Verraten und verkauft

Lange hatten wir es mit Yahoo, deren vorrauseilendem Gehorsam und der blinden Gefolgschaft, einiger als Werbeträger fungierender Blogs. Aber natürlich wäre es recht naiv zu glauben, es ist nur dieser eine Konzern, der da Böses tut. Google fehlt natürlich auch nicht, weiß es wahrscheinlich aber in der Regel besser zu kaschieren, allerdings gelingt dies noch nicht so gut bei dem zugekauften Youtube. Dieses zensierte just einen ägyptischen Blogger, der da allzu sehr politische Meinung offerierte, in einem Land das seit Sadats Ermordung mittels Notstandsgesetzgebung kontrolliert und von zahllosen Touristen1 finanziert wird. Möglicherweise hat YouTube den Account gesperrt, weil die Bilder und Videos übermäßige Gewalt zeigten. Natürlich ist man stante pede dabei sich in Ausflüchte zu ergeben, die Kakophonie dieser konnte man schon bei Yahoo und deren Werbesprößlingen verfolgen. Geflissentlich wird dabei übersehen, das man das brutale Vorgehen des Staats eben nicht anders verdeutlichen kann außer mittels der Visualisierung eben dieser Gewalt. Last not least also doch nur profane Zensur, eben verraten und verkauft. Und eben jenen big brothers geben *wir alle* tagtäglich auf die eine oder andere Art unsere Daten preis, die Bandbreite reicht da von quasi freiwillig mittels Suchmaschinen, bis hin zur Freiwilligkeit im Austausch für Komfort und letztendlich nicht zu vergessen eigene Daten und Daten anderer monetär veredelt, Kolateralschäden inklusive.

heise

  1. alas, ich verstehs, keiner wäre wohl lieber Auge in Auge mit den Pyramiden als meinereiner []

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