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«Das freie Internet gibt es nicht mehr.» Interview mit dem Deutschlandradio Wissen

Das Deutschlandradio Wissen hat mich zu der Zukunft des Internets befragt, speziell, dass wir immer mehr in kleinen Mikrokosmen leben. Mein Fazit:

Das freie Internet war in den letzten zwei Jahrzehnten eine wunderbare Sache. Wir haben damit wunderbar gelebt, es war wirklich eine tolle Zeit. Aber, das freie Internet ist Geschichte, wie es das Schwarz-Weiß-Fernsehen ist. Das freie Internet gibt es nicht mehr.

DR Wissen: Wir bestimmen, wo du surfst (MP3, 3,4 MB)

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modus vivendi: wtf?

Sie werden also sagen: Wenn der Gerechte so gesinnt ist, wird er gegeißelt, gefoltert, in Ketten gelegt, an beiden Augen geblendet werden, und schließlich wird man nach allen Martern ihn ans Kreuz schlagen, damit er zur Einsicht kommt, dass es nicht das Richtige ist in dieser Welt, gerecht zu sein, sondern es nur zu scheinen.

Platon

Wie viele vielleicht wissen, war ich einige Zeit Mitglied bei den Grünen — aus Überzeugung. Dies mag für einige unverständlich sein, insbesondere für jene, die sich im Netz dem politischen Schlagabtausch hingeben auf Wahlplakat-Niveau, aber so etwas soll es im Alltag geben. Ich sah mich nie als Parteisoldat, sondern eher als kritische Stimme, welche gemeinsame Nenner fand. Dies war auch einst eine Tatsache im Zusammenhang mit den Genossen, was sich über die Jahre als Trugschluss herausstellte. Mit der Zeit verkommt man mehr und mehr zur vox clamantis in deserto, man redet gegen Wände, kämpft politisch gegen Windmühlen, sieht die Gemeinsamkeiten schwinden, fühlt sich um seine Zeit betrogen.

Jene Tatsache unterscheidet mich auch von den Parteisoldaten — Menschen, die sich der Tradition bewußt sind und bis zum bitteren Ende alles mittragen. Gemeinhin nennt man diese Gesellen auch Basis .. Kanonenfutter, Bauernopfer für parteipolitische Allmachtsfantasien. Immer muss diese Basis als Argument für die Verfehlungen der Spitze herhalten. Bei dieser Basis findet man auch die gemeinsamen Nenner, aufgrund dieser Basis tritt man in die Partei ein und letztendlich schaut man im Laufe der Zeit in dieser Basis die Grenzen politischen Wirkens.

Ein Wort zu den Piraten, erwähne ich die Wirkung der Basis komme ich ohne diese nicht wirklich aus. Ich schätze einige Zeitgenossen, die zufälligerweise bei jenen Mitglied sind, ansonsten jedoch ist mir diese Partei gleichgültig. Insofern standen diese für mich nie zur Diskussion, die gemeinsamen Nenner Computer und Netz boten mir dann auf Dauer doch zu wenig Substanz, um eine Basis für politisches Wirken zu entwickeln. Die Basis dient dort je nach Gusto schon in dieser jungen Phase einer Partei als Ausrede für allerlei Fehlungen der Spitze. Die Spitze selbst ist Hort für allerlei Meinungen, insbesondere Auffangbecken für politische Restposten anderer Parteien. Aber genug der Worte, um eine Partei die mir im Prinzip gleichgültig ist. Ich schließe mich da unisono zu 99% Chris Meinung auf dieser Publikation an.

Was mich auch zum eigentlichen Thema bringt. Die Bloggerei und die Kommentare. Vor Jahren wurde mir eine politische Webseite in der Windelphase des Webs vom Uniserver genommen, da diese doch zuviel der linken Politik darstellte und somit wohl nicht dem Leitbild entsprach. Ich fand mich nicht damit ab, sondern nutzte Protokolle wie Gopher und diverse Newsserver, um dieses Netz mit Meinung, insbesondere politischer Färbung, zu belästigen. Rückmeldungen gab es wenige, entweder war man Teil einer fortlaufenden Diskussion oder man bekam vereinzelt Mails. Diese Mails besaßen teils noch mehr Niveau, war doch dieser Mechanismus nicht Hinz und Kunz zugänglich. Dies soll nicht bedeuten, die Masse sei unwürdig, doch der kleine überschaubare Haufen machte es einfacher die Spreu vom Weizen zu trennen.

Heute hingegen verleidet einem diese größtenteils BILD– und RTL-gestählte Masse die zünftige Diskussion. Man steht auf dem Marktplatz, äußert eine Meinung, bekommt auch eben diese oder teils schlicht Gelalle. Gelalle, welches man sonst ausblendet, um sich dem Kern der Sache widmen zu können. Ich habe es aufgegeben ernsthafte Diskussion politischer Natur oder auch teils geisteswissenschaftlicher Natur auf Niveau im Netz führen zu wollen. In kleiner Runde funktioniert dies, da macht es Spaß, da nimmt man gar etwas mit.

Insofern habe ich mich persönlich mehr und mehr davon verabschiedet Kommentare abzugeben bzw. auf Kommentare überhaupt einzugehen. Wohlgemerkt, ich schätze immer noch die politische Diskussion, aber in einem analogen Umfeld oder virtuell im engen Kreis. Verneine ich hier die Kommentare, so gehe ich der Meinung nicht aus dem Weg, nur dem Lärm. Die Meinung selbst kann von anderen auf einer ebensolchen Publikation feil geboten werden. Und dort hört man diese auch, dort greift gar mitunter die Vernunft. Der Kommentar verleitet doch oft auch zu unmotiviertem Gelalle bzw. schlicht die Faulheit, die geschriebenen Worthappen mit Geist zu versehen — 140 Zeichen lassen grüßen.

Politik ist mir ein zu ernstes Thema, als dieses in sinnlosen Flamewars dem Lemming gleich gen Abgrund zu schicken. Chris beispielsweise tickert hier munter Artikel um Artikel auf politischem Niveau, dem Gros schließe ich mich an, doppelt wird es auch nicht besser und wenn mir was nicht schmeckt, dann sage ich es ihm. Ich könnte es auch drunter pinnen, aber als Fressen für die Kommentargeier ist mir meine Meinung dann doch zu schade.

Allmählich muss jedoch den Bogen Spannen, was nun hat mein Rückzug aus Parteien, meine zunehmende Verachtung für diese, mit dem Netz zu tun. Nun viele Dinge spiegeln sich eben hier wieder — auf die Masse bezogen. Kleine Organisationen, nicht dem MachtWahlkampf verpflichtet, machen für mich mehr Sinn, ebenso wie die Schreiberei ohne Kommentarlärm. Ich widme mich meiner Sache und bekomme Rückmeldung mit Niveau, ich spreche mit Gleichgesinnten oder höre auch eine gegenteilige Meinung. Man muss jedoch erst aktiv werden, mir eine Mail senden, mich persönlich vor Ort ansprechen, mit mir an einer Sache arbeiten, man muss Einsatz zeigen und wird somit auch mit einer gegenteiligen Meinung von mir respektiert. Es funktioniert und jeder der halbwegs seine Sinne beisammen hat wird mir zustimmen.

Größtenteils offenbart sich auch hierbei das Dilemma der Piraten, teils kann die Basis vor Ort ganz formidable Aktionen los stossen, im Netz jedoch spricht die Masse mit einer Stimme und die Vernunft des einen oder anderen Mitstreiters fällt dem Beuteschema jener Lärmenden zum Opfer. Diesem Umstand kann ich mich hier entziehen und wer den Gaudi mag, sprich den zünftigen Flamewar, der twittert eben oder beglückt ein social network der Wahl mit seinem Senf.

Das nun war mein Senf, mein Gedanke für eine Öffentlichkeit, nicht für die breite Öffentlichkeit. Wer mag, der versenft anderswo …

 

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Fremdenfeindlichkeit ist des Deutschen liebste Zier

Islamfeindlichkeit in Deutschland nimmt zu
Die Deutschen als Opfer
Mehr Abwanderer als Zuwanderer

Durch die Einführung des Begriffs der Deutschenfeindlichkeit in die Debatte wird signalisiert, dass ein Teil der Beteiligten eben nicht Teil der Gesellschaft ist. Sie haben allenfalls einen Gaststatus, den sie durch ungebührliches Benehmen verlieren können.

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Und ehrlich gesagt, muß man sich erst einmal wie ein Gastgeber verhalten, damit man auch Anspruch auf den entsprechenden Respekt anmelden darf. Respekt ist keine Einbahnstraße und der Deutsche war noch nie ein guter Gastgeber, da kann man sich auch heute noch im Ausland eine dicke Scheibe von abschneiden. Noch wird man als interessierter Deutscher, nicht als arroganter Tourist, im Ausland gerne empfangen.

Apropos Kultur, es existiert keine «Leitkultur». «Leitkultur» müffelt nach Dominanz, nach «Übermensch». Es existiert Kultur und diese ist ein dynamisches, grenzübergreifendes «Gebilde» mit lokalen Ausprägungen. Man kann diese pflegen und hegen, diese lokalen Ausprägungen. Möchte man sie hingegen «schützen», versetzt man diese in eine Stase und arbeitet somit dem dynamischen Charakter der Kultur entgegen.

Was der Mensch wieder erlernen muß, ist die neugierige Sichtweise aus Kindheitstagen. Nur dann lernt man, nur derart kann man Ängsten begegnen, nur dann klappts auch mit dem Nachbarn.

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Der Wikileaks-Coup? Markstein für Freiheit abseits der alten Medien?

Ist dies denn tatsächlich so? Was haben wir denn hier feines? Nun im Moment ereifern sich diverse Blogger und Netcitizens an dem «Wikileaks-Coup». Viele strenggeheime Frontberichte werden da feilgeboten, die uns vor allem eines zeigen: der Krieg ist tatsächlich ein Krieg, kein Polizeieinsatz, kein Blitzkrieg, Blumenfeldzug etc. pp. Da sterben Soldaten, Zivilisten, das alles ist brutal, da werden Fehlentscheidungen getroffen, Krieg eben. Krieg den ich pauschal verabscheue, Krieg den ich eben nicht zu relativieren vermag.

Anders die Medien, diese verkauften uns den Krieg noch für Jahre als Notwendigkeit, als Polizeieinsatz, als humanitärer Einsatz und verdingten sich damit als willige Steigbügelhalter opportuner Regierungen. Jetzt, nachdem diese Daten offen gelegt wurden, schreit der gemeine Netcitizen nach diesen zuvor gescholtenen Medien, eine Expertise möchte man sehen und zwar von jenen «Experten», denen man ansonsten nicht einmal zutraut, daß diese sich alleine die Schuhe zubinden können. Da wird plötzlich die tagesschau als Markstein für Qualität erkoren, ob der Erwähnung von Wikileaks. Welch «Nobilitierung», zuvor als fleischgewordene Propaganda-Maschinerie verschrien, nun wieder fit genug um ultrageheime Frontberichte mundgerecht fürs geifernde Volks zu analysieren. Auch Microsoft erlangte anno tobak «echte Größe», nachdem die Tagesschau mittels Erwähnung von Windows 95 diesen Konzern adelte. q.e.d.

Weiterlesen: »Der Wikileaks-Coup? Markstein für Freiheit abseits der alten Medien?«

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26C3: Wikipedia — Wegen Irrelevanz gelöscht

Die Wikipedia wurde einst als Erfolgsmodell des Internets und des freien Zugangs zu Wissen gefeiert. Doch immer öfter regt sich Kritik wegen ausufernder Löschungen: Alte und neue Autoren werden verprellt, sogar der Vorwurf des Revisionismus wird laut. Ist die Zukunft der Wissensgesellschaft an Gartenzwergzüchtern gescheitert? Wir diskutieren.

Wikipedia Diskussion auf dem 26C3

Ein brachialer Löschaktionismus, ein rüder Umgang mit Neuankömmlingen, ja gar der Stallgeruch einer Art Loge — betrachtet man beispielsweise die technische und intellektuelle Abgrenzung gegenüber Novizen — brachten der Wikipedia in den letzten Jahren einen stagnierenden Nachwuchs, sowie einen schlechten Leumund ein. Einen traurigen Höhepunkt stellte der im Jahr 2009 erfolgte Löschantrag auf MOGIS da — Grund: Irrelevanz. Seitdem tobt die Schlacht und während Partizipierende, sowie Nutzer konstruktive Kritik en masse liefern, mauert die Wikipedia und versucht die Problematik zu relativieren bzw. auszusitzen.

Fefes Résumé zu obiger Diskussion auf dem 26C3 ist kein kein Anlaß zum Frohlocken, dennoch ist es eine recht interessante Diskussion, die zumindest die Fronten auch für die letzten da draußen klärt. Es sind Opensourcler, Nerds, CCCler, Piraten, Geisteswissenschaftler et.al. die kritisieren, deren Intelligenz und Erfahrung wird fortwährend in Frage gestellt, wenn denn überhaupt einmal seitens der Wikipedia argumentiert wird. Ein Armutszeugnis vor dem Herrn …

Upload: F!XMBR / Quelle: 26C3 — weitere Uploads auf Sevenload.

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Medienkompetenz, Quellenkritik oder Wie man einen Wikipedia-Artikel… liest

Wikipedia ist eine Online-Enzyklopädie. Die meisten Menschen nutzen Wikipedia zum Nachschlagen, das heißt ihre Nutzung ist lesend und vertikal. Lesend bedeutet, die verändern den Artikel nicht, obwohl Wikipedia das prinzipiell zuließe, und vertikal heißt, daß sie meistens über einen Deep Link direkt bei dem Artikel landen und auch nicht nach anderen verwandten Artikeln schauen.

Dementsprechend erwarten Benutzer, daß die Informationen in dem Artikel wahr und vollständig sind und möglicherweise sind sie das sogar. Dieser Blogeintrag soll helfen, die Qualität eines Wikipedia-Artikels beurteilen zu können.

via Kris Köhntopp

Ich muß das hier mal als einzelnen Tipp loswerden, die Sache ist einfach zu wichtig. Ich wollte schon längst einmal etwas zur Quellenkritik allgemein verfassen, schob es aber ob widriger Umstände und weil ich doch manchmal eine faule Socke bin, recht genügsam vor mir her. Man schleppt da natürlich ein wenig schlechtes Gewissen mit sich herum, wenn man fortwährend davon redet, die Mittel der Quellenkritik auch nutzt, jedoch andere nicht an diesem Wissen teilhaben läßt.

Kris Köhntopp (aka isotopp) und Felix von Leitner (aka fefe) haben sich nun ihrerseits dazu aufgerafft im Rahmen der allgemein wütenden Wikipedia-Debatte eine Artikelserie diesbezüglich zu verfassen, den Auftakt macht Kris, weiteres wird folgen. Vielleicht steigen sogar andere mit ein, denn solch eine Diskussion kommt nicht nur der Nutzung der Wikipedia zu Gute, nein auch die allgemeine Medienkompetenz profitiert davon. In heutigen Zeiten medialen Overkills geradezu die Grundvoraussetzung zur Bewältigung dieser Informationsschwemme. Absolute Leseempfehlung.

Update:

Fefes Artikel ist nun ebenso online: Medienkompetenz-Grundkurs: Wie man ein Zeitungsinterview liest.

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Volksenzyklopädie Wikipedia

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In folgendem Artikel nehme ich Bezug auf die jüngsten Ereignisse, die keinesfalls Einzelfälle darstellen, sondern allenfalls die berühmt-berüchtigte Spitze des Eisbergs aufzeigen.

Imagine a world in which every single person on the planet is given free access to the sum of all human knowledge. That’s what we’re doing.

Jimmy Wales

Was ist die Summe allen Wissens, die Wales in diesem Interview ansprach? Meine Vorstellung davon, die irgendwelcher anderen? Oder sind es mehr die machtvollen Gefüge, mit denen sich Historiker in der Regel ausschließlich beschäftigen? Sind es herausstechende Leistungen, die die Menschheit vorwärts bringen? Wer kann diese Fragen überhaupt beantworten? Kein Mensch. Betrachten wir den Kulturhistoriker, in meinen Augen, neben dem Archäologen, die Idealform des Geschichtswissenschaftlers: jener Kulturhistoriker kennt keine wirklichen Relevanzkritierien, alles interessiert, winzige Details können große Zusammenhänge erklären, können Aufschluß geben bezüglich der schier grenzenlose Bandbreite dessen was wir als Kultur bezeichen. Zusammenhänge werden dort beleuchtet, der Mensch per se betrachtet, geistige Strömungen analysiert und selbst wenn auch die große Politik nicht wirklich primären oder gar , wie usus bei Historikern, absoluten Stellenwert genießt, tangiert diese dennoch, ist sie doch ebenso Bestandteils des Lebens, der Kultur.

Weiterlesen: »Volksenzyklopädie Wikipedia«

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Kann mal jemand die Wikipedia forken?

Ich glaube bezüglich des Bullshits in Reinkultur, welcher sich insbesondere in der Deutschen Wikipedia manifestiert, braucht nicht mehr viel berichtet zu werden. Eine einstmals gute Idee wird von einer Horde Illiteraten zugrunde gerichtet, die dem omnipotenten Korrektiv verschrieben sind und jeglichen Ansatz gesunden Menschenverstands missen lassen.

Das auch eine Unterschriftenliste gegen eine liberale Löschpraxis existiert, wohlgemerkt gegen, macht den Braten nun auch nicht mehr fett und bestätigt den allgemeinen Eindruck. Teils eklatante qualitätive Mängel in diversen Bereichen, hahnebüchene Diskussionen, die Weisheit des längeren Atems und ein Jimmy Wales der betriebsblind Lobhudeleien an enzyklopädische Eiferer verteilt prägen das Bilder dieser freien Enzyklopädie im Deutschen Raum. Natürlich werde ich auch weiterhin die Wikipedia supporten, insbesondere Wikimedia Commons, doch in Deutschen Gefilden ist imho Hopfen und Malz verloren.

fefe: The road to hell is paved with good intentions.

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sage mir was du liest und ich sage dir wer du bist

Ich finde und habe immer gefunden, daß sich ein Buch gerade vorzugsweise zu einem freundschaftlichen Geschenk eignet. Man liest es oft, man kehrt oft dazu zurück, man nahet sich ihm aber nur in ausgewählten Momenten, braucht es nicht wie eine Tasse, ein Glas, einen Hausrath, so in jedem gleichgültigen Augenblick des Lebens, und erinnert sich so immer des Freundes im Augenblick eines würdigen Genusses.

–Wilhelm von Humboldt

Geht es nicht vielen derart, zumindest jenen die sich vornehmlich in Bücher anstatt visuellen Geistlosigkeiten vertiefen? Man ist zu Gast in fremden Gefilden und der Blick wandert recht unverholen gen etwaig vorhandenem Bücherregal. Die Quantität alleine weiß oft schon zu beeindrucken und birgt diese noch so manche geistigen Schätze, dann ist es um mich geschehen. Der erste Eindruck zählt, jedoch kaum mehr oberflächlicher Natur wie bei vielen usus, sondern auf einer höheren Ebene angesiedelt. Schnell kommt man mit diesen Leuten ins Gespräch, Literatur kann gewaltige Brücken schlagen, und vertieft den gewonnenen Eindruck — eine neue Freundschaft ist recht schnell geboren.

Weiterlesen: »sage mir was du liest und ich sage dir wer du bist«

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scientia potentia est

Werkzeug Vs Spielzeug
Ich hätte dem lieben Mann vor 13–15 Jahren noch widersprochen … aber heute verbleibt nur ein me too.

HIGH TECH, HIGH RISK, AND HIGH LIFE IN Silicon Valley (Oct, 1982)
Die Anfänge in Silicon Valley, ein höchstinteressanter Artikel bezüglich des who is who der damaligen Zeit.

bunter dreck für die welt
Andrea gegen den Zeitgeist — absoluter Lesebefehl (eigentlich immer)!

The end of my love affair with Apple?
Make it cheap, make it open, and make every one of my dollars enhance student learning. Heutzutage ruht sich Apple nur auf den Lorbeeren längst vergangener Tage aus. Tage die die wenigsten heutigen Applemaniacs je erlebten.

Zitat: meditationes sacrae

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Knol wie Knoggle oder knowledge?

Chris mailte mir just Googles weiteren, diesmal aktiven Einstieg in das Wissensweb, zählt man denn den passiven, urheberrechtlich gehemmten, Google Books, ebenso hinzu. Google Knol nennt sich dieser Service, A unit of knowledge. Und weil ich heute mit meinen Gedanken noch fernab solcher hochgeistiger Gefilde residierte, assoziierte ich nicht augenblicklich knol mit knowledge bzw. einer Einheit dieses Begriffs. Wohlgemerkt einer der üblichen gekünstelten Web 2.0-Absurditäten um Aufmerksamkeit zu erregen. Wtf? Knol? O-Ton Chris: Kommt wohl von Knowledge… 😀 Ich weiß es genau, Chris wollte mich damit ärgern, kann nur so sein 😉

Nun was wird einem da geboten? Schließlich soll es das bessere™ Pendant zur Wikipedia darstellen. Personalisiert, sprich ein Autor pro Artikel und auch nur dieser genießt die Editier-Hoheit — your knol, your voice, Verwertbarkeit etc. Halt all die netten Dinge, mit welchen ein so hübsches Community-Projekt wie die Wikipedia nicht aufwarten kann.

Was also tun um sich ein Bild zu machen? Artikel durchstöbern? Vergleiche ziehen? Das ist ein weites Feld und für einen profanen rant den Aufwand nicht wert. Also 08/15-Modus: Begrifflichkeiten suchen. Da begann ich dann mit meinem Kontext und tippselte so illustre Begriffe wie Archaeology, History, BSD, UNIX, Linux, FreeBSD, Blog, Philosophy usw. Bei letzterem fand ich zumindest etwas bezüglich Feminist Analytic Philosophy, jede Menge fand ich bezüglich cancer und anderen Gefilden der Medizin. Oberflächlich betrachtet scheint mir da eine Dominanz medizinischer Thematiken zu bestehen, da kann ich mich natürlich auch täuschen. Und last not least befindet sich das alles noch im Anfangsstadium.

Weiterlesen: »Knol wie Knoggle oder knowledge?«

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