von der Leyen und der Vatertag

Das finde ich schrecklich. Kerle, die ihre Kinder möglichst weit von sich haben wollen, das ist das Allerletzte.

von der Leyen zum Vatertag

Man kann ja über diese (Un)Sitte vortrefflich streiten und ich als nicht alkoholisierter Mensch habe da ohnehin meinen Vorbehalt, jedoch mutet es ein wenig arg heuchlerisch an dies von jemandem zu hören der sieben Kinder besitzt, Studium und Politikerkarriere absolvierte und dem Volk klar machen möchte beides sei ohne weiteres möglich. Wohl aber nur unter der Voraussetzung, das man aus sehr gut betuchtem Elternhaus stammt, entsprechend lukrativ heiratet und sich eine Haushaltshilfe leisten kann. Überhaupt sehe ich es als sehr fragwürdig an, wenn der Staat sich fortwährend in derlei Dinge einmischen möchte, ob nun mittels gesetzgeberischer Mittel oder vorwurfsvoll wie in diesem Fall. Letztendlich ist ieses ganze Gerede zur Rolle der Frau, des Mannes, der Mutter, des Vaters, das Karriere und Kinder sich nicht ausschließen, einzig und allein ein perfides Mittel zur versteckten Geburtenkontrolle, eben jenes nationalstaatliche Ungetüm, das unsere Altvorderen als oberstes Ziel ansahen, um das Vaterland zu festigen. Ergo laßt den Vatertag Vatertag sein, darunter sind gewiß über 90% Väter die mehr Väter sind als von der Leyen je echte Mutter war.

9 Antworten zu “von der Leyen und der Vatertag”

  1. […] gefunden auf fixmbr.de […]

  2. Webrocker sagt:

    danke. ich will schon den ganzen morgen was dazu schreiben, fand aber nicht die richtigen worte. diese übermutter geht mir so dermassen auf den sender, das lässt sich nicht beschreiben.

  3. Filzo sagt:

    Die Formulierung mit «[…] sieben Kinder besitzt […]» gefällt mir… Kein Wunder, dass die gute Frau die Kindergeldsituation für kinderreiche Familien verbessern will 😉

  4. Robert B. sagt:

    Man merkt, dass Frau von der Leyen noch nie geschieden war, sonst würde sie Kerle kennen, die ihre eigenen Kinder weit von sich haben möchten, wenn die Mutter das Sorgerecht hat. Aber man kann von so einer schwerbeschäftigten Politikerin, zumal noch Ministerin, natürlich nicht all zuviel Volksnähe erwarten, oder? Ansonsten wüsste sie wohl auch, dass es am 1. Mai tatsächlich tolle Veranstaltungen für die ganze Familie gibt: Nämlich bei den Gewerkschaften. Achso, ich vergaß: Die Politiker haben ja keinen Lobbyverein wie die Arbeitnehmer.

    Und zur Stilisierung Frau von der Leyens als „Vorzeigemutter“ fällt mir immer jemand Anderes ein, aber für Godwins Law ist es noch zu früh.

  5. .campino2k sagt:

    Ein wahres Wort. Sehr schön beschrieben.

  6. tante sagt:

    Dankeschön, Frau von der Leyen geht mir mit ihrem reaktionärem Gutmenschentum unendlich auf den Senkel. Leuten, die am Ende des Monats kein Geld mehr für Essen haben sind halt in einer anderen Situation als unsere Oberklassetochter, das scheint ihr aber nicht klar zu sein.

  7. Grainger sagt:

    Frau von der Leyen hält ihre Lebensumstände und ihren Lebensstandard vermutlich für exemplarisch und glaubt, alle (oder zumindest der größere Teil) der Deutschen lebt so.

    Wenn man sich nur in solchen gesellschaftlichen Schichten bewegt verliert man wahrscheinlich ein bißchen den Kontakt zur Realität.

    Frau von der Leyen erinnert mich da etwas an Marie Antoinette, die auf die Nachricht, die Bauern hätten kein Brot zu essen, geantwortet haben soll:

    Dann sollen sie Kuchen essen!

    Auch wenn dieses angebliche Zitat vermutlich von Marie Antoinettes Gegnern in Umlauf gesetzt wurde: es hätte imho durchaus von ihr sein können.

    Es spiegelt eben eine Weltanschauung wieder, in der man es sich gar nicht vorstellen kann, das jemand keinen Kuchen im Hause hätte.

    Und ebenso kann es sich Frau von der Leyen wohl nicht vorstellen, das andere berufstätige Mütter nach einem Arbeitstag nach Hause kommen und das Essen ist nicht gekocht, die Wäsche nicht gewaschen und gebügelt, das nicht Geschirr gespült, der Hund nicht Gassi geführt, usw.

    Dsa gibt es in ihrer behüteten und wohlgeordneten Welt einfach nicht, da ist vom Kindermädchen bis zur Haushälterin eben alles vorhanden.

    Am meisten kreide ich ihr an, dass sie in ihrer Borniertheit offensichtlich glaubt, das sei allgemeiner Lebensstandard in Deutschland.

  8. Gor sagt:

    Für mich ist Ursula von der Leyen eh die Eva Herman des Bundeskabinetts. Und ganz ehrlich: Wer angesichts von Überbevölkerung und Ressourcenverbrauch durch immer mehr Menschen heute noch sieben Kinder hat, der eignet sich nicht als Vorbild. Würden alle Deutschen sieben Kinder haben, gäbe es hier in 30 Jahren 240 Millionen Menschen, die sich gegenseitig umbringen würden oder in die Nachbarländer einfallen.

  9. […] Frau Ministerin im Gespräch, entweder dafür oder dagegen. Bei letzterem aber auch zünftig […]

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