Unterschiede

Das Thema Google hat uns heute Nacht ja auch begleitet — und ehrlich, es hat Spaß gemacht. 😀 Und Während wir das Thema dann schon lange abgehakt hatten, folgten die klassichen Medien. Nachdem die Redakteure aus dem Bett gefallen waren, ein paar Blogger bloggten auch noch die offiziellen Statements, war das Thema für die meisten schon ausgelutscht. Mir waren diese wohlgewählten Worte der PR-Fuzzis egal. Wir hatten, wie gesagt, unseren Spaß, die Domain war wieder im Besitz der Google Cooperation, das sollte es gewesen sein. Die offiziellen Verlautbarungen aus dem Hause Google sahen dementsprechend dann auch aus:

Laut Google Deutschland-Sprecher Stefan Keuchel stimmt man letzte Details zu einem Statement mit den Anwälten ab. Er könne aber schon soviel sagen, dass es für Google wichtig ist, herauszustellen, dass das Unternehmen hier keine Schuld trifft. ?Das Wichtigste für uns und unsere Kunden ist, dass Google wieder funktioniert. Alles weitere wird man sehen.? Ob die beiden Domaingrabber zur Verantwortung gezogen werden, konnte Keuchel nicht sagen.

Das hätte es dann sein können — alle diskutieren wieder über die Mechanismen der Denic, Google sind die Guten, ach ja, und was den ach so bösen Domaingrabber angeht, wird man schauen, was zu tun ist.

Tja, wenn da nicht Marissa Mayer wäre. Marissa ist immerhin Vizepräsidentin des Suchmaschinenriesen. Sie war heute auf dem DLD in München zu Gast und wusste dort laut Hannes Interssantes zu berichten, auch über den bösen Domaingrabber. Die inoffizielle Verlautbarung:

Marissa klärt die Sache charmant auf: ?Ein Mario aus Wiesbaden hatte die Seite irgendwann reserviert?. Der wusste zuerst gar nichts von seinem ?Glück?, zeigte sich im weiteren Verlauf der Nacht sehr kooperativ, gab die Seite an Google zurück die Google Manager konnten weiter schlafen.

Tja, wieder ein Beispiel dafür, warum ich die PR-Fuzzis dieser Welt nicht leiden kann — die zweite Variante ist mir persönlich viel sympathischer, sie zeigt, dass auch bei Google Menschen arbeiten und Fehler machen — aber hey, die Aktionäre lauern ja im Hintergrund, da muss ja jemand anderes die Schuld bekommen.

Ich fühle heute in zweifacher Hinsicht Schadenfreude — ob des Fehlers der Google Cooperation, die uns gestern Nacht sehr viel Spaß gebracht hat. Und natürlich haben mal wieder die klassischen Medien gezeigt, wie steif und starr sie sind, wie sehr sie an Arbeitszeiten gebunden sind. Während das Thema Google auf den Blogs langsam wieder zurückgefahren wurde, die Diskussion schon beendet war, machten die klassischen Vertreter damit auf.

2 Antworten zu “Unterschiede”

  1. Oli sagt:

    Nicht nur die klassischen Medien sind recht steif, auch viele aus der Szene.

  2. Chris sagt:

    *g*

    Der sogenannten…

    Ja, unsere (selbternannten) Szene-Helden… 😀

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