warum die Datensammelwut zu vermeiden ist

Sicherlich Datenschutz ist in aller Munde und all die anfallenden Daten sollen geschützt werden vor Mißbrauch. Aber seien wir doch mal ehrlich, wenn die Daten erst existieren ist das Kind längst in den Brunnen gefallen. Und Datenschützer jeweder Couleur sind letztendlich mehr oder weniger nur um Schadensbegrenzung bemüht. Dabei geht es weitaus effizienter, indem man die initiale Datenakquise weitesgehend unterbindet. Stehen die Daten erst einmal bereit, ist der Mißbrauch auch nicht fern — ob diese angefallenen Daten nur verloren gehen, verkauft, gestohlen, legal mißbraucht werden etc. pp., die Beispiele sind Legion und wir haben diesen Beispielen auch eine eigene Rubrik auf F!XMBR gewidmet. Die sicherste Lösung ist die Vermeidung der Datenflut.

Eindrucksvoll zeigt sich auch der nur allzu menschliche Mißbrauch derlei angefallener Daten innerhalb der Exekutive: Ein Mannheimer Polizeibeamter soll den Mitschnitt eines Notrufs einer Mannheimerin per E-Mail an Außenstehende verschickt haben. Im Internet hatte der Mitschnitt zum Lacherfolg geführt. Was lernen wir daraus und aus einer Vielzahl anderer, ähnlich gelagerter Beispiele? Natürlich nichts, sonst würde die heutige massive Datenakquise nicht stattfinden. Der Beamte bestreite dies nicht, argumentiere aber, dass der Mitschnitt zu dem Zeitpunkt kein Dienstgeheimnis mehr gewesen sei, weil er schon davor auf den Rechnern der Polizei die Runde gemacht habe[…] Schlimmer noch, es fählt jegliches Bewußtsein um das eigene Fehlen und die angefallenen Daten per se. Das damit auch ein massiver Vertrauensverlust gegenüber der Exekutive einher geht, ist dabei nur ein winziges Detail am Rande.

heise

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