Tom Clancy’s Splinter Cell

Splinter Cell LogoEs hatte doch tatsächlich einen Grund, warum ich die letzten Tage nicht allzu oft online war. *g* Ich habe mal wieder das grandiose Splinter Cell ausgegraben. Herrlich war es — so wie immer. Alarm ausgelöst, Mission fehlgeschlagen, Lambert reißt mir den Kopf ab, ein Krieg zwischen den USA und China ist unausweichlich — ja, genau das ist Splinter Cell — einfach genial, zeitlos, spannend bis zum Ende. Wo viele Ego-Shooter zu stupiden Ballerorgien werden, ist es bei Splinter Cell völlig anders.

Man selbst spielt Sam Fisher — einen Geheimagenten der NSA. Und wie es in Geheimdienstkreisen so ist, dürfen die Einsätze meist nicht bekannt werden, und so kann ein ausgelöster Alarm oder das Ausschalten eines Gegner schon zum Missionsende, zum Spielende führen. Splinter Cell spielt im Jahre 2004, in Georgien verschwindet eine CIA-Agentin spurlos, ein weiterer Agent, der losgeschicht wird, ist nach sieben Tagen ebenso wie vom Erdboden verschwunden. Um die Kollegen wiederzufinden wird Sam Fisher losgeschickt — eine Ein-Mann-Einheit, dessen Existenz geleugnet wird. Unterdessen übernimmt in Georgien der Extremist Kombayn Nikoladze das Präsidentenamt, die Story, die Jagd beginnt.

In 9 sehr verschiedenen Missionen muss man nun Sam Fisher durch verschiedene Level führen, immer wieder begleitet durch neue Informationen des Chefs, Missionupdates und Videoeinspielungen, welche die weltpolitische Lage erklären. Das Spiel zieht einen von der ersten Mission an in den Bann. Wer davon geträumt hat, schon mal in das CIA-Hauptquartier in Langley einzusteigen, wird hier ebenso bedient, wie die Politiker, die lieber die chinesische Botschaft infiltieren möchten. Sam Fisher bietet neben den normalen Aktionen, die man aus anderen Action-Spielen kennt (schleichen, gehen, rennen, etc.) auch weitere Eigenschaften, die man so noch nicht gesehen hat: Da eng an der Wand entlangschleichen, der so noch nie gesehen Spagatsprung zwischen zwei Wänden oder auch der Doppelsprung: Man stellt sich in eine Ecke, springt, und drückt sich am höchsten Punkt noch mal ab, und so wird der Sprung um einiges höher. Viele diese Eigenschaften müssen angewandt werden, um das Ende der Mission zu erreichen, genauso wie das emporsteigen an Rohren oder auch das Schleichen durch Abwassersysteme. Splinter Cell war hier Vorreiter für viele Spiele.

Manche Gegner muss man von hinten packen — um sie zu verhören und mehr. Da kann ein falscher Schritt schon die Aufmerksamkeit des Gegenübers erregen, und schon ist man entdeckt. Am sichersten ist Sam jeweils im Schatten, wo er nicht gesehen wird — auch kann er hier bewusstlos geschlagene oder getötete Gegner verstecken. Oftmals reicht auch schon, dass der Gegner eben einen Kollegen findet, um die Mission zu beenden. Manchmal hilft auch alle Zurückhaltung nicht, also greift Sam zur Waffe. Dies sollte man aber sehr bedacht und sehr sparsam tun, hat er doch nur eine begrenzte Anzahl von Munition, und auch in den Leveln ist nicht viel zu finden. Speichern kann man jederzeit, doch oft musste ich wieder zum letzten automatischen Speichern zurück, weil mir zum Levelende die Munition ausging, ärgerlich — und doch sehr anspruchsvoll.

Die Grafik ist hervorragend gemacht. Licht und Schatten wechseln sich ab. Oftmals muss man das Nachtsichtgerät oder auch das Infrarotgerät benutzen. Sam Fisher ist sehr detailliert gezeichnet worden, und dadurch dass er oft auch spricht, in Zwischensequenzen, auch mit seiner Tochter, wird die Pixelfigur fast menschlich. Lediglich die Videos machen manchmal den Eindruck, als wären sie in der Kaffeepause gezeichnet worden — das tut dem Spielspass aber keinen Abbruch, gerade in den Zwischensequenzen findet sich immer wieder ein neuer Gimmick, so z. B: beim Ticker während den Nachrichten. Der Sound ist ebenfalls klasse, sei es nun der Schuss aus der schallgedämpften Pistole oder der Gang über Glassplitter oder auch die berühmte Glasflasche quer durch den Raum geworfen. Die Steuerung ist trotz Komplexität der Moves einfach umgesetzt, ist sehr schnell zu erlernen und macht einfach Spass.

Fazit: Tom Clancy ist als Autor oftmals patriotisch dumpf, manchmal aber auch klasse. Hat er uns doch Romane wie Jagd auf Roter Oktober und deren Filmumsetzung(en) gebracht. Splinter Cell gehört zur der guten und auch sehr erfolgreichen Rainbow Six-Reihe. Wer auf intelligente Action steht, sollte unbedingt zugreifen. Das Spiel ist hier in HH mittlerweile für 5,- Euro zu haben. Absolut empfehlenswert! Und wenn mich wer die nächsten Tage vermisst, dann liegt der zweite Teil Pandorra Tomorrow im DVD-Laufwerk. 😀

Splinter Cell Anfang

Splinter Cell load

Splinter Cell schleichen

Splinter Cell break

Splinter Cell Spiel

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8 Antworten zu “Tom Clancy’s Splinter Cell”

  1. enterhaken sagt:

    Ich zocke das ab und an auch gerne auf der PS 2 :-)

  2. Patrick sagt:

    Du spielst das Ding auf Deutsch? Und lässt dir den einzig wahren Sam Fisher «Michael Ironside» entgehen? Was eine Schande :)

  3. Oliver sagt:

    Ton komplett aus und gute Musi dabei kommt noch besser 😀

  4. Roman sagt:

    Meine Meinung!

    Den größten Spass bieten aber die neuen Splinter Cell mit ihren Coop-Missionen. Es macht einfach unheimlich viel Spass mal einen anderen dafür anzuscheissen, einen Alarm ausgelöst zu haben 😀

  5. DonTermi sagt:

    Teil 2 habe ich damals zu meiner Soundkarte (Audigy 2 ZS) dazubekommen :)
    Und vor nem Jahr hab ich mit Teil 3 für 10 EUR aus eBay ersteigert 😀

    Seitdem spiele ich immer noch an Teil 3. Irgendwie in letzter Zeit nicht dazu gekommen. Das Spiel ist echt mal ne Innovation!

  6. Volker sagt:

    Wobei der zweite Teil für Solospieler nichts Neues brachte. Richtig gut und für mich der beste Teil der Serie war dann SC3 Chaos Theory. Den vierten Teil habe ich mir aufgrund der absurden Hardwareanforderungen nicht mehr gegeben, außer von Spielezeitschriften ;)wird der letzte Teil aber häufig auch als der schwächste beurteilt..

  7. taffit sagt:

    Ihr Killerspieler ihr! :-)

  8. Maxx sagt:

    Ich kann da nur zustimmen, absolut geiles Spiel!

    Immer wieder eine Herausforderung ist es, so wenig Gegner wie möglich auszuschalten.

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