Zum einen wäre da die Extension Google Pagerank. Was liebe ich es, von irgendwelchen SEO-Fetischisten die Seite zu besuchen, und dann unsere, die gerade mal ein halbes Jahr besteht. Ein Vergleich und der Tag ist gerettet, meist liege ich vor Lachen am Boden. Die Extension MozCC hatte ich bereits erwähnt, sie vermisse ich unter Opera besonders, eine sehr feine Spielerei. Auch wenn Google immer mächtiger wird, ist die Suchmaschine (hoffentlich: noch) am Mächtigsten. Darum installiere ich immer gerne die Googlebar. So hab ich meine Suchen perfekt im Griff. Da wir ja in einer Welt leben, die Tag für Tag damit rechnen muss, vom Terror angegriffen zu werden, habe ich mir noch die Extension US Homeland Security Extension installiert — so habe ich immer im Blick, wie hoch die Terrorgefahr auf unserem Planeten ist und ob ich mir einen Atombunker zulegen muss, ein Dank von mir an die US Homeland Security.

Dann ist der Firefox meinen Bedürfnissen entsprechend eingerichtet, und man könnte eigentlich loslegen. Wo ist dann das Problem, mag jetzt der eine oder andere Leser denken. Denn das ist ja auch eine Stärke des Firefox, man kann ihn individuell gestalten. Wäre alles schön und gut, wenn damit der Ressourcenverbrauch nicht unglaublich ansteigen würde, der Start des Browsers dauert mehrere Sekunden, er neigt viel mehr zu Abstürzen, er arbeitet so träge, dass an ein vernünftiges Surfen nicht zu denken ist — ich kann es wirklich nicht nachvollziehen, warum er von so vielen Leuten so sehr geliebt wird. Opera hat auch in der 9’er Version noch viele Schwächen, ich bin sogar der Meinung, man hätte das gute Stück nicht als Final freigeben dürfen, das ganze war viel zu früh. Man hat es in Nachbarschaft von Microsoft verkündet — ob das abgefärbt hat? Dennoch nutze ich mit Begeisterung Opera, und für Seiten, in denen der Norweger Probleme macht, den IE-Aufsatz Maxthon. Einen Linktipp kurz vor Schluß: Die Firefox-Mythen demysthifiziert. Firefox ist meiner Meinung nach ein typisches Beispiel für hoch gelobt, kann aber dann im Profi-Test überhaupt nicht bestehen, für den Gelegenheitssurfer gibt es keinen besseren Browser, aber für Poweruser ist dieser Browser völlig ungeeignet.

Disclaimer: Ich möchte jetzt hier keinen Browser-Bashing starten, jeder nach seinen Vorlieben, nach seinen Bedürfnissen, auch nutze ich (zur Zeit) nur Windows, es kann also sein, dass das gute Stück mit den Extensions unter einem anderen OS diese Probleme nicht macht. Seht es mir nach, der Thread könnte auch heißen, meine unverzichtbaren Firefox-Extensions.

29 Antworten zu “Warum ich keinen Firefox nutze”

  1. Oli sagt:

    Der Disclaimer wird ohnehin immer geflissentlich überlesen :p

    –ok das System ist erst einmal Schrott
    –das Gros der Extensions wird auf billigste Art und Weise «gehackt», dementsprechend oft sind diese auch für massive Speicherlecks verantwortlich; ok Opera macht das dynamisch als Feature kann aber dabei auch schon mal richtig zuqualmen 😉
    –die Geckoengine ist sehr gut, kann man z.B. in Seamonkey beobachten, der meiner Meinung nach besser flutscht
    –manchmal, ja so manchmal frage ich mich warum der Scheiß? Will ich surfen oder will ich ein OS, die primäre Aufgabe erfüllen alle mehr oder weniger schlecht, sie glänzen jedoch mit Addons. Sinnvoll? Manchmal …
    –ich verstand nie warum man die Mozillasuite mit Firefox ersetzte, dieses Erweiterungssystem ist klasse, aber man hätte sich zuvor Gedanken machen sollen, um die richtige Konzeption.
    Da gibts eine nettes Zitat von Greg Lehey, seines Zeichens Unix/BSD Guru, Programmierer seit ein paar Jahrzehnten

    This is the future of web browsers? O brave new world, That has such people in’t! I’ve come to the conclusion that they made firefox extensible so that the team can say ?If you don’t like it, it’s in your power to fix it?. This makes life easier for the team, but that’s about the only advantage. It’s certainly no excuse for writing such patently bad software.

    http://www.lemis.com/grog.….l#bottom

  2. Hans Schmucker sagt:

    Irgendein schlauer Kopf hat mal gesagt: «HTML ist nicht der beste Weg Webseiten zu schaffen, aber es ist eindeutig der beste Weg das Web zu erschaffen»,

    Das selbe gilt auch für Firefox’ Extension System. Das System selbst ist anfällig und schlecht zu optimieren, aber es ist ein System, dass fast jeder verstehen und nutzen kann. Andere Systeme mögen effektiver sein, aber was nützt’s wenn sich kaum jemand mit dem System befasst, weil der Einstieg zu schwer ist?

    Zu Super drag ‘n drop: Das Problem ist in Firefox anders gelöst, nämlich indem sich beliebige URLs auf die Tableiste ziehen lassen, auch wenn ihnen kein http:// vorransteht. Einfach mal ausprobieren: http://www.google.com selektieren und in die Tableiste ziehen!

    Ich würde dir dringend empfehlen die TabBrowser Extension, sowie die GoogleToolbar loszuwerden, da diese beiden Erweiterungen für ihre Bugs berüchtigt sind und wirklich jede Menge Ärger verursachen, dann sollte das System auch wieder schneller laufen.

    Übrigens: Firefox 2 ist ein gutes Stück besser optimiert wie 1.x, also wer mutig ist, ruhig mal ein ein Nightly build hier runterladen, die meisten 1.x Extensions funktionieren problemlos, nachdem man sie mit dem Nightly Tester Tool als 2.x kompatibel deklariert hat.

    Und zum Abschluss: Bitte nicht auf Firefox Myths verlinken. Die Seite ist ein schlecht gemachter Rant, den wirklich jeder sofort durchschauen muss. Es gibt einiges was gegen Firefox spricht, und auch viele Szenarien wo ich ihn nicht empfehlen würde, aber die Gründe findet ihr bestimmt nicht auf FFM, nur eine Sammlung von Zitaten von dubiosen Quellen und falsch interpretierten Datensätzen. (Besonders offensichtlich wird’s bei den MarketShare angaben).

  3. J.S.Shadow sagt:

    Kann mal fragen, was du denn bitte als Alternative zum Surfen benutzt?

    Jetzt sag bitte nicht den IE, da der deine gewünschten Features ja erst recht nicht bietet.

    Davon abgeshen gehe ich jede Wette mit dir ein, das ich nicht wesentlich langsamer Surfe, obwohl ich mir nicht 10.000 Extensions installiert habe.

    Beim Rest kann ich mich Hans Schmucker nur anschliessen, da dieser schon alles wichtige erwähnte.….

  4. Chris sagt:

    Oli hat es für sich schon geschrieben. BSD-User, Opera und Seamonkey. Ich nutze seit Jahren ebenfalls Opera — hab dafür sogar mal Geld bezahlt :) — und für Seiten, bei denen der Norweger Probleme macht, und die gibt es durchaus, nutze ich den IE-Aufsatz Maxthon, aber auch das habe ich bereits geschrieben.

  5. mike sagt:

    Holla, netter Beitrag, greift aber zu kurz.
    Erstmal zur Aufklärung:
    Firefox hat natürlich seine Stärken, er is nich umsonst auf so einen exorbitant hohen Anteil gestiegen, es wäre wünschenswert, wenn das so weitergeht.
    Stärke ist eindeutig, dass man einen Browser hat, was bei Mozilla zwar auch gegeben war, aber niemand wusste.
    Oh, ich hab grad den Faden verloren. Ach, ääh, ich meine; gute Überleitung gefunden:
    Mozilla (R.I.P.) bzw Seamonkey (Nachfolger von Mozilla) ist mit selben Features installierbar wie FF. Was allerdings nicht geht, ist, SM ohne die überaus umfangreiche Einstellbarkeit zu nutzen. Der Eingangsartikel sagt schon ausführlich: für jeden Furz benötigt man bei FF eine Extension, das ist bei SM schon dabei.
    Für mich muss ich sagen, ich bin immer schon™ bei Mozilla und habe mich an die Menüs gewöhnt, nehme aber stark an, dass die Übersichtlichkeit auch eine Rolle für den Erfolg von FF spricht.
    Ach herrje, komm ich ma noch zu Potte?
    ich glaub ich fass das andermal zusammen, also, wenn noch wer Fragen hat 😉

    Seamonkey: Browsersuite mit umfangreichen Tab-einstellungen, umfangreichen Sicherheitseinstellungen, Mailclient (ähnlich Thunderbird), Chatclient (chatzilla), Adressbuch, Composer (Webseiten erstellen), Roaming (profile online speichern)

    Gruss,
    Mike (aka dexter)

  6. Oli sagt:

    Hi Mike/Dexter — beide Namen sind mir ein Begriff 😉 —

    SM ohne die überaus umfangreiche Einstellbarkeit zu nutzen.

    Geht, zumindest unter Unices, jedenfalls in dem Zusammenhang ob ich nur den reinen Browser möchte oder aber den Kalender, Mail, Irc usw. Wenn unter Windows richtig zusammengestellt, sollte das auch möglich sein.

  7. Haken sagt:

    Ja, die Extensions sind der Grund, warum auch ich FF nutze– aber der Ressourcen-Verbrauch, Oh weh, die Ressourcen…100% CPU-Auslastung beim Start des Firefox, das surfen ist wirklich extrem langsam (mit 40 Extensions).
    Aber was ist denn die Alternative? Opera? IE? Ich habe alle drei installiert, nutze auch mal Opera, wenn’s schnell gehen soll, aber die «Anpassbarkeit» von Firefox ist imho einfach der entscheidende Vorteil.

  8. mike sagt:

    Ich hab doch auf die Alternative hingewiesen: http://www.seamonkey.at/

  9. Oli sagt:

    Das hab ich an anderer Stelle auch schon gemacht und der Name ist hier auch schon desöfteren gefallen, aber wer halt dem Hype folgt, soll auch damit leben. Der Kreuzung mit der schleichenden FF-Verblödung ist nicht mein Ding. Mainstream ohne zu hinterfragen ist halt hier im Land «in».

  10. kobalt sagt:

    nimm doch einfach den Konqueror.

  11. Oli sagt:

    und das ganze KDE Gedöns im Huckepack, nö ich nutze lieber einen Browser statt einem zweiten Betriebssystem. Zudem sind alle KHTML basierten Browser zwar Acid kompatibel, aber in der Praxis vor allem bei Java Script doch ein Stück hinter den obigen. Nun ja für mich zählt aber ersteres vor allem als primärer Grund.

  12. Haken sagt:

    Ja, Seamonkey ist imho aber keine Alternative, sonst würde ich nicht Firefox nutzen.
    @Mainstream-Oli: blabubb

    Achja, was ich noch sagen wollte zu «ich nutze lieber einen Browser statt einem zweiten Betriebssystem»: Natürlich, es ist ja schrecklich, wenn der Browser mehr kann, als nur Websites anzeigen…
    Und «Iiih, Firefox» schreien kommt atm auch in Mode, dann kannste ja gleich mit an der schleichenden Anti-Firefox-Verblödung teilhaben…

  13. mike sagt:

    @Haken:
    Ob Du das noch mal allgemeinverständlich ausformulieren könntest?
    Wäre lieb, danke.

  14. Haken sagt:

    Klar, wenn du mir auch sagst, was genau…?

  15. Chris sagt:

    Weißt Du «Haken», ich hab Oli vorhin ne Mail geschrieben, ob er auf Dich eingehen wird, oder einfach Deinen Quatsch löschen wird, soll er entscheiden. Bis dahin ist hier aber Feierabend. Für derartige Troll-Versuche ist hier kein Platz.

    Closed bis Oli etwas anderes entscheidet.

  16. missi sagt:

    Vollständige, verständliche Sätze, sinnvolle Interpunktionen, ein Anfang, eine Kernaussage und ein Ende?

  17. Oli sagt:

    Moin, ich habs mal wieder geöffnet. Soll er doch von mir aus trollen/kommentieren, whatever bis zum erbrechen und noch weiter. Auch kann er mich meinetwegen als Mainstream bezeichnen etc., damit macht er sich lächerlich und ich hab wirklich keine Lust auf diese Litanei einzugehen, bin doch keine Gebetsmühle.
    Haken, solche Leute wie du, die Platitüden als Argumentation nutzen und persönlich werden, auf die traf ich schon anno 95 im Usenet bzw. noch früher auf Mailboxen, jede Generation bringt welche mit. Ich wäre geneigt zu sagen, werd erwachsen, das wiederum wäre jedoch schon wieder recht infantil.
    Obwohl der gute Sammy, der hier desöfteren kommentiert, ist auch noch recht jung und hat aber dennoch einiges mehr auf der Pfanne, ich schätze seine Meinung z.B. sehr.

    Das einzige mal als ich «iih» schrieh, das war als sich mitte der 90er herauskristalisierte, das das WWW state of the art wird. Der Grund war u.a. die Technik und die Qualität, hat sich aber über die Jahre gelegt und ich habe meine Meinung relativ schnell revidiert. Aber das, das war doch eine andere Größenordnung als ein Browser. Und rate mal? Es gibt solche erzkonservativen Blogger, die testen zwar jede neue Technik aus, entscheiden aber mit der Zeit ob es sich wirklich für sie lohnt. Und last not least, wie heißt das Ding? Browser? Ok mea culpa, ich gebe es zu, ich benutze das Ding hauptsächlich nur dafür.
    Aber um dich zu beruhigen, weil wir hier ja einiges austesten, habe ich neben Seamonkey und Opera auch Konqueror und Firefox im Einsatz, dazu noch W3m und Elinks.
    Ich bevorzuge ganz klar Seamonkey und Opera, wie ich auch schon damals in den Anfangszeiten Netscape klasse fand, aber letztendlich mache ich keine Religion draus, d.h. wenn einer der Browser meint in Zukunft blöd werden zu müssen .. und tschüß :)

    Und ?Iiih, Firefox? schreien kommt atm auch in Mode

    Mal ganz altklug, das ist vielleicht bei deiner Generation so, in der Regel legt sich das aber mit dem Alter. Insofern … ich gebe keinen so leicht auf :)

    P.S.

    http://www.fixmbr.de/inde.….h-nutze/

  18. Haken sagt:

    Also wie du ja auch selbst schon sagtest, muss man hier ja nicht darüber diskutieren, welcher Browser der Beste ist,(führt eh zu nix) ich fühlte mich lediglich durch dein Comment (#9) angegriffen (was auch deine Intension war?), und wollte dir Paroli bieten.
    Wie könnte ich dich als Mainstream bezeichnen? Kenne ich dich? Wenn ich dich darauf hinweisen darf, hast du dieses Wort in den Raum geworfen.

    Jetzt vertroll ich mich und installier noch paar Extensions. 😛

  19. Oli sagt:

    Klar wenn man Produktkritik ummünzt auf persönliche Kritik, dann find ich das schon ganz klasse.
    Und um noch etwas klar und deutlich auszudrücken, hier kann jeder kommentieren, falls er Inhalt vorzuweisen hat. Was Inhalt ist, entscheiden wir ganz arrogant, Hausrecht eben.
    Darüber hinaus spielen wir hier nicht Presse und verpacken Meinungsmache in pseudoobjektives Gesülze, sondern wir schreiben subjektive Artikel, die unsere Meinung wiederspiegelt, welche wiederum auf Erfahrung basiert.
    Meine Intention bezüglich KDE ist, das ich es schlicht als Käse empfinde. Kann man hier u.U. auch nachlesen,

    http://www.fixmbr.de/inde.….-zweite/
    http://www.fixmbr.de/inde.….mplekde/

    Und darüber hinaus bin ich auch im Team von DesktopBSD, das KDE als Oberfläche nutzt. Kein Widerspruch, gibt halt mehr da draußen als die Schubladen a, b, c.

    Was solcherlei Dinge immer wieder beweisen, Opensource ist nicht kritikfähig. Man darf Windows und closedsource Software in Grund und Boden stampfen, aber ja nicht ein Opensource Produkt. Deswegen verändert sich auch in einigen Bereichen nicht und viele Distros versuchen eher Windows zu kopieren als denn eine tatsächliche Alternative zu bieten.

  20. […] Über den Firefox haben wir schon an der einen oder anderen Stelle geschrieben. 1,5 GB Verbrauch an Arbeitsspeicher dürfte aber Rekord sein. Wer Geschichte sehen möchte schaut im Wochenschau-Archiv vorbei — zu sehen sind dort zur Zeit 6044 Beiträge — grandios. Da ist Ruhe im Messenger — und dann kommt Missi — mit immer wieder genialen Links, heute mit einem DL-Tipp zu einem Buch Computer-Allgemeinwissen. Alp Uckan hat auf seiner Seite mehrere Anleitungen zu Open-Source-Programmen veröffentlicht — klasse. Die taz über das Gegenteil von Ökosex: Jede Woche testen RedakteurInnen der Zeit Autos. Heute testen wir die Zeit-Tester. Ergebnis: Was zählt, sind die Autogefühle. Die ökologische Absurdität der Automodelle interessiert keinen. Last but not Least: Da kann ich auch nicht helfen. […]

  21. Yves sagt:

    Hab den Text hier mal fast durchgelesen. An sich hab ich keine allzugroßen Probleme mit meinem Firefox. Es dauert wohl ne Weile, bis man die Erweiterungen gefunden hat, die man tatsächlich haben will, und gerade von diesen Monster-Programmen wie Tabbrowser Extensions sollte man IMO wirklich die Finger lassen. Es gibt einzelne, spezialisiertere Erweiterungen, die das besser hinkriegen.

    Aber ich merke natürlich auch, dass Firefox nicht gerade das schnellste Programm auf meinem (nicht langsamen) PC ist und gerade bei Flash/Java/Quicktime auch mal abstürzt, auch manchen Seiten mit erschreckender Regelmäßigkeit. Parallel habe ich Opera 9 installiert, das diese Probleme überwiegend nicht hat. Leider hab ich damit andere Problemchen, z.B. gefallen mir die Icons in Version 8/9 überhaupt nicht, ein richtig gutes Firefox-Theme z.B. hab ich noch nicht gefunden. Auch vermisse ich so ziemlich alle Funktionen, die den Firefox für Web-Entwickler so interessant machen, kennst du die WebDeveloper-Erweiterung? Gibt’s so ähnlich auch von Microsoft für den IE6, kann aber nicht ganz soviel. CSS-Analysen, genauere Betrachtung der Seitenstruktur, etc, all das fehlt in Opera. Auch habe ich im Firefox einige Anpassungen vorgenommen, die für mich das Surfen enorm beschleunigen, z.B. die Zurück-Mausgeste, die das Tab schließt, wenn’s nicht mehr weiter zurück geht. So verschwimmen die Grenzen zwischen Tabs und History ein bisschen mehr. Ist in Opera leider überhaupt nicht möglich. Auch höft man in Opera von diversen kleineren JavaScript-Problemchen, teilweise konnte ich sie bereits selbst erfahren beim Entwickeln eines kleinen JS-Frameworks. Stattdessen kommen die mit so IMO nutzlosem Zeug wie Widgets daher. Die nutze ich in Mac OS X schon nicht, weil ich sie einfach unintuitiv finde, ebenso werde ich in Windows Vista wohl keinen Gebrauch davon machen. Mir fehlt in Opera einfach ganz konkret die Anpassbarkeit, die mir im Firefox das Leben deutlich erleichtert.

    Natürlich sehe ich auch die Performance-Vorteile und die bessere Stabilität in Opera (um jetzt mal nur diese beiden Browser anzusprechen, vom IE6/7 brauchen wir in der Liga glaub ich nicht reden), aber die Bedienbarkeit steht für mich immer noch an erster Stelle, und so arg schlimm sind die Unterschiede in Performance und Stabilität nun auch nicht, dass ich mich täglich darüber ärgern müsste. Ich habe Opera 9 schon ein paar Mal als primären Browser im Test gehabt, irgendwas hat bislang aber immer gefehlt. Insofern warte ich auf eine vergleichbare Anpassbarkeit in Opera, dann können wir uns nochmal über einen Wechsel unterhalten.

  22. Oli sagt:

    Insofern warte ich auf eine vergleichbare Anpassbarkeit in Opera,

    Bloß nicht, es können ruhig alle auf den FF Zug aufspringen, wenn dafür Browser Browser bleiben :)

  23. Yves sagt:

    Naja, aber grade sowas wie «Zurück/Tab schließen» per Mausgeste finde ich schon sehr praktisch. Wenn die das direkt in Opera integrieren (meinetwegen als gut versteckte Option) — wunderbar! Ansonsten hätt ich halt schon gern nen Weg, wie ich solche Kleinigkeiten selbst nachrüsten kann.

  24. Chris sagt:

    Extras — Einstellungen — Erweitert — Schnellzugriff — Mausgesten.

    Nicht so komfortabel einzustellen, wie die entsprechende Extension beim Firefox, aber dort kanst Du nach belieben Deine Mausgesten anpassen.

    Das Forum von Opera-Info.de ist im Übrigen eine riesige Wissensquelle, die Suche dort lässt sich auch von nicht registrierten Besuchern nutzen.

  25. Yves sagt:

    Werd mich bei Gelegenheit mal in dem Forum umschauen müssen. Die von dir beschriebene Konfiguration scheint nicht dokumentiert zu sein, so komm ich damit nicht klar. Mal sehen, ob sich da dann auch meine anderen Kritikpunkte klären lassen.

  26. […] Wie schon erwähnt, ist das ganze Paket stand-alone, d. h. es läuft auch auf dem USB-Stick. Mit einer gut gepflegten Whitelist hat man nur bei ein paar Seiten mit kleinen Geschwindikeitseinbußen zu rechnen, ja, und wäre es nicht Firefox, aber hätte wenn und aber nützt ja nichts, das Gegenstück zu Torpark, auf Opera-Basis OperaTor ist noch nicht wirklich ausgereift. […]

  27. […] Wie oft ist mir Gregs Satz in den letzten Monaten, vielleicht sogar Jahren durch den Kopf gegangen. Viel zu oft. Ein bestimmtes Erlebnis, an das ich mich erinnern kann, ist das Release von Opera 7. Was war das für ein grausamer Browser — ich habe erst ein paar Wochen noch die 6′er genutzt, dann hatte ich meine Firefox-Zeit. Heute ist es gerade im Browser-Bereich richtig grausam geworden. Opera hat so einen Quatsch wie die Torrent-Funktion und die Widgets, bei der Installation würde ich mir wünschen, dass z. b. ebenso die eMail-Funktion optional wäre. Bei anderen Browser siehts nicht anders aus. Über den IE muss man nicht wirklich diskutieren, den Firefox hatten Oli und ich schon thematisiert. […]

  28. […] Für die Firefox-Gemeinde ist heute Foxday, Feiertag. Der Feuerfuchs ist in der Version 2.0 erhältlich. Mit dieser Version erhält er auch bei mir — und wie ich Oli kenne, auch bei ihm — eine zweite Chance. Warum eine zweite Chance. Nun, die erste ging meilenweit neben das Tor (1, 2). Und da Opera 9.x mal wieder ein großer Griff ins Klo war, konnte ich es die letzten Tage dann kaum aushalten, und wartete gespannt auf die neue Version des Firefox. Morgen sollte er offiziell erscheinen, schon heute ist er auf dem FTP der Mozilla Foundation zu finden. […]

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