Verbietet die Killerbibel!

Es ist bekannt, dass George W. Bush und andere große Staatsmänner gläubige Christen sind. Es gibt zwar keine Belege dafür, dass die Bibel dafür verantwortlich ist, edle Staatsmänner und ihr Volk in einen Krieg geführt zu haben — die Anzeichen dafür sind aber nicht zu übersehen. George W. Bush soll täglich in der Bibel lesen und wöchentlich die Kirche besuchen. Seine Gespräche vor dem Irak-Krieg — mit Gott persönlich — sind legendär. Die Folgen für die Menschen auf diesem Planeten sind katastrophal. Die Lage im Nahen Osten ist durch den Irak-Krieg instabil wie nie zuvor, täglich sterben Menschen im Krieg. Es kann deshalb nur eine Schlussfolgerung geben: Verbietet die Killerbibel!

George W. Bush ist nicht von heute auf morgen zu einem Kriegsherrn geworden. Er war ein Trinker, ein Lebemann, der sein Leben zu genießen wusste. Bis er eines Tages Bekanntschaft mit der Bibel machte. Dieser Tag sollte das Leben des George W. Bush von Grund auf verändern. Keine Partys mehr, das Geld des Vaters wurde nicht mehr verprasst, den Frauen wurde nicht mehr hinterher geschaut. Ab diesem Tag war George W. Bush ein anderer Mensch. Er ging in die Kirche, nahm am Gemeindeleben teil — und er las täglich die Bibel. Neueste seriöse Studien sprechen davon, dass 4,7% der Staatsoberhäupter auf diesem Planeten bibelsüchtig oder –gefährdet sind. Für dieses Problem gibt es nur eine Lösung: Verbietet die Killerbibel!

Laut einer niedersächsischen Studie verbringen Staatsoberhäupter heute mehr Zeit mit dem Bibellesen als noch 2005. Die tägliche Nutzung der Bibel ist auf durchschnittlich 40 Minuten angestiegen. Am Wochenende sind es sogar 167 Minuten, die zum Bibellesen genutzt werden. Wer liest, hat kaum noch Zeit für andere Aktivitäten. Christian P., Autor der Studie, im Gespräch mit FXMBR: Allein durch die Bibel wird man nicht zum Kriegsherrn, aber sie ist durchaus ein Risiko. Dauer-Beten führt nicht automatisch zur Abhängigkeit, aber das Risiko, Bibeljunkie zu werden, wird erheblich verstärkt. Darum: Verbietet die Killerbibel!

Christian P. hat insbesondere das Alte und das Neue Testament ins Auge gefasst. Diese beiden Teile sind die meistgelesenen der westlichen Welt. Einmal in Rage, spricht Christian P. davon, dass das Alte und das Neue Testament das Crack-Kokain der Bibel seien. Er fordert eine Alterseinstufung für diese beiden Bücher von 70 Jahren. Zudem fordert der studierte Studienerfinder die BSK, die Bibel-Selbst-Kontrolle, ins Leben zu rufen. P. will zudem anonyme Staatsoberhäupter in die Kirchen dieser Welt schicken um zu überprüfen, inwieweit sie Kirche und Bibel für ihre Entscheidungen heranziehen. Wir werden dem auf den Grund gehen, so Christian P. mit starrem Blick. Der Streit um so genannten Killerbibeln wird weitergehen. Doch nicht nur der Fall George W. Bush macht deutlich, dass das Lesen der Bibel fatal sein kann. Der Preis, den die Menschheit dafür zahlt, ist viel zu hoch. Deshalb: Verbietet die Killerbibel!

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8 Antworten zu “Verbietet die Killerbibel!”

  1. Yuggoth sagt:

    Wenn es nur keine Satire wäre…

    …es wäre meine Meinung über das Massenpropagandainstrument des vatikanischen Imperialismus.

  2. Oliver sagt:

    Der Unterschied ist jedoch: $Religion wird als Legitimierung genutzt, sprich interpretiert/mißbraucht und $Visualität (mit passendem zu ersetzen von Medien bis Killerspiele) wird als Ursache für menschliches Fehlen angesehen. Ich sags hier mal vorsichtig, einige Vertreter von $Religionen sind zu blöde ihre eigenen Texte korrekt zu lesen bzw. diese gar angemessen in die eigenen Sprache zu übersetzen. Der Katechismus beispielsweise regelt auf gut Deutsch den Käse, der wiederum teils kaum mit der Bibel zu vereinbaren ist — man hat wohlwollend «interpretiert».

    Last not least beziehen sich die Christen auf das AT überhaupt nicht, es dient mehr einer «schönen Geschichte» aus längst vergangenen Tagen. Das NT ist das A und O in der Kirche und steht für das neue Bündnis mit Gott — in heutigem Neusprech Testament 2.0 (alt Vs neu, aber nur aus christl. Sicht). Deswegen interessiert man sich auch nicht für die Widersprüche, ergo existiert auch der Streit zw. einigen Gemeinschaften die diese Werke als Basis für ihr Wirken ansehen.

    Kurzum, die wenigsten kennen die Bibel von der sie da reden oder den Koran usw. Sie kennen allenfalls die Sprüche einiger Fanatiker die da von $Erhöhung ihre Tiraden gen leichtgläubligem Mob schmettern.

    Das diesen Dingen auslösende Momente inne wohne ist unbestritten, die Ursache für die Probleme derjenigen, die sich anfällig für derlei Trigger zeigen, ist jedoch etwas völlig anderes. In Zeiten größter Not zeigen Menschen mehr Religiösität, andere erleiden einen nach innen oder nach außen gekehrten Nervenzusammenbruch, wiederum andere stecken es weg und sind nur gelegentlich gereizt, andere sehen als Ausweg nur den Suizid etc. pp. Die ganze Diskussion wird auf allen erdenklichen Seiten falsch angegangen, jeder möchte dem jeweils anderen den schwarzen Peter zuschieben, die ursächlichen Probleme interessieren keinen.

    Und ja ich las den Tag fun … das nur nebenbei.

  3. Chris sagt:

    Wie gut, dass ich mit dem ganzen Quatsch nichts am Hut habe…

  4. michi's blog sagt:

    […] danke für den post chris — unbekannterweise — find ich echt echt genial! Tags:bibel, genial Von michi, 17. März 2009, 18:13 Uhr […]

  5. Michael sagt:

    Verbietet den Mensch! Homo homini lupus.

    So so …

    … Killerspiele in Deutschland verbieten wollen aber auf Platz 3 im weltweiten Waffenhandel. Vorbildlich für die Jugend. :-)

    Deutschland auf Platz drei

  6. […] F!XMBR: Verbietet die Killerbibel!Es zeigt sich ein erschreckender Zusammenhang zwischen Bibelfestigkeit und Kriegstreiberei von Staatsmännern. Die Killerbibel sollte also definitiv verboten werden. […]

  7. Paul sagt:

    Ich klick mich hier so durch deinen Blog und finde diesen genialen Artikel!

    Mit der Überschrift hast du mich geködert! «Verbietet die Killerbibel!» Das könnte auch ein Slogan für eine Werbe Kampagne sein 😀
    Gut geschriebener Beitrag. Das ganze sollte in der Bild veröffentlicht werden.

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