Wir haben bereits kennengelernt, wie wir mit TrueCrypt eine Festplatte / Partition verschlüsseln und einbinden, wie das ganze mit einem Container ausschaut und wie wir mit einem Hidden Volume arbeiten können. Als weitere Sicherungsmaßnahme wollen wir nun mal schauen, wie wir mit Keyfiles arbeiten können. Ein verschlüsselter Bereich, dem ein Keyfile zugefügt wurde kann nur mit dem Passwort nicht entschlüsselt und eingebunden werden. Zum Entschlüsseln benötigt der User Passwort und Schlüsseldatei. Ihr könnt also z. B. Euer Keyfile auf dem USB-Stick kopieren und könnt somit um fast sicher sein, dass das Knacken Eurer Verschlüsselung fast unmöglich wird.
Wir erstellen, wie bereits gesehen, einen 50 MB-Container. Normales TrueCrypt-Volume erstellen – C:\TC-Test\tc-test.tc – Twofish – 50 MB. Bei der Passworteingabe wird es nun spannend. Wir können dort die Option Schlüsseldateien verwenden ankreuzen und dann auf Schlüsseldateien… klicken. Als Schlüsseldateien können nun beliebig (viele) Dateien benutzt werden, auch die Extension ist egal. Auch kann ein Verzeichnis verwendet werden, es werden dann automatisch alle Dateien im Verzeichnis zu Keyfiles. Uns reicht hier eine Datei – die Bandinfo von A:M:F.

Ein Klick auf OK, und bei nach der Passwortauswahl gehts auf Weiter. Nun geht es ans Formatieren und schon ist unser Volume erstellt – geschützt per Passwort und Schlüsseldatei.
Nun geht es ans Einbinden. Wir gehen normal über unser TrueCrypt-Hauptfenster, wählen unsere Datei aus und klicken auf Einbinden, geben das Passwort ein – und was passiert?

Keine Chance, nur mit Passwort allein kommt man nicht mehr an die verschlüsselten Daten ran. Bei der Passworteingabe kann man aber unten jedoch Schlüsseldateien verwenden wählen und dann auf Schlüsseldateien… klicken.

Im nächsten Feld dann wählen wir unser zuvor ausgesuchtes Keyfile.

Was passiert nach 2-fachen OK nun? Unser Container ist normal eingebunden.


Und schon ist unsere Verschlüsselung wieder ein wenig sicherer geworden, erst Recht wenn man drüben bei Missi liest. Es ist auch möglich, unter dem Menüpunkt Schlüsseldateien im TrueCrypt-Hauptfenster verschlüsselten Bereiche neue, weitere Keyfiles hinzuzufügen oder auch zu löschen.

Doch auch hier gilt: Gehen die Keyfiles verloren, sind auch die verschlüsselten Daten verloren. Es ist zwar möglich, Keyfiles zu löschen, doch müssen die vorhanden sein, wenn sie nicht mehr einem Volume zugeordnet sein sollen.
TrueCrypt ist schon eine sehr feine Sache – von der einfachen Verschlüsselung ausgehend gibt es weitere Möglichkeiten, sensible Daten sicherer zu verwahren. Doch sollte man sich auch hier niemals auf ein Wird schon gehen verlassen – ein regelmässiges Ändern des Passwortes, der Keyfiles, damit bloß keine Routine einkehrt. Routine ist heutzutage eines der größten Sicherheitslecks. Ein Blick über Eure Schulter bei der Passworteingabe, Ihr vergesst den USB-Stick neben bem PC, etc… Wenn Ihr Fragen habt, fragt, wenn Ihr Anregungen habt, regt an. Kein Brief, keine Datei ist so unwichtig, als dass sie man sie nicht zu verschlüsseln braucht. Noch dürfen wir diese Freiheit geniessen, wer weiß wie lange noch. Haut rein.
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TrueCrypt-Anleitung: Container und Hidden Volume

2. Juli 2007, 20:52 Uhr @
Feine Sache
Eine Frage habe ich dazu noch. Wie verhält es sich in folgendem Fall.
Ich habe einen LAN-Server (ext- Platte mit LAN). Diese habe ich nun verschlüsselt formatiert. Wenn ich nun wieder alle Daten zurückgespielt habe, wie verhält es sich mit Freigaben? Können die bisherigen Nutzer wieder darauf zugreifen – vorausgesetzt natürlich, das Laufwerk ist eingebunden? Da ich ja kein Passwort an andere Nutzer weitergeben möchte, würde es mich interessieren, ob und wie dies nun funktioniert bzw. funktionieren könnte.
Danke für kommende Infos
IRATA
9. August 2007, 14:20 Uhr @
Hallo,
ich habe auch eine Frage zu keyfiles und deren Anwendung.
Ich stelle mit folgendes vor:
Ich generiere auf einem USB-Stick einen Container und schreibe dort ein oder mehrere Keyfiles rein. Nun starte ich über die Autorun-Funktion eine Batch-Datei, die true crypt startet und den Container auf dem USB-Stick über ein einzugebendes Passwort mountet. Nun werden meine verschlüsselten externen Festplatten und Partionen mit Hilfe der Keyfiles und der batch-Datei automatisch gemountet und anschliesend der USB-Container wieder abgehängt. USB-Stick abziehen, fertig.
Ist das eine sichere Vorgehensweise oder habe ich mir da eine Falle gebaut?
Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.
Gruß Lola
26. August 2007, 10:04 Uhr @
Mein Freund hat mir seine festplatte geliehen die erst gemountet werden muss doch irgendwie geht nichts!!!!
Er hat gesagt man benötigt kein passwort sondern nur die Schlüsseldatei!!!
wenn ich die schlüsseldatei verwende kommt ne Meldung: Incorrect Keyfiles(s)/ passwort or no truecrypt volume found!!!!
und wenn ich die HDD unter “select device” auswähle steht: HDD formatieren, dann schreibe ich einfach bei “Volume”: M hinein!!! Könnt ihr mir bitte helfen
16. Dezember 2007, 23:30 Uhr @
@lola
unsicher, weil keine passworteingabe mehr nötig ist.
JEDER der den stick hat kommt nun an die daten ran…
1. Januar 2008, 10:11 Uhr @
True Crypt ist eine feine Sache, nur ist mir gestern mein CMOS abgeschmiert und habe die Partition formatiert wo die Schlüsseldateien drauf sind und habe jetzt das Problem das ich da unbedingt ran muss egal wie!
Ich brauch unbedingt Hilfe.
MfG. Dark Warrior
1. Januar 2008, 13:07 Uhr @
@Callinator
ich habe doch ein Passwort für den Container auf dem Stick.
1. Januar 2008, 13:14 Uhr @
@Dark Warrior
ja das ist ja gerade das schöne an Verschlüssungsprogrammen, das sie nicht geknackt werden können. Du hast nur eine Chance, wenn du die Dateien wieder herstellen kannst. Schau mal mit Google nach Programmen die Formatierungen rückgängig machen können.
PC-Inspector(http://www.pcinspector.de/) vielleicht hilft der. Viel Glück.
25. Februar 2008, 21:49 Uhr @
Hallo, ich habe eine Frage zu KeyFiles:
Kann ich Keyfiles selber reproduzieren? z.B ein Textdokument als Keyfile benutzen und es anschließend löschen. Und wenn ich es dann wieder brauche einfach ein Textdokument mit dem selben Namen und gleichem Inhalt erstellen. Wenn ja welche Daten dürfen nicht verändert werden (Erstellungsdatum z.B. wäre nicht sehr günstig)
Vielen Dank für eure Hilfe
5. März 2008, 18:39 Uhr @
truecrypt_5.0a-0_i386.deb auf Kubuntu feisty:
Ein Hidden-Volume läßt sich nicht anlegen. Es erscheint die Meldung: “The selected feature is currently not supported on your platform.”
2. April 2008, 10:30 Uhr @
@hubert, das hidden volume wird im moment nur unter microsoft windows unterstützt (www.truecrypt.org)
8. April 2008, 14:03 Uhr @
Hallo Freunde,
habe ein tolles Erlebnis mit TrueCrypt.
Verschlüssele ordnungsgemäß einen USB-Stick (Laufwerksbuchst. ist E. Nach Verschlüsselung ist neuer L-Buchst.(nach dem Mounten) M. kopiere auf M einige Dateien. Jetzt dismounting und exit.
Dann diesen Stick wieder einstecken: L-Buchst. E erscheint (M -ordnungsgem. nicht zu sehen-ich mounte auch nicht).
Bei E wird hingewiesen, dass E noch nicht formatiert ist. Ich formatiere. Jetzt ist alles gelöscht: Dateien,Passw. Wozu dann Encryptierung?
Weiß da jemand Rat?
21. Mai 2008, 11:05 Uhr @
@gfinder: Das ist ja grad der sinn. Eu musst vorher mounten, wenn eu den usb stick formatierst, sind alle daten weg, ist ja logisch!
16. April 2009, 21:29 Uhr @
Hallo,
ich weiß es ist hochgradig unsicher und ist auch nicht im Sinne des Erfinders, aber: Giebt es die Möglichkeit ein verschlüsseltes Laufwerk nur per Keyfile (ohne Passwortabfrage) zu mounten?
17. September 2009, 18:41 Uhr @
@Anonymous du könntest ein etrem simples passwort benutzen “passwort”
oder sowas… aber ganz ohne weis ich leider nicht.
14. November 2009, 23:04 Uhr @
Hallo
Vielleicht können Sie mir ja helfen.
Neulich habe ich mein System geputzt und alles neu aufgespielt.
Vorher habe ich “alle“ wichtigen Daten wie einschließlich meine 2GB
True Crypt Container auf meine externe Platte kopiert.
Als alles wieder frisch war, habe ich den True Crypt Container wieder auf d:/ zurück kopiert und kann Ihn jetzt nicht mehr mit meinem Passwort öffnen.
Mittlerweile habe ich auch schon kapiert das ich den Keyfile hätte sicher müssen.
Der ist nun aber unwiderruflich verloren.
Was kann ich tun?
Ich würde mich riesig über eine Lösung freuen.
Da steckt sehr sehr viel Arbeit drin.
Mit freundlichen Grüße
R.Wegener
14. November 2009, 23:10 Uhr @
Ohne Keyfile keine Chance. Das ist der Sinn von TrueCrypt – ohne Schlüssel kommt man nicht rein…
18. November 2009, 15:00 Uhr @
Danke Chris
Hab ich mir schon fast gedacht.
Nu muss ich alles noch mal schreiben. Tage lang.
Das mit dem Lehrgeld zahlen hört wohl nie auf.
Tschüß
Ralf
14. Januar 2010, 13:48 Uhr @
Ich frage mich ob es unsicher ist, das selbe Keyfile+Passwort für viele verschiedene Container zu verwenden!? Also ich möchte mehrere Container erstellen und einfachheitshalber nicht für jeden ein anderes Keyfile nutzen.
Ist das dann aber nicht so angreifbar wie beispielsweise WEP? Nach dem Motto je mehr Daten man hat, desto näher kommen wir dem Passwort?
14. Januar 2010, 14:20 Uhr @
Das ist nicht vergleichbar, für WEP existieren diverse Angriffsszenarien und “viele” Daten bedeutet dabei einfach nur, alles was so in ca. einer Minute zusammenkommt. Es ist einfach eine sehr simple und wenig durchdachte Verschlüsselung.
>Ich frage mich ob es unsicher ist, das selbe Keyfile+Passwort für viele verschiedene Container zu verwenden!?
Theoretisch ja. Fallen einem Angreifer Keyfile _und_ Passwort in die Hände sind alle Kontainer komprimittiert. Davor steht jedoch der physische Schutz, sprich wer hat Zugang zum Rechner, wo wird ein Keyfile aufbewahrt etc. Ich verwende in der Regel unterschiedliche Passwörter bei Online-Diensten, daheim weniger. Muß man erst einmal Paaswort-Manager einsetzen, ist es mit der konsequenten Sicherheit eh nicht mehr weit her.
4. März 2010, 13:32 Uhr @
Danke für die Ausführliche Anleitung zu den Keyfiles.
Ich frage mich nur ab welcher größe erst ein Keyfile nützlich ist. Also ab wann kann man mit einer halbwegs guten Sicherheit rechnen? Bei einem 5mb großen Keyfile, oder erst bei einem Keyfile im Gigabytebereich?
4. März 2010, 14:05 Uhr @
@icognito01: Die Größe des Keyfiles ist unerheblich, wichtig ist der verwendete Algorithmus und natürlich der Aufbewahrungsort des Keyfiles per se. Zum anderen erhöht man die Sicherheit, falls möglich, mit der Kombination diverser Möglichkeiten: Passwort+Keyfile, Passwort+zwei Keyfiles usw.