War was?

Unsere Kleinen

Ich sehe es fast wie Thomas — ich kann dem Deal von Microsoft und Yahoo! nichts abgewinnen. Microsoft, okay — wird noch Jahre erstrahlen. Das Thema Yahoo! jedoch ist durch — und nicht wegen China, die ganz Plattform ist einfach nur grausam, fürs Auge, die Usability, da halte ich es kaum länger aus. Oder will man vielleicht nur einen Kontrahenten loswerden, Sahnestücke wie del.icio.us und flickr gibt es als Sahnehäubchen obenauf? Es scheint sich große Panik und Verzweiflung in Redmond breit zu machen…

, , ,

4 Antworten zu “War was?”

  1. Oliver sagt:

    Nein man kann auch u.a. Open Source damit schaden, Yahoo ist neben Google ein gewaltiger Supporter diverser Projekte. Eines nannte ich schon, PHP und andere gesellen sich ebenso dazu. Und es ist eben leider kein Minor-Support, sondern ein richtig dicker Fisch. Und Microsoft verwendet die Portokasse halt gerne für perfide Aktionen, die erst auf lange Sicht Wirkung zeigen. Bröckelt man wegen Vista? Ganz und gar nicht, das letzte Jahr war dennoch erfolgreich und Yahoo sammelte nebenher auch interessante Patente, abseits von Usability — denn von nichts kommt halt nichts. Da gibt es genügend Dinge abseits der Suchmaschine, die für MS von größtem Interesse sind.

  2. Chris sagt:

    Nein Oliver, ich verstehe, dass Du da große Bedenken aus Deiner Sicht, aus BSD-Sicht hast. Bei knapp 45 Mrd. (!!!) Dollar ist aber das einfach mal ein Hühnerschiss, wenn es tatsächlich zu Schäden kommt, wie immer die auch aussehen sollen, wenn überhaupt sind es dann Kollateralschäden. Für das Geld kannst Du alle (relevanten und wichtigen) Opensource-Projekte dieser Welt übernehmen plus die Patente, die Du von Yahoo haben willst. Hier geht es wohl einzig um den Angriff auf Google, die letzte Möglichkeit, die Microsoft sieht, den Rückstand im Internet irgendwie aufzuholen. Da interessieren erstmal irgendwelche Opensource– Projekte, die Yahoo evtl. unterstützt, nicht wirklich.

    Warten wir ab, ob es überhaupt klappt mit der Übernahme, in ein, zwei Jahren sind wir schlauer… 😀

  3. Oliver sagt:

    >Da interessieren erstmal irgendwelche Opensource– Projekte, die Yahoo evtl. unterstützt, nicht wirklich.

    Das ist ehrlich mal gesagt noch eine Attitüde der frühen 90er — a la Opensource ist Kommunismus. Opensource _ist_ heute _der_ Faktor schlechthin, neben der Google-Allmacht im Netz. Die Perspektive ist einem vielleicht nicht bewußt, wenn man sich nicht mit Opensource und den angehörigen Firmen beschäftigt, denn mittels Opensource fahren Firmen wie IBM & Co auch ihre Attacken fortwährend gegen Microsoft — es _ist_ ein ernstzunehmender Faktor. Und Yahoo würde ich nicht unterschätzen, nur weil ein paar weltfremde Analysten den Grabessang anstimmen. Das sind die gleichen Ökonomen, die weltfremd Lobbyismus betreiben und die asoziale Landespolitik bestimmen: einen Riecher fürs schnelle Geld, Null Ahnung von der Materie, Heuschreckenartig zieht man von Quelle zu Quelle.

    Die Google-Attacke ist zweifelsohne der größte Motivationsfaktor, im gesamten Spektrum!

  4. Oliver sagt:

    Btw. zur überschätzten Suche,

    Yahoo!, on the other hand, has always been a portal first and a search engine second. As John Battelle notes in his 2005 book, The Search, Yahoo! did not begin as a made-from-scratch search engine. The company first partnered with a company called Open Text in 1995 and then switched, that same year, to AltaVista. As recently as 2004, Yahoo! was licensing its search technology from Google. Google has expanded its business by encouraging Web users to search for different types of content. Yahoo!, by contrast, has tried to draw in people who aren’t just searching: the photo takers, the bookmark sharers, the music lovers.

    slate magazine

RSS-Feed abonnieren