Tweetdeck am Ende

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Die Twitter-Welt diskutiert derzeit den Relaunch der Twitter-Homepage und der zugehörigen Clients. Dabei geht eine Sache aber unter: Der wohl weltweit am meisten genutzte Client, Tweetdeck, der vor kurzer Zeit von Twitter übernommen wurde, ist zu Grabe getragen worden.

Geht man auf die Homepage von Tweetdeck, kann man sich _nur_ noch die Stand-Alone-Versionen für Windows und den Mac runterladen — von Adobe Air wurde sich verabschiedet. Was auf den ersten Blick nach einem Fortschritt ausschaut, ist auf dem zweiten Blick nichts weiter, als eine Beerdigung des erfolgreichsten Twitter-Clients überhaupt.

Auf der Webseite selbst fällt schon auf, kein Forum, kein Blog, keine Möglichkeit mehr zur Interaktion mit den Machern — welches immer ein großes Plus von Tweetdeck war. Die Macher von Tweetdeck waren immer auch Teil der Community. Heute steht man dort vor verschlossener Tür, genauso wie es bei den Machern von Twitter und anderen Social Networks der Fall ist. Tweetdeck ist hinter den anonymen Mauern von Twitter verschwunden.

Doch nicht nur das. Startet man den neuen Client, fällt zuerst auf, dass man kaum noch Einstellungsmöglichkeiten hat. Andere Services wie Identi.ca, Foursquare & Co. werden gar nicht mehr unterstützt, beim Shortener hat man nur noch die Wahl zwischen Twitter selbst und Bit.ly. Lediglich Facebook ist noch dabei.

Damit ist es an der Zeit, sich einen neuen Client zu suchen. Der Facelift von twitter.com ist nebensächlich. An dem Beispiel Tweetdeck zeigt sich mal wieder: Ein kleines, erfolgreiches Projekt wird von einem Big Player übernommen und wenige Monate später geleiten wir es auf der letzten Reise…

z.k.

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16 Antworten zu “Tweetdeck am Ende”

  1. Vielleicht kommt das noch?

  2. Glaube ich nicht. Hier offenbart sich reine Geschäftspolitik. Abgrenzung um die User in der eigenen Welt zu umarmen, wie es Google+ und Facebook auch machen.

  3. Kleine Anekdote am Rande: Konnte mich nach der Installation nicht mit meiner E-Mail-Adresse und meinem Kennwort im neuen Client anmelden. Auf der Webseite ging es ohne Probleme. Aber: Als ich die E-Mail-Adresse angegeben habe, die ich seit Monaten (!) bei Twitter nicht mehr nutze, funktionierte es. Wtf?!?

    Nachtrag: Man muss nun zwanghaft einen Tweetdeck-Account haben, sonst klappt es nicht. m(

  4. vinz sagt:

    In der Chrome-Version kann ich einen Facebook-Account hinzufügen (nicht getestet) und zumindest Yfrog und Twitpic als alternative Bilderdienst auswählen.

    Aber ich sehe den Trend schon auch so wie du.

  5. vinz sagt:

    Noch ein Nachtrag:
    Die AdobeAir-Kiste hat vermutlich auch damit zu tun, dass Adobe ja Air für Linux eingestampft hat. Da ist scheinbar das Risiko zu groß, dass mittelfristig auch die Windows– und Mac-Version hops geht.

  6. […] einen TweetDeck-Account. Das bisherige Einloggen mit dem Twitter-Account funktioniert nicht mehr. Wie F!XMBR berichtet geht es aber noch weiter, nicht nur dass Dienste wie Foursquare wegfallen (die ich persönlich […]

  7. droxmox sagt:

    Schön das jetzt ein TweetDeck Account zwingend erforderlich ist :/

  8. Lena sagt:

    Der Relaunch von TweetDeck for Chrome ist absolut grässlich. Funktionalitäten, die TweetDeck so angenehm gemacht haben, wurden von Twitter einfach mal total umständlich umgebaut. Außerdem sieht der Client nun viel unübersichtlicher aus als vorher :(

  9. […] wenig Licht findet sich auch viel Schatten. Tweetdeck supportet nun nur noch Twitter und Facebook. Foursquare wurde rausgeworfen und eine Einbindung von G+ wird hochwahrscheinlich nicht […]

  10. majestyx sagt:

    also ik bevorzuge ja lokale clients wie bspw. gwibber, pino hotot & co.

    ps: wem gehöhren eigentl. meine tweets?! 😉

    thx4f!xmbr

  11. Heiko sagt:

    Es sagt ja auch schon viel aus, das die Web-Version von Tweetdeck nur Chrome und Safari(!) unterstützt. Wer Opera oder Firefox unter Linux nutzt, schaut dann mal richtig dumm aus der Wäsche.

  12. Michael Kausch sagt:

    Also dass sie sich von Air verabschieden ist eine logische Reaktion nach der Kehrwende von Adobe zu HTML5. Ob Twitter das Ding wirklich einstellt ist denk ich noch nicht ausgemacht. Wäre schade drum. Ich geb die Hoffnung nicht auf. Was aber wohl niemals kommen wir ist eine Öffnung von Tweetdeck zu Google+. Da bekommen die Twitteristi immer Gänsehaut, wenn sie ein Pluszeichen sehen.
    Derzeit hab ich zu Tweetdeck keine Alternative.

  13. Basti sagt:

    Bin durch Umbauarbeiten an meinem System gerade auf die neue Verison umgestiegen und muss sagen das Ding ist ein Rückschritt. Kaum noch Optionen (?!?), noch ein Account nötig (8o) und die Spalten sind noch immer nicht flexibel. Ich dachte erst, ich hätte irgendwie ne Lite-Variante oder so gezogen.
    Sorry, ich war ja lange ganz zufrieden mit dem Programm, aber das ist jetzt echt für mich der Punkt für den Ausstieg. Also ich bin raus aus Tweet Deck und versuchs jetzt erst mal mit MetroTwit.

  14. […] Kritik im Web ist entsprechend: Tweetdeck am Ende, Tweetdeck: das üben wir aber bitte noch einmal oder Jetzt wird TweetDeck kaputt gemacht. Lob […]

  15. Satyr sagt:

    Und ich habe gerade festgestellt, dass ich nur noch auf das Facebook –sowie auf das Twitterprofil posten kann, aber nicht mehr auf meine Fanseiten.
    Ja toll, nun wird das halt deinstalliert. :/

  16. TheStick sagt:

    Ist es nicht meistens so: «Ein kleines, erfolgreiches Projekt wird von einem Big Player übernommen und wenige Monate später geleiten wir es auf der letzten Reise…«
    Schade um den Clienten :-(

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