The Best of 2600: A Hacker Odyssey

2600The Hacker Quarterly — eines der Magazine rund um das Hacken1 vergleichbar — vom Prinzip her — mit der Datenschleuder des CCC. 1984 erschien die erste Ausgabe und dient seitdem als Fachblatt für all jene, die kreativ mit Technik und ihrer Umwelt umzugehen wissen und sich die weiteren Grenzen ausschließlich durch ihre Fantasie setzen lassen. Tüftler eben, ähnlich den Universalgelehrten früherer Zeiten die versuchten diverse Bereiche des Lebens miteinander zu verknüpfen, ob Kunst, Literatur, Philosophie, Technologie etc. Beispiele für diese Art Gelehrte: Leipnitz2, Pascal, Babbage usw. Menschen die sich nicht mit dem heute gewirkten Tunnelblick der Masse zufrieden gaben und die ihre Renaissance mit dem Advent der Hackerkultur erlebten.

The hacker mind-set is not confined to this software-hacker culture. There are people who apply the hacker attitude to other things, like electronics or music — actually, you can find it at the highest levels of any science or art. Software hackers recognize these kindred spirits elsewhere and may call them ‘hackers’ too — and some claim that the hacker nature is really independent of the particular medium the hacker works in.

–ESR, How To Become A Hacker

Öffentliche Aufmerksamkeit erfuhr dieses Fachmagazin für Tüftler desöfteren ob der Verwicklung in einige Rechtstreits, in der Szene ist es geschätzt ob des technischen Knowhows und den Einblick in diese Kreativszene. Worauf möchte ich hinaus? Nun Hacker, Tüftler, Universalgelehrte — wie auch immer man sie nennen mag sind keine bösen Leute. Kreativität schreckte schon immer ab, Querdenken störte und stört den täglichen Trott vieler Menschen. Drum ließ man es sich auch nie nehmen jene anderen zu stigmatisieren und auch heute ist Hacker == böse die übliche gewirkte Logik in der Öffenlichkeit, ausformuliert von professionellen Laien der Medien.

Dabei wäre es so simpel, käme denn ein wenig Hirn zum Einsatz. Würde man denn differenzieren anstatt ob FUD fortwährend zu stigmatisieren. Schwarze Schafe gibt es zu genüge, Scriptkiddies, Cracker — Dummheit ist nur allzu menschlich und in jedem Bereich menschlichen Tun und Handelns anzutreffen. Menschen die kreativ mit einer Sache umgehen, neue Anwendungen entdecken oder auch die Sicherheitsmängel einer Sache offen legen tun nichts falsches — sie wecken eventuell einige auf und diese fühlen sich gestört, andere sehen ihr security by obscurity–Geschäftsmodell gefährdet und wiederum andere haben einfach nur Angst vor Intelligenz. Doch es ist Spaß der grundsätzlich motiviert, frei zugängliche Informationen für alle, keine Geheimniskrämerei — Vorteile würde man erlangen und könnte gar einiges lernen.

Diesem einseitigen Denken könnte obige 888 Seiten starke Schwarte entgegenwirken: The Best of 2600: A Hacker Odyssey. Eine geballte Ladung Information findet sich darin, von 1984 bis heute, Szene, Technologie, FUD der Allgemeinheit. Imho ein kulturhistorisches Kapitel, obwohl dieses viele meiner Kollegen Nase rümpfend verneinen würden, aber Kultur ist eben Vielfalt und nicht Tunnelblick ob persönlicher Animositäten. Hacken ist Kreativität pur …

  1. hacken, hacken, hacken []
  2. gerade diesen reduzieren heutzutage viele mit Tunnelblick Behaftete zu einem profanen Mathematiker und dabei war dieser soviel mehr []

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