Schlagwort ‘Zukunft‘

wir blicken dem Ende einer Zunft entgegen

Und zwar schauen wir das nahende™ Ende jener Vertreter der gemeinhin als Content-Mafia bekannten kulturschmarotzenden Rechtekonsumenten. Der Kampf gilt den Urheberrechtsverletzungen, das eherne Ziel ist der Schutz geistigen Eigentums oder kurz: die Pervertierung jeglicher Kultur, die totalitäre Kontrolle des Markts. Bei derart scharfen Reden geht es mir weniger um einen Persilschein für die Legionen der Jäger und Sammler, auch wenn deren Sammeltrieb mehr ein Fall für den Arzt als denn den Staatsanwalt darstellt, sondern es dreht sich alleinig um den fortwährenden Mißbrauch von Kultur. Ein Mißbrauch, der in digitalen Zeiten unlängst seinen Klimax erlangte mittels abnormer Knebelungen und im Prinzip jeglicher Verweigerung der Partizipation seitens der Rechtekonsumenten eben an dieser sooft ob perfider Absichten erwähnten Kultur.

Gewirkt mittels einer ob Lobbyisten gestählten Legislative schreitet die kulturelle Enteignung des Volkes voran. War es gestern noch ein Schutz auf Zeit, um dem Künstler eine Basis, eine Art Starthilfe zu verschaffen, mutierte diese Starthilfe im Laufe der Zeit zur Knechtung aller Konsumenten, zur erwähnten kulturellen Enteignung. Ziel ist nicht mehr der vorübergehende Schutz des Künstlers, vorbei die Zeiten da dieser überhaupt eine Rolle spielte. Die Vererbung von Rechten ist angesagt, die Ausbeutung auch längst verblichener Künstler beinahe über Jahrhunderte hinweg der Traum der Content-Mafia. Gesetze zur Bekämpfung des Terrors bzw. der schweren Kriminalität wurden und werden mißbraucht für diese genannten Zwecke. Der Aufbruch in digitale Gefilde mutierte für den Konsumenten zum Albtraum, zur digitalen Maulschelle.

Es ist an der Zeit dem ein Ende zu setzen und zwar nicht mittels ausufernder Rechteübertretungen, denn die Einhaltung geltenden Rechts hat auch etwas mit Respekt zu tun, sondern mittels Konsumverweigerung, der Partizipation des hoi polloi1 an der Kultur und der somit massiven Verbreitung freier Inhalte, die wiederum der Content-Mafia auf natürliche Art und Weise das Wasser abgräbt. Der Künstler ist wiederum ein Teil dieser kulturtragenden Menge und nur gegenseitiger Respekt, sowie die Zusammenarbeit können dem abstrakten Gebilde der Content-Mafia etwas anhaben. Kultur benötigt keine Verwerter, Kultur benötigt einfach nur gelebten Respekt für eben diese Kultur.

Die Kommentare schenken wir uns hierbei, wer etwas zu sagen hat, bemerkt dies zur Sache selbst, verbreitet dies mit eigenen Worten und partizipiert. Anlaß war übrigens dieses beinahe ungehemmte Voranschreiten der Content-Mafia, wie just von heise berichtet. Diese arbeiten daran — Tag und Nacht, die andere Seite gibt sich im Moment noch dem großangelegten Trauermarsch hin.

Kultur, verstanden als Lebensweise, ist vielleicht die glaubwürdigste Politik.

–Richard von Weizsäcker

Bild: Wikipedia

  1. und abfällig ist es auch gemeint, denn der kulturtragende Mob läßt sich fortwährend knebeln und jubelt dennoch zugleich den kulturellen Peinigern entgegen []

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Karrierekiller StudiVZ

Es ist ruhig geworden um StudiVZ — zu ruhig. Monat für Monat werden neue Rekorde aufgestellt — die PIs steigen ins Unermessliche, während die Werbung immer noch keinen großen Gewinn abwirft. Die neuen Datenschutzbestimmungen werden immer noch nicht durchgesetzt, man verschiebt Monat für Monat den Rausschmiss derjenigen, die die neuen AGBs nicht akzeptiert haben. Es könnte der Eindruck entstehen, als wären die Zahlen für die Werber nicht wirklich unwichtig — und viele Mitglieder des Netzwerkes haben offensichtlich die neuen Statuten noch nicht akzeptiert. Die Menschen, das Netzwerken selbst, scheint zur Randnotiz zu verkommen — alles wird dem schnöden Mammon, der Vermarktung unterworfen. Und doch müssen wir uns unterhalten: Den Karrierekiller Google kennt jeder, doch gibt es auch den Karrierekiller StudiVZ, den Karrierekiller Social Network? Dazu werden zufällig ausgewählte Profile untersucht. Es wird die Supersuche von StudiVZ angeschmissen, nach zufällig, in dem Moment ausgewählten, Kriterien gesucht, und dann kann es losgehen.

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FreeBSD Fahrplan für die Zukunft

Der FreeBSD Fahrplan für die kommenden Releases wurde aktualisiert. Auffällig hierbei ist die Straffung des Zeitplans, wurde hier doch ein Release pro Jahr angesetzt, zuzüglich zwei Zwischenreleases. Das hieße dann das FreeBSD 8.0 im Juni 2009 erscheint und im August diesen Jahres FreeBSD 7.1 und 6.4. Genau 6.4, dieses wird ebenso noch erscheinen und den bisher äußerst stabilen 6er Zeig gekonnt abrunden. FreeBSD 7.2 soll dann laut Fahrplan Februar 2009 anstehen. Natürlich sind diese Daten alle mit Vorsicht zu genießen, denn in der Entwicklung eines Betriebssystems können immer widrige Umstände auftreten, welche eine Verzögerung veranlassen. Wohl kaum im Rahmen eines Microsoft Vista, aber ein paar Monate sind gegebenenfalls schon drin ;-)

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quo vadis ct?

Projekt Indiana: Erste Version der OpenSolaris-Distribution … besser spät als nie liebe ct? Ich mein ja nur, wenn man es u.a. bis heute noch nicht gepeilt hat den tatsächlichen Release-Zyklus von FreeBSD 7 zu veröffentlichen bzw. auf die Betas überhaupt hinzuweisen, mal abgesehen von der bloßen Verlautbarung. Schließlich weiß man das hier nicht x weitere Versionen folgen werden, sondern das dies eben einen wichtigen Schritt hin zum Release aufzeigt. Man könnte glatt vermeinen Absicht dabei herauszulesen, denn für Damn Small Linux reichts ja auch und das gar für richtige Texte =) Macht man sich da nicht auf Dauer etwas lächerlich? Oder ist der Erfolg derart zu Kopf gestiegen, ich meine in der Community habt ihr irgendwo immer noch den Stellenwert eines primus inter pares der IT-News? Woher kommt eigentlich diese Abneigung, sicher auch für OpenBSD habt ihr euch neulich noch hinreißen lassen eine News zu posten aber sonst? Wird wohl nur noch mehr auf die reinen Releases hinauslaufen, die spärlichen News eurerseits listet ihr ja auch hübsch immer pro BSD-Artikel auf, könnte sonst auch was verloren gehen. Und nach der Reduzierung auf Releases erfolgt die Gewichtung hin zu den essentiellen BSD-Forks? Ach ja in puncto OpenBSD ereifert ihr euch noch gelegentlich, wenn es um die beinahe gehässige Darstellung *eurer* Fehlerinterpretation geht.

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