Virales Browser-Marketing

Mozillas Javascript Engine als Plugin für andere Browser, geplant ist z.B. die Engine des IE zu ersetzen.

Das dritte neue Projekt hört auf den Namen IronMonkey und soll den Browser in die Lage versetzen, Python– und Ruby-Anwendungen im Browser auszuführen.

Möglichkeiten eröffnen sich da einem und wenn ich dann an die ganzen Exploits denke. Nope mehr als in der Überschrift angekündigt sehe ich daran nicht …

golem

20 Antworten zu “Virales Browser-Marketing”

  1. Andreas sagt:

    Logische Konsequenz ob des Einflusses von Google. Obwohl ich — wie ich ja im TB-Artikel so sage — Mozilla-Software noch gerne einsetze habe ich *damit* schon viel früher gerechnet. Google will WebApplikations pushen. Vorallem die eigenen. Da muss eine Runtime her, die

    a) möglichst unter der eigenen Regie steht
    b) möglichst mächtig ist, um den ggf. von Google geplanten, weiteren Online-Applikationen gerecht zu werden.

    MS könnte durch gezielte «Standardmanipluationen» wie in der Vergangenheit, hin und wieder einen guten Strich durch die Rechnungen von anderen machen. Daher ist es nur logisch, das möglichst früh eine Basis für die Zukunft geschaffen werden soll, die sich MS in gewisser Weise entzieht.

    Technisch bedenklich? Mal sehen… beobachten sollte man es jedenfalls.

  2. Chris sagt:

    Blödsinn. In irgend ner News im Feedreader stand was von den 3 Affen, die Mozilla angekündigt hat. Da musste ich leicht grinsen, dachte ich doch sofort an nichts sehen, nichts hören, nichts sagen… 😀

    Da soll dann also der IE die Engine vom Firefox nutzen?

    Wildecker Herzbuben…

  3. Oliver sagt:

    Die Rangfolge der Engines der Qualität nach, gemäß meiner Erfahrung:

    Opera
    KHTML
    .
    .
    .
    Gecko

    >Technisch bedenklich? Mal sehen? beobachten sollte man es jedenfalls.

    Die massive Verflechtung mit allerlei Scripting-Mechanismen gereichte schon beim IE und Windows zur Freude und wird nicht besser weil Gecko draufsteht.

  4. Andreas sagt:

    Wieso Blödsinn? ScreamingMonkey hat genau diesen Ansatz. Es wird nach Fertigstellung brav mit FF & Co. ausgeliefert werden und sich garantiert nach Bedarf an den IE & Co anhängen. Genau das ist der Ansatz von Tamarin/ScreamingMonkey, ja, der IE wird dann die JS-Engine von Mozilla nutzen, wie auch der FF.
    Ob das so klappt sei dahingestellt. Geplant ist es jedenfalls. Steht sogar auf der Startseite: «…tags in other browsers, starting with IE (using ActiveScript interfaces).»

  5. Grainger sagt:

    Ich persönlich habe gar kein Interesse daran, dass Python– und Ruby-Anwendungen in meinem Browser ausgeführt werden (eher das Gegenteil ist der Fall).

    So etwas auch nur halbwegs sicher hinzu bekommen ist imho unmöglich, außerdem würde ich z.B. meine Korrespondenz niemals auf einer im Browser laufenden Officeanwendung schreiben und dann auch noch auf Google-Webspace speichern.

    Da könnte ich Google auch gleich meine Haustürschlüssel zusenden. 😀

    Der typische Otto-Normal-User und Computerbild-Leser macht sich aber vermutlich keine Gedanken deswegen, da wird ohnehin alles installiert, was sich so auf den diversen Heft-CDs befindet.

  6. kobalt sagt:

    Ich war neulich mit einem Textbrowser online. Das war sehr schön. Kein Gezappel, kein Geblinke, nichts Ablenkendes. Nur Text, schwarz-weiß.

  7. dejot sagt:

    Und dann freut man sich mit lynx über die ganzen Seiten, die nur aus Imagemaps bestehen oder darüber, dass es einen anblickt (zumindest in meiner Vorstellung) «Diese Seite benutzt Frames, die sind nämlich cool, weil ich zu blöd bin […] dein Browser kann das nicht, deshalb erspate ich dir meinen Hirnschiss jetzt mal» oder so ähnlich. Da merkt man manchmal erst, _wie_ kaputt das www eigentlich schon ist 😉

  8. Grainger sagt:

    Man kann in Opera durch Auswahl des entsprechenden Userstyles übrigens sehr schön einen Textbrowser emulieren. 😉

  9. kobalt sagt:

    Ich hatte den Opera mal installiert, bin aber wieder auf den Konqueror zurückgekommen. Gleiches gilt für Firefox.

    Opera hat mich durch die Masse an Konfigurieroptionen überfordert. Auch bei KDE ist es mein Alptraum, Iconsets und Windowthemes und Hintergründe und Splashscreens und –schlag-mich-tot aussuchen zu müssen. Da gibt es unterschiedliche Grade der Transparanz, man kann irgendwelche Leisten mit Icons bestücken, diese Leisten können sonstwo auf dem Bildschirm positioniert werden und man kann ihnen –zig unterschiedliche Verhaltensweisen beibringen. Fensterleisten können Texturen haben und Farbverläufe haben, die man unterschiedliche verlaufen lassen kann. Mausgesten gibt es, glaube ich, auch noch und die kann man ebenfalls konfigurieren. VOn den individuell einstellbaren Tastenkürzeln zum Starten von Programmen gar nicht zu reden. Ist nicht so mein Ding.

    Jedoch strengt es mich auch schon an, bei Burgerking, nachdem ich einen Crispy Chicken (mit Käse) bestellt habe, Fragen der Art «Mit Käse?», «Cola dazu?», «Als Menü oder einzeln?», «Zum Hier essen oder zum Mitnehmen?» «Wollen Sie ein Eis dazu?» beantworten zu müssen. Denn ich will einfach nur einen Burger haben.

    Der Firefox fühlt sich schlichtweg einfach nur falsch an. Das ist was emotionales.

  10. Oliver sagt:

    Lynx nutzen :)

  11. kobalt sagt:

    Lynx nutze ich tatsächlich ab und zu. Das ist wie Urlaub. Der extrahiert das Mark des Internets: die Information.

    Früher war das I-net viel schöner, übersichtlicher, ruhiger. Es gab weniger Sachen die man ignorieren mußte. Die Orientierung auf den Websites fiel leichter, es gab Sitemaps, Links wurden mittels «a href» erzeugt. Was ist daran nicht mehr ok?

    Es gab weniger Ungemach, das ungefragt und ungebeten auf den Rechner drängte. Heute kann man sich ohne Cookie– und Werbefilter und Pop-Up-Blocker doch keine zwei Meter weit ins I-net hineinwagen.

  12. Grainger sagt:

    Früher war das I-net viel schöner, übersichtlicher, ruhiger.

    Ja, früher war alles besser. 😉

  13. Oliver sagt:

    >Ja, früher war alles besser.

    Es war doch besser,95 war der Deppenfaktor noch relativ gering und da es bare Münze kostete hielt sich Trolltum auch in Grenzen 😀

  14. dejot sagt:

    da jeder ins netz kann, ist das internet inzwischen doch ein querschnitt der gesellschaft. draußen kann man vorbeigehen oder weghören, hier auch. Oder lernen, ganz zu meiden. er preis der technik? 😉

  15. Oliver sagt:

    >da jeder ins netz kann,

    Da sagt die staatl. Propaganda, in der Realität schauts leider gehörig anders aus und wir haben in diesem Land 80+ Mio Menschen. Querschnitt der Gesellschaft ist also nicht einmal Ansatzweise anzutreffen.

    >draußen kann man vorbeigehen oder weghören, hier auch.

    Typisch Deutsch halt.

  16. dejot sagt:

    musst du gleich persönlich angreifend werden? zumindest ich fasse es als angriff auf, wenn ich die möglichkeit des ignorierens, die von deiner/eurer seite ja wohl auch des öfteren genutzt wird, darlege, und daraufhin so ein «Tyspisch Deutsch halt.» erschallt.
    Verallgemeinern und über einen Kamm scheren macht die Situation auch nicht besser.

    Hast du verlässliche Zahlen zur Anzahl der Internetnutzer in Deutschland? Würde mich jetzt schon interessieren. Natürlich hat nicht jeder Zugang, meiner Erfahrung nach sind jedoch aus jeder Gesellschaftsschicht, oder wenn dir das lieber sein sollte, jedem Milieu, auch Menschen im Internet «vertreten» /man beachte die ») …

  17. Oliver sagt:

    Wenn es deine *persönliche* Vorgehensweise darstellt, nimms meinetwegen persönlich.

    >Hast du verlässliche Zahlen zur Anzahl der Internetnutzer in Deutschland?

    Ahm falls du noch andere Dinge außer F!XMBR liest solltest du die desöfteren selbst mitbekommen haben in verläßlichen Medien. Die Quintessenz: Internet ist Bildungssache, je höher die Bildung, desto größer die Verbreitung. Vice versa gilt es natürlich ebenso, bis zum quasi nicht Vorhandensein — Ausnahmen bestätigen die Regel.

    >Verallgemeinern und über einen Kamm scheren macht die Situation auch nicht besser.

    Nein kann man anhand der Geschichte einwandfrei belegen, wenn du einen Exkurs brauchst, beschäftige dich mit eben dieser Geschichte. Ich habe meine Meinung schon desöfteren differenziert dargestellt und kann diese Aussagen auch bis zu einem gewissen Grad belegen.

  18. dejot sagt:

    danke, ich verzichte auf weitere diskussionsversuche.

  19. Oliver sagt:

    Für eine Diskussion sollten auch beide den gleichen Wissensstand besitzen, davon gehe ich eben aus bzw. das sich jemand selbst informiert, falls ihm etwas an einer Diskussion liegt. Falls jemand das ganze hier noch mißversteht: persönlicher Blog, mit eigener Meinung. Kein Lexikon, Auskunftsbüro für Wissenslücken, speakers’ corner oder Forum a la forum romanum.

  20. […] und insbesondere berüchtigt daher kommt, erschließt sich zum Gros aus diesem Umstand. Die Falloutboys bei Mozilla denken ja über ebensolchen Crap nach, in Form eines verscripteten Browsers. Na dann, schöne neue Welt. Ihr habt sie doch nicht alle […]

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