Transparency Deutschland II. — Moni schlägt zurück

Transparency Deutschland sieht sich selber vorbildlich und hat edle Ziele:

TI –D meint: Eine effektive und nachhaltige Bekämpfung und Eindämmung der Korruption ist nur möglich, wenn Staat, Wirtschaft und Zivilgesellschaft zusammenarbeiten und Koalitionen bilden:

- zur Schärfung des öffentlichen Bewusstseins über die schädlichen Folgen der Korruption und

- zur Stärkung nationaler und internationaler Integritätssysteme.

Entsprechend sehen wir es als unsere Aufgabe, die Beteiligten zur Schaffung von Transparenz zusammen zu bringen und organisieren dazu öffentliche Veranstaltungen, Seminare aber auch Einzelgespräche.

Mittlerweile ist man nicht mehr geneigt, das zu glauben. Nachdem Moni in einem — meiner Meinung nach — normalen Erfahrungsbericht über die Erlebnisse einer Freundin bei Transparency Deutschland geschrieben hatte, wurde sie anwaltlich aufgefordert, diesen Bericht zu löschen. Ich möchte noch mal betonen, dass dieser Bericht meine Meinung, das Bild, was ich bisher über Transparency Deutschland hatte, in keinster Weise schlechter werden ließ. Moni hat diesen Bericht mittlerweile gelöscht, ich schrieb es bereits öfter, welcher Privatmensch kann sich schon eine juristische Auseinandersetzung leisten.

Nun hätte man meinen können, alles ist normal gelaufen, ein Unternehmen hat aufgrund von juristischen Drohungen den Willen durchgesetzt, es wurde zensiert, das betreffene Unternehmen kann sich entspannt zurücklehnen und sich freuen, erfolgreich gegen die Meinungsfreiheit angegangen zu sein (so zumindest die Meinung vieler Kommentare im Netz). Doch nicht so mit Transparency Deutschland. Moni bekam eine neue Mail — das Veröffentlichen des Anwaltsschreibens würde gegen die Urheberrechte des Anwalts verstoßen, dieses Schriftsatz möchte sie doch bitte auch entfernen.

Was soll man dazu sagen? Juristisches Geblubber, wie Udo von lawblog.de. Albern, wie Marcel von mein-partei-buch.de. Evtl. Schweinestall wie Johnny, der einen tollen Blick über die Spree geniesst. Ein Widerspruch zwischen Mail und Zielen, wie Thomas von thayer.de. Transparency ein Fall für Fair Work, wie Claudia von kulturblog.de. Ungebührlich und unangemessen, wie Robert. Ist es nur sonderbar, wie Eco von realizeme.de schreibt oder werden wir solche Dinge in Zukunft öfter lesen, wie Carsten von dobschat.de meint.

Wie auch immer, vor diesem Vorfall konnte ich mich sehr gut mit Transparency Deutschland identifizieren, ja, wenn ich Monis Bericht gelesen hätte, wäre alles genauso wie vorher gewesen.

Heute kann ich das nicht mehr — wie so viele andere!?! Armes (Transparency) Deutschland!

Update, Klein Bloggersdorf am Abend:

Moni hat sich dazu entschlossen, sich diesmal nicht einschüchtern zu lassen und lässt die angemahnten Beiträge online stehen. Ihr Anwalt ist wohl Udo Vetter von lawblog.de. Drücken wir den beiden die Daumen.

Marcel hat eine E –Mail an Heidemarie Wieczorek-Zeul geschieben, ob es was bringt? Ich habe meine Zweifel, aber wir leben ja in einer durch eine Demokratie getarnten Diktatur.

Transparency International auf Platz 1 bei Technorati, der Begriff Transparency auf Platz 5, Moni verzeichnet journalistische Anfragen — da wird was auf TI-D zukommen.

4 Antworten zu “Transparency Deutschland II. — Moni schlägt zurück”

  1. Pass auf — Du Komiker !

    Hiermit ergeht eine eindeutige Warnung an Dich und deine Genossen:

    Nimm sofort alles zurück, oder ich werde dich erscheißen! — Das ist mein voller Ernst!

    Mit saufreundlichen Grüßen

    Lasse

    http://schreibnetz.de

  2. Chris sagt:

    Scheißen tue ich immer noch alleine… 😀

  3. yadayada.de sagt:

    U. V. und T. I.…

    Nicht nur der Interessen der gedankenträgerin, sondern (indirekt) auch der Interessen der Weblog-Gemeinde hat sich Udo Vetter angenommen. Für meinen Teil vielen Dank dafür!

    Und nein, ich werde den Namen des bösen Unternehmens nicht nennen! Den G…

  4. Der Nächste bitte — transparency international…

    Der nächste Teil der unendlichen Geschichte «Ich mag keine Kritik und reagiere mal etwas unklug».
    Diesmal ist es transparency international, die durch Klein Bloggersdorf gehetzt werden. Zu Recht vermutlich. Denn liest man den Brief, den Moni von de…

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