Schlagwort ‘Zeitung‘

Der Kindle

 

Das ist der Amazon Kindle. Genauer gesagt, was man hier schaut, ist die der Kindle hübsch verpackt in ein ledernes Gewand. Der Kindle ist ein sogenannter E-book-Reader, ein Gerät also, welches versucht ein echtes Buch weitesgehend nachzuahmen. Daß dies nicht wirklich gelingt, daß schlichtweg das Papier zwischen den Fingern fehlt, der Geruch oder auch die Möglichkeit ohne jewede Elektrizität dem Lesevergnügen nachzukommen, steht außer Frage. Aber der Kindle versucht mittels E-Ink und anderer Schmankerl dieses Malus wett zu machen.

Zugegeben, einerseits bin ich seitens der archäologischen Profession den klassischen Gefilden nahe, andererseits bin ich doch durch und durch Nerd seit ZX81-Zeiten. In der Regel tendiere ich jedoch eher dazu in einem hübschen Folianten zu schmökern, als denn mit technischem Gerät dem geschriebenen Wort auf den letternen Leib zu rücken. Bei Nachschlagewerken, Zeitungen und so manchem Paperback mit unansehlichem Äußeren fällt die Wahl zum elektronischen Pendant aber doch recht leicht.  Zu sehr verschandeln gelesene Taschenbücher mit ihren absonderlichen Farben und Formen den Regalinhalt, von dem Blätterwald einer Tageszeitung ganz zu schweigen.

Aber nun zum Kindle selbst. Ganz wider meine Natur verzichte ich hier auf technische Details.  Das Blättern in den Büchern geht recht flink von statten, die Möglichkeiten im Duden oder auch in einem englischen Wörterbuch nachzuschlagen sind recht praktisch gelöst und in puncto Lesequalität kommt man doch einem gedruckten Werk recht nahe. E-Ink heißt das Zauberwort und die Qualität dieser Darstellungsart läßt sich nicht seitens irgendwelcher Bilder vermitteln. Man muß es gesehen haben, um einen Eindruck der Qualität zu erhalten.

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Die Perfektionierung des AAL-Prinzips beim Freitag

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Einer der größten Kritikpunkte zu Beginn des neuen Freitag waren neben den technischen Unzulänglichkeiten die von Anwälten und vom Verleger ausgearbeiteten AGB. Blogger auf freitag.de verlieren alle Rechte an ihren eigenen Artikeln, sobald sie sie dort veröffentlichen. Auf die Kritik wurde damals relativierend geantwortet, es wurde versprochen, sich darum zu kümmern – nur passiert ist selbstverständlich nichts. Man kann die damaligen Aussagen der Verantwortlichen durchaus Lügen nennen. Nun hat auch der Freitag Flattr integriert – und in einer Aussage von Jörn Kabisch, immerhin stellvertretender Chefredakteur, zeigt sich, dass das AAL-Prinzip durchaus gewollt ist und sich bereits in den Köpfen der Verantwortlichen des Freitag manifestiert hat. In der Debatte, ob Flattr auf freitag.de auch auf den Community-Seiten integriert werden soll, schreibt Kabisch:

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derFreitag — Die schönste Zeitung der Welt

Ehre wem Ehre gebührt. Der Freitag wurde als World’s Best Designed Newspaper ausgezeichnet. Weltweit standen 240 Zeitungen zur Wahl, neben dem Freitag haben die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung und die New York Times den Preis gewonnen. Herzlichen Glückwunsch an Jakob Augstein und sein Team. Es bleibt zu wünschen, dass dieser wunderbare Text von Jakob Augstein für das SZ Magazin keine Utopie bleibt, sondern Antriebfeder für die Freitag-Redaktion.

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Dramatische Entwicklung beim Freitag


Quelle: IVW

Die Entwicklung des Freitag vor und nach der Übernahme durch Jakob Augstein lässt viele Fragen aufkommen. Selbstverständlich ist dabei klar, dass der Freitag vor der Übernahme eher rote Zahlen geschrieben hat, als schwarze — die erste Frage muss also lauten, ob Jakob Augstein mit seinem Team diesen Trend umkehren konnte. Die Übernahme wurde mit einem medialen PR-Trommelfeuer begleitet, so dass man weiter fragen muss, ob sich diese Ausgaben — und der Einstieg Augsteins generell — gerechnet haben. Die Zahlen lassen eine positive Beantwortung — und an der Zukunft des Freitag generell — erheblich zweifeln.

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Rocky Mountain News — Final Edition

Heute ist die letzte Ausgabe der Rocky Mountain News erschienen. Gegründet wurde die Zeitung 1859. Und wenn hier und andernorts immer flapsig über das Waldsterben gesprochen wird, möchte ich anmerken, dass damit die dilettantischen Versuche (deutscher) Großverlage gemeint sind, im Internet Fuß zu fassen oder neue, sensationelle, schon mit der ersten Ausgabe zum Scheitern verurteilte Magazine an den Mann zu bringen. Wenn wirklicher Print stirbt, wie im Fall der Rocky Mountain News, ist das kein Grund zum Feiern. Im Gegenteil. Ich liebe Print – trotz allem. Leider lohnt es in Deutschland nicht, eine kpl. Ausgabe der FAZ, der SZ oder der Zeit zu kaufen. Im Regelfall reicht es, den Gegenüber in der U-Bahn um die eine oder andere Seite zu bitten. Bei mir bleibt es zum Wochenende hin meist beim Kauf des Freitag. Die Redaktion der Rocky Mountain News hat zum Abschied ein Video online gestellt. Es zeigt die letzten Monate einer Zeitung, die gelebt hat, von den Menschen, den Machern, den Redakteuren – und natürlich von den Lesern. Eine Zeitung mit großem Herz, die aber wirtschaftlich nicht überlebt hat. Wenn eine Zeitung wie die Rocky Mountain News stirbt, verlieren die Menschen mehr als eine Zeitung. Einen täglichen Wegbegleiter, ein Stück des eigenen Lebens – es entsteht ein großes, schwarzes Loch. Für die Leser wie auch für alle Beteiligten. Wenn man das Video schaut, schnürt es einem ein wenig die Kehle zu. (via)

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