TU Chemnitz distanziert sich vorsichtig von sogenannten Wissenschaftlern

Im Fall der sogenannten Wissenschaftler und der 132,- Euro-Studie, deren Verschwinden von der Homepage der TU Chemnitz, geht der Dekan der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften, Uwe Götze, nun vorsichtig auf Distanz zu seinen sogenannten Wissenschaftlern:

Die von unserem Fakultäts-Kollegen Friedrich Thießen mit verfasste Studie «Die Höhe der sozialen Mindestsicherung» und deren Publikation haben enorme Aufmerksamkeit erregt und zu einer Vielzahl von – auch sehr emotionalen – Reaktionen geführt. Daher sehe ich mich veranlasst, für die Fakultät für Wirtschaftswissenschaften zu diesem Vorgang Stellung zu nehmen:

  • Durch die Veröffentlichung der Untersuchungsergebnisse fühlen sich Betroffene persönlich angegriffen und gekränkt. Dies bedauere ich sehr, es war sicher nicht Ziel der Studie.
  • Gleichzeitig möchte ich klarstellen, dass es sich um die (Ko-)Veröffentlichung eines einzelnen Fakultätsmitglieds handelt. Die Studie war im Vorfeld weder der Fakultätsöffentlichkeit noch mir bekannt und repräsentiert nicht die Einschätzung der Fakultät insgesamt.
  • Insbesondere angesichts der — selbstverständlich auch für Herrn Kollegen Thießen und seinen Koautor geltenden — Freiheit von Forschung und Lehre ist es weder möglich noch wünschenswert, jede Veröffentlichung von Fakultätsmitgliedern zu prüfen und eine Freigabe hierfür zu erteilen.
  • Wir werden uns aber in der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften zeitnah intensiv mit Methodik und Ergebnissen der Studie auseinandersetzen.

Uwe Götze
Dekan der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
2008-09-08

Um wieder ein Stück glaubwürdig zu werden, müssen nun nur noch Konsequenzen gezogen werden. Heißt: Den beiden sogenannten Wissenschaftlern muss der Stuhl vor die Tür gesetzt werden. Sie werden weich landen, INSM und Konsorten lassen grüßen — aber es wäre ein kleines Zeichen des Neuanfangs.

Das Kind ist trotzdem in den Brunnen gefallen, um es mal harmlos auszudrücken. Der Mob war losgelassen und hat seine hässliche Fratze gezeigt. Ich liebe deutsche Land, ich liebe deutsche Land

, ,

18 Antworten zu “TU Chemnitz distanziert sich vorsichtig von sogenannten Wissenschaftlern”

  1. Sven sagt:

    «…es war sicher nicht Ziel der Studie.» — Was war denn das Ziel dieser Studie? Und überhaupt: die Aufrechung von Milch vs. Wasser wiederspricht jeder Würde des Menschen…

  2. kobalt sagt:

    Wenn man Hartz-4-Empfängern wirklich helfen wollte, würde man in deren Bildung investieren, denn Wissen ist, neben der Muskelkraft, das einzige, was bei Bewerbungen zählt.

    Aber es geht ja darum die Niedrigstlohnjobs zu besetzen und die Arbeitsentgelte der übrigen Beschäftigten langfristig zu drücken, da stört Bildung nur. Außerdem läßt sich mit Hartz-4 eine prächtige Drohkulisse aufbauen, so daß man es sich zweimal überlegt, ob man am Arbeitsplatz kritische Dinge sagt.

  3. Falk sagt:

    Wenn man Hartz-4-Empfängern wirklich helfen wollte, würde man in deren Bildung investieren

    Schon in dieser Verallgemeinerung liegt meines Erachtens ein Denkfehler. Denn nicht jedem HIV-Empfänger mangelt es an Bildung. Aber nach Lebensumständen oder alternativen Lebenswegen abseits der Sklaverei fragt ja hierzulande keiner mehr…wer nicht Lohnsklave ist, darf gern verhungern — so sinngemäß lt. Müntefering und diversen anderen Pappnasen.

  4. Daniel sagt:

    Um wieder ein Stück glaubwürdig zu werden, müssen nun nur noch Konsequenzen gezogen werden. Heißt: Den beiden sogenannten Wissenschaftlern muss der Stuhl vor die Tür gesetzt werden.

    Nein. Damit würde die Uni allenfalls ihre Glaubwürdigkeit untergraben. Forschung muss auch gegen gesellschaftlichen Druck möglich sein, ansonsten wären wir wohl noch im Mittelalter verhaftet, oder früher.

  5. Daniel sagt:

    Nur um Missverständnissen vorzubeugen, ich mache mir den Inhalt der Studie keineswegs zu eigen, nicht im Ansatz. Aber es geht ums Prinzip.

  6. Chris sagt:

    Dieser Dreck hatte nichts, aber auch gar nichts mit Forschung zu tun. Es war neofaschistischer Müll. Shit, jetzt habe ich es doch getan…

    Ich zitiere mal den ehemaligen Regierungssprecher aus NRW, Wolfgang Lieb:

    Oder – und das ist die wahrscheinlichere Erklärung, da die „Studie“ ja wieder im Netz steht -: das ist die typische Art einer verantwortungslosen „Wissenschaft“, die irgendwelche inhumanen Berechnungen in die Welt setzt, ohne die Verantwortung für die Folgen übernehmen zu wollen und sich dann anschließend damit freizeichnen will, dass man ja daraus keine „Konsequenzen abgeleitet“ hätte. Genau so haben sich auch die „Wissenschaftler“ in der NS-Zeit etwa mit ihrer Rasse-„Forschung“ aus der Affäre ziehen wollen.

    Mit Deiner, sorry, perfiden Argumentation haben auch Rassenforschungen und noch Schlimmeres ihre Berechtigung.

    Gerade weil wir im aufgeklärten — naja, oder auch nicht — 21. Jahrhundert leben, dürfen wir niemals wieder solche unmenschlichen, unsozialen, faschistoiden Studien zulassen. Das lehrt uns schon unsere Geschichte.

  7. kobalt sagt:

    Falk:
    Der Arbeitsmarkt, die Produktionsprozesse usw. entwickeln sich weiter und wenn jemand längere Zeit außerhalb der Produktionsprozesse stand, nimmt er an deren Weiterentwicklung nicht teil. Das ist das Wissen, welches den Hartz-4-Empfängern fehlt. Diese Lücke auszugleichen würde die Chancen am Arbeitmarkt erhöhen. Ich meinte keineswegs, daß Hartz-4-Empfänger dumm seien.

  8. Falk sagt:

    Letzteres wollte ich dir nicht unterstellt haben, aber du weißt selbst, welches Bild von Medien und Politik gezeichnet wird. Ich wage dir trotzdem zu widersprechen: Das von dir angesprochene Wissen erarbeitet sich jemand ja nur, wenn er in den Prozess eingebunden ist. Und eben nicht in Theorie oder irgendwelchen Trainings– und Schulungsmaßnahmen. Denn diese entfalten ihre Wirkung — unter Annahme eines Grundwissens, wovon ich ausgehe — am ehesten imho berufsbegleitend. Oder sind in den letzten Jahren durch solche Schulungen nachweislich die Chancen von HIV-Empfängern signifikant gestiegen? Ich meine nicht…

    Ich geb dir aber insofern recht, daß es im Bereich Bildung Defizite gibt und bspw. Jugendlichen ohne Schul– bzw. Berufsabschluß ein eben solcher ermöglicht wird. Das zählt für mich zum oben genannten Grundwissen. Der Rest ist praktische Erfahrung, die durch nichts zu ersetzen ist. Wer das nicht kann ist außen vor und bleibts oft genug auch. Leider.

  9. Oliver sagt:

    Das sind theoretische Formeln die ebenso aus den Absurditätszirkeln der entsprechenden wanna-be Wissenschaften stammen — gemeinhin als Sozial– u. Wirtschaftswissenschaften verschrien — die ihren Ursprünge in knapp 200 Jahren nationalstaatlichem Crap feiern. Vermessung von Menschen, Abstraktion von Menschen, Wirtschaftsgebilde allerorten. Zwischendurch gab und gibt es auch mal eine Radikalisierung dieser unmenschlichen Denkweise, ansonsten äußert diese sich in allerlei asozialen Denkweisen, sanfter Geburtenkontrolle usw.

    Denn ebenso wie die schleichende Verblödung in puncto Kenntnisstand u.U. einsetzen kann nach einer Weile, so ist es ebenso pauschal betrachtet möglich das die fortwährende Stelle im gleichen Konzern zur Verblödung anregt. Denn Firmen sind in der Regel auch nur an minimaler bis gar keiner Fortbildung interessiert. Sprich fällt der Arbeitnehmer aus der Firma heraus, aus welchem Grund auch immer, kann schon die Chance für einen Neuanfang anderswo rapide gesunken sein.

    Last not least schauen wir aber den Unterschied zwischen Theorie und Praxis. Der mit crap von BWL, VWL, Soziologie etc. pp. nicht einmal ansatzweise erklärt oder gar vorausgesagt werden kann.

    >Das ist das Wissen, welches den Hartz-4-Empfängern fehlt.

    Vive versa fehlt den Aktiven ebenso das Wissen, daß sie nur mehr vegetativ ihrem Job nachgehen. Hausgemachtes Problem, denn nicht Wissen ist das Ziel, sondern Effizienz in jeder Lebenslage bis hin zu den lieben Kleinen.

    Fazit: die Menschheit ist noch Lichtjahre davon entfernt sich auch wie Menschen zu verhalten. Homo homini lupus.

  10. […] TU Chemnitz distanziert sich vorsichtig von sogenannten Wissenschaftlern […]

  11. Falk sagt:

    denn nicht Wissen ist das Ziel, sondern Effizienz in jeder Lebenslage

    Ich war eben grad noch geneigt, einen Nachtrag zu schreiben und genau dieses unmenschliche Messen von Menschen als Produktivfaktor und in Maßstäben der Effizienz bzw. Effektivität zu verurteilen, hatte es allerdings erstmal gelassen. Aber damit wäre schon fast der Bogen zum Ausgangsthema da, welche soziale Verantwortung eben auch Firmenchefs oder Wissenschaftler haben. Derer sind die sich ja kaum mehr bewußt bzw. wirds schlichtweg ignoriert. Und dazu zählt eben auch, Menschen nicht nur nach Zeugnissen und ähnlichem zu be– oder verurteilen, sondern reelle Chancen zu bieten. Sind die nicht da, entsteht eine Pflicht für die Gesellschaft. Und dieser wird Deutschland längst nicht mehr gerecht, wie oft genug bemängelt wird. Aber erzähl das mal den Technokraten in Bärlin oder geistigen Tieffliegern in Chemnitz.

  12. «nicht jedem HIV-Empfänger mangelt es an Bildung.»

    Das ist richtig. Es ist aber faktisch so, dass — sobald man ert mal auf ALG II ist — jede (Vor-)Bildung als «gestrichen» anzusehen ist. Das ist Teil der Propaganda. Nur mit dem Argument: «die sind eh alle doof» (denn sonst haetten sie ja Arbeit), kann man — an v0rderster politischer Front — weiter tapfer fuer «mehr Jobs im Niedriglohnbereich» kaempfen.

    Ach ja — wenn sich rausstellen sollte, dass der eine oder andere dochh nicht doof ist — tja, dann kann er eigentlich nur faul sein.

    Hier noch mein Beitrag zur Studiendebatte.

  13. möller sagt:

    Die Professoren sollten sich mal mit der Verfassung vertraut machen und nachlesen, was dort über Würde und Persönlichkeitsentfaltung steht. Abgesehen von den Fehlern in der Studie und der Tatsache, dass sie im Jahre 2008 mit den deutlich niedrigeren Lebenshaltungskosten von 2006 veröffentlicht wird — was sollte eigentlich das Ziel der Studie sein (sehen wir mal von dem nachgeschobenen Rechtfertigungsunfug der Herren und der TU ab) ? Wollten sich hier zwei Bestverdienende auf Kosten der Wehrlosesten der Gesellschaft profilieren oder steckt da schon mehr dahinter ? Ich glaube nicht, das solche «Wissenschaftler» das Recht haben sollten, die Gehirne der Studenten mit ihrem geistigen Durchfall zu verkleistern.

  14. Andreas Alin sagt:

    Es gibt ja immer noch die Fraktion an Hochschulen, welche die Wirtschaftswissenschaft an sich als Wissenschaft in Frage stellt. 😉

  15. Oliver sagt:

    >was sollte eigentlich das Ziel der Studie sein

    Was ist der Sinn eines Rekords? Hier wird ein Rechenexempel statuiert, welches denjenigen vielleicht schon gar nicht mehr als solches bewußt ist, da die Beschäftigung mit dieser Matrie auf Dauer nur noch Zahlen und deren Optimierung in den Vordergrund rückt.

    >Ich glaube nicht, das solche “Wissenschaftler” das Recht haben sollten, die Gehirne der Studenten mit ihrem geistigen Durchfall zu verkleistern.

    Ich glabe der Student sollte Student genug sein das selbst zu erkennen, BEVOR er ein solches Fach wählt. Zudem läßt sich die Beeinflussung derjenigen meist über Generationen erkennen.

  16. Oliver sagt:

    >Forschung muss auch gegen gesellschaftlichen Druck möglich sein, ansonsten wären wir wohl noch im Mittelalter verhaftet, oder früher.

    Nein früher keineswegs, da waren die Menschen intelligenter und die hoheitlich arrogante Kanzelrede so manches Forschenden aus der Uni ist eben noch ein Überbleibsel dieser Selbstherrlichkeit anno tobak. Wirtschafts– u. Sozialwissenschaften sind noch gar nicht so alt und entstandem in einem Umfeld — die Ursprünge dieser — in welchem es galt den eigenen Staat egoistisch zu fördern. Das hat mit tatsächlicher Globaliserung, nicht diesem Machtinstrument heutiger Zeit, Freiheit, etc. pp. nichts am Hut und führt diese Prinzipien auch ad absurdum. Grenzenlose Forschung ist eben heute nicht mehr möglich bzw. sollte es nicht sein, auch der Wissenschaftler hat Verantwortung gegenüber seiner Umwelt zu zeigen.

  17. möller sagt:

    Ich weiß nicht, von wem — jedenfalls nicht von mir, aber trotzdem gut : Die Wirtschaftswissenschaft ist die einzige Wissenschaft, bei der jedes Jahe auf die gleichen Fragen unterschiedliche Antworten richtig sind.

  18. Gerbig sagt:

    Das einzig richtige an der Studie ist, das wir als Hartz IV betroffene Ehegemeinschaft tatsächlich im Monat nur 132,-€ zum Leben haben, wenn wir alle Verbindlichkeiten für Miete, Nebenkosten, Telefon, Versicherung usw. abgezogen haben. Als Schwerbe-schädigter kommt man da allerdings beim notwendigen Medikamentenkauf schon leicht in Schwierigkeiten und zum Beispiel im vorigen Monat fällige 10,-€ zusätzlich anfallende Gebühr in der Notaufnahme des Kranken-hauses, ein Medikament zur Untersuchung beim CT Tunnel (Überfunktionsunterdrückung der Schilddrüse) und 30,-€ Gebühr für eine Prostatakrebsvorsorgeuntersuchung (wird nicht von der Krankenkasse bezahlt).
    Auch mit zunehmenden Alter notwendige Fußpflege mit Nagelverdickungen ist ein Luxus. Öffentliche Verkehrsmittel können wir höchsten im Monat 2 mal nutzen. Obst und Fleisch sind Seltenheit, Nudeln mit Tomatenketchup die Regel — die Dickmacher der Nation.
    Das Fahrgeld um unsere Kinder und Enkel zu besuchen 520 km von hier entfernt können wir nicht sparen und die nach der Wende angeschafften Haushaltsgeräte und Möbel geben auch den Geist langsam auf.
    Meine Frau hat über 38 Arbeitsjahre hinter sich, ehe sie in Hartz IV aus Altersgründen gelangte (gemobbt wurde).
    Ich arbeite noch Ehrenamtlich und vorige Woche hat man mir noch mein Nahverkehrsmittel das Fahrrad gestohlen. Vielleicht kann ich mir ein gebrauchts für 30,-€ zu Weihnachten zusammensparen. Arbeit gibt es genug, wenn man kein Geld dafür nimmt. Ich habe über 500 Bewerbungen geschrieben. Ehrlich sind nur diejenigen Arbeitgeber die zugeben, das sich eine IT Kraft nur zur Einstellung lohnt, wenn Sie mindestens 10 Jahre dort beschäftigt ist. Das würde bei mir nicht mehr der Fall sein. Mit zirka 50 Ingenieuren zusammen haben wir hier Weiterbildungsmassnahmen aller Art absolviert. Uns nimmt aber keiner mehr wegen des Alters. Außerdem habe ich zwischendurch mal in meinem Beruf gearbeitet und dadurch meine IT Tätigkeit unterbrochen. Nach 3 Jahren Langzeitabeits-losigkeit wird man dann automatisch vom der Arbeits-agentur als Hilfsarbeiter geführt.
    Das führt also zur Annahme, das Arbeitslose und Hartz IV Betroffene automatisch ungebildete und arbeits-scheue Elemente sind. Wird man aus gesundheitlichen Gründen zum Schwerbeschädigten muss man sich noch anhören Sozialschmarotzer der Gesellschaft zu sein (Medizinischer Dienst).
    Die Arbeitslosigkeit führt wiederum dazu, das künftige Rente 30,-€ über die Grundrente liegen wird und man wird dafür bestraft zu DDR Zeiten als Gruppenleiter monatlich etwa 250,-M weniger Geld im Monat gehabt zu haben als seine Untergebenen.
    Unter diesen Umständen schon genug bis zum Lebens-ende bestraft würde ich gern mal den Artikel mit den 132,-€ selbst lesen und die Verfasser würde ich auch gern mal zuhause einladen.
    Ich könnte auch mit 0,-€ auskommen, wenn ich mich selbst entsorge oder man mich auf eine einsame Insel abschiebt. Das Verwerfliche bei solchen Diskussionen ist leider das «Nicht Betroffene» ihren theoretischen Müll unter die Leute bringen und nicht in der Lage sind selbst ihre Vorschläge praktisch nach zu vollziehen. Pro und Kontra führen gern Ausnahmen ins Feld und vergessen dabei, das die vorwiegende Menschheit sich dieser Machenschaften nicht bedient.
    Fazit, unter solch Umständen ist das Leben nicht mehr lebenswert und nach 10 Jahren fängt man wirklich an sich aufzugeben und die Hoffnung zu verlieren.
    Wir haben in Wirklichkeit keinen Mangel an Fachkräf-ten sondern es fehlt der Mut die einst weggeworfenen wieder in Arbeit zu bringen. Damit zugeben zu müssen, das man wohl bei der damaligen Gesundschrumpfung der Betriebe unter Herrn Kohl und anschließend Schröder Arbeitskräften kein Thema waren, also teilweise verfehlte Politik war — das darf nicht sein. Wenn noch nicht mal Frau Merkel weiß was Arbeitslosen zusteht und was nicht wo man selbst die Gesetze ausarbeitet — ja dann hat man wohl seine Hausaufgaben sehr oberflächlich gemacht.

    Als Student hat man Entbehrungen zu ertragen. Die meisten jedenfalls. Aber man weiß, das dies eines Tages vorbei sein wird.
    In der Urzeit lehrt die Geschichte wurden die Alten wenigstens noch zum Holzsammeln gebraucht. In der Zeit mit Hammer und Sichel gab es auch genug Nebenjobs für diese. Nur eben jetzt werden wir entsorgt und auf den Müll geworfen. Natürlich nicht diejenigen die in der Politik tätig sind. Deren Erfahrung und Raffgier wird gebraucht um alles in Schwung zu halten.
    Gut das es noch Leute gibt die Recht und Unrecht unterscheiden und sich dafür einsetzen.
    Wenn heute ein Politiker 300 mal mehr verdient als ein
    Arbeitenter und ein Manager 3000 mal soviel. Können sie wirklich 300 oder 3000 Brote mehr essen im Monat?
    Arbeiten Sie wirklich 300 oder 3000 mal mehr wie Du und ich?
    Das Sozialgeld auf 132,-€ monatlich zu kürzen würde in der Praxis bedeuten nicht mal mehr alle Verbindlichkeiten eines Lebensunterhaltes abdecken zu können und somit als Bettler ohne Unterkunft vagabundieren zu müssen.
    Der Herr Doktor dieses Artikels muss also mindestens 3000 mal mehr Mut gehabt haben als ein Normalbüger diesen Unsinn öffentlich zu preisen.

    Dipl. Ing. H. Gerbig
    (Berufsbezeichnung ohne Einverständnis der Arbeitsagentur hier gebraucht — nur Politiker dürfen ihre Titel behalten)

RSS-Feed abonnieren