Schlagwort ‘Weblog‘

Fünf Jahre F!XMBR

Brüder, fliegt von euren Sitzen, Wenn der volle Römer kreist, Laßt den Schaum zum Himmel spritzen: Dieses Glas dem guten Geist!

Friedrich Schiller, «An die Freude»

Gibt es sonst noch etwas zu sagen? Fünf ganze Jahre, eine Ewigkeit im Netz. Beinahe über 10 Jahre kenne und schätze ich Chris, mit dem ich allerlei Abenteuer zusammen erlebte. Was will man mehr, wo geht es hin? Ich denke wir sind ganz zufrieden mit dem was wir bisher erreichten und so soll es auch in Zukunft sein. In diesem Sinne auf mindestens weitere fünf Jahre F!XMBR :-)

Bild: Wikimedia Commons, Font GentiumAlt

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10 Jahre Schockwellenreiter

via schockwellenreiter

Glückwunsch, auch von unserer Seite :-). Ich weiß nicht ob ich zu den Lesern der ersten Stunde gehöre, neun Jahre sind es jedoch definitiv. Gerne verweise ich da beispielsweise auf die Rubrik old farts, in welcher ich so manche Bereicherung meines musikalischen Spektrums fand. Und letztendlich war auch diese Publikation für Chris und meine Person ausschlaggebend unseren eigenen Versuch anno 2004 zu starten und uns von der Forenwelt zu lösen. 2006 jedoch erst wurde dies konsequent von unserer Seite mittels F!XMBR umgesetzt.

Wir wünschen Jörg Kantel mindestens noch weitere 10 Jahre, denn derart integere und informative Publikationen sind jene Kleinode, die Weizenbaum einst in seiner markanten Definition des Internets als schätzenswert erwähnte: Das Internet ist ein großer Misthaufen, in dem man allerdings auch kleine Schätze und Perlen finden kann. Der Schockwellenreiter ist inzwischen nicht nur selbst Teil dieser Kleinode, nein er arbeitet auch Tag für Tag daran, diese Schätze und Perlen aus den Untiefen des Webs ans Tageslicht zu befördern und dem geneigten Leser feilzubieten.

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… wir sind nominiert

via Bulo

Darum gehts und dies war in der Gratulationsmail von dem einzigartigen Bulo 😀

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Bloggen? Eine Art Tagebuch?

Chris stellt sich die Frage aller Fragen: Was ist Bloggen? Nun abseits von der semantischen Analyse, die da von einer Art Kreuzung aus Tagebuch und WWW spricht, ist ein Blog schlicht ein Tagebuch. Aber Moment, ist ein Tagebuch nicht diese oldschool Angelegenheit — Privates zu Papier gebracht, vor den Augen der Welt verborgen? Kurzum also ein Widerspruch in sich? Denn wie könnte man ein privates Tagebuch in dieses WWW transferieren? Nun als erstes muss man Begrifflichkeiten trennen, sprechen eingeschworene Nerds von Tagebüchern meinen diese tatsächlich Poesiealben bzw. degradieren ob Unverständnis Tagebücher zu trivialen Anhäufungen irgendwelcher Intimitäten — cat content eben.

Doch dem ist nicht so. Ein Tagebuch gibt Erlebtes wieder, formuliert Gedanken aus, ist ein Spiegel dessen was den Schreibenden bewegt. Ein omnipotenter Anspruch, welcher jedem Raum en masse reserviert. Neu ist ausschließlich die Öffentlichkeit, ermöglicht durch dieses WWW. Gelogen, beschönigt wird traditionell im Privaten als auch im öffentlichen Raum — von daher nehmen sich beide Darreichungen nicht viel. Allenfalls diktiert die zusätzlich vorhandene Öffentlichkeit ein Plus an etwaiger Zurückhaltung, gegenüber dem schon vorhandenem Diktat seitens des Egos.

Bloggen ist also nichts neues, Bloggen kann alles sein — nur die eigene Fantasie setzt Grenzen. Man muss sich also nicht eines Begriffes wie Tagebuch schämen, große Männer und auch Frauen verfassten diese im Laufe der Geschichte und hinterließen somit nachfolgenden Generationen teils unschätzbare kulturhistorische Einblicke.

Wenn also Oscar Wilde schreibt: Das Gedächtnis ist das Tagebuch, das wir immer mit uns herumtragen., so gilt dies vice versa ebenso für diese mittels Papier oder Virtualität transportierten Worte — eine Vielfalt des Geistes eben, welche genutzt werden sollte. Insofern ende ich mit den Worten eines bekannten Tagebuch-Verfassers: Der Worte sind genug gewechselt, lasst mich auch endlich Taten sehn, indes ihr Komplimente drechselt, kann etwas Nützliches geschehn.1

Bild: Wikimedia Commons

  1. aus Faust []

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Schiller & Goethe bloggen

Via Jürgen bin ich darauf aufmerksam geworden, dass nun auch Schiller und Goethe bloggen. Giesbert Damaschke hat ein spannendes Projekt gestartet. 215 Jahre später wird in einem Echtzeitblog der Schriftwechsel zwischen Schiller & Goethe veröffentlicht. Mit Hilfe von Google Books möchte Giesbert diese Vorhaben in die Tat umsetzen. Sehr spannend. :)

Die benutzte Ausgabe verzeichnet insgesamt 999 Briefe, Stapf kommt auf 1011 und Beetz auf 1015. Briefe, die in der Textgrundlage fehlen, werden, wo möglich, aus Stapf übernommen, bei Briefen, die nur Beetz verzeichnet, werde ich mich bemühen, eine gemeinfreie Ausgabe aufzutreiben. Mit der sich so einstellenden orthographischen Uneinheitlichkeit wird man leben müssen.

Schiller & Goethe

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Reden wir doch mal Tacheles #2

Wie ich im ersten Teil festgehalten habe, ist das Gebilde, welches sich bedeutungsschwanger Blogosphäre nennt, innerhalb der deutschen Medien völlig irrelevant. Es hält manchmal für den einen oder anderen Treppenwitz her, das war es dann aber auch. Bei aller Kritik haben deutsche Journalisten wahrlich wichtigere Dinge zu tun, als sich mit einer (neuen) Luftblase zu beschäftigen. Und ja, natürlich gibt es Ausnahmen, aber ein ständiger Austausch von Informationen, ein regelmäßiger Ausdruck von gegenseitiger Hochachtung und gegenseitigem Respekt findet nicht statt. Es ist mehr ein Kampf, als ein Miteinander.

Weiterlesen: »Reden wir doch mal Tacheles #2«

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Reden wir doch mal Tacheles

Chat Atkins stellt fest, dass Blogs in Deutschland regelmäßig kein Geld verdienen können. Ich interpretiere das einfach mal so. Da hat er ohne Frage recht. Es ist auch einfach zu erklären, wenn man mal den Pathos, Blogs sind der Heilsbringer der Medien, beiseite schiebt. Die Medienlese zum Beispiel soll 2.500 Leser (pro Tag) haben. Das sind doch meiner Meinung nach einfach nur lächerliche Zahlen.

Weiterlesen: »Reden wir doch mal Tacheles«

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just for fun

wordle

Just for fun ist ja vielerorts die Devise, so auch in diesem Fall. Vielfach schon gesehen und oft integraler Bestandteil einer heutigen Webpublikation ist es doch nett mal eben eine Momentaufnahme der anzutreffenden Begrifflichkeiten zu schauen 😉

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