Wahlsonntag — Liveticker

23:15h: Und das war es denn, vielen Dank fürs Zuhören:

Saarland
CDU: 34,5%
SPD: 24,5%
FDP: 9,2%
Grüne: 5,9%
Linke: 21,3%

Thüringen
CDU: 31,2%
SPD: 18,5%
FDP: 7,6%
Grüne: 6,2%
Linke: 27,4%
NPD: 4,3%

Sachsen:
CDU: 40,2%
SPD: 10,4%
FDP: 10,0%
Grüne: 6,4%
Linke: 20,6%
NPD: 5,6%

20:30h: Endergebnis Thüringen und Hochrechnung Sachsen:

Thüringen (vorl. amtl. Endergebnis):
CDU: 31,2%
SPD: 18,5%
FDP: 7,6%
Grüne: 6,2%
Linke: 27,4%
NPD: 4,3%

Sachsen:
CDU: 40,4%
SPD: 10,1%
FDP: 10,1%
Grüne: 6,1%
Linke: 21,0%
NPD: 5,7%

20:30h: Eines zeigen diese Ergebnisse auch ganz deutlich: Eine Rote-Socken-Kampagne der Union und FDP wird nicht ziehen, im Gegenteil. In der Krise und bei dem Auftreten der Kanzlerin und des Spaßpartei-Vorsitzenden ist dies eine ernsthafte Alternative, die durchaus ihre Anziehungskraft besitzt.

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20:00h: Die Hochrechnungen in der Tagesschau:

Saarland (bereits das vorl. amtl. Endergebnis):
CDU: 34,5%
SPD: 24,5%
FDP: 9,2%
Grüne: 5,9%
Linke: 21,3%

Wahlbeteiligung: 67,5%

Thüringen:
CDU: 31,1%
SPD: 18,6%
FDP: 7,6%
Grüne: 5,9%
Linke: 26,6%
NPD: 4,6%

Wahlbeteiligung: 55,5%

Sachsen:
CDU: 40,5%
SPD: 10,1%
FDP: 10,1%
Grüne: 6,0%
Linke: 21,0%
NPD: 5,8%

Wahlbeteiligung: 51,9%

19:45h: Die Sprechblasen der Politikerparodien, auch Generalsekretäre oder Bundesgeschäftsführer genannt, muss man nicht kommentieren. Wer die Politikerverdrossenheit in Deutschland analysieren möchte, muss sich nur die so genannte Berliner Runde anschauen und bekommt mehr als ausreichend Anschauungsmaterial.

Der Sonntag ist ein Desaster für die CDU, Althaus wie auch Müller sind de facto abgewählt. Im Saarland werden sich Rot-Rot-Grün zusammenraufen, in Thüringen wird es an den Grünen hängen. Sie haben ausgeschlossen, einen Linken zum Ministerpräsidenten zu wählen. Ebenso hat es dort die SPD formuliert. Bleibt für die SPD, Althaus weiterhin im Amt zu belassen, als Juniorpartner in einer Großen Koalition und für die Grünen dementsprechend der Gang in die Opposition. Sachsen steht weit rechts, das zeigt nicht nur der Erfolg der CDU, sondern auch das Ergebnis der NPD.

Die Grünen entwickeln sich bundesweit immer mehr zum Königsmacher. Mit den Grünen ist alles möglich, Schwarz-Gelb, Jamaika und Rot-Rot-Grün. Man muss dort nun aufpassen, nicht in der breiten Öffentlichkeit zur zweiten FDP zu mutieren, wir machen es mit Jedem. Es wird interessant zu sein, wie die Grünen ihre Zukunft sehen. Stehen sie zu ihren Wurzeln oder wechseln sie der Macht wegen auf die dunkle, sprich der rechten Seite? In Hamburg haben sie diese Frage bereits beantwortet. Grüne, wo steht Ihr?

19:30h: Twitter ist weiterhin online:

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19:25h: Wie zu erwarten war, sickerten die Prognosen bereits vor 18.00h durch:

Die ersten Prognosen zu den Landtagswahlen kursierten bereits am Nachmittag im Internet, vor Schließung der Wahllokale. Über den Kurznachrichtendienst Twitter gaben zwei Nutzer gegen halb fünf Zahlen für das Saarland, Sachsen und Thüringen bekannt.

19:10h: Pause. 😀

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19:05h: Statement:

Franz Müntefering: Eine deutliche Veränderung in der politischen Landschaft. Viel besser rausgekommen, als man vor 6–8 Wochen gedacht hat. Schwarz-Gelb ist nicht gewollt. Im Bund ist mehr zu erreichen. Da, wo viele Menschen zur Wahl gehen, viel Zustimmung für die SPD. Seit heute ist klar: Amtsinhaber, die keinen Wahlkampf machen, sind nicht sicher. Es geht uns um Rot-Grün, Rot-Rot-Grün vor Ort. Im Bund wird es Rot-Rot-Grün nicht geben.

19:00h: Hochrechnung:

Sachsen:
CDU: 40,9%
SPD: 10,0%
FDP: 10,3%
Grüne: 5,9%
Linke: 20,3%
NPD: 5,8%

18:55h: Und mal wieder Twitter:

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18:55h: Hochrechnung:

Saarland:
CDU: 33,9%
SPD: 25,1%
FDP: 9,3%
Grüne: 5,7%
Linke: 21,4%

18:52h: Der Vorsitzende der Spaßpartei:

Guido Westerwelle: Wir haben uns als FDP verdoppelt. In Sachsen SPD überholt. Ein Warnschuss für die Republik. Wenn man nicht wählen geht, kommt Rot-Rot-Grün an die Macht. Steinmeier wird Rot-Rot-Grün im Bund vorbereiten. Bei der Bundestagswahl steht es Spitz auf Kopf. Es gilt bei der Bundestagswahl Rot-Rot-Grün zu verhindern.

18:48h: Statements, Thüringen:

Chrstoph Matschie: Ein Ergebnis ist klar. Dieter Althaus ist der große Verlierer. Ohne SPD ist in Thüringen keine Regierung möglich. Wir sind mit Allen gesprächsbereit.

Uwe Barth: Unser erstes Ziel, FDP in den Landtag zurückzuführen. Gelungen. Erstes Wahlziel erreicht. Opposition hat wichtige Aufgabe, die werden wir entsprechend wahrnehmen. Wird dürfen uns freuen.

Astrid Rothe-Beinlich: Freuen uns, dass Grün wieder im Landtag da ist. Schwarz-Gelb hat keine Mehrheit. Danke an alle, die Grün so stark gemacht haben. Bei uns geht es nach Inhalten.

18:45h: Hochrechnung:

Thüringen:
CDU: 32,2%
SPD: 18,5%
FDP: 7,9%
Grüne: 5,7%
Linke: 26,5%
NPD: 4,7%

18:40h: Statements:

Willy-Brandt-Haus, SPD: Steinmeier und Müntefering gut gelaunt. Steinmeier: Das ist ein guter Wahlsonntag. Dramatische Verluste für die CDU, eines ist sicher: Schwarz-Gelb ist nicht gewollt in diesem Lande. Dieser heutige Wahlabend zeigt, dass Bundestagswahl noch nicht entschieden ist.

Heiko Maas: Es gibt Mehrheit für Rot-Rot-Grün. Sondierungsgespräche mit Linke und Grüne, aber auch mit CDU. Wir sind angetreten für Regierungswechsel. Wir wollen Dinge verändern. CDU hat massive Wahlkampange gegen Rot-Rot gemacht. Nur Rot-Rot stärker als Schwarz-Gelb. Überdenken, ob dieses Land andere Mehrheiten will.

Dieter Althaus: Grüne muss man analysieren. Ich bin froh, dass keine Rechtsradikalen in den Landtag einziehen. In den nächsten Tagen Gespräche führen. Wir warten das Endergebnis ab.

Bodo Ramelow: Es geht nicht um die Frage ob ich Ministerpräsident werde. Es geht um den Dank an die Wähler. Dieter Althaus ist abgewählt worden.

18:34h: Die nächste Hochrechnung:

Saarland:
CDU: 34,2%
SPD: 25,1%
FDP: 9,2%
Grüne: 5,6%
Linke: 21,2%

18:33h: Interview Peter Müller auf der ARD:

Peter Müller (CDU, Saarland) spricht von Regierungsauftrag an die CDU. Auf welchen Planeten lebt der Herr Müller? Er ist offensichtlich auf Jamaika aus. Selbst eine Große Koalition ist für Müller möglich. Tja, wenn die Macht in weiter Ferne ist, frisst der Teufel fliegen…

18:30h: Es wird getwittert:

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18:25h: Hochrechnung:

Thüringen:
CDU: 32,2%
SPD: 18,7%
FDP: 8,1%
Grüne: 5,7%
Linke: 26,1%
NPD: 4,8%

18:23h: Hochrechnung:

Sachsen:
CDU: 40,9%
SPD: 9,9%
FDP: 10,5%
Grüne: 6,1%
Linke: 20,5%
NPD: 5,4%

18:17h: Die erste Hochrechnung:

Saarland:
CDU: 34,6%
SPD: 25,1%
FDP: 9,3%
Grüne: 5,7%
Linke: 20,7%

18:15h: Alle feiern.

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18.05h:

Kommunalwahlen NRW, Prognose:

CDU: 41,0%
SPD: 31,0%
FDP: 8,0%
Grüne: 10,5%
Linke: 4,5%

18.00h: Die Prognosen:

Saarland:
CDU: 34,5%
SPD: 25,0%
FDP: 9,5%
Grüne: 5,5%
Linke: 21,0%

Schwarz ist gescheitert, ebenso Schwarz-Gelb. Rot-Rot-Grün möglich, ebenso Große Koalition.

Thüringen:
CDU: 32,5%
SPD: 18,5%
FDP: 8,0%
Grüne: 5,5%
Linke: 26,0%
NPD: 4,8%

Schwarz ist gescheitert, ebenso Schwarz-Gelb. Rot-Rot-Grün und Jamaika möglich, ebenso Große Koalition.

Sachsen:
CDU: 41,0%
SPD: 10,0%
FDP: 10,5%
Grüne: 6,0%
Linke: 20,5%
NPD: 5,5%

Damit Schwarz-Gelb sicher, die FDP wird vielleicht stärker als die SPD, die NPD wohl drin.

In Sachsen, Thüringen und im Saarland wird heute auf Landesebene gewählt. 4 Wochen vor der Bundestagswahl gelten die Landtagswahlen als letzter Stimmungstest für den Bund. Dies ist selbstverständlich nur bedingt richtig, sind doch immer auch Landesthemen von großer Bedeutung. Im Saarland kann der Ernstfall Rot-Rot-Grün eintreten, auch wenn die Grünen es ablehnen und eher auf Schwarz-Gelb schielen. Für letztere Konstellation wird es wohl nicht reichen, deshalb wird es interessant zu sehen sein, ob sich Heiko Maas (SPD) von der Linken und den Grünen zum Ministerpräsidenten wählen lässt — oder ob er selbst in einer Großen Koalition Peter Müller für weitere 5 Jahre ins Amt wählt.

In Thüringen wird die CDU die absolute Mehrheit verlieren, aber zusammen mit der FDP auf eine komfortable Mehrheit kommen. Je nach Umfrage ist aber auch hier Rot-Rot-Grün möglich. Zu wünschen wäre dies, und dass dieser unsägliche Herr Althaus aus dem Amt geschmissen wird. Die SPD wird nach den Linken drittstärkste Kraft werden und dies als Erfolg feiern, da man ein paar Prozentpunkte mehr als vor 5 Jahren eingeheimst hat. Auch in Sachsen wird die CDU die absolute Mehrheit verlieren. Hier ist von Interesse ob die NPD den Wiedereinzug in den Landtag schafft. Ich hoffe immer, dass ein Mensch niemals so politikmüde und politikerverdrossen werden kann, um diese Partei zu wählen.

In Nordrhein-Westfalen finden zudem Kommunalwahlen statt — in vielen Großstädten hofft die SPD darauf, wieder den Bürgermeister stellen zu dürfen. Ehemals tiefrot, kann man Nordrhein-Westfalen als Synonym für den Niedergang der SPD sehen.

Die SPD wird den heutige Sonntag als Erfolg verkaufen und als Aufgalopp für den Wechsel im Bund. Das ist natürlich hanebüchener Unsinn. Die Kandidatur Frank-Walter Steinmeiers wird von ähnlichem Erfolg gekennzeichnet sein, wie die Guido Westerwelles im Jahr 2002. Die CDU wiederum wird versuchen, bis zum 27. September vor dem kommunistischen Deutschland zu warnen, Rot-Rot-Grün, rote Socken, die Kanzlerin hat bereits damit begonnen. Auch das ist natürlich Quatsch. Eher könnte es ins Gegenteil umschlagen. Für manche Menschen könnte dies nach der Krise und unzähligen Politikerlügen ein Zuflucht bedeuten.

Wie dem auch sei — wie immer werden die Parteien ihr Wahlergebnis als Sieg verkaufen, der mehrheitliche Wählerwille wird ignoriert werden und die Politikerverdrossenheit und die Wahlmüdigkeit weiter zunehmen. Business as usual…

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18 Antworten zu “Wahlsonntag — Liveticker”

  1. Oliver sagt:

    Aber das ganze ist auch nicht neu, wie der Reinhard schon vor 20 Jahren gesungen hat.

    Wahlsonntag

  2. Spin sagt:

    Zum «bösen Herrn Althaus»: Keine Sympathie mit der CDU, aber dieser ganzen Unfall-Moralisiererei ist doch kein einziges politisches Argument zu entnehmen. Entweder, man will, dass den Neoliberalen (und damit indirekt Verantwortlichen für Neonazismus) ein fetter Denkzettel verpasst wird, dann geht nur Ramelow. Oder man will das nicht, dann muss man nicht noch (wie im Link) behaupten, Althaus «sterilisiert sich selbst als Opfer und schlachtet das politisch aus.» So sterilisiert man sich politisch — wenn’s nicht so traurig wäre, klänge es lustig…

  3. Flori sagt:

    Unfall hin oder her, aber ich finde es vom Althaus doch etwas «seltsam», in der Bild damit hausieren zu gehen, wie toll der Unfall sein Eheleben verbessert hat. Ist — finde ich — nicht in Ordnung.

    Den Unfall hätte man besser komplett herauslassen sollen, so wie es die Opposition wohl auch getan hat.

    Insgesamt gefällt mir das Wahlergebnis, die beiden großen Parteien mussten Federn lassen. Grün hätte gerne noch etwas besser sein können, und die NPD hätte nicht unbedingt über die 5% kommen müssen, aber: Hätte schlimmer sein können.

    Jetzt bin ich gespannt, was die SPD-Verbände jeweils mit den Linken machen.

  4. anfänger sagt:

    durch dieses durchsickern in twitter fühlen sich die machthaber bedroht und stellen dadurch das internet durch ihre inkompetenz unter generalverdacht.

    wenn das internet ihre privilegien wie vorrab prognosen unterwandern kann dann kann das internet noch mehr unrealistische sachen :)

    ich glaub so denken sie, evtl. » Teh Interwebs eats babyz!»

  5. Herrman sagt:

    Dann schauen wir mal ob die bürgerlichen Grünen mit der Linken wollen.

  6. tux. sagt:

    Warum diese unsäglich rückständige, realitätsferne CDU noch immer Mehrheiten bekommt, ist mir ein Rätsel. Es zeigt aber immerhin, dass von denen, die sich im Internet als fortschrittlich denkende Politikinteressierte darstellen, an Wahlabenden lieber zu Hause bleiben. Seufz.

  7. Oliver sagt:

    >an Wahlabenden lieber zu Hause bleiben. Seufz

    Ich ging heute Morgen wählen, wie viele andere ebenso der Optik nach.

  8. tux. sagt:

    Ja, in dem Satz fehlte «viele». Verzeihung. :)

  9. Anonymous sagt:

    Erbärmlich, wie sich die SPD gleich schon wieder als kleiner Junior-Partner an die CDU ranschmeisst, und gleichzeitig rumtönt, mir ihr würde es sozial, ohne sie könne nicht regiert werden, die CDU habe ja noch mehr verloren, usw. Gut die Frage an Steinmeier, wie er sich denn eine Regierungsbildung vorstellt, er möchte doch angeblich Kanzler werden, und nicht bei Merkel wieder unterschlupfen. Und auch Matschie — Nomen est Omen, sein butterweiches verdruckstes Plädoyer for die «stabile» GroKo, obwohl sogar die Bürger mehrheitlich rotrotgrün bevorzugen. Deshalb drückt er sich ja darum, es offen auszusprechen, und stattdessen gibts nichtssagende Floskeln, die auch nichts anderes bedeuten, aber bauernfängerisch darüber hinwegtäuschen sollen. Was für eine verkrustete Partei, nicht mehr reformfähig. Da ist ja die CDU lebendiger, erfolgreicher sowieso.

  10. Fyyff sagt:

    Als Thüringer gibts eigentlich nur eine Feststellung. Möge die SPD der Geschichte anheimfallen und am besten so bald wie möglich.

    Denn:
    Matschie wird natürlich alle seine Wahlversprechen verraten und in einer GroKo verschwinden. Lieber unter Althaus bissel Minister spielen als unter dem kinderfressenden Kommunistenstasipack und sich auch noch mit der BILD anlegen müssen.
    Das ist doch so ungefähr die Maxime bei der SPD.
    Andere Politik gibts nur wenn man selbst den Ton angibt und sich das Schwimmen gegen den Boulevardstrom auch lohnt. Ansonsten…hallo liebe CDU ich bück mich schon mal, ich bin ein viel devoterer Partner als die FDP.

    Das sind die traurigen Realtitäten im Deutschland des Jahres 2009. Mehr als 50% wollen offenbar eine linkere Politik und bekommen doch wieder das selbe menschenfeindliche Gesocks wie vorher. Danke liebe Sozialdemokratie.

    Und die Grünen? Was soll man da noch sagen. Karin Göring-Eckardts kleiner Satz beim ZDF(?) reicht mir eigentlich schon: «Mit Ramelow niemals!«
    Das ist doch mal politikorientiert. So setzt man seine Wahlversprechen um. Indem man wegen Nichtigkeiten und Angst vor der Journaille den einzigen Partner ablehnt mit dem man seine Versprechen realistisch erreichen kann. Armes Thüringen, das solche Politiker zu tragen hat.

  11. phoibos sagt:

    das werden lustige wochen demnächst :)

    aber warum zur hölle sprechen alle immer von einem starken linken block? die spd ist nicht links, die grünen bestenfalls linksintellektuelle spießer und die linken sammelbecken von allem, was nicht bei den grünen unterkommt. also in toto bürgerliche parteien.

  12. Moritz sagt:

    Dass SPD und Grüne sich weigern, Ramelow als Ministerpräsidenten zu wählen, finde ich ziemlich schwach. Die Wähler haben doch gezeigt, dass sie genau das gerne hätten — wieso also dagegen wenden?

    Die Ergebnisse der Linken kann ich nur beglückwünschen. So muss das aussehen, wenn man die Sozialdemokraten unter Druck setzen möchte — und nicht wie bei den Piraten 😛 …

  13. My 0,02 Euro sagt:

    Wo sind eigentlich die Piraten?

  14. Oliver sagt:

    … auf hoher See? 😀

  15. phoibos sagt:

    … im internationalen luftraum? 😀

  16. Fyyff sagt:

    >Wo sind eigentlich die Piraten?

    Nur in Sachsen angetreten? :)

    (Und da bei den 4,5% Sonstigen.)

  17. Flori sagt:

    Momentan bei sagenhaften 1.7% in Sachsen, wenn ich das richtig sehe. Aber ist ja noch nicht fertig ausgezählt.. Tierschutzpartei ist übrigens noch ein paar Dezimalen besser. *g*

  18. Anonymous sagt:

    Wenn jetzt die rechten Flügel von SPD und Grünen alle rotrotgrünen Optionen verwerfen zugunsten von schwarzgrünen Jamaika-Schwampeln, fiktiven rotgelben Ampeln und großen Koalitionen, dann bedeutet das doch im Ergebnis, dass wir ein Ein-Parteien-System haben, in dem der Bürger entscheidet (falls nicht sowieso CDU-Fan), ob die CDU-Politik nun bischen sozial angehaucht (SPD), «noch» etwas «liberaler» (also wirtschafts-/neo-), oder ob es ein wenig Ökologie und Bildungsreformen bei der CDU-Politik gibt (Grüne). Und alle drei kleinen Partner (denn mit der Linken nur verschämt auf kommunaler Ebene, die also auße Konkurrenz) strapeln und wetteifern nun darum, der CDU und ihren Wählern möglichst gut zu gefallen. Und da Konkurrenz das Geschäft belebt, trimmen alle ihre Ziele immer mehr auf CDU-Kompatibilität, es fallen die politischen Preise ins Bodenlose, ein ruinöser Preiskampf, bei dem am Ende nur die CDU wirklich gewinnt, nämlich mehr Macht. Danke, Seeheimer Kreis, danke neubürgerliche Wohlstandsgrüne.

    Am schlauesten wäre es ja fast für die CDU, einfach ne Minderheitsregierung zu machen, und sich jeweils die Mehrheiten suchen, wo man will: mit der SPD Banken verstaatlichen und Zeitarbeit fördern, mit der FDP bischen die Steuern senken und schön privatisieren, mit den Grünen dann irgendwie Kreativwirtschaft, paar Fahradwege, und für «innere Sicherheit» dann wieder die gute alte Tante SPD, usw, etc. Passt doch.

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