Schlagwort ‘Zensur‘

gesperrte Intelligenz

Bei der großen Mehrzahl der Kinderporno-Konsumenten handelt es sich nicht um technische Experten, die eine Seiten-Sperre ohne Weiteres knacken können.

heise

In politischen, sowie gleichgeschalteten Kreisen ist Kompetenz oder gar Intelligenz ohnehin ein hehres Gut, von daher darf man nie zuviel dergleichen erwarten. Vielleicht gibt man sich sinnigerweise gepflegten Cassandrarufen hin — erfüllt werden diese in heutiger Zeit meist umgehend, die einzige verläßliche Komponente. So auch in diesem Fall: der Name Zypries ist Legion in puncto Wankelmut oder geschicktem Bombardement mittels politischer Nebelkerzen a la Links 2.0, gemeinhin auch als SPD verschrien. Von daher, schwamm drüber — wo der Name Zypries fällt und SPD legen wir nur allzu gerne eine Schweigeminute für Demokratie und Freiheit in diesem Lande ein.

Das aber vermehrt auch die Exekutive, in diesem Fall Europol, in diesen grenzdebilen Tenor einstimmt läßt Schlimmes erahnen. In diesem Fall ist die mangelnde Kompetenz offenbar, der zuständige Spezialexperte war wohl gerade nicht greifbar, Chef wird es schon richten und landete, wie soviele des Führungspersonals in guter Tradition, einen gepflegten Griff ins Klo geht. Geht es um Details muß man an das Fußvolk herantreten, diese aber sind nicht tauglich für die Öffenlichkeitsarbeit, da tendetiell mehr der Realität verpflichtet, ergo stülpt man die bekannten «Wir-haben-alles-im-Griff-und-sind-frohen-Mutes»-Filter über.

Der gemeine User kann diese Sperren umgehen, derjenige mit einem geringen Maß an krimineller Energie kennt auch andere Mittel, um sein Treiben geschickt zu verschleiern. Geschickt genug, um die Spezialexperten aufs Glatteis zu führen. Aber darum dreht es sich letztendlich auch nicht, es geht um Wahlkampf, es geht um Macht und Kontrolle — es dreht sich alleinig um die Erweiterung der Befugnisse, mittels an den Haaren herbeigezogener Argumente und Erfolgsmeldungen. Tragödien jeweder Natur müssen dafür herhalten, aber nicht um diese zu vereiteln, sondern damit die Demontierung von Demokratie und Freiheit in diesem unserem Lande leicht von statten gehen kann.

Die Erfahrungen im Ausland seien durchweg positiv.

Großbritannien, China et al.? Wahnwitzig wohl, aber kaum positiv im Sinne von erfolgreich oder einzig der Kriminalitätsbekämpfung dienlich.

In einem Land in welchem Legislative und Exektutive vermehrt Hand in Hand arbeiten und somit die Gewaltenteilung ad absurdum führen oder gar öffentlich gegen das Bundesverfassungsgericht Partei ergreifen, ist ohnehin nicht mehr viel zu erhoffen.

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billiger Wahlkampf im Jahr der Wahlen

Angesichts der Ereignisse und des schrecklichen Amoklaufs in Winnenden und Wendlingen, bei dem 15 Menschen getötet wurden, können wir eine solche Veranstaltung derzeit in unserer Stadt nicht akzeptieren.

heise: Stuttgart untersagt Computerspiele-Wettbewerb

Wenn man denn schon Unfähigkeit in Reinkultur wirkt und dem prof. Stand derer angehört, welche diese Disziplin zur Kür erhoben, warum nicht gleich Nägel mit Köpfen machen und die Absurdität auf die Spitze treiben? Indem man für eine gewisse Zeit alle Schützenvereine schließt, alle Auslandseinsätze unserer Truppen storniert, das Deutsche Netz gewaltfrei macht etc. pp.? Wäre doch eine Idee, der Monat der Gewaltlosigkeit — Deutschland setzt zum ersten Mal gegenteilige Akzente in der Geschichte. Und einmal mehr werden die Augen vor den tatsächlichen Problemen der heutigen Gesellschaft und insbesondere ihrer Jugend verschlossen. Einmal mehr macht man sich schuldig …

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captain obvious strikes again

Hier hat die ehemalige australische Rundfunkaufsicht ACMA eine Liste problematischer Web-Angebote recherchiert. Zunächst hieß es, dass 1370 Webseiten mit kinderpornografischen Angeboten existierten, die geblockt werden müssten. Am 4. Februar 2009 musste das zuständige Justizministerium auf eine parlamentarische Anfrage hin bekannt geben, dass nach eingehender Durchsicht weniger als die Hälfte der aufgeführten Adressen der Kinderpornographie zuzurechnen seien.

Kinderporno-Sperren im internationalen Vergleich. Muß man eigentlich nicht mehr viel zu sagen, oder? Der eine oder andere findet hier noch ein paar Worte.

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Zensur: Peking gibt nicht auf

China hat eine Mauer gebaut. Heutzutage baut man Mauern nicht mehr nur über Hügel und Felder, sondern auch im Internet. Die Menschen in China leben hinter einer Mauer, und nur was die chinesische Regierung erlaubt, darf durch diese Mauer hindurch ins Land kommen.

So tickerte der CCC und bot just zu den olympischen Spielen seinen Mauerbrecher an, in Form des Freedomsticks. Es ist natürlich ein Wettlauf und so dachte man schon bei den Chinesen früher darüber nach die Leute einfach zu registrieren, wird zwar ebenso löchrig sein, aber derartige Kontrollen und Einschüchterungen werden den Kreis jener Aktivisten dort wohl noch mehr einschränken — wer kann es ihnen verdenken? Niemand, es gehört außerordentlicher Mut und Freiheitsliebe dazu, in einem derartigen Land einfach alles aufs Spiel zu setzen, mitunter gar noch Familie, Verwandschaft, Freunde et. al.

Ab 2009 nun soll jeder Besucher eines Internet-Cafes fotografiert und registriert werden, die Situation wird also drastisch verschärft. Offiziell möchte man Minderjährige von gefährendem Material fern halten. Konsequenzen sind schon erkennbar, dort wo bereits umgesetzt gehen die Besucherzahlen drastisch zurück. Aber wie gut das unserere heuchlerische Politbande sich dort unten für Freiheit einsetzt und mit gutem Beispiel voran geht.

via heise

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eigentliche eine gute Sache

Die das BKA unter der Obhut des SPD-Mitglieds Jörg Ziercke da vorschwebt, nehmen wir doch die Provider in die Pflicht und sperren einfach diese Abscheulichkeiten in Form von KiPo. Die antisemtischen Tiraden einiger Zurückgebliebener können dann sogleich auch virtuell entsorgt werden und was denn sonst noch in den Sinn kommt — der Fantasie sind heutzutage leider keine Grenzen gesetzt. Eine gute Sache, oder? Wer würde nicht gerne diesen Dreck gebannt sehen, wohlgemerkt gebannt — nicht wirklich entfernt.

Und das genau ist doch der Knackpunkt, denn technische Mittel existieren weiterhin an diese Abscheulichkeiten zu gelangen, irgendwelche Blockaden zu umgehen. Warum also überhaupt die Aufregung, vielleicht nützt es gar ein wenig? Das mag durchaus sein, aber zugleich werden hier auch die Provider als Hilfssheriffs in die Pflicht genommen und durchstöbern mal eben lustig die Verbindungen ihrer Kunden. Man riecht das ja schließlich nicht, wo denn gerade nun eine Verbindung zu derlei Schmutz aufgebaut wird — ergo wühlt man fleißig herum, irgendetwas wird man wohl immer finden. Der Nutzen ist so oder so fragwürdig, der Kolateralschaden hingegen gewaltig. Ich unterstelle auch dem Staat keine honorigen Absichten, sondern sehe einzig den Versuch wieder einmal einen ständigen Datenkanal für das BKA zu errichten. Eine Hüntertür für weitere Fantasien des Staats, denn auch diesem sind da keine Grenzen gesetzt …

golem

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Olympische Spiele Beijing 2008: the world biggest prison

Reporters without Borders

Zwar bleibt die Berichterstattung schwierig und der allgemeine Zustand fatal, jedoch versuchen z.B. u.a. Bürger in Form des CCC zu helfen, im Gegensatz zu anderen welche sich auf altehrwürdige Traditionen berufen, den stillen Protest bevorzugen etc. Auch wird gerne der Geist beschworen, das heutige unsägliche Geschäft angeführt, aber letztendlich gerieten auch jene Spiele der Antike1 mehr und mehr zum Politikum2 und mitunter auch Geschäft3 . Wir sollten uns also von dem irrigen Gedanken trennen, hier würde eine altehrwürdige Tradition mißbraucht, schon im Ursprung fand der Mißbrauch statt. Das tatsächliche Problem und Glück zugleich: mittels dieser Spiele rücken Staaten ins Rampenlicht, die sonst ob diverser Geschäftsbeziehungen zu freiheitsliebenden Nationen ihre Unmenschlichkeit nahezu unbeobachtet von der Masse ausleben können. Zwar werden diese nun der allgememeinen Kritik preisgegeben, vice versa findet ob des öffentlichen Auftritts ebenso eine noch vehementere Unterdrückung statt.

Kurzum, einzig die Heuchelei wird mehr und mehr offenbar .…

  1. Mirror: MPI []
  2. Mirror: MPI[]
  3. spätestens als die US-Amerikaner der Antike Einfluß nahmen []

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CCC — China — Privacy Emergency Response Team

Die sog. Great Firewall of China besteht aus einer Reihe von Filter– und Blockiertechnologien, die vorwiegend von Firmen aus den USA und Europa geliefert wird. Der chinesische Staat verhindert damit den Zugriff auf Webseiten, deren Inhalte ihm nicht genehm sind, oder ändert sogar den Inhalt abgerufener Webseiten. Derart leitet der CCC seine Hilfeaktion ein, um geschickt die chinesischen Zensurbestrebungen mittels des Freedom USB-Sticks zu umgehen. Huckepack erfolgt auch der Aufruf an den Staat, die Ächtung von Tor-Server-Betreibern zu unterlassen, um auch in Zukunft noch derlei freiheitsfördernde Technologien zu ermöglichen. Die zum Einsatz kommende Software kann man dort als Paket herunterladen, entweder als installierbare Version oder als Zip-Archiv.

Wir rufen die deutschen Behörden dazu auf, Anonymisierungsserver des TOR-Netzwerk nicht mehr zu kriminalisieren, denn das schadet vor allem denjenigen, deren Leben in repressiven Staaten auf dem Spiel steht. China ist hier nur ein Beispiel von vielen.

–Björn Pahls (CCC)

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Wunder geschehen immer wieder

Die internationalen Journalisten haben entgegen früherer Zusagen der Olympia-Organisatoren in Peking doch keinen freien Zugang zum Internet.

futurezone.orf

Und auch werden wohl niemals die Legionen von Deppen aussterben, die im Vorfeld jegliche Kritik torpedieren und von den freiheitlichen Möglichkeiten vor Ort schwafeln. Letztendlich betätigte man sich dann doch nur als willige Schreibtischtäter — die Olympischen Spiele pushen, die Menschen mit Füßen treten. China verteidigt seine Zensur immer mit dem Hinweis, dass es in anderen Länder auch Sperren im Internet gegen «ungesunde Inhalte» gebe. Und auch diese Argumentation Chinas ist korrekt, diese Praxis ist schließlich auch in unserem Land usus. Auch hier also wieder ein Beispiel wie der Journalismus die Moral zurechtbog, um die lukrative Berichterstattung zu ermöglichen.

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Der Schrei nach Zensur

Deutschlands Qualitätsmedien stellen sich gerade mal wieder ein Armutszeugnis aus, Oliver schrieb hier schon etwas zu Tante Merkel und dem Dalai Lama. Die Chinesen hat der Besuch des Oberhauptes der Tibeter im Kanzleramt nun ein wenig verstimmt. Wenn man sich die Zeitungen unseres Landes so durchliest, könnte man fast meinen, dass wir auf einen Krieg mit dem Reich der Mitte zusteuern. Unsere Justizministerin zum Beispiel wollte sich mit den chinesischen Kollegen austauschen. Wie es offiziell heißt, wurde der Rechtsstaatdialog aus technischen Gründen abgesagt — auf fast gleicher Augenhöhe hätte man da gute Gespräche führen können. Frau Zypries hätte da mit Sicherheit sehr gute Tipps geben können, wie man es geschafft hat, dass unser Land in der weiten Welt immer noch als Demokratie gilt. Und wenn man sich mal weiter durch unsere Qualitätsmedien klickt, zeigt sich, welch Qualitätsjournalismus in den Redaktionsräumen dieses Landes vorherrscht. Wie ein kleines Kind, wird nach Zensur der staatlichen Behörden in China geschrien.

Weiterlesen: »Der Schrei nach Zensur«

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Was darf/kann Presse? Wo bleibt der Konsument?

Okay gemeinhin, gemäß Theorie und Pressfreiheit erst einmal alles. Soweit so gut, in der Realität aber ist Pressefreiheit kein unendliches Gebilde, sondern auch interpretierbar, Schranken existieren. Und das die Theorie eben nur Theorie ist, sollte allgemein bekannt sein.
Weiterlesen: »Was darf/kann Presse? Wo bleibt der Konsument?«

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