Mehr davon, kann man nur zurufen. Nachdem Google demnächst eine Alternative zur Wikipedia mit Knol bekanntgegeben hat, legt nun der SPIEGEL nach. Ja, der SPIEGEL — und dann auch noch in Kooperation mit Bertelsmann. Der SPIEGEL selbst spricht von der ambitionierteste Rechercheplattform im deutschsprachigen Internet. Zusammengeführt werden sollen die Inhalte vom Magazin, von SPIEGEL Online, der Bertelsmann-Lexika und –Wörterbücher sowie auch die Inhalte der Wikipedia. Interessant dabei: Alle SPIEGEL-Artikel des Magazins seit 1947 sind dann kostenlos im Netz verfügbar, nur jeweils die aktuelle Ausgabe wird weiterhin als E-Paper verkauft werden. Eine achtköpfige Redaktion soll sich um das Projekt kümmern — werbefinanziert soll die Plattform unter wissen.spiegel.de ansonsten kostenlos sein.
Wenn da kein Werbe-Overkill eingebaut wird, ist das doch eine feine Sache. Ich will da auch nicht von Konkurrenz zwischen der Wikipedia, Knol und dem SPIEGEL reden. Es sind jeweils Alternativen, die untereinander nur jeweils die Qualität anheben können — auch wichtig: Die Wikipedia hat online dann nicht mehr das Monopol inne. Mehr davon — nur bitte haltet Euch mit der Werbung zurück und übertreibt es nicht. Zu befürchten ist es, wenn Bertelsmann und der SPIEGEL dafür verantwortlich sind. Schau m’er mal.
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