TeX, LaTeX

Fuer die taegliche Korrespondenz kommt auf den meisten Rechnern Microsoft Office oder OpenOffice zum Einsatz. Mit wachsendem Volumen und Komplexitaet stossen aber beide Vertreter (einer sogar sehr frueh und deutlich) an ihre Grenzen. Instabilitaet und Unzuverlaessigkeit sind die Folge. Wer umfangreiche und optisch ansprechende Dokumente erstellen moechte, greift oft auf TeX oder LaTeX zurueck. Wie TeX und LaTeX funktionieren, hoeren wir von Frank Hofmann (Hofmann EDV — Linux, Layout und Satz).

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Muß man mehr dazu sagen?1 Im Prinzip nicht, dennoch gibt es hier auch weitere Informationen bezüglich TeX, LaTeX. Der Podcast selbst bietet eine gute Einführung, was TeX/LaTeX überhaupt ist und wo die Vorteile in der Nutzung liegen. Und auch wenn es heute gerne von Informatikern genutzt wird, TeX/LaTeX wird auch von vielen Juristen, Geisteswissenschaftlern etc. pp eingesetzt, eben all jenen die tatsächlich mit Text arbeiten und auf überragende Qualität wert legen. Das TeX/LaTex nicht einfach zum loslegen gedacht ist, dürfte klar sein. Andererseits weiß man danach auch was man tut, was selbst vielen bei Office-Anwendungen oft kaum bewußt ist.

  1. außer vielleicht wer hinter TeX steckt *g* []

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11 Antworten zu “TeX, LaTeX”

  1. Robert B. sagt:

    Du schreibst mir aus der Seele, ich hatte jetzt gerade das zweifelhafte Vergnügen, ein Versuchsprotokoll (für ein physikalisches Experiment) „zu OpenOfficen“ – wobei das mit M$ Office der gleiche Krampf geworden wäre. Bei uns in der Physik kann man sich als Student vielleicht noch während der Laborpraktika mit Office-Programmen durchschlagen, aber wenn es später um Veröffentlichungen geht, kommt man vollkommen zurecht um LaTeX nicht mehr herum.

    Den Podcast werde ich mir mal anhören und an meine TeX-faulen Kommilitonen weiterleiten 😉

    Mit den letzten beiden Sätzen sprichst du wahrscheinlich den Grund an, warum so viele eine Scheu vor TeX haben:

    Das TeX/LaTex nicht einfach zum loslegen gedacht ist, dürfte klar sein. Andererseits weiß man danach auch was man tut, was selbst vielen bei Office-Anwendungen oft kaum bewußt ist.

    Die Lernkurve ist anfangs steiler, das mag abschrecken, zumal man ja nicht sieht, dass die Kurve später in eine Sättigung geht. Nach fünf Jahren TeXerei habe ich mich vor Kurzem daran gemacht, eine bestehende Documentclass für meine Zwecke abzuändern, was gar nicht so schwer war. In Office-Anwendungen muss man hingegen für vieles jedesmal das Rad neu erfinden und im Zweifelsfall werden zusätzliche Leerzeichen oder –zeilen als dirty hacks eingesetzt, um das gewünschte Ergebnis zu erzielen – was beim Kommilitonen auf dem Rechner wieder wie Sau aussieht. Bei TeX habe ich solche Überraschungen noch nicht erlebt.

  2. tante sagt:

    Was mir am Podcast etwas fehlte war der größte Vorteil von Tex: Die Tatsache, dass es kein WYSIWYG ist. Statt während des Schreibens den Format-micromanager zu spielen, konzentriert man sich auf die «echte» Struktur des Dokumentes, darauf, wie alles logisch zusammenhängen muss.

    Das hätte er nich deutlicher rausstellen können, weil es meiner Meinung nach der Punkt ist, der mit TeX geschriebene Texte besser macht: TeX zwingt, sinnvoll zu schreiben (oder drängt einen zu mindest in die Richtung.

  3. Oliver sagt:

    Okay TeX zwingt zum Denken, aber das schrieb ich ja schon zuvor 😉

  4. Robert B. sagt:

    BTW: Kennt jemand ein DTP-Programm, welches LaTeX importieren kann? So etwas müsste es doch geben, oder setzen die Fachzeitschriften auch ihre ganzen Ausgaben in LaTeX?

  5. David sagt:

    Was mir mit mathematischem Hintergrund an Tex so wunderbar gefällt: Selbst wenn es nur ein kurzer Text mit 2 Formeln sein soll — es sieht bereits nach dem Ersten kompilieren alles wunderbar aus. Kein Herumschlagen mit einer Überschrift die auf einmal doch zu klein erscheint…

    Außerdem ist das referenzieren mit /ref{} so unglaublich leicht, sei es auf einen Verweis zu einer Formel oder ins Literaturverzeichnis. Die Darstellung entspricht den Standards um die man sich gar nicht mehr kümmern muss. Wie schon erwähnt, man kann sich aufs Wesentliche konzentrieren.

    Was mir leid tut sind Leute in größeren Unternehmen, die ihre Arbeiten in vorgegebene Vorlagen aus Managementsystemen packen müssen. Diese Vorlagen sind meist in Word erstellt und nur mit viel Aufwand (wenn überhaupt) in Tex nachzustellen. Vielleicht hat da jemand einen Tip?

  6. phoibos sagt:

    ich frage mich weiterhin: lohnt sich die steile und zugleich weite lernkurve für mich? und irgendwie schrecke ich weiterhin zurück, meine texte im «quelltext» zu schreiben.
    wie sieht die einbindung von otf/ttf aus? oder muss ich weiterhin auf diese dingenstype zurückgreifen?

    ciao
    phoibos

  7. Robert B. sagt:

    Die Lernkurve flacht aber schnell wieder ab („Sättigungsverhalten“), während es bei den Office-Programmen fast endlos so weitergeht. Wenn du in LaTeX die ersten Schritte hinter dir hast, kannst du schon sehr gute Ergebnisse erzielen. Aber wenn du „Angst vorm Quelltext“ hast, wäre vielleicht Lyx etwas für dich.

  8. Oliver sagt:

    >ich frage mich weiterhin: lohnt sich die steile und zugleich weite lernkurve für mich?

    Meister likeatim arbeitet seit Jahren damit und seine Profession ist dir bekannt 😉 Und jemand der dem Altgriechischen fröhnt, muß nicht über Quelltext klagen :p

  9. Kraftstoß sagt:

    Habe mich 2006 für ne 15seitige Arbeit in Latex eingearbeitet. War für mich nicht ganz einfach und für 15 Seiten vielleicht etwas übertrieben. In meiner Thesis verwende ich nun auch latex und es hat sich wirklich gelohnt! Die Einarbeitung vor 2 Jahren und das schreiben jetzt. Schon wenn ich die anderen Affen höre wie sich mit Word quälen, geht mir das Herz auf. Schon von der Optik her ist das ein ganz anderes Niveau.

  10. Wolf-Dieter sagt:

    Seit Jahren schreibe ich meine Privatkorrespondenz mit TeX.

    Übrigens gibts neuerdings mit LyX eine GUI-ähnliche Bedienoberfläche, die dir das kodieren erspart. Nicht nur für Linux, sondern neuerdings auch für Win. Seitdem kodiere ich nichts mehr von Hand!

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