ver.di warnt …

Die Gewerkschaft ver.di nimmt den «Welttag des geistigen Eigentums» zum Anlass, um den Kabinettsentwurf der Bundesregierung zum zweiten Korb der Urheberrechtsnovelle scharf zu kritisieren. Die Gewerkschaft warnt vor einer «Verramschung von geistigem Eigentum».

golem.de

Ach es ödet an sich noch mit derlei neuerlichen sinnfreien Aussagen zu beschäftigen.

F!XMBR Kulturflatrate usw.

6 Antworten zu “ver.di warnt …”

  1. Falk sagt:

    «Verramschung von geistigem Eigentum»

    Na das sind doch mal ganz neue Töne. Yeah!

    Ich kann nur nochmal auf die Studie «Wachstum gegen den Trend» (PDF) verweisen, in der z.B. festgehalten wird, dass

    …aus Sicht der kleinen und mittleren Tonträgerunternehmen Probleme mit dem Schutz geistigen Eigentums derzeit nicht vorrangig (scheinen). Organisatorische Hürden, die sich aus der konkreten Umsetzung von Urheber– und Leistungsschutzrechten ergeben, werden sogar häufig als Innovationshemmnisse empfunden.

    Aber für diese Firmen spricht ver.di ja nicht :)

  2. Sammy sagt:

    Die beziehen Verramschung nur noch auf den finanziellen Wert.

    Aber solange der geistige Wert niemanden interessiert, steigt der finanzielle eben auch nicht.

  3. Falk sagt:

    «Die beziehen Verramschung nur noch auf den finanziellen Wert.»

    Und genau dort liegt ja eigentlich auch der «Fehler», wenn man über Interessenausgleich spricht oder diskutiert. Nur wie bringt man die Politik dazu, umzudenken, wenn der Blick aufs Wesentliche durch finanzstarke Interessengruppierungen verschleiert wird?

  4. Oli sagt:

    Der Denkfehler liegt schon in der Annahme das geistiges Eigentum überhaupt existiert.

  5. Falk sagt:

    Für mich reduziert sich das im allegemeinen auf die schlichte Formel:

    «Kunst als Allgemeingut ja — aber die Künstler sollten nicht verhungern»

    Im Softwarebereich ist das ädaquat zu sehen, allerdings kann man hier stellenweise durchaus von einem «schützenswerten Gut» ausgehen — allerdings sollte dies dann die Allgemeinheit auch wiederum straffrei nutzen können und dürfen und der Ausgleich hat auf anderer Ebenen stattzufinden.

    Sobald nur ein paar wenige den großen Reibach damit machen, stellen sich mir automatisch auch die Nackenhaare auf. Und nein, Kommunismus ist das nicht, woran ich da denke :)

  6. Oli sagt:

    Ich kann ein Buch verkaufen und es dennoch zum Download anbieten. Ich kann ein Bild malen und es zu höchsten Summen verkaufen und dennoch ein Wallpaper erlauben etc. Jeder Künstler, jeder Autor muß sich bei genauer Betrachtung des Plagiats bezichtigen lassen — Neuschöpfungen gibt es nicht.

RSS-Feed abonnieren