Warum der Journalismus in seiner heutigen Form mehr als tot ist

Einfach hier mal, wenn Zeit, die Live-Diskussion nachlesen. Die Datenschutz-Deppen des Tages arbeiten offensichtlich auch beim DJV oder deren technischen Dienstleister, ich zitiere Frank, #14 auf dem Lawblog:

Ich hatte Zugriff auf die Website, die mich ermahnte, den Flash Player zu installieren, etwas das ich nicht will und etwas das für einen Livestream auch wirklich zu bescheuert ist.

Daher dachte ich: schau mal in den Quelltext, wo denn der Datenstrom herkommt. Da steht dann als ein Parameter für den Player:

s1.addVariable(”file”,”rtmpt://rs40.stream .org/live”);

Hm, “rtmpt”? Was das denn für ein Protokoll. Naja, versuchen wir es mal mit HTTP und man erhält folgendes:

Eine _komplette_ Liste _aller_ mit diesem Stream verbundenen Clients mit IP-Adresse, Angabe des Betriebssystems und seit wann sie dabei sind.

Ansonsten erfährt man: es gibt ein “Connection Limit” von 500 Clients und diverse andere Metainformationen.

Hervorhebung von mir. Der Link funktioniert immer noch. Neben dem Aspekt, dass am Anfang der Livestream nicht funktionierte — mehr muss man über den heutigen Journalismus und seinem Verhältnis zum Internet nicht wirklich sagen… 😉

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6 Antworten zu “Warum der Journalismus in seiner heutigen Form mehr als tot ist”

  1. Oliver sagt:

    Adobe Schrott das Protokoll.

  2. Chris sagt:

    Das konnte dann ja nur schiefgehen… 😀

  3. Elias sagt:

    Ich würde ja so gern was richtiges dazu schreiben, aber irgendwie kommt nur ein «Aua!» aus mir raus..

  4. engola sagt:

    Ja, die Meldung fand’ ich auch merkwürdig.
    Aber Hand aufs Herz: Ich sehe nur höchstens ‘fünf’ Client-ID’s. Und es scheint mir ein Feld-Wald-und-Wiesen Web-Master zu sein. — Zu dieser Kategorie zähle ich mich, erhlich gesagt, auch 😉 .

    Aber eine komische Datei, die die Leute dabei erzeugen. — Das Ding wird ja anscheinend als xml geparsed.

    Wie auch immer: Der Datenschutz muß auch in Feld-Wald-und-Wiese durchgesetzt werden! — Ich halte das jetzt für einen
    – *Fall für die Webkrauts* -

    Diesen Datenschutz habe ich selber auch nur über die *harte Tour* gelernt: Dachte ich, da gäbe es keine sensiblen Daten, aber plötlich war der Mail-Log eines Pflegebetriebs im Google-Index!1!! — MeiOmei! — Zum Glück wusste ich wo der Knopf bei Google zum löschen einzelner Seiten aus dem Cache steht…

    Cheers.

  5. Falk sagt:

    Aber eine komische Datei, die die Leute dabei erzeugen.

    Gar nicht komisch, dieses XML-Format für Statusanzeigen ist bei Streaming üblich. Üblicherweise allerdings auch mit einem Passwort gesichert.

  6. Callinator sagt:

    @engola:
    liegt daran, dass nun im moment keine 500 leute mehr drauf sind, sondern nur 5…

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