Schlagwort ‘Wissenschaft‘

Guttenberg geht …

 

Bundesverteidigungsminister zu Guttenberg legt nach Informationen des ARD-Hauptstadtstudios noch heute sein Ministeramt nieder.

Eilmeldung via tagesschau. Inzwischen mehrt sich auch die Kritik aus den eigenen Reihen. Siehe auch: «Neun Sätze zu Guttenbergs Rücktritt.»

Bild: Der Bulo

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Wir sind einem Betrüger aufgesessen

Diese klaren Worte hätte man sich schon viel früher von der Universität Bayreuth gewünscht. Professor Lepsius ist im Übrigen der Nachfolger von zu Guttenbergs Doktorvater Professor Häberle. Der, so heißt es, sei nicht untergetaucht, sondern befindet sich auf einer länger geplanten Auslandsreise.

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GUTTBYE

via Bulo

Mehr zu den Abenteuern des tollkühnen Baron findet man bei Google News, Twitter und natürlich bei uns. E pluribus unum — bereits die einleitenden Worte geben Auskunft zur Güte der Arbeit …

Guttenberg habe planmäßig kopiert, so Lepsius. Die Arbeit sei von Anfang an als Collage geplant: «Das ist kein Versehen». Auch die Entschuldigung des Verteidigungsministers, nicht absichtlich ein Plagiat angefertigt zu haben, kann der Staatsrechtler nicht nachvollziehen: «Wie kann jemand etwas tun, und nicht wissen was er tut.» Bei Guttenberg habe es sich nicht um einen Studenten im zweiten Semester gehandelt. Er habe die Arbeit am Ende eines langjährigen Promotionsverhältnisses abgegeben. Lepsius spricht von «Wirklichkeitsverdrängung».

Professor Oliver Lepsius, Universität Bayreuth (Video/Artikel)

 

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Universität Buyreuth — summa cum laude

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Logo: Universität Bayreuth. Satirische Verfremdung: F!XMBR

Die Universität Bayreuth hat heute, wie erwartet, Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg den Doktortitel entzogen. Die Universität Bayreuth ist mit der heutigen Entscheidung den Weg des geringsten Widerstandes gegangen: sie hat zu Guttenberg den Doktortitel mit der Begründung entzogen, wörtliche oder sinngemäße Übernahme von Textstellen ohne hinreichende Kennzeichnung verstoßen nach der Rechtsprechung gegen die Grundsätze wissenschaftlicher Arbeit, somit ist die Annahme der Arbeit als Dissertation auszuschließen. Eine eingehende Prüfung der Doktorarbeit auf Täuschung fand nicht statt. In der Pressekonferenz hat Prof. Rüdiger Bormann auf die hohen wissenschaftlichen Standards der Universität Bayreuth hingewiesen. Ein Hohn sondergleichen, wenn man sich vor einer wissenschaftlichen Entscheidung drückt und im Grunde nur die politische Entscheidung zu Guttenbergs bestätigt. Damit hat die Universität Bayreuth den gleichen Weg beschritten, wie die CDU/CSU-Fraktion und die Verteidiger zu Guttenbergs. Ein fataler Irrweg.

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Karl-Theodor zu Guttenberg — ein deutscher Sarah Palin

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Agenda 2013

Karl-Theodor zu Guttenberg hat heute angekündigt, dauerhaft auf seinen Doktortitel verzichten zu wollen. Nach der Durchsicht seiner Doktorarbeit sei ihm aufgefallen, dass er wohl den «Überblick über seine Quellen» verloren hat. Das Gute an der Geschichte: es entlässt nicht die Universität Bayreuth aus ihrer Verantwortung, über die Doktorarbeit des Verteidigungsministers zu urteilen, auch wenn es die Situation für die Universität einfacher macht. Das Schlechte an der Geschichte: Karl-Theodor zu Guttenberg denkt gar nicht daran, zurückzutreten. Kai Biermann nennt den Verteidigungsminister Witzfigur und Grüßaugust. Das trifft nicht den Kern der Sache. Zwei Drittel der Deutschen halten zu Guttenberg die Treue, der Axel-Springer-Konzern steht weiter hinter ihrem Minister. Das macht zu Guttenberg nicht zu einer Witzfigur oder zu einem Lügenbaron. Es macht ihn schlicht und ergreifend gefährlich.

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Was Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg ohne Dr. eigentlich sagen wollte

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Agenda 2013

Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg ohne Dr. hat heute, wie erwartet, eine eloquente, fast 2-minütige, Rede in Berlin gehalten. Fast alle Journalisten waren zugegen, als der Minister die schändlichen Vorwürfe gegen seine Person zurückwies. Doch eigentlich wollte der Bundesverteidigungsminister eine andere Rede halten. Wie F!MXBR zugespielt wurde, haben ihn seine PR-Berater in letzter Minute davon abgehalten, andere Worte zu wählen. F!XMBR veröffentlicht die geplante Rede im Wortlaut:

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F!XMBR exklusiv: Neue Vorwürfe gegen Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg

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Foto: F!XMBR

Gegen den Bundesverteidigungsminister Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg, Lichtgestalt der deutschen Politik und Traum aller Schwiegermütter, sind heute schwere Vorwürfe erhoben worden. Man kann und muss es einen Scoop nennen und den Hut vor dem ziehen, was die SZ heute morgen veröffentlicht hat: Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg soll bei seiner Doktorarbeit abgeschrieben haben. Es steht der Vorwurf im Raum, dass sich der Hoffnungsträger einer ganzen Generation seinen Doktortitel erschlichen hat. Kaum hatte sich der beliebteste deutsche Politiker zu den Vorwürfen geäußert, diese als «abstrus» zurückgewiesen, wurden in der FAZ neue Details bekannt: der Anfang seiner Dissertation soll er aus einem FAZ-Artikel abgeschrieben haben. Der einleitende Absatz der Arbeit deckt sich fast wörtlich mit einem Text der Politikwissenschaftlerin Barbara Zehnpfennig. Während das politische Berlin diskutiert und abwartet, wie die BILD ihren Star morgen verteidigen wird, sind nun neue ungeheuerliche Vorwürfe bekannt geworden. F!XMBR liegen dazu exklusiv Unterlagen vor.

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Schneeflöckchen


Bild: Wikimedia Commons

Nicht nur Schnee selbst, also diese weiße Pracht, ist wundervoll anzuschauen, sondern auch jedes einzelne Schneeflöckchen kommt, selbst der profanen Wissenschaft unterworfen, immer noch mit äußerster Anmut daher.

Zwischen den Bahngeleisen
Vertränt sich morgenroter Schnee. – –
Artisten müssen reisen
Ins Gebirge und an die See,
Nach Leipzig – und immer wieder fort, fort.
Nicht aus Vergnügen und nicht zum Sport.
Manchmal tut‘s weh.

Der ich zu Hause bei meiner Frau
So gern noch wochenlang bliebe;
Mir schreibt eine schöne Dame:
„Komm zu uns nach Oberammergau.
Bei uns ist Christus und Liebe,
Und unser Schnee leuchtet himmelblau.“ –
Aber Plakate und Zeitungsreklame
Befehlen mich leider nicht dort-,
Sondern anderwohin. Fort, fort.

Der Schnee ist schwarz und traurig
In der Stadt.
Wer da keine Unterkunft hat,
den bedaure ich.

Der Schnee ist weiß, wo nicht Menschen sind.
Der Schnee ist weiß für jedes Kind.
Und im Frühling, wenn die Schneeglöckchen blühn,
Wird der Schnee wieder grün.

Beschnuppert im grauen Schnee ein Wauwau
Das Gelbe,
Reißt eine strenge Leine ihn fort. –
Mit mir im Oberhimmelblau
Wär‘s ungefähr dasselbe.

– «Schnee», Joachim Ringelnatz

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der gemeine Buchdieb

Es muss auch künftig der Entscheidung von Schriftstellern, Künstlern, Wissenschaftlern, kurz: allen Kreativen freigestellt bleiben, ob und wo ihre Werke veröffentlicht werden sollen.

Ein Zitat aus dem offenen Brief Für Publikationsfreiheit und die Wahrung der Urheberrechte, welcher in der FAZ offeriert wird und von Verlegern und einem Literaturwissenschaftler verfaßt wurde. Es dreht sich um das leidige Thema Google Books und dem kann ich auch gerne beipflichten, Google zieht daraus kommerziellen Nutzen und das kann nicht sein. Gleichsam geht jedoch mit diesem Anspruch, sofern man seitens des Staats dem Ruf Folge leisten würde, eine massive Beschränkung der Kultur einher. Schon heute ist es ein Unding sinnvoll wissenschaftlich zu arbeiten, man schlittert zwischen Urheberrechten umher, Verlagen die den Kulturremix wieder und wieder vergüldet sehen möchten.

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