Vodafone — die nächste schallende Ohrfeige für die Internetgemeinde


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Der Zensurprovider Vodafone hat nicht ein einziges Wort der Kritik verstanden. Im neuesten PR-Artikel gibt man sich betont — aber völlig unglaubwürdig — volksnah und weist auf Yodafone hin, im Text selbst aber ist eine weitere schallende Ohrfeige für die Internetgemeinde versteckt. Die Kritik der Menschen wird mit PR-Sprech ins Gegenteil verkehrt: Ein besonders aktiver Teil  der Generation Upload hat dies umgehend verdeutlicht, indem ein neues Plakatmotiv entwickelt und ein “Lobofone“-Logo erschaffen wurde, aber auch als Hinweis auf die unterschiedlichen Standpunkte zum Thema Netzsperren ein Remix des TV-Spots mit Sequenzen des Films 1984 erstellt wurde. Es zeigt sich, dass der Zensurprovider seine Kunden und die Netzbewohner auslacht — Hauptsache, Ihr redet über uns. Die Internetzensur ist keine Frage von unterschiedlichen Standpunkten. Der stetige Abbau unserer Freiheits– und Grundrechte, die in diesem Fall von Vodafone maßgeblich vorangetrieben wurde, ist ausschließlich eine Frage von richtig oder falsch. Der Satz ist eine Frechheit gegenüber denen, die sich für Freiheits– und Grundrechte in Deutschland und auf der Welt einsetzen. Haben Carmen Hillebrand und Ursula von der Leyen eigentlich den selben Ghostwriter? Ja, Scholz & Friends

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20 Antworten zu “Vodafone — die nächste schallende Ohrfeige für die Internetgemeinde”

  1. Ich habe mir die Tage auch überlegt, ob man durch diese Teflonschicht zu den Marketingabteilungen überhaupt irgendwie hindurch brüllen kann, damit auf der anderen Seite überhaupt etwas ankommt. Die feiern ja den größten Zerriss. Ich meine, daran stört mich nicht deren seltsame Wiedergabe der Realität, einen solchen Filter hat ja jeder von uns laufen, aber dieses penetrante Falschverstehen-wollen und das dann wissentlich großartig herauszuposaunen — das ist schon ein anderes Kaliber. Einfach nur eklig.

  2. Otto Normalverbraucher sagt:

    Kann man auch perfide nennen.

  3. cypher sagt:

    Nunja
    was will man von denen auch erwarten?
    Ehrlichkeit? Anstand?
    Also bitte …
    Die verdienen ihr Geld mit lügen, verdrehen und verarschen.
    Das ist der Zweck einer PR Abeilung und einer Werbeagentur.
    Die Wahrheit und die Fakten zu einem Produkt kann jeder veröffentlichen.
    Scheiße und Nonsens so aussehen zu lassen als müsste mans haben und dafür dankbar sein das sie es einem verkaufen wollen … dafür braucht man Werber.

  4. caschy sagt:

    Denen ist es egal wie über sie geredet wird, Hauptsache man tut es. Deren Werbung wird ein Viral — also ein Erfolg.

  5. Chris sagt:

    Blödsinn. Gerade die Zeilgruppe wird vor einem Wechsel zu Vodafon fleissig googeln. Der langfristige Schaden ist noch unüberschaubar. Bad News are good News? So ein einfaches Denken hat die Zielgruppe nicht. Werber denken so schlicht, nicht aber die Menschen ansich.

  6. Oliver sagt:

    Heutzutage kann schon ein Gerücht einer Firma das werte Genick brechen, diese oldschool Marktstrategien sind eben nur noch alt. Aus diesem Grund geben sich die meisten Firmen auch im Netz verdient dem Gelächter preis. Man kann natürlich auf die Dummheit der Kunden bauen, wie diverse Marktketten beispielsweise — aber das funktioniert nicht für alle Ewigkeit. Exemplarisch schaut man hier die Ursache für die momentane Krise bzw. das Straucheln diverser Firmen per se.

  7. Andreas Alin sagt:

    «Bad News are Good News.»

    Es kann ihnen wirklich egal sein. Den Bekanntheitsgrad der Marke schadet das nicht. Wenn in einem halben Jahr die negative Berichterstattung schon längst vergessen ist wird die Marke immer noch in den Köpfen sein.

  8. Oliver sagt:

    >Den Bekanntheitsgrad der Marke schadet das nicht.

    Im Netz schon und in diesem möchten sie ja allzu gerne Fuß fassen, draußen da klappts noch — aber dort gehen auch Leute zur Wahlurne, wie das Rindvieh zur Schlachtbank :-)

  9. Anonymous sagt:

    Das Dumme ist, dass sie wahrscheinlich sogar recht haben: Hauptsache man redet über sie. Und weil das Corporate Design in den Persiflagen einwandfrei umgesetzt wurde, checkt der Durchnitts-Teenie es nicht einmal. Auf die hat es den selben Markentreue bildenden Effekt wie teuer platzierte Werbung.

    Und als Marketingfuzzi würde ich natürlich auch genau das behaupten, denn ich will ja weiter Budget erhalten! Selbst wenn es Zweifel geben sollte, man muss in der Rolle genau so handeln.

    Die «bösen» sind nicht die Werber, sondern die Entscheidungsträger bei Vodafone. Die Werbeagenturen würden nicht minder loyal sein, wenn Vodafone eine andere Politik hätte.

  10. Oliver sagt:

    Nein die Bösen sind nicht die Werber, außer einige Initiatoren — wenn man dies denn mit böse bezeichnen möchte. Die Werber sind in der Regel die Naiven, auch die Blöden …

    >Und weil das Corporate Design in den Persiflagen einwandfrei umgesetzt wurde, checkt der Durchnitts-Teenie es nicht einmal.

    Dieser Durchschnitt packt auf dieser Publikation in der Regel nicht einmal die Überschrift, warum sollte uns dieser also tangieren?

  11. Chris sagt:

    Wie einfach muss man gestrickt sein (um es ganz diplomatisch und vorsichtig auszudrücken), um im Netz zu behaupten, bad news are good news? Das Netz vergisst nie, selbst bei einer neuen Kampagne von Vodafone nicht. noergler hat es nebenan beim Don so beschrieben:

    Ich erinnere mich, wie wir damals bei Dotcomtod den Bekanntheitsgrad von Personen und Firmen gesteigert haben. Wie seltsam, dass deren Anwälte Faxe schickten, und Geschäftsführerinnen im Interview mit meinem Praktikanten schrill aufkreischten.
    Wenn eine Kampagne so zündet, dass der Ground Zero das Zielgruppengebiet präzise abdeckt, dann muß die Fähigkeit zu dialektischem Denken schon arg hoch entwickelt sein, wenn man wie Itha darin einen Erfolg sehen möchte.

    Die gesamte Kampagne ist ein riesen Desaster. Vodafone soll unter der Hand mittlerweile versuchen, ein paar Blogger zu beruhigen, was auch immer das heißen mag. Und dass die Kampagne kpl. ungekrempelt wird, scheint beschlossene Sache.

  12. David sagt:

    Ich denke das muss man schon kritisch sehen.

    Gerade der Remix Spot und die Yodafone Bilder sehen sehr professionell aus und ich kann mir denken das die Reaktion der Netzgemeinde auf die Kampagne gerade nach der Zensur Debatte vorhersehbar war.

    Somit hätte ich (als Internetaffine Werbeagentur mit Kontakt zur Bloggerszene) diese Entwicklung vorhergesehen und danach die (scheinbar) kritischen «Remixes» als Reaktion der Netzgemeinde geschickt eingestreut.

    Für den Normalnutzer (und die Hauptzielgruppe) sind die in der PR Meldung verlinkten Inhalte nämlich eben nicht Vodafone kritisch!

    Damit hat man das Hauptziel (nämlich lustige Bilder — und gleich noch einen super in die Zeit / Wahlkampf passenden «Anti Zensur 1984″ Film) im Netz und die Kritiker beglückwünschen sich zur gewonnenen Schlacht gegen Vodafone.

  13. Chris sagt:

    Lieber caschy, Ich habe gerade durch einen unsäglichen Kommentar erfahren, dass auch Du von Vodafone gesponsort wurdest. Würdest Du das bitte demnächst als Disclaimer in Deine Kommentare und auch Deine Werbeartikel schreiben, sonst kann es nicht wirklich ernst nehmen. Und Du solltest Dich mal mit dem Thema Schleichwerbung auseinandersetzen. 😉

    Nichts für ungut…

  14. Andreas Alin sagt:

    Wo ist eigentlich mein letzter Kommentar abgeblieben?

  15. Chris sagt:

    Scheint weg zu sein. Du solltest hier auch andere Artikel lesen, außer denen, die publikumsträchtig sind, dann hättest Du eine Antwort, und vielleicht Klicks auf Deine URL bringen. 😉

  16. Andreas Alin sagt:

    Ich hoffe doch nicht, dass hier eine Zensur von kritischen Beiträgen ausgeführt wird?! Ansonsten wäre der ganze Blog hier eine Farce. Erst Nutzer unangebracht diffamieren und dann keine sachliche Reaktion zulassen.

    Und falls ihr nicht wollt, dass man im Namen auf seine Webseite verweist, dann solltet ihr die Funktion einfach rausnehmen oder ein «Nicht erwünscht» dahinter schreiben. Die Inhalte Eures Blogs waren ja bisher ganz gut, aber mit diesem Verhalten macht Ihr den guten Eindruck zu nichte.

    Natürlich steht es euch frei diesen Kommentar zu veröffentlichen oder nicht.

  17. Chris sagt:

    Hör zu, Du nervst. Ich habe nicht umsonst so geantwortet, wie ich es getan habe.

    Es scheint sich der Halbsatz, außer denen, die publikumsträchtig sind, zu bewahrheiten.

    Hier lesen, nachdenken und bitte nicht mehr kommentieren.

  18. Andreas Alin sagt:

    Na dann muss ich mich wohl erstmal für die Anschuldigung entschuldigen. Aber sorry, ich kann hier nicht jeden Artikel lesen. Ich picke mir eben die Interessantesten heraus. Dass die Datenbank inkonsistent ist, damit rechnet man erstmal nicht. 😉

    Der Umgangston kann aber dennoch freundlicher sein.

  19. Chris sagt:

    Okay, sorry auch von hier. Aber die letzten Wochen waren durch den Server extrem nervig. 😉

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