Schlagwort ‘Zukunft‘

Wie Angela Merkel die Zukunft dieses Landes gefährdet

Michael Glos war nie mehr als eine Verlegenheitslösung im Kabinett Merkel. Als der so genannte Superminister und fest eingeplante Edmund Stoiber Angela Merkel absagte, war Michael Glos die zweite Wahl im Amt des Bundesministers für Wirtschaft und Technologie. Große Politiker zeigen in solchen Situationen, unter diesen Voraussetzungen, ihr ganzes Können und beweisen sich und der Öffentlichkeit, dass sie wahre Größe besitzen. Michael Glos jedoch ist nie über seine Rolle als Verlegenheitslösung herausgewachsen.

In Berliner Kreisen wird er Problembär genannt, eine Bezeichnung die er ungewollt von Kurt Beck geerbt hat. Es hat den Eindruck, als stolpere er von Pressekonferenz zu Pressekonferenz und von Thema zu Thema. Nun möchte er diesem entwürdigen Schauspiel ein Ende bereiten und hat seinen Rücktritt angeboten. Wie heute bekannt wurde, hat Angela Merkel diesen abgelehnt. Aufgrund parteitaktischer Spiele gefährdet die Bundekanzlerin damit die Leistungsfähigkeit dieses Landes. Die Entscheidung der Kanzlerin ist durch nichts zu rechtfertigen, ihr Blick ruht offensichtlich ausschließlich auf der Bundestagswahl ohne an die Zukunft dieses Landes zu denken.

Die Welt befindet sich in einer Weltwirtschaftskrise, immer wieder wird vom Schwarzen Freitag gesprochen, das Jahr 1929 schwebt über allen Diskussionen, die zur Zeit geführt werden. Die Politik wird getrieben von den Ereignissen, die Bundeskanzlerin, ihr Finanzminister Peer Steinbrück, wie auch Michael Glos reagieren teilweise panisch anstelle in Ruhe zu agieren. Die Geister, die sie riefen, werden sie nicht mehr los. Die gleichen Experten, die vor wenigen Monaten noch freie Märkte forderten, rufen heute nach dem Staat. Jedoch nicht in dem Sinne der Bürgerinnen und Bürgern. Es hat den Eindruck, als sollen die unglaublichen Verluste sozialisiert werden, die Gewinne bleiben weiterhin wie selbstverständlich in privater Hand. Manche Diskussionen erinnern an Spiegelfechtereien, die nur der Öffentlichkeit wegen geführt werden.

Dass die Verantwortlichen nichts gelernt haben, beweist einmal mehr Josef Ackermann, der gerade erst darüber philosophiert hat, dass spätestens in 3 Jahren wieder Renditen von 25% möglich seien. In diesen Zeiten braucht dieses Land einen starken Wirtschaftsminister, der sowohl die Fehler der Vergangenheit erkennt, als auch dem Land und den Menschen einen Weg in die Zukunft weist. Michael Glos hat erkannt, dass er dieser Minister nicht sein kann. Die Weigerung Angela Merkels, Michael Glos aus seinem Amt zu entlassen, macht das Amt des Wirtschaftsministers lächerlich. Man muss sich schon fast für die heutige Entscheidung Angela Merkels schämen.

Es ist übrigens bezeichnend, dass unser Land von einer kleinen bayerischen 5%-Partei als Geißel gehalten wird. Zumindest kann man diesen Eindruck gewinnen, wenn man die letzten Wochen seit der Landtagswahl im südlichsten Bundesland der Republik Revue passieren lässt. Es wurde in Berlin keine Entscheidung getroffen, ohne dass die CSU die Kanzlerin regelrecht erpresst hat, ohne dass Horst Seehofer sich hat von seiner Haus– und Hofpresse hat feiern lassen. Es drängte sich in den letzten Wochen der Eindruck auf, als ginge es in Berlin nicht um unser Land, sondern darum, dass Selbstbewusstsein der CSU wieder aufzubauen. Die kolossale Niederlage mit den Abgängen der Herren Beckstein und Huber ist den meisten sicherlich noch frisch in Erinnerung. Die Bundeskanzlerin hat damit einmal mehr bewiesen, dass sie weder führungs– noch entscheidungsstark ist, sondern nur getriebene der Ereignisse.

Es ist meiner Meinung nach ein Skandal, dass Michael Glos sein Rücktrittschreiben an den bayerischen Ministerpräsidenten und CSU-Vorsitzenden Horst Seehofer gerichtet hat und nicht an die Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland. Auch wenn Horst Seehofer ein gewichtiges Wort mitzureden hat, wer die CSU-Ressorts in Berlin besetzt - es unglaublich zu nennen, dass eine kleine 5%-Partei im Süden unserer Republik darüber entscheidet, wer in diesen schwierigen Zeiten den wichtigsten Ministerposten in Berlin besetzt, wäre noch harmlos ausgedrückt. Die CSU tanzt selbst bei dieser Posse der Kanzlerin auf der Nase herum, Angela Merkel scheint dabei noch den Taktstock zu schwingen.

Angela Merkel sollte Michael Glos sofort entlassen und das Amt des Bundesministers für Wirtschaft und Technologie neu besetzen. In der derzeitigen Weltwirtschaftskrise ist eine lame duck in dieser Position fatal. Wir geben uns international der Lächerlichkeit preis. Die Weltwirtschaftskrise wird nur durch weltweite Zusammenarbeit in den Griff zu bekommen sein. Welches Land auf diesem Planeten soll die Bundesrepublik Deutschland noch ernst nehmen, wenn die Schaltzentrale für diese Zusammenarbeit, das Wirtschaftsministerium, der zuständige Minister in Deutschland selbst nur belächelt wird? Fast täglich können uns neue Horrormeldungen erreichen. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr groß, dass dies auch geschieht.

Unser Land braucht in dieser Zeit handelnde Personen, denen mehrheitlich vertraut wird. Bei Angela Merkel ist dies noch der Fall, Michael Glos jedoch besitzt nicht einmal mehr das Vertrauen seiner Kollegen am Kabinettstisch. Die Bundeskanzlerin muss handeln, am besten noch heute. Sie spielt aus parteitaktischen Gründen mit der Zukunft dieses Landes. Versteht sie dies nicht, ist sie ebenso mit ihrem Posten überfordert, wie es Michael Glos mit dem seinen war. Begründete Rücktrittsforderungen werden dann die Folge sein und unser Land tiefer in die Krise stürzen. Frau Merkel, bitte erlösen Sie Michael Glos, erlösen Sie dieses Land. Es geht um unsere Zukunft.

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lallus.net – und nu?

Wie bekannt, befindet sich die Domain von lallus.net im Moment um Ruhe(zu)stand. Und nein, nun folgt nicht, sie wird verkauft, versteigert, das gesamte Web 2.0 verarscht auf den Arm genommen – nein, eher verschenke ich das gute Stück. Hat irgendwer eine Idee, was man da machen könnte – gerne auch ein Gemeinschaftsprojekt? Die Domain hat das gewisse Etwas – da muss doch was zu machen sein. Hat irgendwer eine Idee und auch Lust und Zeit, diese umzusetzen? *grübelt*

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Individuelle Werbung und der Clap-Club – Die Fortsetzung

Bereits einmal hatte ich auf Bulo, den Clap-Club und die Möglichkeiten der individuellen Werbung hingewiesen. Völlig egal, wie man nun zur Werbung generell steht – meine Meinung diesbezüglich sollte bekannt sein – die Zukunft der Webwerbung liegt in deren Individualität und deren Glaubwürdigkeit. Wenn der Clap-Club und Bulo als grandiose Karikaturisten Werbung für eine andere Webseite schalten, wo man wiederum Werbung schalten kann, wenn während der größten Krise mit einem Augenzwinkern selbst gezeichnete Werbung für Premiere geschaltet wird, dann hebt sich diese Werbung von fast Allem ab, was bisher auf Webseiten gelaufen ist. Es ist und bleibt natürlich Werbung, man wird umworben, vielleicht sogar mehr manipuliert als mit herkömmlicher Werbung – der entscheidende Punkt ist jedoch: Sie gehört zur Seite, zu den Menschen hinter der Seite, im Falle des Clap-Club kann man drüber lachen, sich amüsieren. Selbst Werbung wird dem Besucher mit dem unverkennbaren Augenzwinkern präsentiert. Klaus hatte das auch in der Medienlese thematisiert.

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Die Zukunft von F!XMBR und der angeschlossenen Funkhäuser. Was war. Was wird.

ProjektWas waren das noch für Zeiten, als Oliver und ich, nachdem wir über mehrere Jahre auf diversen Foren als Moderator und auch administrativ tätig waren, unser erstes eigenes Forum eröffnet haben. Damals, ja damals reichte ein kleines Webpaket — ich weiß es gar nicht mehr so genau. Ich glaube 10 GB Traffic — was wir damals für enorm viel gehalten haben — waren inklusive. Wenige 100 MB Webspace — und wir legten los. Das Forum wurde dann eingestellt — und F!XMBR wurde gestartet. Die Besucher, der Traffic praktisch alles steigt seitdem Quartal für Quartal an. Allein der Traffic dürfte bald die 100 GB-Grenze überschreiten. Da reicht ein kleines Webpaket nicht mehr aus — zumal es ja nicht nur um F!XMBR geht. Der IST-Zustand:

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wir blicken dem Ende einer Zunft entgegen

Und zwar schauen wir das nahende™ Ende jener Vertreter der gemeinhin als Content-Mafia bekannten kulturschmarotzenden Rechtekonsumenten. Der Kampf gilt den Urheberrechtsverletzungen, das eherne Ziel ist der Schutz geistigen Eigentums oder kurz: die Pervertierung jeglicher Kultur, die totalitäre Kontrolle des Markts. Bei derart scharfen Reden geht es mir weniger um einen Persilschein für die Legionen der Jäger und Sammler, auch wenn deren Sammeltrieb mehr ein Fall für den Arzt als denn den Staatsanwalt darstellt, sondern es dreht sich alleinig um den fortwährenden Mißbrauch von Kultur. Ein Mißbrauch, der in digitalen Zeiten unlängst seinen Klimax erlangte mittels abnormer Knebelungen und im Prinzip jeglicher Verweigerung der Partizipation seitens der Rechtekonsumenten eben an dieser sooft ob perfider Absichten erwähnten Kultur.

Gewirkt mittels einer ob Lobbyisten gestählten Legislative schreitet die kulturelle Enteignung des Volkes voran. War es gestern noch ein Schutz auf Zeit, um dem Künstler eine Basis, eine Art Starthilfe zu verschaffen, mutierte diese Starthilfe im Laufe der Zeit zur Knechtung aller Konsumenten, zur erwähnten kulturellen Enteignung. Ziel ist nicht mehr der vorübergehende Schutz des Künstlers, vorbei die Zeiten da dieser überhaupt eine Rolle spielte. Die Vererbung von Rechten ist angesagt, die Ausbeutung auch längst verblichener Künstler beinahe über Jahrhunderte hinweg der Traum der Content-Mafia. Gesetze zur Bekämpfung des Terrors bzw. der schweren Kriminalität wurden und werden mißbraucht für diese genannten Zwecke. Der Aufbruch in digitale Gefilde mutierte für den Konsumenten zum Albtraum, zur digitalen Maulschelle.

Es ist an der Zeit dem ein Ende zu setzen und zwar nicht mittels ausufernder Rechteübertretungen, denn die Einhaltung geltenden Rechts hat auch etwas mit Respekt zu tun, sondern mittels Konsumverweigerung, der Partizipation des hoi polloi1 an der Kultur und der somit massiven Verbreitung freier Inhalte, die wiederum der Content-Mafia auf natürliche Art und Weise das Wasser abgräbt. Der Künstler ist wiederum ein Teil dieser kulturtragenden Menge und nur gegenseitiger Respekt, sowie die Zusammenarbeit können dem abstrakten Gebilde der Content-Mafia etwas anhaben. Kultur benötigt keine Verwerter, Kultur benötigt einfach nur gelebten Respekt für eben diese Kultur.

Die Kommentare schenken wir uns hierbei, wer etwas zu sagen hat, bemerkt dies zur Sache selbst, verbreitet dies mit eigenen Worten und partizipiert. Anlaß war übrigens dieses beinahe ungehemmte Voranschreiten der Content-Mafia, wie just von heise berichtet. Diese arbeiten daran — Tag und Nacht, die andere Seite gibt sich im Moment noch dem großangelegten Trauermarsch hin.

Kultur, verstanden als Lebensweise, ist vielleicht die glaubwürdigste Politik.

–Richard von Weizsäcker

Bild: Wikipedia

  1. und abfällig ist es auch gemeint, denn der kulturtragende Mob läßt sich fortwährend knebeln und jubelt dennoch zugleich den kulturellen Peinigern entgegen []

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Karrierekiller StudiVZ

Es ist ruhig geworden um StudiVZ — zu ruhig. Monat für Monat werden neue Rekorde aufgestellt — die PIs steigen ins Unermessliche, während die Werbung immer noch keinen großen Gewinn abwirft. Die neuen Datenschutzbestimmungen werden immer noch nicht durchgesetzt, man verschiebt Monat für Monat den Rausschmiss derjenigen, die die neuen AGBs nicht akzeptiert haben. Es könnte der Eindruck entstehen, als wären die Zahlen für die Werber nicht wirklich unwichtig — und viele Mitglieder des Netzwerkes haben offensichtlich die neuen Statuten noch nicht akzeptiert. Die Menschen, das Netzwerken selbst, scheint zur Randnotiz zu verkommen — alles wird dem schnöden Mammon, der Vermarktung unterworfen. Und doch müssen wir uns unterhalten: Den Karrierekiller Google kennt jeder, doch gibt es auch den Karrierekiller StudiVZ, den Karrierekiller Social Network? Dazu werden zufällig ausgewählte Profile untersucht. Es wird die Supersuche von StudiVZ angeschmissen, nach zufällig, in dem Moment ausgewählten, Kriterien gesucht, und dann kann es losgehen.

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FreeBSD Fahrplan für die Zukunft

Der FreeBSD Fahrplan für die kommenden Releases wurde aktualisiert. Auffällig hierbei ist die Straffung des Zeitplans, wurde hier doch ein Release pro Jahr angesetzt, zuzüglich zwei Zwischenreleases. Das hieße dann das FreeBSD 8.0 im Juni 2009 erscheint und im August diesen Jahres FreeBSD 7.1 und 6.4. Genau 6.4, dieses wird ebenso noch erscheinen und den bisher äußerst stabilen 6er Zeig gekonnt abrunden. FreeBSD 7.2 soll dann laut Fahrplan Februar 2009 anstehen. Natürlich sind diese Daten alle mit Vorsicht zu genießen, denn in der Entwicklung eines Betriebssystems können immer widrige Umstände auftreten, welche eine Verzögerung veranlassen. Wohl kaum im Rahmen eines Microsoft Vista, aber ein paar Monate sind gegebenenfalls schon drin 😉

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quo vadis ct?

Projekt Indiana: Erste Version der OpenSolaris-Distribution … besser spät als nie liebe ct? Ich mein ja nur, wenn man es u.a. bis heute noch nicht gepeilt hat den tatsächlichen Release-Zyklus von FreeBSD 7 zu veröffentlichen bzw. auf die Betas überhaupt hinzuweisen, mal abgesehen von der bloßen Verlautbarung. Schließlich weiß man das hier nicht x weitere Versionen folgen werden, sondern das dies eben einen wichtigen Schritt hin zum Release aufzeigt. Man könnte glatt vermeinen Absicht dabei herauszulesen, denn für Damn Small Linux reichts ja auch und das gar für richtige Texte =) Macht man sich da nicht auf Dauer etwas lächerlich? Oder ist der Erfolg derart zu Kopf gestiegen, ich meine in der Community habt ihr irgendwo immer noch den Stellenwert eines primus inter pares der IT-News? Woher kommt eigentlich diese Abneigung, sicher auch für OpenBSD habt ihr euch neulich noch hinreißen lassen eine News zu posten aber sonst? Wird wohl nur noch mehr auf die reinen Releases hinauslaufen, die spärlichen News eurerseits listet ihr ja auch hübsch immer pro BSD-Artikel auf, könnte sonst auch was verloren gehen. Und nach der Reduzierung auf Releases erfolgt die Gewichtung hin zu den essentiellen BSD-Forks? Ach ja in puncto OpenBSD ereifert ihr euch noch gelegentlich, wenn es um die beinahe gehässige Darstellung *eurer* Fehlerinterpretation geht.

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