VIM 7.0 — der Über-Editor ist fertig

Nun das ist schon ein paar Tage her, aber nichstdestotrotz eine großartige Neuigkeit. Neben vielen Bugfixes kamen auch eine Menge Neuerungen hinzu,

  • Rechtschreibkontrolle für über 50 Sprachen
  • Intelligentes Syntax-Hervorhebung von C, PHP, HTML, Perl, Ruby, Python usw.
  • Tabs — siehe Firefox und Opera bzw. MyIE
  • ausführliche Undo–Tabellen
  • Zugriff auf entfernte Verzeichnisse, sowie Zip und Tar

usw.

VIM, eine massive Weiterentwicklung von vi, selbst kann in der Shell als auch unter graphischen Benutzeroberflächen (mittels GTK) genutzt werden. In der Leistungsfähigkeit wird er z.B. unter Windows allenfalls von UltraEdit oder PSPad erreicht, unter Unix von Emacs. Zwischen Usern des letzteren und VIM existiert auch schon seit Jahren ein ewiger flamewar 😉

Integrierte Rechtschreibprüfung
Wortvervollständigung mit Dropdown-Menü
Anordnung mehrerer Dateien in Tabs
Multiple Buffer– und Split-Screens, mehrere Editier-Fenster, auch vertikal
Text-Formatierungen und Visual Mode, zum Beispiel mit Blockoperationen
unbegrenztes Undo (Rückgängig machen) und Redo (Wiederherstellen)
umfangreiche Runtime-Dateien (Hilfe– und über 200 Syntax-Dateien)
Syntaxhervorhebung abhängig von der Programmiersprache
eigene Skriptsprache zur Funktions-Erweiterung (analog zu Plugins)
Komplettierung von Kommandos, Wörtern oder Dateinamen
Auto-Kommandos (z. B. Dekomprimierung von gezippten Dateien vor dem Editieren)
Dateiformat-Erkennung und –Konvertierung
komfortabler History-Mechanismus für Kommandos, Suchbegriffe usw.
Aufzeichnung und Ausführung von Makros
Speichern und Laden von Sitzungs-Einstellungen
optionale Integration von Perl, Python, Ruby und Tcl
Unterstützung der ?Von-Rechts-Nach-Links?-Schreibung (Arabisch u. a.)
Automatisches und manuelles Zusammenfalten von Textteilen zur besseren Übersicht
Optionale grafische Oberfläche in verschiedenen Ausprägungen (GTK, Motif, …)
gut konfigurierbar und an persönliche Vorlieben anpassbar
Für vi-Puristen: fast hundertprozentig vi-kompatibel, aber ohne dessen Fehler

5 Antworten zu “VIM 7.0 — der Über-Editor ist fertig”

  1. Chris sagt:

    Ich bin ja PSPad-Fan. 😉 Aber Alternativen sind immer gut, THX für den Tipp — werd ich mir mal anschauen. :)

  2. Grainger sagt:

    Ich oute mich auch mal als PSPad-User, obwohl derartige Editoren vom Funktionsumfang her für meine Bedürfnisse sowieso der totale Overkill sind.

    An PSPad gefällt mir u.a. auch sehr gut, das ich keinen zusätzlichen Hex-Editor brauche (ohne installierten Hex-Editor ist man einfach kein richtiger Mensch :D).

    Werde mir VIM trotzdem mal anschauen, ist immer gut auch mal über den eigenen Tellerrand zu blicken.

  3. Oli sagt:

    Man kann natürlich auch hier jede Datei hineinladen und als Hex darstellen.

  4. Chris sagt:

    Installiert, gestartet, deinstalliert — grausam. Bevor jetzt einer schreit: Subjektiver Eindruck. 😉

  5. Oli sagt:

    Das er mächtiger ist erschließt sich natürlich nicht durch einen kurzen Hinkucker, das er für Maustreiber etwas neues darstellt erschließt sich aber ob der offensichtlichen Hinweise auf die mögliche Shellnutzung 😉
    Ich schreibe z.B. flockig leicht viele große Texte damit und jage die durch TeX hindurch. Aber das ist eine ähnlich «kurze» Lernphase wie das Erlernen von Mausgesten 😀 — wobei ich persönlich diese auch schwachsinnig finde, da man über eine Tastenkombination immer schneller ist als über Mausbewegung. Aber jeder wie er mag 😉

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